Eine Asiatische Hornisse

Ein Imker aus dem südhessischen Lorsch hat erstmals eine Asiatische Hornisse in Hessen gesehen und fotografiert. Die invasive Art könnte heimische Bienen und Wespen gefährden. Das Land bittet die Bevölkerung um Hilfe.

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zum hr-fernsehen.de Video Asiatische Hornisse erstmals in Hessen gesichtet

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In Hessen ist erstmals die Asiatische Hornisse nachgewiesen worden. Ein Imker aus Lorsch an der Bergstraße habe das Insekt entdeckt und fotografiert, teilte das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Montag in Wiesbaden mit.

Gefahr für Bienen und Wespen

"Damit findet eine weitere, bisher in Hessen nicht vorkommende Art ausreichende Lebensbedingungen vor, um hier Populationen zu gründen", schrieb das Amt in seiner Mitteilung. Demnach gibt es Hinweise, dass die Asiatische Hornisse "eine Gefährdung der einheimischen Wespen- und Bienenarten darstellen" könne.

Die Experten sammeln daher Daten, wo und wie schnell sich das aus Südostasien stammende Insekt in Hessen ausbreitet. Dabei bittet das Landesamt die Bevölkerung um Mithilfe. Wer eine Asiatische Hornisse sichtet, kann das über eine eigens eingerichtete Plattform melden.

Weitere Informationen

Wie erkenne ich eine Asiatische Hornisse?

Eine Asiatische Hornisse (Vespa velutina) lässt sich gut von der etwas größeren, heimischen Europäischen Hornisse (Vespa crabro) unterscheiden. Sie hat einen größtenteils schwarzen Körper mit einem gelben Band am Hinterleib, wohingegen die Europäische Hornisse gelb-orange gezeichnet ist. Die Europäische Hornisse steht übrigens unter Artenschutz und darf nicht getötet werden. Das HLNUG hat auf seiner Internetseite weitere Informationen zu den Hornissen zusammengestellt.

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Sendung: maintower, 21.10.2019, 18 Uhr