Der von der Polizei an der A5 gerettete Sperber ist gestorben. Der Greifvogel war bei seiner Landung an einer Baustelle im frischen Asphalt steckengeblieben. Bei der Rettung hatten die Polizisten Teile ihrer Kleidung eingebüßt.

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Bildkombo vollgeteerter Sperber, Schuhe im Asphalt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Vogel bleibt in Teer stecken

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Einen Tag nach der Aufsehen erregenden Rettungsaktion eines Greifvogels auf der A5 bei Darmstadt ist der Sperber am Mittwoch gestorben. Er habe sich bereits bei der Rettung in einem besorgniserregenden Zustand befunden, hieß es von der Polizei. Der Vogel war zunächst in eine Falknerei gebracht worden.

Eine Autofahrerin hatte ihn am Dienstag bemerkt. Der Greifvogel klebte im Teer zwischen dem Darmstädter Kreuz und Eberstadt. Die Fahrbahn der A5 war dort kurz zuvor mit frischem Bitumen überzogen worden.

Verlust: zwei Paar Dienstschuhe

Beamte der Autobahnpolizei Südhessen hatten sich auf den Weg gemacht, um dem Tier zu helfen. Dazu betraten sie selbst den noch klebrigen Teer. Mit vereinten Kräften gelang es ihnen, den Sperber zu befreien. Ihre Dienstschuhe allerdings hätten sich nicht mehr vom Teer lösen lassen, gaben die Polizisten an.

Das Schuhwerk ließen sie an der Einsatzstelle zurück. Der Polizeieinsatz beeinträchtigte kurzzeitig auch den Verkehr an der betroffenen Stelle. Dort kam es den Angaben zufolge zu einem Stau.

Endstation Ronneburg

Der verletzte Vogel war per Streifenwagen zur Wildtierhilfe in Dreieich gebracht. Die klärte darüber auf, dass es sich nicht, wie zunächst angenommen, um einen Bussard handelte und übernahm die Erstversorgung des lädierten Sperbers.

Sperber seien sehr empfindliche Tiere, die Aufregung nur schwer vertragen, hieß es nun am Mittwoch nach dem Tod des Tiers.