Blick in die Frankfurter Goethestraße
Auch eine Boutique in unmittelbarer Nähe der noblen Goethestraße ist betroffen. Bild © Imago

Die Betreiberin mehrerer Frankfurter Luxusgeschäfte sitzt wegen Betrugsverdachts im Gefängnis. Die 38-Jährige soll in ihren Läden im großen Stil gefälschte Markenware verkauft haben. Betroffene Kunden werden gesucht.

Schicke Gucci-Slipper schon für 500 Euro, eine Prada-Handtasche 20 Prozent unter dem Originalpreis: Mit solchen oder ähnlichen Angeboten lockte die Frankfurter Boutique-Betreiberin ihre Kundschaft an. Der Haken an der Sache: Bei den angepriesenen Luxus-Markenwaren handelte es sich offenbar um Fälschungen.

Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch mitteilte, wurde die 38 Jahre alte Hauptbeschuldigte nun festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Ihr wird unter anderem gewerbsmäßiger Betrug und gewerbsmäßiger Verstoß gegen das Designgesetz in einer Vielzahl von Fällen vorgeworfen. Die Höhe des angerichteten Schadens ist unklar.

Drei Läden im Visier

Aufgrund der noblen Aufmachung der Geschäfte und deren exklusiver Lage sei bei den Kunden kein Zweifel an der Echtheit der Waren aufgekommen, so die Ermittler. Nachdem die beschuldigte Inhaberin bereits 2016 ins Visier der Polizei geraten war, fanden im Mai erneut Durchsuchungen statt, bei denen hunderte Schuhe, Lederwaren und Kleidungsstücke sichergestellt wurden.

Alles Plagiate, wie es scheint, die die 38-Jährige zu leicht reduzierten Preisen anbot. Die fraglichen Boutiquen befinden sich laut Staatsanwaltschaft in der Alten Rothofstraße in unmittelbarer Nähe zur Goethestraße, in der Berliner Straße sowie im Bereich des Sheraton Hotels am Flughafen.

Betroffene Kunden werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Um welche Läden es sich genau handelt, wollte die Behörde auf Nachfrage allerdings nicht mitteilten.

Sendung: hr-iNFO, 20.06.2018, 16.00 Uhr