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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Mord aus Eifersucht: Lebenslange Haftstrafe

Landgericht Fulda

Eine 27-Jährige wollte sich von ihrem Ehemann trennen und kam bei Bekannten in Bad Salzschlirf unter. Dort fand sie ihr Mann und bat um ein Vier-Augen-Gespräch. Wenig später war die Frau tot. Nun ist der Mörder verurteilt worden.

Zu lebenslanger Haft wegen Mordes an seiner Ehefrau hat das Landgericht Fulda am Mittwoch einen 28-Jährigen verurteilt. Der Mann aus dem saarländischen Lebach hatte seine 27 Jahre alte Frau am 9. August 2019 in der Wohnung von Bekannten in Bad Salzschlirf (Fulda) so stark gewürgt, dass sie ins Koma fiel und am nächsten Tag im Krankenhaus starb. Sie hinterlässt zwei Kinder im Alter von inzwischen sechs und neun Jahren. Der Verurteilte muss laut Urteil an jedes Kind 15.000 Euro Hinterbliebenengeld zahlen.

Laut Gutachter-Einschätzung ist der Angeklagte voll schuldfähig. Er soll heimtückisch und vorsätzlich gehandelt haben. Der Richter erklärte, die Frau habe bei dem Gespräch unter vier Augen nicht mit einer tödlichen Gefahr gerechnet. Sie sei völlig arglos gewesen. Der Mann habe sie fast drei Minuten lang gewürgt und ihren Tod in Kauf genommen.

Eifersucht als Motiv

Nach Gerichtsangaben war das Motiv Eifersucht, Wut, Verlustangst und Verzweiflung. Die Frau hatte zuvor angekündigt, sich wegen eines anderen Mannes von ihm trennen zu wollen. Um Abstand zu gewinnen, war sie zu Bekannten nach Bad Salzschlirf gereist. Der Mann war mit einem Freund hinterhergefahren, um sich mit ihr auszusprechen. Der Verteidiger überlegt, Revision gegen das Urteil einzulegen.

Sendung: hr-iNFO, 8.7.2020, 16 Uhr