Feuerwehrgerätehaus in Birkenau
Löscharbeiten am Feuerwehrgerätehaus in Birkenau Bild © Feuerwehr Weinheim

Nächtlicher Großeinsatz für mehr als 100 Feuerwehrleute: in Birkenau brannte es bei der Feuerwehr - offenbar das Werk von Brandstiftern. In Wiesbaden mussten 68 Senioren nach einem Kellerbrand in ihrer Wohnanlage ins Hotel.

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Offenbar Brandstifter zündeten in der Nacht zum Mittwoch ein Feuerwehrgerätehaus in Birkenau (Bergstraße) an und richteten einen Schaden von mindestens 150.000 Euro an. Nach den bisherigen Ermittlungen sei der Brand in einem Büro im ersten Obergeschoss ausgebrochen, teilte die Polizei in Darmstadt mit. Die Täter hatten demnach zuvor Fenster und Zimmertüren aufgebrochen sowie die Räume verwüstet.

Die Flammen breiteten sich über das Treppenhaus bis ins Dach aus, mehrere Fensterscheiben gingen zu Bruch. Insgesamt waren mehr als 100 Rettungskräfte im Einsatz. Sie konnten das Feuer unter Kontrolle bringen und löschen. Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur. Die Polizei hofft auf Hinweise von Zeugen. 

Wiesbadener Wohnkomplex nach Brand unbewohnbar

Auch in Wiesbaden musste die Feuerwehr am Dienstagabend ausrücken. Im Keller eines Wohnkomplexes war ein Feuer ausgebrochen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte gegen 18 Uhr brannte das Kellergeschoss bereits lichterloh, viele Bewohner waren noch in ihren Wohnungen. Das Gebäude wurde daraufhin durch Feuerwehr und Polizei komplett geräumt und die Bewohner in bereitgestellten Bussen untergebracht. Verletzt wurde niemand.

Wegen starker Rauchausbreitung im Gebäude seien mehr als 50 Wohnungen geöffnet und kontrolliert worden, hieß es von der Feuerwehr.

Wohnkomplex Wiesbaden
Rettungskräfte kümmern sich um Bewohner des Wohnkomplexes in Wiesbaden. Bild © Wiesbaden112.de

Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Da die Gebäude derzeit unbewohnbar sind, wurden 68 Bewohner vorläufig in einem Hotel untergebracht, einige konnten auch bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Die Brandursache ist noch unklar, die Kriminalpolizei ermittelt. Der Sachschaden beträgt mehrere Zehntausend Euro.