abgestürztes Flugzeug in Eschwege
Das Flugzeug war an einem Waldrand abgestürzt. Bild © Hessennews TV

Nach einem fatalen Flugzeugabsturz vor knapp zwei Jahren in Eschwege hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Piloten erhoben. Er und drei Passagiere hatten schwere Verletzungen erlitten. Eine Frau starb.

Die Staatsanwaltschaft Kassel wirft einem 57 Jahre alten Piloten nach einem Flugzeugabsturz in Eschwege fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. "Der Pilot hat einen Flugfehler begangen", sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch.

Der Pilot hatte bei einem Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz "Staufenbühl" im August 2017 den Landeanflug der Propellermaschine abgebrochen und war durchgestartet. Er war wegen einer starken Windböe mit der Maschine in Turbulenzen geraten. In geringer Höhe blieb das Flugzeug an einem Hindernis hängen und stürzte an einem Waldrand ab.

Kombination von Fehlern führte zum Absturz

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft führte eine Kombination von Fehlern zum Absturz. Der Pilot und seine Passagiere, ein drei Jahre altes Kind und zwei Erwachsene, wurden schwer verletzt. Eine 64 Jahre alte Frau erlag wenig später ihren Verletzungen.

Die Anklageschrift sei Ende März zugestellt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Zuvor hatte der Sender FFH darüber berichtet.