Blaualgen am Edersee
Grüner Schleim bedeckt Teile des Edersees. Bild © Sabrina Kurth

Viel Wasser ist wegen der Dürre ohnehin nicht mehr im Edersee. Wer hier dennoch baden will, begegnet derzeit grünem Schleim: Blaualgen. Die Behörden warnen vor Gesundheitsgefahren.

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hs

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Im Edersee breiten sich Blaualgen aus. Da der Kontakt mit ihnen Hautausschlag und Übelkeit verursachen kann, rät das Gesundheitsamt des Kreises Waldeck-Frankenberg vom Baden in dem See ab. Zuerst hatte die HNA darüber berichtet.

Schilder warnen

"So etwas hat es bei uns in dem Ausmaß noch nicht gegeben", sagte Waldecks Bürgermeister Jörg Feldmann (parteilos) am Mittwoch. "Es ist ärgerlich, das möchte man nicht haben, wenn man Gäste empfangen will. Das Wetter ist toll, aber man kann nicht baden."

Wenigstens sei die Hauptsaison bereits vorbei. Nun wird mit Schildern vor dem Baden an dem See gewarnt. Alle drei offiziellen Badestellen des Sees seien betroffen, berichtete der Bürgermeister.

Blaualgen am Edersee
Der Kontakt mit den Algen kann Hautausschlag und Übelkeit verursachen. Bild © Sabrina Kurth

Kaum Bewegung im Edersee

Ursache für die plötzliche Verbreitung der Blaualgen seien der warme und trockene Sommer, und der niedrige Wasserstand des Edersees. Dadurch habe es an einigen Stellen des Sees kaum Bewegung gegeben - und genau dort hätten sich die Algen bevorzugt angesiedelt.

Blaualgen vermehren sich bei warmen, windstillen und trockenem Wetter oft explosionsartig. Deswegen gab es in diesem Sommer an mehreren hessischen Seen Badeverbote. Bekämpfen wolle die Stadt die Blaualgen nicht, sagt Bürgermeister Feldmann. "Sobald es kälter wird und regnet, ist das Phänomen wieder weg."

Blaualgen am Edersee
Der Edersee ist aktuell weder zum Baden noch zum Rudern attraktiv. Bild © Sabrina Kurth
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Blaualgen

Blaualgen sind in normaler Konzentration häufig in Gewässern zu finden. Wenn sie sich jedoch extrem vermehren, schaden sie der Wasserqualität. Entgegen der Bezeichnung sind sie übrigens grün - und nicht blau. Die Blaualgen gehören zu den Cyanobakterien, die Stoffe entwickeln können, die bei Hautkontakt oder Verschlucken des algenhaltigen Wassers Gesundheitsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschläge oder Bindehautentzündungen hervorrufen können.

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