Wegen Spionage für den indischen Auslandsgeheimdienst ist ein 50 Jahre alter Inder vom Oberlandesgericht Frankfurt zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden.

Als Bewährungsauflage hat er 1.500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen. Die ein Jahr ältere Ehefrau, die ihn dabei unterstützt hatte, erhielt eine Geldstrafe von 1.800 Euro. Laut Urteil vom Donnerstag hatte der Angeklagte seit Anfang 2015 Kontakt mit einem als Konsul getarnten Führungsoffizier des Geheimdienstes, dem er in elf Fällen Interna über die Aktivitäten von in Deutschland lebenden indischen Oppositionsgruppen zukommen ließ.

Dazu nutzte er entweder das Telefon oder kam selbst nach Frankfurt, wo er sich im Generalkonsulat mit seinem Auftraggeber traf. Von Juli 2017 an begleitete ihn dabei auch seine Frau. Für seine Dienste erhielt er insgesamt 7.200 Euro Spionagelohn.