Himmel mit dunklen Wolken und Sonne

Die Menschen in Hessen müssen sich am Mittwoch erneut auf Regen und teils kräftige Gewitter mit Hagel einstellen. Doch schon ab Donnerstag ist Besserung in Sicht. Das Wochenende verspricht sogar echtes Sommerwetter mit bis zu 30 Grad.

Jetzt wird es richtig warm: Am Mittwoch klettern die Temperaturen auf bis zu 27 Grad südlich des Mains. Neben sonnigen und freundlichen Phasen kann die feuchte Luft über Hessen laut hr-Wetterredaktion allerdings nochmal für Schauer und kräftige Gewitter sorgen. Örtlich sind auch Unwetter mit kleinkörnigem Hagel möglich.

In den kommenden Tagen lässt das Unwetter-Risiko dann allmählich nach und der Sonnenanteil nimmt zu. Auch die Temperaturen steigen weiter an, am Donnerstag kann es bis zu 28 Grad warm werden: "Möglicherweise schaffen wir sogar die 30 Grad am Wochenende, dazu wird es häufig freundlich und bis auf Weiteres auch trocken bleiben", sagte hr-Wetterrexperte Tim Staeger.

Staeger: Badeseen sind noch kühl

Wen die sommerlichen Temperaturen an den nächsten Badesee locken sollten, den warnt Staeger vor: "Die Wassertemperaturen sind noch niedrig im Vergleich zum Vorjahr, weil das Frühjahr so kühl war." Die Badeseen hätten da noch Nachholbedarf.

Außerdem empfiehlt Staeger dringend Sonnencreme. Gerade über die Mittagsstunden sei die UV-Belastung - und damit auch die Sonnenbrandgefahr - sehr hoch. "Das sollte man im Hinterkopf behalten - ansonsten kann man das Wetter in vollen Zügen genießen."

Denn ob es nach dem Wochenende auch weiter so sommerlich sonnig bleibt, ist laut Staeger noch nicht abzusehen. Ein ultrastabiles Hoch sei es nicht. "Ob dann nächste Woche die Tiefs wieder schwül-warmes Gewitterwetter bringen mit entsprechenden Problemen, das ist noch nicht ganz ausgemacht."

Viel Regen im Juni - aber ungleich verteilt

Insgesamt war der Juni in Hessen bisher überdurchschnittlich nass. Ein Drittel des üblichen Regens in diesem Monat sei schon gefallen, erklärt Staeger - allerdings sehr ungleich verteilt. Frankfurt und die Region rund um Alsfeld (Vogelsberg) sind demnach mit rund 70 Litern pro Quadratmeter nah am gesamten Monatssoll. "Andernorts, wie zum Beispiel in Sontra, ist noch fast überhaupt kein Regen runtergekommen."

Entsprechend unterschiedlich sieht es auch mit der Bodenfeuchte in Hessen aus. "Die oberen 25 Zentimeter sind in ganz Hessen mittlerweile gesättigt, außer vielleicht ganz im Süden Richtung Bergstraße und Odenwald."

In den tieferen Schichten dagegen entspanne sich die Lage nur langsam. Vor allem Richtung Südhessen gebe es sehr trockene Regionen, ebenso in Nordhessen. "Es dauert oft Monate bis das Wasser von den oberen Schichten durchsickert." Da dürfe es gern noch mehr regnen, findet Staeger.

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