Ärzte während einer Entbindung.

2014 verblutete eine Frau nach einem Kaiserschnitt in einer Frankfurter Klinik. Seit Mittwoch müssen sich nun drei Ärztinnen deswegen vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen fahrlässige Tötung vor.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Nach Kaiserschnitt verblutet: Prozessauftakt in Frankfurt

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Drei Frauenärztinnen einer Frankfurter Klinik müssen sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Die Staatsanwaltschaft macht die drei Medizinerinnen für den Tod einer 31-Jährigen infolge eines Kaiserschnitts verantwortlich.

Staatsanwaltschaft: Nicht rechtzeitig reagiert

Nach Darstellung der Anklage war es im Juli 2014 wenige Stunden, nachdem die Frau ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht hatte, zu Komplikationen gekommen. Die 31-Jährige erlitt schwere Blutungen und infolge dessen einen Kreislaufschock, von dem sie sich nicht mehr erholen konnte.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten - der leitenden Oberärztin, einer weiteren Oberärztin und einer Assistenzärztin - vor, nicht rechtzeitig auf die Komplikationen reagiert zu haben, so dass die Frau verblutet sei. Dies hätte durch die zeitnahe Verabreichung der richtigen Medikamente verhindert werden können.

Zu Prozessbeginn äußerten sich die drei Frauen im Alter zwischen 37 und 64 Jahren nicht zu den Vorwürfen. Für den Prozess sind bislang zehn Verhandlungstage vorgesehen. Am Donnerstag soll der Witwer der 31-Jährigen gehört werden. Ein Urteil wird für Mitte November erwartet.

Sendung: hr-iNFO, 16.10.2019, 7.40 Uhr