In diesem Jahr sind bereits 15 Menschen in hessischen Gewässern ertrunken. Alkohol, Leichtsinn und Selbstüberschätzung sind die häufigsten Gründe für Badeunfälle. Meist trifft es Männer.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found 15 Todesfälle in hessischen Seen und Flüssen

Ein Mann geht in einem See unter.
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In hessischen Gewässern sind in diesem Jahr bereits 15 Menschen ertrunken. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zur gleichen Zeit 24 Todesfälle durch Ertrinken.

Alleine vier Todesfälle im Februar

Die Zahl der Todesfälle sei immer wetterabhängig, betont die DLRG: Der Rückgang der Zahlen habe damit zu tun, dass in diesem Jahr das Wetter im Frühling und im ersten Sommermonat noch nicht so warm war wie 2018. Allerdings ertranken in Hessen alleine im Februar vier Menschen. Darunter fallen aber auch tragische Fälle wie das fünfjährige Mädchen, das im Februar in die Fulda fiel und ertrank. Ihre Leiche wurde erst Monate später geborgen.

Ein Mensch ertrank in einem Bach, acht in einem Fluss und sechs in einem Teich oder einem See. Die meisten Menschen kommen an ungesicherten Badestellen ums Leben, in Schwimmbädern starben bundesweit bisher nur sechs Menschen.

DLRG: Männer überschätzen sich oft

Bundesweit sind mit insgesamt 250 Menschen 29 weniger ertrunken als in diesem Zeitraum vor einem Jahr. Die meisten von ihnen waren laut DLRG Männer, die nach wie vor zur Risikogruppe gehören, weil sie sich gern überschätzen: "Männer sind risikofreudig und spielen gerne mal den Helden, was dann leider allzu oft tragisch endet", erklärte der Sprecher der DLRG, Achim Wiese.

Alkohol, Leichtsinn und Selbstüberschätzung seien damit die Hauptgründe bei den Todesfällen. Der Anteil der Frauen liege bundesweit bei unter 19 Prozent. Wie Badeunfälle vermieden werden können und wie im Ernstfall geholfen werden kann, haben wir hier zusammengefasst.

Sendung: hr-iNFO, 01.08.2019, 11.40 Uhr