An hessischen Schulen wurde im Schuljahr 2017/2018 etwas weniger Schulmilch getrunken als im Vorjahr.

Das geht aus der Antwort des Umweltministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP-Abgeordneten Wiebke Knell im hessischen Landtag hervor. Das Land hatte im vergangenen Jahr beschlossen, gesüßte Schulmilch nicht mehr zu fördern. Deshalb wird Kakao seit August 2019 nicht mehr über das Schulmilchprogramm der EU angeboten.

Die einzige bisher beteiligte größere hessische Molkerei habe sich nach Wegfall der Förderung nun aus dem Schulmilchprogramm zurückgezogen, berichtete das Umweltministerium. Ob bisher belieferte Einrichtungen zu einem anderen Lieferanten wechseln könnten, sei nicht bekannt.

Im Schuljahr 2018/2019 nahmen nach Angaben des Ministeriums 976 Einrichtungen am EU-Schulprogramm teil. Für das laufende Schuljahr stehen dem Land 721.105 Euro EU-Mittel für Schulmilch zur Verfügung. Diese würden derzeit voll ausgeschöpft.

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hatte 2018 einen Stopp der Subventionen für gesüßte Schulmilch in Hessen gefordert. Hessen habe zusammen mit drei anderen Bundesländern Ausnahmeregelungen geschaffen, um EU-Fördermittel für gezuckerte Milch wie Kakao auszugeben, erklärte die Organisation.