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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Autofahrer rast mit 244 km/h durch A3-Baustelle

Foto eines Blitzers: Schwarzer Mercedes auf Autoban

Mit 244 Stundenkilometer ist ein Autofahrer auf der A3 an einer Baustelle am Wiesbadener Kreuz geblitzt worden. Erlaubt sind dort maximal 80 km/h. Die Staatsanwaltschaft stuft die Raserei als Straftat ein.

Die Beamten hätten ihren Augen nicht getraut, als sie die Bilder des Blitzers auswerteten, schreibt die Polizei Wiesbaden am Dienstag in ihrer Mitteilung: Mit 244 statt der maximal erlaubten 80 km/h ist ein Autofahrer durch eine Baustelle auf der A3 Richtung Köln geprescht. Der Blitzer hatte ihn zwischen der Anschlussstelle Raunheim und dem Wiesbadener Kreuz eingefangen - mitten am Samstagvormittag vor einer Woche.

Stratftat statt Ordnungswidrigkeit

Autobahnpolizei und Staatsanwaltschaft sind sich einig: Statt einer Ordnungswidrigkeit geht es hier um eine Straftat. Der Fall werde als Kraftfahrzeugrennen eines Einzelrasers eingestuft. Diese Entscheidung hänge nicht allein an der Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung, sondern auch am Zeitpunkt: Der Samstagvormittag sei keine verkehrsarme Zeit, bei einer solch schnellen Fahrt sei von einer "grob verkehrswidrigen und absolut rücksichtlosen Fahrweise auszugehen".

Außerdem werde die Fahrbahn kurz nach der Messstelle stark kurvig. Falls Fahrzeuge in diesem Bereich zu schnell unterwegs seien, stelle das eine erhebliche Gefahr dar. Die Ermittlungen in dem Fall dauern laut Polizei noch an.

Sendung: hr4, 01.12.2020, 18.30 Uhr