SEK-Einsatz in Frankfurt

Zwei Männer drohten am Telefon, sich in die Luft zu sprengen. Das Spezialeinsatzkommando rückte aus und gab bald Entwarnung. Ihre Aktion im Alkoholrausch könnte die Männer teuer zu stehen kommen.

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Polizeieinsatz im Gallus
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Bei einem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos (SEK) im Frankfurter Stadtteil Gallus sind am Dienstagnachmittag zwei 38 und 55 Jahre alte Männer festgenommen worden. Das bestätigte ein Polizeisprecher dem hr. Demnach hatten einer der beiden mit seinem Handy den Notruf gewählt und gedroht, sich in die Luft zu sprengen.

Polizei ortet Mobiltelefon

Die Polizei konnte das Mobiltelefon orten und rückte mit einem Großaufgebot an, darunter auch Kräfte des SEK. Mehrere Straßen wurden geräumt, Passanten mussten das Viertel verlassen. Die Polizei sprach von einer "akuten Bedrohungslage".

Die Einsatzkräfte verschafften sich anschließend Zugang zu der Wohnung, wo sie den 38-Jährigen und den 55-Jährigen antrafen. Beide waren den Angaben zufolge stark betrunken. Offenbar wollten sie niemandem schaden, die Polizei geht von einem Missbrauch der Notrufnummer aus. Die FAZ, die zuerst von dem Fall berichtete, sprach von einem "schlechten Scherz". In der Wohnung wurden keine Waffen gefunden.

Die Polizei teilte mit, dass zu keiner Zeit Gefahr für jemanden bestanden habe. Gegen beide Personen wurden Strafverfahren wegen Verdachts des Androhens von Straftaten sowie dem Missbrauch von Notrufen eingeleitet. Möglicherweise müssen die beiden Männer die Kosten des letztlich unnötigen Einsatzes tragen.

Die polizeilichen Maßnahmen in der Kölner Straße sind beendet. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich um einen Missbrauch von Notrufen. Die Tatverdächtigen konnten festgenommen werden. Die Übernahme der Kosten des Einsatzes werden nun geprüft. #Gallus2909 #Frankfurt

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Sendung: hr-iNFO, 29.09.2020, 15.30 Uhr