In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Bordell nach Corona-Verstößen geschlossen

    Wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung hat die Stadt Wiesbaden ein Bordell geschlossen. Bei einer Kontrolle habe das Ordnungsamt trotz des geltenden Prostitutionsverbots unter anderem sieben Prostituierte und zwei Freier angetroffen, teilte die Stadt am Freitag mit.

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    Offenbach schränkt Kontakte weiter ein

    Nachdem Offenbach am Freitag mit 110,5 Fällen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen den höchsten Inzidenzwert aller hessischen Landkreise und Städte erreicht hat, reagierte die Stadt mit weiteren Kontaktbeschränkungen. "Wir stehen am Beginn einer neuen exponentiellen Ausbreitung des Corona-Virus", sage Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD).

    Ab 19. Oktober bis einschließlich 1. November gelten in Offenbach folgende verschärfte Maßnahmen:

    • Im Freien dürfen sich nur mehr maximal drei Personen oder die Angehörigen von zwei Haushalten treffen.
    • Bei Feiern in gemieteten Räumen oder zuhause gilt eine Obergrenze von maximal zehn Teilnehmern.
    • Die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr in der Gastronomie wird verlängert. In dieser Zeit gilt auch ein Verkaufsverbot für Alkohol.

    Auch beim Sport gelten weitergehende Einschränkungen. Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wurde ausgeweitet. Alle Maßnahmen finden Sie auf der Homepage der Stadt.

    Die Maßnahmen seien nötig, um die immer schwieriger werdende Kontaktverfolgung weiter gewährleisten zu können, so Schwenke. Die Bundeswehrsoldaten, die bei der Kontaktverfolgung halfen, mussten wegen eines positiven Corona-Falls wieder abgezogen werden, berichtete der OB. Nun sollen andere Soldaten helfen.

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    Land plant Abschaffung des Beherbergungsverbots

    Hessen plant die Abschaffung des Beherbergungsverbots für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots. Das kündigte die Staatskanzlei in einer Mitteilung vom Freitag an. Die geplante Abschaffung stehe auf der Tagesordnung für eine Sitzung des Corona-Kabinetts am kommenden Montag.

    Das Gremium der Landesregierung wird dann auch über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse von Bund und Länder aus dieser Woche beraten. "Das bestehende und gut funktionierende hessische Eskalationsstufenkonzept soll dazu ergänzt und angepasst werden", teilte die Staatskanzlei mit. In Hessen gibt es seit Ende Juni ein Beherbergungsverbot. Mehrere Länder hatten die Regel zuletzt gekippt.

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    Offenbach mit höchster Inzidenz

    In Offenbach ist die Inzidenz mittlerweile auf 110,5 gestiegen, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Damit hat Offenbach derzeit den höchsten Wert aller hessischen Landkreise und kreisfreien Städte. Um 0 Uhr hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) noch einen Wert von 95,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angegeben.

    Das Gesundheitsamt meldete am Freitag laut Mitteilung der Stadt 35 neue Infektionsfälle, darunter seien fünf Reiserückkehrer und 14 Kontaktpersonen. Zwei Fälle seien dem Ausbruch im DHL-Verteilzentrum in Obertshausen zuzuordnen. Bei 14 weiteren Personen sei die Quelle der Erkrankung unbekannt. Damit gebe es in Offenbach aktuell 191 Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Insgesamt wurden bislang 831 Menschen in Offenbach positiv auf SARS-CoV-2 getestet, 629 Menschen sind nach Angaben der Stadt inzwischen wieder genesen. An oder mit Covid-19 gestorben seien bisher elf Menschen zwischen 51 und 102 Jahren.

  • Linke: Maske im Unterricht nicht mehr als "Pflasterkleben"

    Die verschärfte Maskenpflicht für tausende Schüler im Rhein-Main-Gebiet stößt bei der Linksfraktion im hessischen Landtag auf Kritik. "Die nun beschlossene Maskenpflicht im Unterricht ab Jahrgangsstufe 5 ist nicht mehr als ein verzweifeltes Pflasterkleben auf große Wunden", sagte die bildungspolitische Sprecherin Elisabeth Kula am Freitag. Besser wäre ein Konzept, wie in Schulen mit Kleinstgruppen und genügend Sicherheitsabstand unterrichtet werden kann.

