Keutz Brand Birkenau

Nach der Explosion eines Wohnhauses in Birkenau ist Haftbefehl gegen den Besitzer erlassen worden. Ihm wird vorgeworfen, sein Einfamilienhaus zerstört zu haben, um so der Zwangsversteigerung des Anwesens zuvorzukommen.

Einen Tag nach seiner Festnahme hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt gegen einen 59 Jahre alten Mann aus Birkenau Haftbefehl erlassen. Dem Mann wird vorgeworfen am vergangenen Freitag sein Wohnhaus zerstört zu haben, um so der gerichtlich angeordneten Zwangsversteigerung des Anwesens zuvorzukommen, wie die Behörde am Montag mitteilte.

Mutmaßlichem Brandstifter drohen bis zu 15 Jahre Haft

Begründet wird der Haftbefehl mit dringendem Tatverdacht der besonders schweren Brandstiftung und Fluchtgefahr. Die Ermittlungen von Brandexperten dauern noch an. Für besonders schwere Brandstiftung sieht das Gesetz Freiheitsstrafen zwischen fünf und 15 Jahren vor. Der Beschuldigte hat sich laut Staatsanwaltschaft bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Eine gewaltige Explosion hatte das Haus in einen Trümmerhaufen verwandelt. Gebäudeteile waren bis zu 30 Meter hoch in die Luft geschleudert worden. Der Rest der Ruine brannte bis auf die Grundmauern nieder. Durch die Detonation wurden auch angrenzende Häuser beschädigt und mussten wegen Einsturzgefahr geräumt werden.

Zwischen den Trümmerteilen fanden die Ermittler mehrere Gasflaschen, die auf Brandstiftung hindeuteten. Schnell war der Besitzer des Hauses ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten. Am Sonntag war der 59-Jährige zu den Trümmern seines Hauses zurückgekehrt und von Beamten der Polizeistation Heppenheim festgenommen worden.

Sendung: hr-iNFO, 25.03.2019, 20.00 Uhr