Eine Puppe, die auf einem Kinderbett liegt.
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Er soll auf den Philippinen jahrelang Kinder sexuell missbraucht haben: Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat nun gegen einen 53-Jährigen aus Frankfurt Anklage erhoben. Es geht auch um tausende Kinderporno-Dateien.

Die Vorwürfe gegen den 53 Jahre alten Mann aus Frankfurt wiegen schwer. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat gegen ihn wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern Anklage erhoben. Zudem muss er sich vor dem Landgericht Frankfurt wegen des Besitzes von Kinderpornos verantworten, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Der Mann sitzt seit dem 17. Januar 2018 in Untersuchungshaft.

Mann soll über Jahre Kinder sexuell missbraucht haben

Der 53-Jährige, der zwischen 2009 und 2016 überwiegend auf den Philippinen lebte, soll dort neun Mädchen im Alter von 10 bis 13 Jahren schwer sexuell missbraucht haben. Von den Missbrauchshandlungen hat er laut Anklage Bilder gemacht.

In 28 weiteren Fällen soll der Beschuldigte auf den Philippinen Minderjährige im Alter von 14 bis 18 Jahren sexuell missbraucht und Fotos von den Handlungen angefertigt haben. Als Gegenleistung soll er den Jugendlichen Bargeld und Geschenke gegeben haben. Außerdem soll er ein Kind mehrmals über das Internet zu sexuellen Handlungen vor einer Webcam veranlasst haben.

17.500 Kinderporno-Dateien gefunden

Der Mann war vor einem Jahr festgenommen worden. Er wollte bald wieder auf die Philippinen reisen - dort hatte er sich offenbar wieder mit Kindern zum Sex verabredet.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung waren zahlreiche Computer und Datenträger sichergestellt worden. Die Ermittler fanden mehr als 17.500 Bild- und Videodateien mit kinderpornographischen Inhalten sowie über 1.100 jugendpornographische Dateien.

Den entscheidenden Hinweis auf den Mann lieferte das FBI. Die US-Sicherheitsbehörde war bei Ermittlungen auf den Deutschen gestoßen und hatte die Information an das Bundeskriminalamt in Wiesbaden weitergegeben. Danach kümmerte sich die bundesweit federführende Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität um den Fall.

Sendung: hr-iNFO, 10.01.2019, 11:00 Uhr