Eine Ausgabe der Strafprozessordnung steht im Gerichtssaal des Frankfurter Landgerichts

Ein IS-Sympathisant aus Offenbach ist zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte in einer islamistischen Chatgruppe damit geprahlt, dass er in Frankfurt ein Restaurant in die Luft sprengen wolle.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Haftstrafe für IS-Sympathisant

Front des Land- und Amtsgerichts in Frankfurt
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Wegen der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags sowie Körperverletzung ist ein mutmaßlicher IS-Sympathisant am Donnerstag vor dem Landgericht Frankfurt zu fünf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden.

In der Offenbacher Wohnung des 25-Jährigen hatte die Polizei bei seiner Festnahme im November 2019 Grundstoffe zur Sprengstoffherstellung sichergestellt.

In islamistischen Chat-Gruppen hatte der Verurteilte angegeben, in Frankfurt ein Restaurant in die Luft sprengen zu wollen. Irgendwann geriet er jedoch an einen Verbindungsmann des Landeskriminalamts, woraufhin er festgenommen wurde. Zudem hatte der Mann online bereits über den Kauf einer Schnellfeuerwaffe verhandelt.

Mann war geständig

Vor Gericht hatte der Angeklagte diese Vorwürfe weitgehend gestanden. Weitergehende Anklagepunkte, wonach er auf der Straße einen Passanten geschlagen und auch in der Untersuchungshaft einen Mithäftling misshandelt haben soll, bestritt er jedoch.

Im Strafmaß hielt sich der Staatsschutzsenat an den Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte keinen konkreten Antrag gestellt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Sendung: you-fm, 17.9.2020, 17 Uhr