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Audioseite Autoattacke auf Rosenmontagszug in Volkmarsen - Revision eingelegt

Ein silberfarbener Kombi fuhr in Volkmarsen in den Rosenmontagszug.

Nach dem Urteil im Volkmarsen-Prozess haben die Verteidiger Revision gegen die lebenslange Haft des 31-Jährigen eingelegt. Das Gericht hatte ihn wegen versuchten Mordes verurteilt.

Die Verteidiger des im Prozess um die Auto-Attacke auf den Rosenmontagszug in Volkmarsen (Waldeck-Frankenberg) verurteilten 31-Jährigen haben Revision gegen die lebenslange Haftstrafe eingelegt. Das teilte das Landgericht Kassel am Dienstag auf Anfrage mit.

Das Gericht hatte den Mann am vergangenen Donnerstag verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er am 24. Februar 2020 vorsätzlich mit einem Auto in den Karnevalsumzug gefahren war und dabei mindestens 88 Menschen, darunter 26 Kinder, teilweise schwer verletzt hatte.

Besondere Schwere der Schuld festgestellt

Sie sprachen den 31 Jahre alten Mann wegen des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung in 88 Fällen sowie des versuchten Mordes in einem Fall und wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr schuldig. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete den Vorbehalt anschließender Sicherungsverwahrung an.

Die Richter waren damit den Anträgen der Staatsanwaltschaft und Nebenklägervertreter gefolgt. Die Verteidiger hatten einen milderen Strafrahmen gefordert, da es sich um versuchten und nicht vollendeten Mord gehandelt habe.

Juristische Bewertung wird geprüft

Geprüft wird bei einer Revision lediglich, ob die juristische Bewertung des Falls korrekt ist - also keine Rechtsfehler begangen wurden. Der Prozess wird nicht noch einmal aufgerollt.

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