    Die derzeit besonders von hohen Infektionswerten betroffenen Städte und Landkreise im Rhein-Main-Gebiet hatten sich auf gemeinsame Corona-Maßnahmen verständigt. Sie betreffen die Landkreise Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Taunus, Main-Kinzig, Offenbach und Rheingau-Taunus sowie die Städte Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach und Darmstadt. Die Kommunen verständigten sich unter anderem auf eine generelle Maskenpflicht für alle Schüler von weiterführenden Schulen für zunächst 14 Tage nach Ende der Herbstferien.

  • Hessen will mehr Patienten pro Pflegekraft zulassen

    Hessen Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) möchte durchsetzen, dass im Corona-Krisenfall eine Pflegekraft mehr Intensiv-Patienten betreuen darf als derzeit. Die sogenannte Pflegepersonaluntergrenzenverordnung schreibt für Intensivstationen eigentlich einen Schlüssel von höchstens drei Patienten pro Pfleger oder Pfelegerin vor. Das aber könne zu Engpässen führen, wenn viele Covid-Patienten betreut werden müssten, sagte Klose dem hr. Das Land sei deswegen in Gesprächen mit der Bundesregierung. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte die Verordnung schon während der ersten Corona-Welle im Frühjahr vorübergehend ausgesetzt.

    Bedenken, dass die Pflegequalität dadurch sinken könnte, begegnet Jürgen Graf, der ärztliche Leiter der Frankfurter Uniklinik: Eine Intensiv-Versorgung mit weniger Personal sei immer noch besser für die Patienten als gar keine Intensiv-Versorgung. Wie eine Intensiv-Pflegerin des Klinikum Offenbach im hr sagte, ist eine Pflegeschlüssel von vier Patienten pro Pflegekraft ohnehin schon Alltag auf ihrer Station.

    Ein Arzt und eine Pflegerin bereiten ein Intensivzimmer vor
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    Ärztekammer gegen Beherbungsverbot und Maskenpflicht im Freien

    Die hessische Landesärztekammer hat sich gegen eine Maskenpflicht im Freien und ein Beherbergungsverbot ausgesprochen. Beides seien keine sinnvollen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus, sagte Kammerpräsident Edgar Pinkowski der Frankfurter Rundschau.

    Zudem fordert die Kammer, die Teststrategie anzupassen. Derzeit fänden sehr viele anlasslose Tests statt, so dass mehr potenziell Infizierte gefunden würden. Es sei aber unklar, ob sie wirklich infektiös sind oder falsch positiv getestet wurden. "Viele Leute werden in Quarantäne geschickt, obwohl nichts passiert, wenn sie Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten", sagte Pinkowski. Er empfiehlt, regelmäßig Personal in Altenheimen sowie anderes medizinisches Personal und Physiotherapeuten zu testen.

    Der Kammer-Chef wünscht sich zudem einen alltagstauglichen Umgang mit dem Virus: "Das Virus ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch es wird uns über Jahre begleiten. Deshalb müssen die Schutzmaßnahmen so pragmatisch und vernünftig sein, dass sie von der Bevölkerung akzeptiert und eingehalten werden können."

  • Marburg erlaubt Buden außer der Reihe

    Keine Kirmes, kein Herbstmarkt, kein Oktoberfest: Die Schausteller zählen zu denen, die Corona besonders hart trifft. Die Stadt Marburg erlaubt ihnen deshalb, an verschiedenen Orten einzelne Verkaufsstände aufzubauen, Bratwurst- oder Crepesbuden zum Beispiel. Am heutigen Freitag öffnet der erste Stand auf dem Marktplatz, weitere folgen etwa am Cineplex, am Heumarkt und in der oberen Gutenbergstraße. "Es freut uns, dass die Stadt uns die Chance gibt, auch in der Krise Einnahmen zu haben", sagte Schausteller Toni Ahlendorf. Die Marktbuden kosten keine Standmiete, die Stadt wird für das gesamte Jahr keine Gebühren erheben. Das gilt auch für die Außenbestuhlung der Gastronomie.

