Alexander Falk im Jahr 2012 bei einem Prozess in Hamburg.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen den Stadtplan-Erben Alexander Falk erhoben. Er soll im Jahr 2010 Schüsse auf einen Rechtsanwalt in Auftrag gegeben haben. Der Jurist hatte damals eine Klage gegen Falk vorbereitet.

Seit Monaten sitzt Alexander Falk in Untersuchungshaft. Nun soll dem Erben des Stadtplan-Imperiums Falk der Prozess gemacht werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen den 49-Jährigen erhoben. Das teilte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen mit. Falk wird der Versuch der Anstiftung zu einem Tötungsdelikt vorgeworfen. Der Prozessbeginn vor dem Landgericht in Frankfurt ist noch offen.

Konkret geht es um Schüsse auf einen Wirtschaftsjuristen in Frankfurt-Harheim im Jahr 2010. Ein Unbekannter hatte ihm auf offener Straße ins Bein geschossen, der Anwalt überlebte schwerverletzt. Während der Täter auch Jahre später auf der Flucht ist, haben die Ermittler Falk als Drahtzieher ausgemacht. Er wurde im September vor dem Sitz seiner neuen Firma in Hamburg festgenommen.

Anwalt war mit Klage gegen Falk betraut

Der Anwalt soll damals mit einer Zivilklage gegen Falk betraut gewesen sein. Dabei ging es um Schadensersatzforderungen in Höhe von rund 200 Millionen Euro.

Falk war Medienberichten zufolge schon 2010 ins Visier der Ermittler geraten. Damals habe man ihm jedoch nichts nachweisen können. Der damalige Internet-Unternehmer saß zu diesem Zeitpunkt eine Gefängnisstrafe wegen Bilanzmanipulation ab. Im Jahr 2012 wurde Falk vom Hamburger Landgericht zu einer Zahlung von 209 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt.

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Falk-Verlag

Der Falk-Verlag war bis zu seiner Auflösung auf Stadtpläne und Landkarten spezialisiert. Das Unternehmen war bis 1996 im Familienbesitz und ging danach in verschiedene Besitze über. 2012 wurde Falk zum Teil der Reiseverlagsgruppe Mairdumont GmbH.

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