Das Limburger Landgericht

Das Limburger Landgericht hat einen Villmarer zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Mann hatte sein Baby so sehr geschüttelt, dass es für immer schwerbehindert bleiben wird. Er selbst schob alles auf einen Drogenrausch.

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Audioseite Baby geschüttelt: Vater muss sieben Jahre ins Gefängnis

Statue der Justizia vor einer historischen Fachwerkhausfassade.
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Ein 34 Jahre alter Familienvater muss für sieben Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Limburg sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der Mann im Februar 2020 sein damals fünf Monate altes Baby durch kräftiges Schütteln schwer verletzt habe.

Der Junge wird für immer geistig und körperlich behindert bleiben, ist nahezu blind und halbseitig gelähmt.

Mann war auf Drogen

Der Angeklagte hatte vor Gericht angegeben, zu viel Marihuana konsumiert zu haben und zum Zeitpunkt der Tat auf Drogen gewesen zu sein. Die Richter und ein Gutachter hielten ihn dennoch für voll schuldfähig und verurteilten den Mann aus Villmar (Limburg-Weilburg) wegen schwerer Körperverletzung und schwerer Misshandlung Schutzbefohlener. Das Gericht ging davon aus, dass der Vater sein Baby geschüttelt hatte, weil er von dessen Brüllen genervt gewesen war.

Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre und sechs Monate gefordert, ein Teilgeständnis wirkte strafmildernd.

Baby hat schwere Hirnschäden

Das Baby musste damals wegen eines Schütteltraumas notoperiert werden und überlebte mit schweren Folgeschäden. Laut eines Gerichtssprechers ist aufgrund von Hirnschäden eine normale Sprachentwicklung nicht möglich.

Das Kind erleide zudem täglich eine Vielzahl von epileptischen Anfällen.

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