Die afrikanischen Elefanten Kariba und Lilak stehen in ihrem Gehege im Tierpark Berlin.

Auch der Opel-Zoo hat im vergangenen Jahr stark unter den Corona-Beschränkungen gelitten. Doch es gibt auch gute Nachrichten aus dem Zoo - zum Beispiel von den Pinselohrschweinen, Elefanten oder Lemuren.

Der Opel-Zoo in Kronberg (Hochtaunus) verzeichnete im Corona-Jahr 2020 einen Besucherrückgang von 20 Prozent. Bislang sei der Zoo aber weitgehend unbeschadet aus der Krise gekommen, bilanzierte die Zoostiftung am Montag. "Wir sind im letzten Jahr noch mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Gregor von Opel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Insgesamt sei der Zoo 107 Tage geschlossen gewesen, auch in der normalerweise besucherstarken Zeit im trockenen und sonnigen Frühjahr.

Tiere, Anlagen und Gehege seien aber durchgehend betreut worden. Da Kurzarbeit in der Tierpflege in einem Zoo nicht umsetzbar sei, sei die "von Opel Hessische Zoostiftung" über einen Notfallfonds und angesparte Mittel eingesprungen. Deswegen werde der Opel-Zoo das verlustbringende Jahr verkraften, einige Investitionen müssten voraussichtlich aber zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden, etwa die Neugestaltung des "Asien-Bereichs".

Hoffen auf Öffnung

Keinen oder wesentlich geringeren Einnahmen stünden dabei erhöhte Ausgaben für die erforderlichen Hygienemaßnahmen gegenüber. Zudem erhalte der Zoo keine Subventionen. Eine solche Situation halte kein Unternehmen lange durch, betonte Zoodirektor Thomas Kauffels und erinnerte daran, dass der Zoo in diesem Jahr auch schon 46 Tage geschlossen sei. Er hoffe auf eine baldige Öffnung.

Kauffels erinnerte in der Bilanz für das Jahr 2020 noch einmal an den Tod der Elefantenkuh Aruba am 11. März und an die Ankunft der beiden Berliner Elefantenkühe "Lilak" und "Kariba" am 26. August, wobei auf letzterer und Elefantenbulle "Tamo" die Zuchthoffnungen liegen. Erfreulich seien die Geburt des Hirschebers "Ayu" am 21. Oktober und den Schlupf bei den Schwarzstörchen am 17. Juni.

Zwei neue Tierarten

Mit der Ankunft eines männlichen Pinselohrschweins, das in die ehemalige Anlage der Warzenschweine eingezogen ist, seien dort nun die Zuchtvorkehrungen geschaffen. Das Gehege werde von den Schweinen gut angenommen.

Insgesamt leben im Opel-Zoo 1.704 Tiere (Vorjahr 1.612) in 197 (199) Formen. In diesem Jahr werden zwei neue Tierarten hinzukommen, berichtete Kauffels, denn trotz finanzieller Einbußen habe die Anlage für die Lemurenarten Katta und Vari gebaut werden können. Sie solle im Frühjahr ihrer Bestimmung übergeben werden. Sie entsteht an Stelle des früheren Flusspferdgeheges und soll für die Besucher begehbar sein.

Sendung: hr-iNFO, 15.02.2021, 12.30 Uhr