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    Erneut Höchstzahl an Neuinfektionen

    671 Neuinfektionen binnen 24 Stunden sind in Hessen von Donnerstag auf Freitag registriert worden. Das bedeutet den höchsten Anstieg an Corona-Fällen seit Beginn der Pandemie im März - die bisherige Höchstzahl war erst am Vortag erreicht worden. Zwei weitere Todesfälle wurden im Zusammenhang mit der Krankheit registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Freitag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen stieg damit auf 571. Seit Beginn der Pandemie wurden 24.151 bestätigte Fälle in Hessen erfasst. Davon gelten rund 19.300 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist Kassel nach einem Ausbruch in einer Flüchtlingsunterkunft die höchste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort bei 100,9. Bei den Städten folgen Offenbach (95,2) und Frankfurt (75,2) - allesamt mit steigender Tendenz. Ab einem Wert von 75 ist die höchste Warnstufe 5 erreicht. Dann ist unter anderem vorgesehen, dass sich der Planungsstab des Landes einschaltet.

    Unter den Landkreisen hat zudem Groß-Gerau (84,5) diese Warnstufe erreicht. In der Stufe 4 mit einer Inzidenz von 50 und mehr finden sich neben der Stadt Wiesbaden (53,1) weitere Kreise aus dem Rhein-Main-Gebiet: Main-Taunus (61,9). Hochtaunus (52,8) und Rheingau-Taunus (56,6). Der Kreis Marburg-Biedenkopf kam wieder unter die Schwelle (45,3).

    Das Eskalationskonzept beinhaltet ein gestuftes Vorgehen zur Bekämpfung der Pandemie
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    Marburg-Biedenkopf erreicht vierte Warnstufe

    Marburg-Biedenkopf ist der nächste hessische Landkreis, der die Warnstufe von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Laut Mitteilung des mittelhessischen Kreises lag die Inzidenz am Donnerstagnachmittag bei 54,0. Innerhalb von 24 Stunden habe es 46 neue bestätigte Infektionen mit dem Virus gegeben.

    Damit gilt für Marburg-Biedenkopf jetzt die vierte von insgesamt fünf Stufen des Eskalationskonzepts der Landesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus. Am Freitagmorgen wird der Corona-Koordinierungsstab der Kreisverwaltung zusammentreten, um eine neue Allgemeinverfügung auf den Weg zu bringen, die sich an den Vorgaben der Bund-Länder-Konferenz orientiert.

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    Einheitliche Corona-Regeln in Rhein-Main

    Mehrere Landkreise und Städte in der Rhein-Main-Region haben sich auf ein einheitliches Vorgehen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie geeinigt. Ab einem Inzidenzwert von 35 sollen abgestimmte Maßnahmen gelten, wie Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Donnerstag mitteilte. Beteiligt sind demnach die besonders betroffenen Landkreise Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Taunus, Main-Kinzig, Offenbach und Rheingau-Taunus sowie die Städte Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach und Darmstadt. Sie haben sich unter anderem auf folgende Punkte verständigt:

    · Generelle Maskenpflicht für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage nach Ende der Herbstferien
    · Generelle Empfehlung, den Schulsport für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage nach Ende der Herbstferien nur kontaktlos und im Freien stattfinden zu lassen.
    · Ab einer Inzidenz von 50 verbindliche Sperrstunde für Gastronomiebetriebe einschließlich eines generellen Außenabgabeverbots von Alkohol von 23-6 Uhr
    · Ab einer Inzidenz von 50 wird empfohlen, die Besuchsregelung in Alten- und Pflegeheimen auf maximal drei Besuche pro Woche für jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen pro Besuch zu begrenzen.
    · Profisportveranstaltungen finden ab einer Inzidenz von 35 ohne Zuschauer statt. Im Amateursport wird ab einer Inzidenz von 35 empfohlen, keine Zuschauer zuzulassen. Ausgenommen davon sind jeweils eine erziehungsberechtigte Person pro minderjährigem Teilnehmenden sowie Trainerinnen und Trainer und Betreuungspersonen

  • Kita in Büdingen geschlossen

    Die Kita Büches in Büdingen muss wegen eines Corona-Falls bei Mitarbeitern schließen, teilte der Magistrat der Stadt am Donnerstag mit. Die betroffenen Kinder und das Personal müssten für zwei Wochen in Quarantäne. Das Gesundheitsamt werde sich mit den Eltern in Verbindung setzen.

  • Corona-Not macht erfinderisch: Selfie-Club in Fulda

    Die Betreiber des S-Clubs in Fulda verfolgen während der Viruspandemie ein neues Konzept. Zwar könnten sie von Montag an - wie andere Tanzlokale auch in Hessen – unter Einhaltung von Corona-Regeln wieder öffnen. Aber ein Re-Opening in der Light-Version – darauf haben die Party-Macher keine Lust. Sie haben das ehemalige Varieté-Theater zum Selfie-Club umgemodelt. Vor über 20 verschiedenen Kulissen können Besucher Selbstporträts machen; etwa auf dem Rücken eines Einhorns, vor Engelsflügeln an der Wand oder in einer goldenen Badewanne in mondänem Ambiente.

    Rund 30 Personen können gleichzeitig (gegen Bezahlung) in den Selfie-Club und Zeitfenster von jeweils 90 Minuten nutzen. Den Popup-Club gibt es vorerst vom 29. Oktober bis 10. Januar in der Rangstraße. Das Konzept diene der Standortsicherung, weil der Club seit rund sieben Monaten wegen Corona geschlossen sei, erklären die Club-Betreiber.

    Selfie-Club Fulda
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    Stadt Kassel ist Risikogebiet

    Kassel ist am Donnerstag zum Corona-Risikogebiet erklärt worden. Die Stadt hatte am Donnerstagmorgen eine Inzidenz von 97,5. Grund dafür ist ein Ausbruch in einer Einrichtung für Flüchtlinge, 112 Bewohner hatten sich angesteckt.

    Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) sagt dem hr, dass damit das Beherbergungsverbot auch für Kasseler gilt, wenn sie in eine Region fahren, wo Bewohner aus Risikogebieten nicht mehr übernachten dürfen. Außerdem dürften sich im öffentlichen Raum nicht mehr als 25 Personen in einer Gruppe aufhalten. Für Privaträume empfiehlt die Stadt eine Begrenzung von zehn Personen.

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    Landkreis Kassel zieht Maßnahmen vor

    Der Landkreis Kassel verschärft bereits ab Freitag seine Corona-Maßnahmen. Man reagiere auf die vielen Corona-Fälle in Kassel, teilte der Kreis am Donnerstag mit. Damit sind private Feiern außerhalb der eigenen Wohnungen auf 50 Personen begrenzt, an Privatfeiern sollen nicht mehr als 25 Gäste teilnehmen. Diese Maßnahmen gelten hessenweit ab Montag. Dass die Umsetzung nun vorgezogen wird, erklärt der Kreis mit den engen Verflechtungen mit der Stadt Kassel, die derzeit eine 7-Tage-Inzidenz von über 90 vorweist.

    Der Landkreis Kassel liegt derzeit bei einer Inzidenz von 20, für die steigenden Zahlen seien auch Feiern und Hochzeiten ausschlaggebend, teilte der Kreis mit.

  • Waffenbörse darf stattfinden – Stadt Kassel zieht vor Gericht

    Die Internationale Waffenbörse in den Kasseler Messehallen darf entgegen einer Untersagungserklärung der Stadt öffnen. Nach einem entsprechenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Kassel kündigte die Stadt nun an, dagegen Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) einlegen zu wollen. Bis dort eine Entscheidung vorliegt, kann die Messe mit tausenden, auch internationalen Besuchern allerdings stattfinden. Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) erklärte, er habe kein Verständnis für die Entscheidung des Verwaltungsgerichts "angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens in unserer Stadt".

    Der Veranstalter der Waffenbörse hatte beim Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen die Untersagungserklärung der Stadt gestellt. Aufgrund des rapiden Anstiegs der Infektionszahlen hatte Kassel entschieden, dass größere Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmenden bis auf weiteres nicht wie geplant stattfinden dürfen.

  • Spiel von Darmstadt 98 abgesagt

    Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat am Donnerstag entschieden, dass das Zweitliga-Gastspiel der Lilien beim VfL Osnabrück ausfällt. Der Grund sind zwei Corona-Fälle im Team des VfL und die damit verbundene Quarantäne für einen Großteil der Profis.

    Die Partie soll am 28. Oktober (18.30 Uhr) nachgeholt werden.

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    Frankfurt weitet Corona-Maßnahmen aus

    Die Stadt Frankfurt hat am Donnerstag beschlossen, die Corona-Maßnahmen in der Stadt bis Ende Oktober zu verlängern: Das betrifft die ausgeweitete Maskenpflicht und die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr. Weiterhin wurde beschlossen:


    • Maskenpflicht im gesamten Innenstadtbereich bzw zwischen dem Anlagenring und Sachsenhäuser Mainufer (bisher gilt diese nur in Einkaufsstraßen und Shoppingcentern)
    • In der Sperrstunde darf kein Alkohol verkauft werden
    • Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird
    • Keine Zuschauer bei Profi-Sportveranstaltungen
    • Maximal 100 Teilnehmer bei öffentlichen Veranstaltungen
    • Maximal 10 Teilnehmer bei Treffen, das gilt in der Öffentlichkeit und im Privaten
    • Im Privaten dürfen sich nur Personen aus zwei Haushalten treffen
    • Erzieherinnen und Erzieher müssen im Umgang mit anderen Erwachsenen Maske tragen
    • Bei allen religiösen Feiern gilt Maskenpflicht, wenn der 1,5 Meter-Abstand nicht eingehalten ist
  • Übernachtungszahlen brechen fast um die Hälfte ein

    Die Corona-Pandemie hat weiter erhebliche Auswirkungen auf den hessischen Tourismus. Die Beherbergungsbetriebe zählten im August 45 Prozent weniger Gäste und 37 Prozent weniger Übernachtungen als noch im gleichen Monat 2019, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

    36 Prozent weniger Inlandsgäste blieben über Nacht, aus dem Ausland reisten sogar 71 Prozent weniger Gäste an. Die geöffneten Betriebe hätten wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Auflagen erfüllen müssen, erklärte das Landesamt. "Dadurch reduzierte sich das Bettenangebot gegenüber August 2019 um ein Zehntel, die durchschnittliche Auslastung sank um ein Drittel auf 26 Prozent." Die Beherbergungsbetriebe registrierten im August 816 300 Gäste und rund 2,15 Millionen Übernachtungen.

    Die stärksten Rückgänge der Übernachtungszahlen mussten Betriebe in Frankfurt (minus 62 Prozent) und im Landkreis Groß-Gerau (minus 59 Prozent) hinnehmen. Am wenigsten waren die Landkreise Waldeck-Frankenberg (minus 8 Prozent), Schwalm-Eder-Kreis (minus 11 Prozent) und Limburg-Weilburg (minus 13 Prozent) betroffen.

  • Corona lässt Gewerbeanmeldungen einbrechen

    Während des Corona-Shutdowns im Frühjahr haben sich in Hessen deutlich weniger Menschen getraut, ein Gewerbe anzumelden. Im zweiten Quartal des Jahres lag die Zahl der Anmeldungen mit knapp 12.000 um 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Besonders deutlich waren die Einbrüche zwischen April und Juni in den Bereichen "Kunst, Unterhaltung und Erholung" (-46,4 Prozent) sowie im Gastgewerbe (-35,1 Prozent). Diese Branchen sind von der Corona-Krise besonders betroffen. Weitgehend stabil blieben hingegen die Anmeldungen im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Energie- und Wasserversorgung sowie bei Verkehr und Lagerei.

  • Gastronomen kämpfen gegen Sperrstunde in Frankfurt

    Die anhaltend hohe Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Frankfurt dürfte dazu führen, dass die vor einer Woche eingeführten Corona-Beschränkungen heute verlängert werden. Der Verwaltungsstab der Stadt berät am Mittag über das weitere Vorgehen bei der Bekämpfung der Pandemie. Bisher gilt Sperrstunde ab 23 Uhr, Maskenpflicht auf Einkaufsstraßen und Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Nach hr-Informationen werden die Beschränkungen zum einen wohl verlängert, zum anderen könnten sie auch verschärft werden.

    Das dürfte vor allem bei den von der Krise gebeutelten Gastronomen auf wenig Begeisterung treffen. Diese leiden bereits unter der eingeführten Sperrstunde. Das machten Interessenvertreter bei einem Gipfeltreffen mit Vertretern der Stadt in dieser Woche noch einmal deutlich. Als Alternative zur Sperrstunde schlägt der Gastronomie-Dachverband Dehoga Hessen Kompromisse vor, unter anderem die Beschränkung des Alkoholausschanks für sitzende Gäste oder ein Verbot von Take-Away-Verkauf für alkoholische Getränke.

  • Bouffier begrüßt geplante Regel-Verschärfung

    Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat die von Bund und Ländern beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln begrüßt. "Über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse in Hessen wird zeitnah das hessische Corona-Kabinett beraten", teilte er am Donnerstag in Wiesbaden mit. "Wir müssen jetzt gemeinsam die richtigen Maßnahmen treffen, damit wir unsere Schulen und Kitas offen und unsere Wirtschaft am Laufen halten können."

    Am Mittwoch hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, die Schwelle für strengere Maßnahmen in deutschen Corona-Hochburgen zu senken. So soll die Maskenpflicht ausgeweitet, die Gästezahl bei privaten Feiern weiter begrenzt und eine lokale Sperrstunde für die Gastronomie eingeführt werden. Die Regelungen sollen teilweise bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen greifen statt bisher bei 50. Bouffier nannte diese einheitlichen Beschlüsse "immens wichtig, damit wir dem Infektionsgeschehen am Ende nicht hinterher laufen".

  • Ärzte kritisieren Zustände in Kasseler Flüchtlingsheim

    Die Zahl der Corona-Fälle in Kassel ist sprunghaft angestiegen, Grund dafür sind 112 Fälle in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Nun erhebt das Ärzteteam der Unterkunft schwere Vorwürfe gegen das zuständie Regierungspräsidium Gießen: Bereits Anfang Oktober, als die ersten Infektionen in der Einrichtung bekannt wurden, hätten die Ärzte eine schnellstmögliche Isolierung der Betroffenen gefordert, sagte der Leiter des Ärzteteams, Helmuth Greger, dem hr.

    Doch die Zustände vor Ort machten das unmöglich. Abstandsregeln und die Maskenpflicht seien extrem schwierig durchzuführen. "Und die Isolierungsbedingungen entsprechen nicht den Qualitätsstandards, wie wir es erwartet haben", sagte Greger.

    Die Missstände seien dem RP Gießen im Vorfeld bekannt gewesen. "Wir haben gemahnt: Wehe, wenn sowas passiert", so Greger. Für Ärzte und Bewohner hat der Ausbruch nun Konsequenzen. Die Mediziner können nur noch in Notfällen in die Einrichtung. Ansonsten bleibe eine Telefonsprechstunde - wie die allerdings mit Sprachbarrieren funktionieren soll, sei unklar, .

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    Rekord-Anstieg bei Neuinfektionen

    Mit 662 erfassten Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet Hessen den höchsten Anstieg an Corona-Fällen seit Beginn der Pandemie im März. Zwei weitere Todesfälle wurden im Zusammenhang mit der Krankheit registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen stieg damit auf 569. Seit Beginn der Pandemie wurden 23.481 bestätigte Fälle in Hessen erfasst. Davon gelten rund 19.000 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist Kassel nach einem Ausbruch in einer Flüchtlingsunterkunft die höchste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort bei 97,5. Bei den Städten folgen Offenbach (89,8) und Frankfurt (69,2).

    Unter den Landkreisen liegen zudem Groß-Gerau (71,4) und Main-Taunus (54,9) über der Warnstufe von 50 Neuinfektionen. Nur knapp darunter sind der Hochtaunuskreis (48,5) und der Landkreis Offenbach (48,1). Eine Übersicht finden Sie hier.

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    Strengere Kontaktbeschränkungen in Hotspots

    In Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten von mehr als 50 sollen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Und sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, sollen sich nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen dürfen. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Der finale Beschluss des gesamten Konzepts stand am Abend aber noch aus.

    Den Informationen der dpa zufolge verständigten sich Bund und Länder auch darauf, eine Sperrstunde ab 23 Uhr für die Gastronomie in solchen Hotspots durchzusetzen. In Frankfurt ist das bereits der Fall. Gleiches gilt für eine angedachte Maskenpflicht in Hotspots dort, wo viele Menschen zusammenkommen. Auch hierzu gibt es in Frankfurt entsprechende Regeln auf Einkaufsstraßen wie etwa der Zeil.