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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Urteil gegen 17-Jährigen

Schild  Landgericht Marburg

Das Landgericht Marburg hat einen 18-Jährigen zu vier Jahren Jugendstrafe verurteilt. Er hatte das sieben Wochen alte Baby seiner Freundin so heftig geschüttelt, dass es starb.

Vier Jahre Jugendstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge - so lautet das Urteil des Marburger Landgerichts gegen einen 18-Jährigen. Er hatte nach Überzeugung des Gerichts vor elf Monaten in Marburg das Baby seiner Freundin so heftig geschüttelt, dass es an Hirnverletzungen starb. Das teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit.

10- bis 15-mal geschüttelt

Laut Urteil hatte der damals 17-Jährige das schreiende Baby vor sich gehalten und 10- bis 15-mal geschüttelt. Dadurch habe das sieben Wochen alte Mädchen die tödlichen Verletzungen erlitten. Während des Ermittlungsverfahrens habe der Beschuldigte die Tatumstände eingeräumt, sein Geständnis aber später widerrufen, teilte das Gericht mit.

Das Gericht ging in seinem Urteil nicht davon aus, dass der Angeklagte den Tod des Kindes billigend in Kauf genommen hat. Deshalb wurde er nicht wegen Totschlags verurteilt.

Anklage und Verteidigung gehen in Revision

Wegen des Alters des Angeklagten fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das bereits im November verhängte Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung haben Revision eingelegt.

Sendung: hr1, 21.01.2020, 12 Uhr