Audio

Audioseite Zwei Tote nach Brand in Griesheim

Löscharbeiten der Feuerwehr mit einer Drehleiter.

Nach dem Wohnungsbrand in Griesheim gibt es ein weiteres Todesopfer: Ein 42-Jähriger erlag seinen schweren Verletzungen. Die zweite Tote ist wohl seine 13 Jahre alte Tochter. Die Polizei vermutet als Brandursache falschen Umgang mit Gas.

Nach dem Wohnungsbrand am Sonntag in Griesheim (Darmstadt-Dieburg) ist ein 42 Jahre alter Bewohner gestorben. Er erlag am Montagabend im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Bei dem Feuer war nach ersten Erkenntnissen auch ein 13-jähriges Mädchen umgekommen, das in dem Mehrfamilienhaus wohnte.

"Wir gehen davon aus, dass es sich um das Mädchen gehandelt hat", sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Eine Obduktion soll in den kommenden Tagen stattfinden und letzte Klarheit bringen. Der Sprecherin zufolge handelt es sich bei dem 42 Jahre alten Toten um den Vater des Mädchens. Die Mutter war zum Zeitpunkt des Brandes nicht in der Wohnung. Auch die 61 Jahre alte Großmutter sowie ein 49-Jähriger wurden verletzt. Beide konnten das Krankenhaus inzwischen verlassen.

Fehler beim Umgang mit Gasflasche

Die Polizei geht davon aus, dass der Brand beim Umgang mit einer Gasflasche ausgelöst wurde. Nach Angaben des Einsatzleiters der Feuerwehr wurden zwei Gasflaschen in der Wohnung gefunden. Diese habe die Familie zum Betreiben von Gasöfen benutzt, sagte die Polizeisprecherin. Eine schlagartige Entzündung des entwichenen Gases könne demnach zu dem tragischen Unglücksfall geführt haben. Der Zerstörungsgrad, besonders im Wohnzimmer, sei sehr hoch. Ein technischer Defekt oder Fremdeinwirkung kann laut Polizei ausgeschlossen werden.

Anwohner hatten am frühen Sonntagabend die Feuerwehr alarmiert, weil aus dem ersten Stock des Hauses Flammen und Rauch aufstiegen. Bei den Löscharbeiten in der Wohnung fanden Feuerwehrleute die Tote. Der Vater des Mädchens war mit schweren Brandverletzungen in eine Spezialklinik gebracht worden. Den Schaden am Haus, das wegen erheblicher Brand- und Rußschäden unbewohnbar ist, schätzten die Beamten auf mindestens 350.000 Euro.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen