Tigerin Malea

Trauer im Frankfurter Zoo: Die 19 Jahre alte Tigerin Malea lebt nicht mehr. Der Zoodirektor spricht von einem großen Verlust.

Die fast 19 Jahre alte Frankfurter Tigerin Malea ist eingeschläfert worden. Das Tier starb bereits vergangene Woche, am 22. April, wie der Zoo am Montag mitteilte. Es wurde eingeschläfert, weil keine Hoffnung mehr auf Besserung bestand.

Maleas Zustand hatte sich demnach am Vortag des Todes massiv verschlechtert: Ihr Gang war schwankend und unkoordiniert, sie erbrach sich mehrfach. Auf Grund des fortgeschrittenen Alters und der schlechten Prognose entschied sich der Zoo "schweren Herzens" dafür, dem Tier weiteres Leiden zu ersparen.

"Ein charismatisches Tier"

"Es ist immer sehr traurig und auch ein großer Verlust, ein so charismatisches Tier wie Malea einschläfern zu müssen", sagte Zoodirektor Dr. Miguel Casares, Andererseits sei es auch "ein Stück Alltag im Zoo, unsere Tiere von der Geburt bis zu ihrem Tod zu begleiten".

Die Sumatra-Tiger-Dame wurde am 25. April 2001 im Tierpark Berlin geboren und war mit ihren fast 19 Jahren laut Zoo "schon eine Tiger-Seniorin". 2004 kam sie aus dem Zoo Wuppertal nach Frankfurt. Hier brachte sie mit Partner Iban vier Jungtiere zur Welt.

Kinder wurden Stars

Vor allem ihr Nachwuchs genoss in den vergangenen Jahren besondere Aufmerksamkeit. Dazu zählt das 2010 geborene Tiger-Mädchen Daseep. Weil die Mutter es nicht annahm, wurde Daseep mit der Hand aufgezogen. Publikumslieblinge wurden später auch die Brüder Taru und Asim sowie Tiger-Mädchen Berani.

Was genau Malea fehlte, soll nun das Hessisches Landeslabor (LHL) in Gießen herausfinden. Die Symptome lassen nach Angaben des Zoos ein häufig bei älteren Katzen vorkommendes Nierenversagen oder auch einen Schaganfall vermuten.