Gefahrgut-Lkw im Graben
Der Gefahrgut-Lkw landete auf der A67 im Graben und verlor Giftstoffe. Bild © Michael Seeboth (hr)

Auf der A67 in Südhessen ist am Montagmorgen ein Gefahrgutlaster umgekippt. Ein Teil der Ladung trat aus. Die Autobahn war zwischen Büttelborn und Griesheim bis zum Abend gesperrt.

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Der Unfall ereignete sich am Montagmorgen gegen 7 Uhr auf der A67 zwischen Büttelborn (Groß-Gerau) und Griesheim (Darmstadt-Dieburg). Dem 62 Jahre alten Fahrer des Gefahrgutlasters war nach ersten Ermittlungen offenbar schwarz vor Augen geworden, wie die Polizei mitteilte.

Er verlor die Kontrolle über den Lkw und fuhr nach rechts in den Graben. Dabei kippte das Fahrzeug auf die Seite und ein Teil der Ladung sei ausgetreten. Der 62-Jährige kam ins Krankenhaus. Er wurde bei dem Unfall verletzt.

Bergung erst am Abend beendet

Die Polizei sperrte die Autobahn in Richtung Süden vollständig. Wegen möglicher Gesundheits- und Umweltgefahren war ein Großaufgebot der Feuerwehr mit der Bergung der geladenen Chemikalien beschäftigt. Der Stoff Zinkoxid gefährde das Wasser, teilte die Polizei mit.

Auch eine Spezialfirma wurde beauftragt, die Arbeiten gestalteten sich schwierig und dauerten bis zum Abend. Insgesamt sollen drei umweltgefährdende Stoffe ausgelaufen sein. Der Lkw soll die Stoffe Nitromethyl, Triazol und Teflubenzuron geladen haben.

Die Sperrung zwischen Büttelborn und Dreieck Darmstadt-Griesheim wurde erst am Abend um kurz nach 20 Uhr aufgehoben. Der Verkehr staute sich zwischenzeitlich auf mehreren Kilometern, eine Umleitung wurde eingerichtet. Auch den Feierabendverkehr wurde beeinträchtigt.