Der Tatort in einem Parkhaus in Bad Homburg wurde in der Nacht zu Sonntag vorübergebend abgesperrt.

Der mutmaßliche Parkhaus-Schütze von Bad Homburg sitzt wegen versuchten Mordes in U-Haft. Der 59-Jährige soll sein komplettes Waffen-Magazin auf seine Ex-Freundin verfeuert haben.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Staatsanwaltschaft nennt Details nach Schüssen in Bad Homburg

Bad Homburg Parkhaus
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Nach den Schüssen in einem Parkhaus in Bad Homburg hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft neue Details bekannt gegeben. Sie ermittelt demnach gegen den 59 Jahre alten Tatverdächtigen wegen versuchten Mordes. Ihm wird vorgeworfen, am späten Samstagabend mehrmals auf seine ehemalige Freundin geschossen und die 52-Jährige dabei schwer verletzt zu haben. Der Tatverdächtige sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Er habe die Trennung von seiner früheren Partnerin nicht verkraftet, teilte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Montagmorgen mit. Die Beziehung sei etwa neun Jahre her.

Schüsse fielen wohl ohne Vorwarnung

Nach bisherigen Erkenntnissen kam die Frau am Samstagabend gegen 23 Uhr mit ihrem aktuellen Lebensgefährten aus dem gegenüber liegenden Wellness-Bad Taunus Therme, als sich der 59-Jährige den beiden im Parkhaus von hinten genähert haben soll.

Laut Niesen hatte der Beschuldigte eine scharfe Waffe dabei. Er habe die Frau mit einem "Hallo" begrüßt und ohne Vorwarnung geschossen. Letztendlich habe er das komplette Magazin verfeuert.

Die Frau sei von mehreren Schüssen getroffen worden - in Bauch, Schulter und Oberschenkel. Außerdem habe sie einen Streifschuss an der Leiste erlitten. Sie kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nach derzeitigen Informationen nicht.

Aktueller Lebensgefährte leicht verletzt

Der 44 Jahre alte Freund des Opfers griff während der Tat ein. Laut Staatsanwaltschaft warf er sich dazwischen und wurde bei einem Gerangel leicht verletzt. Der mutmaßliche Täter flüchtete zuerst, konnte aber später zu Hause festgenommen werden.

Sendung: hr1, 02.12.2019, 11 Uhr