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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Urteil: Angeklagter muss nach Beil-Attacke in Psychiatrie

Küchenbeil

Im Prozess um einen lebensgefährlichen Beil-Angriff in einem Frankfurter Restaurant ist das Urteil gefallen. Das Gericht sieht im 23-jährigen Angeklagten eine "Gefahr für die Allgemeinheit".

Wegen einer lebensgefährlichen Attacke mit einem Küchenbeil in einem chinesischen Restaurant hat das Landgericht Frankfurt am Montag einen 23 Jahre alten Mann verurteilt. Er muss in eine forensisch-psychiatrische Klinik.

Von dem an paranoider Schizophrenie leidenden Täter gehe eine "Gefahr für die Allgemeinheit" aus, zitierte das Gericht im Urteil aus der Expertise eines Sachverständigen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Tat hatte sich im Juni vergangenen Jahres in der Küche eines Lokals in Frankfurt-Sachsenhausen ereignet, wo das Opfer als Koch arbeitete. Der 23-Jährige nahm das Küchenbeil und versetzte ihm mehrere Schläge gegen den Kopf. Anschließend griff er ihn auch noch mit einem großen Küchenmesser an. Der lebensgefährlich verletzte Koch wurde in einem Krankenhaus notoperiert.

Angeklagter kann sich nicht erinnern

Vor Gericht gab der Angeklagte an, sich an die Attacke nicht mehr erinnern zu können. Innere Stimmen hätten ihn zuvor zur Tat aufgefordert. In dem Prozess hatte er sich mehrfach bei seinem Opfer entschuldigt.

Den Angaben des Sachverständigen zufolge müsse der Beschuldigte mit einem Behandlungszeitraum zwischen vier und fünf Jahren rechnen. Auch Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten sich für die Unterbringung in einer forensischen Einrichtung ausgesprochen.

Sendung: YOU FM, 15.02.2020, 19 Uhr