Bonobo Bili hat Sex

Sie brechen Herzen - und hin und wieder auch Gesetze. Manchmal lassen sie uns einfach nur verwundert zurück: Diese Tiere haben im abgelaufenen Jahr in Hessen für Aufsehen gesorgt.

Auch in diesem Jahr haben Vierbeiner, Primaten und Federvieh für allerlei Schlagzeilen und viele lustige, kuriose und emotionale Momente gesorgt. Das sind Hessens tierische Hauptdarsteller 2019:

Die Wölfe sind los!

Wölfe in Deutschland

Ausbrecher: Anfang des Jahres sorgen Wölfe im Wildpark Knüll in Homberg/Efze (Schwalm-Eder) für Aufregung und ungewollte Aufmerksamkeit. Denn zwei der Raubtiere können aus ihrem Gehege entkommen. Ein Tier wird noch im Park erschossen. Einem weiteren Artgenossen gelingt die Flucht aus dem Parkgelände.

Zum Glück war der Park zu der Zeit für Besucher geschlossen. Es folgt eine wochenlange Suche und im Februar das letzte Kapitel der Geschichte: Der Wolf wird 280 Kilometer entfernt bei Öhringen in Baden-Württemberg tot gefunden. Das Tier wurde überfahren.

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Bunga-Bunga-Bili im Liebesrauch

Bonobo Bili hat Sex

Vom Außenseiter zum Playboy: "Juhu, Bili hatte endlich Sex!", hieß es Ende Februar auf hessenschau.de. Diese Worte beschreiben das Ende eines mitreißenden Sozialdramas im Affengehege. In der Hauptrolle: Zwergschimpanse Bili. Bili zieht Anfang des Jahres von Frankfurt nach Wuppertal mit dem Auftrag, sich fortzupflanzen. Doch nach seiner Ankunft wird Bonobo-Bili gleich mehrfach von seinen Artgenossen attackiert und blutig gebissen, er verliert sogar ein Teil seines Ohres.

Doch dann das Happy End: Bili landet bei Affendame Muhdeblu. Es kommt mehrfach zu sexuellem Kontakt, wie ein Zoo-Sprecher bestätigt. Seitdem wird der Schimpanse in der Redaktion nur noch "Bunga-Bunga-Bili" genannt - in Anlehnung an die ausschweifenden Sex-Partys des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

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Die Wanderstute

mt

Ein durch Frankfurt-Fechenheim spazierendes Pferd erlangt im Internet Berühmtheit und wird durch Medienberichte im März noch bekannter. Es handelt sich um die Araberstute Jenny. Sie gehört Werner Weischedel - und der hat gegen Jennys tägliche und kilometerlange Spaziergänge nichts einzuwenden. "Es ist noch nie was passiert", sagt der 79-Jährige. Das Tier verlasse seit Jahren immer mal wieder einfach den Stall und kehre auch wieder selbstständig zurück.

Bei der Frankfurter Polizei ist Jenny zwar bekannt, aber nicht wegen etwaiger Einsätze: "Wir mussten noch nie tätig werden." Das Tier trägt zudem einen Zettel am Halfter mit dem Text: "Ich heiße Jenny, bin nicht weggelaufen, gehe nur spazieren. Danke."

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Tierische Hilfeschreie

Ein Gelbkopfpapagei, dessen Krächzen eine Passantin aufschreckte, klettert auf die Schulter einer Beamtin der Polizeistation Heppenheim

Zwei Gelbkopfpapageien schrecken im südhessischen Heppenheim eine Passantin auf und rufen die Polizei auf den Plan. Die Frau vernimmt an einem Juli-Morgen grausige Hilfeschreie und alarmiert die Ordnungshüter. Nach ihren Angaben hörten sich die Schreie an, als ob jemand erwürgt werde. Die Polizei macht sich auf das Schlimmste gefasst - und stößt auf die aufgeweckte Tierchen.

Die Hilfeschreie stellen sich als Schabernack der beiden komischen Vögel heraus, die lautstark Rabatz machen. Gegenüber den Beamten zeigen sich die gefiederten Rabauken aber von ihrer besten Seite: einerseits still, andererseits recht interessiert. Einer von den Papageien setzt sich sogar auf die Schulter einer Polizistin.

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Possierlicher Einbrecher auf frischer Tat ertappt

Die Bildkombination zeigt den Waschbären und die Büroräume eines Unternehmes, die er verwüstet hat.

Ein Waschbär auf Abwegen sorgt im August im nordhessischen Immenhausen für Alarm und einen Polizeieinsatz. Ein Mann bemerkt am frühen Morgen Auffälligkeiten in einer Autowerkstatt. Die Polizei ist schnell zur Stelle und ertappt den Täter noch auf frischer Tat. Zu einer Festnahme können sich die Beamten allerdings nicht durchringen - weil der Täter so "possierlich dreinblickte", wie es die Polizisten später formulieren.

Der Streifzug des Waschbären zog dennoch Ungemach nach sich: Er beschädigte nämlich die Büroeinrichtung massiv. Geschätzter Schaden seines Einbruchs, der durch die Gipsdecke des Büros erfolgte: 10.000 Euro.

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Bambis Rückkehr

"Bambi" in Groß-Zimmern

Eine rührende Heimkehr gibt es zum Jahresende in Südhessen. Der kleine Rehbock "Bambi" ist nun seit ein paar Wochen wieder zu Hause in Groß-Zimmern. Nach eineinhalb Jahren in einem Tierpark in Norddeutschland holten ihn seine Ziehmutter Anja Pahlen und ihr Mann in die Heimat zurück. Der rund zweieinhalb Jahre alte Bock lebt nun in einer Art Wohngemeinschaft in einem 1.000 Quadratmeter großen Gehege mit anderen Tieren, berichtet die 52-Jährige. "Wir haben ihn zurückgeholt, weil er im Tierpark unglücklich war."

Gefunden haben Pahlen und ihr Mann "Bambi" im Sommer 2017, von der Mutter verlassen, an einem ausgetrockneten Bachbett in dem kleinen Ort östlich von Darmstadt. Das Reh päppelten sie dann im eigenen Haus auf.

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RinderBAHNsinn in Mittelhessen

Die trächtige Kuh "Lotte" auf dem Gleis

Kurz vor Weihnachten legt eine trächtige Kuh den Bahnverkehr zwischen Gießen und Frankfurt lahm. Das Rind namens "Lotte" sollte eigentlich in eine Tierklinik gebracht werden, wo sie ihr Kalb per Kaiserschnitt zu Welt bringen soll. Doch beim Ausladen büxt "Lotte" aus und stellt sich bei Wetzlar-Dutenhofen mitten auf die Gleise.

Alle Versuche, die Kuh vom Gleis zu bekommen, scheitern. Ein Feuerwehrmann twittert: "Die Kuh ist äußerst aggressiv." Selbst Betäubungspfeile zeigen bei dem adrenalingeladenen Tier keine Wirkung. Erst nach vier Stunden gelingt es einem Tierarzt mit Hilfe des Kuh-Besitzers, das Rind wegzulocken. Leider hat die Geschichte kein Happy-End: Das Kalb stirbt kurz nach der Geburt.

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