Weil er vor allem ältere Kunden um einen Teil ihrer Geldanlagen brachte, ist ein ehemaliger Kundenberater einer Sparkasse am Mittwoch vom Amtsgericht Frankfurt zu 18 Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der zwölf Jahre bei dem Geldinstitut tätig gewesene Angestellte hatte vor allem mit nachträglich manipulierten Auszahlungs- und Überweisungsbelegen in neun Fällen insgesamt 80 000 Euro auf sein eigenes Konto geleitet. Bis die Unregelmäßigkeiten auffielen, verging fast ein ganzes Jahr.

Nach dem Bekanntwerden und seinem Ausscheiden bei der Sparkasse begann der 33 Jahre alte Angeklagte sofort mit der Wiedergutmachung des Schadens, der heute nahezu ausgeglichen ist. Das Gericht nahm diesen Umstand und das freimütige Geständnis zum Anlass für die milde Strafe. Von dem Geld sollte ursprünglich ein Haus finanziert werden.

Darüber hinaus hatte die damalige Lebensgefährtin des Mannes offenbar Schulden. Mittlerweile arbeitet der Angeklagte freiberuflich in der Geldanlagenbranche. Die Urteil ist noch nicht rechtskräftig.