Blumen am Freitag am Tatort in Frankfurt-Bornheim.

Nach einer tödlichen Messerattacke auf eine junge Frau in Frankfurt ist gegen den mutmaßlichen Täter Anklage erhoben worden. Der 44-Jährige soll die Trennung nicht akzeptiert haben.

Weil er seine Ex-Freundin mit Dutzenden Messerstichen getötet haben soll, hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 44-Jährigen erhoben. Er steht unter Verdacht, die 24-Jährige im Oktober vor einem Supermarkt im Stadtteil Bornheim attackiert zu haben, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Ermittelt wird wegen des Verdachts des Totschlags.

Demnach hatte sich die junge Frau erst wenige Tage zuvor von dem Mann getrennt und "ihn der Wohnung verwiesen". Die einjährige Beziehung sei von häuslicher Gewalt geprägt gewesen, teilten die Ermittler mit. Der 44-Jährige habe die Trennung nicht akzeptiert und die Frau bedroht.

35 Stich- und Schnittverletzungen

Die beiden waren laut Anklage am Tatabend gemeinsam zum Supermarkt gegangen, nachdem der Verdächtige die 24-Jährige vor ihrer Wohnung abgefangen hatte. Dort habe er sich ein Küchenmesser ausgesucht, das seine Ex-Freundin bezahlt habe.

Den Ermittlungen zufolge soll die 24-Jährige beim Verlassen des Geschäftes versucht haben zu flüchten, woraufhin der Mann sie am Arm festhielt und mehrfach auf Brust, Gesicht und Oberkörper der jungen Frau einstach. Insgesamt habe das Opfer 35 Stich- und Schnittverletzungen erlitten, unter anderem in Lunge und Herz. Sie starb wenig später im Krankenhaus.

Der Mann war kurz nach dem Angriff festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Wann der Prozess vor dem Landgericht Frankfurt gegen ihn beginnen soll, steht noch nicht fest.

Sendung: hr-fernsehen, maintower, 04.05.2020, 18 Uhr