Die Grafik zeigt schematisch eine Autobahn mit den zwei Ausfahrten "Kassel-Nord" und "Kassel-Mitte", daneben ein Baustellen- und ein Umleitungs-Schild.

Baustellen auf der A7 gehören zum Alltag in Kassel. Jetzt kommen weitere Arbeiten hinzu: Vier Wochen lang werden Autofahrer noch länger brauchen und wohl häufiger im Stau feststecken. Der Pluspunkt: Das Ende von neun Jahren Dauerbaustelle auf der A7 ist in Sicht.

  • Ab Donnerstag müssen sich Autofahrer auf der A7 bei Kassel für vier Wochen auf mehr Staus und weiträumige Umleitungen einstellen.
  • Eine Abfahrt wird teils gesperrt, pro Richtung sind nur zwei Fahrspuren verfügbar. Asphalt muss erneuert werden, beide Richtungen sollen künftig vierspurig befahrbar sein.
  • Umgeleitet wird teils durch die Stadt und über andere Autobahnen. Das kann Autofahrer deutlich mehr Zeit kosten.

Wer von Norden auf der A7 Richtung Kassel fährt, kennt während Stoßzeiten das Problem: Schon in den Bergen vor Kassel klebt ein Lkw an der Stoßstange des anderen, bei der Abfahrt Kassel Nord braucht es Mut, sich zwischen den Lastwagen auf der linken Spur durchzuquetschen. Und fährt man weiter, hängt man bis zum Kasseler Kreuz in einer engen Baustelle. Das kostet Autofahrer seit Jahren Zeit und Nerven. Die schlechte Nachricht: Ab Donnerstag wird es zumindest für vier Wochen noch schlimmer.

Viele Umleitungen, trotzdem Staugefahr

Auf der A7 beginnt ein neuer Bauabschnitt zwischen der Anschlussstelle Nord und dem Kreuz Kassel, der zu weitreichenden Umleitungen und sicherlich auch zu Staus führen wird. Der Verkehr muss ab Donnerstag vier Wochen lang auf die Fahrbahn Richtung Norden verlagert werden, in jeder Richtung stehen dann zwischenzeitlich nur noch zwei Spuren zur Verfügung. Das sehen die Pläne der Straßenbaubehörde Hessen Mobil vor. Bei der Ausfahrt Kassel-Mitte können Fahrer von Norden kommend nicht mehr auf die A49 auffahren.

Die Karte zeigt die Verortung der Baustelle in Kassel.

Eine logistische Herausforderung: Die Strecke ist hochfrequentiert, etwa 90.000 Fahrzeuge fahren laut Hessen Mobil täglich auf der A7 an Kassel vorbei, darunter allein rund 15.000 Lastwagen.

Der Verkehr muss teilweise durch die Stadt umgeleitet werden, etwa über den Platz der Deutschen Einheit - ein bereits gut ausgelasteter großer Kreisel. Es werde rund um Kassel in dieser Zeit nochmal richtig "knackig", sagt Hessen-Mobil-Sprecher Marco Lingemann. Hessen Mobil wirbt schon vorab für Verständnis und Geduld bei Anwohnern und Autofahrern.

Dauerbaustelle A7 - ein Ende ist in Sicht

Dynamische Wegweiser mit Digitalanzeigen auf den Autobahnen A7, A44, A49 und in der Innenstadt sollen dafür sorgen, dass jeder Autofahrer die beste Umleitung zur richtigen Zeit findet. Alles werde das nicht abfangen, sagt Lingemann, es werde voraussichtlich trotzdem erhebliche Beeinträchtigungen geben. Wer pendelt, sollte womöglich frühzeitig überlegen, welche Strecke sich am besten eignet. In manchen Fälle kann ein Umsteigen auf den Zug helfen. Ansonsten hilft Geduld.

Aber es gibt Hoffnung: Seit neun Jahren wird auf der A7 schon gebaut, damit am Ende vier Fahrspuren in jede Richtung führen. Grund für die Bauarbeiten ab Donnerstag ist auch neuer Asphalt, der lärmreduzierend wirken soll.

Wenn der neue Asphalt auf dem Abschnitt der A7 liegt und die Umleitungen nach vier Wochen wieder aufgehoben sein werden, folgt die gute Nachricht: Ab November werden die Arbeiten voraussichtlich vorbei sein - und Autofahrer rund um Kassel haben nach neun Jahren Dauerbaustelle wieder freie Fahrt.