Der auf dem Feld beim Naumburg stehende Bundeswehr-Hubschrauber wird bewacht.

Auf dem Landweg ist der in Naumburg havarierte Bundeswehr-Hubschrauber zurück zu seinem Heimatstützpunkt in Fritzlar gebracht worden. Der "Tiger" war bei einer Kampfübung an Baumkronen hängengeblieben und beschädigt worden.

Der Kampfhubschrauber "Tiger", der vor zwei Tagen auf einem Feld bei Naumburg (Kassel) eine Sicherheitslandung vollziehen musste, ist wieder zurück in Fritzlar (Schwalm-Eder). In der Nacht zum Freitag wurde er mit einem Tieflader zurück in seinem Bundeswehr-Heimatstützpunkt gebracht. Die Rotorflügel waren zuvor auf dem Feld demontiert worden.

Der Hubschrauber hatte bei einer Einsatzübung im Tiefflug die Wipfel eines nahegelegenen Waldes gestreift. Die beiden erfahrenen Piloten landeten daraufhin aus Sicherheitsgründen. Eine Prüfung vor Ort ergab, dass die Blätter des Heckrotors dabei beschädigt worden waren. Der Hubschrauber konnte deshalb nicht aus eigener Kraft auf dem Luftweg in die nur 20 Kilometer entfernte Heeresfliegerkaserne Fritzlar zurückkehren.

Suche nach geeignetem Transporter

Den beiden Soldaten passierte bei der Sicherheitslandung nichts. Eigentlich war der Abtransport des Hubschraubers bereits für Donnerstag geplant gewesen, die Suche nach einem geeigneten Tieflader verzögerte die Aktion aber. Über Nacht hatten Soldaten den "Tiger" bewacht, nachdem das Feld bei Naumburg nach der Landung zum militärischen Sicherheitsbereich erklärt worden war.

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Wie hoch der Schaden am Hubschrauber ist, steht noch nicht fest. Wie stark der "Tiger" bei dem Vorfall über die sichtbaren Spuren am Heckrotor hinaus beschädigt wurde, soll in der Kaserne von Luftfahrttechnikern geklärt werden.

Bei der Übung sollte sich der Hubschrauber in der Luft stehend hinter Bäumen verstecken, um mit dem Mastvisier - einer über dem Hauptrotor angebrachten Infrarot- und Videokamera - über die Baumwipfel hinaus vermeintliche Feinde zu erspähen. Dabei kann es schon einmal zu einer Baumberührung kommen, sagte ein Bundeswehr-Sprecher. Allerdings sei dies sehr selten.

Sendung: hr-iNFO, 25.01.2019, 10:00 Uhr