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Audioseite Bewährungsstrafe für Busunternehmer

Linienbus

Fast ein Jahr lang beschoss ein Busunternehmer aus dem Kreis Gießen die Busse der Konkurrenz mit Metallkugeln. Dafür verurteilte ihn das Gericht jetzt zu einer Bewährungsstrafe.

Wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr musste sich ein 44-Jähriger am Montag vor dem Amtsgericht Wetzlar verantworten. Dem Busunternehmer aus dem Kreis Gießen wurde vorgeworfen zwischen Februar 2019 und Januar 2020 mit Zwille und Metallkugeln insgesamt neun Linienbusse von drei Konkurrenzunternehmen beschossen zu haben. Zum Teil waren die Fahrzeuge mit Fahrgästen besetzt. Verletzte gab es nicht.

Angeklagter legt Geständnis ab

Zu Verhandlungsbeginn legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Er erklärte, sich seine Taten im Rückblick nicht mehr erklären zu können. Der Mann sprach von einer spontanen Kurzschlusshandlung. Dieser Argumentation folgte der Richter allerdings nicht und verwies darauf, dass der Angeklagte die Taten über einen Zeitraum von fast einem Jahr durchgeführt habe.

Das Gericht verurteilte den 44-Jährige zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. Zudem muss er eine Geldbuße von insgesamt 40.000 Euro zahlen, davon gehen 30.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation. Außerdem muss er für zwei Monate seinen Führerschein abgeben.

Das Amtsgericht berücksichtige in seinem Urteil, dass der Angeklagte gestand und glaubhaft vermittelte, nicht die Absicht gehabt zu haben, jemanden zu verletzen. Zudem sei der Mann zuvor nie auffällig geworden und habe eine Therapie absolviert.

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