Nach dem gewaltsamen Tod eines Achtjährigen am Frankfurter Hauptbahnhof legten zahlreiche Menschen Blumen, Briefe und Spielsachen an Gleis 7 ab. Die Gedenkstätte bleibt laut Bahn vorerst bestehen.

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Blumenmeer nach der Attacke am Hauptbahnhof Frankfurt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bahn belässt Gedenkstätte für Achtjährigen an Gleis 7

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Nach der tödlichen Attacke auf einen Achtjährigen am Frankfurter Hauptbahnhof soll der zentrale Gedenkort am Gleis nahe des Tatorts zunächst bestehen bleiben. "Es bringen immer noch jeden Tag Menschen frische Blumen", berichtete eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Montag - zwei Wochen nach der Tat. Solange es bei Reisenden und Mitarbeitern Bedarf an dem Gedenkort gebe, werde er bleiben.

In der Bahnhofsmission liege außerdem ein Kondolenzbuch aus, das häufig genutzt werde. Weiterhin gebe es wöchentliche Andachten in der Bahnhofsmission. Am Gedenkort am Gleis 7 erinnern in einem abgesperrten Bereich Dutzende Blumen, Kerzen und Kuscheltiere an das Geschehen.

Täter sitzt in Untersuchungshaft

Am 29. Juli hatte ein Mann einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Der Junge starb, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten. Der Tatverdächtige, ein Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Attacke hat deutschlandweit Aufsehen erregt.

Einige Tage zuvor war bereits am Bahnhof Voerde (Nordrhein-Westfalen) eine 34 Jahre alte Frau vor einen Zug gestoßen und tödlich verletzt worden. Auch hier kannten sich Täter und Opfer den Ermittlungen zufolge nicht.