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Audioseite Bewährungsstrafe für 19-Jährigen nach Unfall mit drei Toten

Unfallauto bei Hofheim

Nach einem SUV-Unfall mit drei Toten bei Hofheim ist der 19 Jahre alte Fahrer zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Er darf drei Jahre lang kein Auto fahren. Der junge Mann sagte, er wünschte, selbst getötet worden zu sein.

Rund 16 Monate nach einem schweren Verkehrsunfall mit drei Toten ist der 19 Jahre alte Fahrer zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht Frankfurt geht von dreifacher fahrlässiger Tötung aus, wie es am Mittwoch mitteilte. Im Strafmaß lag das Gericht etwas unterhalb des Antrags der Staatsanwaltschaft, die zwei Jahre gefordert hatte.

Die Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem wird der Führerschein des jungen Mannes für drei Jahre eingezogen. Er muss außerdem 200 gemeinnützige Arbeitsstunden leisten, Gespräche mit einem Drogentherapeuten führen und regelmäßig Urinproben abliefern, wie das Gericht weiter berichtete. Der Fahranfänger hatte vor dem Unfall Drogen konsumiert.

"Ihre Kinder kommen nicht wieder"

Zu dem Unfall kam es im Juli 2020 zwischen den Hofheimer Stadtteilen Langenhain und Wildsachsen. Der damals 18-Jährige beschleunigte einen SUV trotz Tempolimits von 100 auf 135 Stundenkilometer, verlor in einer Kurve die Kontrolle über den schweren Wagen und setzte ihn gegen einen Baum. Seine drei Beifahrer im Alter von 17, 18 und 19 Jahren starben an ihren schweren Verletzungen.

"Egal, was hier auch herausgekommen wäre, Ihre Kinder kommen nicht mehr wieder", sagte die Jugendrichterin zu den als Nebenklägern vor Gericht vertretenen Eltern der Opfer. Gleichwohl könne man sich bei der rechtlichen Aufarbeitung eines derart schrecklichen Unfalls nicht nur auf emotionale Gesichtspunkte zurückziehen.

Angeklagter zeigte Reue

Strafverschärfend wertete das Gericht unter anderem den vorausgegangenen Cannabis-Konsum des Fahrers, wenngleich eine direkte Fahruntauglichkeit nicht habe festgestellt werden können. Zeugen hatten dem Gericht berichtet, in dem Wagen sei ausgiebig "Party gemacht" worden.

Der Angeklagte zeigte vor Gericht Reue. Er habe sich gewünscht, bei dem Unfall selbst getötet worden zu sein, sagte er: "Mir fehlen die Worte für das, was passiert ist." Die Anklage der Staatsanwaltschaft hatte sich auch auf ein Gutachten gestützt, wonach der Unfall bei Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit hätte vermieden werden können.

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