Corona Coronavirus Sujet

Das Coronavirus hat Hessen erreicht. Unser Ticker-Meldungen zum Nachlesen vom 28. Februar bis 5. März 2019.

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

MELDUNGEN VOM DONNERSTAG, 5. MÄRZ

+++ 99 Schüler in Quarantäne +++

Schulfrei wegen Corona: 99 Schüler aus Rimbach (Bergstraße) müssen nach einer Skifreizeit im Südtiroler Ahrntal erst einmal zu Hause bleiben. Wie das Gesundheitsamt am Donnerstag mitteilte, wurde für die gesamte Reisegruppe, zu der auch zehn Erwachsene gehören, häusliche Quarantäne angeordnet. Da ein Schüler und eine Begleitperson bereits Symptome einer Grippe zeigten, sei diese Vorsichtsmaßnahme zur Vorbeugung einer Ansteckung angeordnet worden, hieß es. Die Gruppe wird am Freitagabend in Südhessen zurückerwartet.

+++ hr-Bigband sagt Konzert ab +++

Im Umfeld der hr-Bigband hat es einen Corona-Fall gegeben. Der Kontakt mit der Band habe am vergangenen Montag, 2. März, nachmittags im Rahmen von Proben im hr-Bigband-Studio in Frankfurt stattgefunden, meldete die hr-Pressestelle am Abend. Nachdem die betroffene Person am Dienstag Krankheitssymptome aufwies, habe sich am späten Donnerstagnachmittag der Corona-Verdacht bestätigt. Bereits am Dienstag wurden aufgrund der Ansteckungsgefahr vorsorglich weitere Proben abgesagt. Mitglieder der hr-Bigband und des Managements bleiben vorsorglich zu Hause.

Deshalb kann die hr-Bigband am 7. März auch nicht an der Veranstaltung "Harmonielehre – Fast Machines" im Rahmen der "cresc Biennale für aktuelle Musik" im hr-Sendesaal teilnehmen.

+++ 15 bestätigte Corona-Fälle in Hessen +++

Am Donnerstagabend wurden zwei neue Corona-Fälle in Hessen bestätigt. Der Rheingau-Taunus-Kreis meldete den Fall einer 27-jährigen Frau, die sich mutmaßlich auf einer Messe in Mailand angesteckt habe. Die Frau bekam den Angaben zufolge nach ihrer Rückkehr Husten und ging zum Hausarzt. Der testete sie positiv auf das Coronavirus. Jetzt steht die Frau zu Hause unter Quarantäne.

Einen ersten Coronavirus-Fall gibt es nun auch im Vogelsbergkreis. Bei der erkrankten Person handelt es sich um eine 21-jährige Frau aus dem westlichen Kreisgebiet, wie der Kreis mitteilte. Die Frau zeige nur eine leichte Symptomatik. Die 21-Jährige habe das Wochenende gemeinsam mit Freundinnen in Berlin verbracht und bei einem Bekannten übernachtet. Der wurde am Montag positiv auf Corona getestet. Daraufhin habe sich die Frau auch testen lassen. Das Ergebnis lag am Abend vor. Sie befindet sich zu Hause in Quarantäne.

Damit gibt es derzeit 15 bestätigte Corona-Fälle in Hessen.

+++ Lufthansa streicht alle Flüge nach Israel +++

Lufthansa und die zugehörigen Töchterairlines Swiss und Austrian Airlines streichen ab Sonntag, 8. März, alle Flüge nach Israel. Betroffen sind Flüge nach Tel Aviv und Eilat für den verbleibenden Winterflugplan bis zum 28. März. Schon für Freitag und Samstag sind einige Flüge nach Tel Aviv gestrichen worden. Anlass für die Ausfälle ist, dass Israel wegen des Coronavirus ab Freitag nur noch Passagiere aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Land lässt, die belegen können, dass sie sich in 14-tägige Heimquarantäne begeben. Die Lufthansa-Fluggesellschaften bieten insgesamt täglich zehn Flüge nach Tel Aviv an. Zusätzlich fliegt Lufthansa einmal wöchentlich nach Eilat.

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Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • Abstand halten beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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+++ 13 bestätigte Coronafälle in Hessen +++

Die Zahl der in Hessen nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist leicht gestiegen. Nach Angaben des Sozialministeriums waren am Donnerstag 13 Menschen im Bundesland mit dem neuartigen Erreger infiziert, einer mehr als am Vortag. Das Robert-Koch-Institut meldete am Donnerstag für Hessen allerdings 14 Fälle. Bei dem 14. Fall handele es sich um ein unklares Laborergebnis, hieß es aus Wiesbaden. Es werde aktuell nochmal überprüft. "Alle erkrankten Personen weisen aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf. Ihnen geht es den Umständen entsprechend gut", berichtete das Ministerium.

Neu hinzugekommen ist die erste bestätigte Infektion in Nordhessen. Dabei handelt es sich um eine 75-jährige Frau mit milden Erkältungssymptomen aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg.

+++ Apotheke in Löhnberg installiert Plexiglasscheiben +++

Sicher ist sicher: Die Rathausapotheke im mittelhessischen Löhnberg (Limburg-Weilburg) hat Plexiglasscheiben auf ihren Verkaufstheken installiert. Sie sollen sowohl die Kunden als auch das Personal schützen. "Super Idee", sagt der hessische Apothekenverband auf Nachfrage.

+++ Erster bestätigter Fall in Nordhessen +++

In Nordhessen gibt es die erste bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Eine erkrankte 75-jährige Frau weise milde Erkältungssymptome auf, teilte das Gesundheitsdezernat des Landkreises Waldeck-Frankenberg am Donnerstag in Korbach mit. Die Frau lebe im südlichen Kreis. Sie befinde sich zu Hause in Quarantäne und werde medizinisch betreut und versorgt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen in Hessen auf 13. Die Erkrankte hielt sich laut Frese bis 25. Februar im Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) auf. Dort gab es einen größeren Ausbruch des neuartigen Erregers Sars-CoV-2.

MELDUNGEN VOM MITTWOCH, 4. MÄRZ

+++ Ärzte, Blutbanken und Gesundheitsamt spüren Folgen der Angst +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Mittwoch in seiner Regierungserklärung die Sorge vor dem Coronavisus thematisiert: "Die Folgen von Angst können weit größer sein, als die durch das Virus selbst." Auch in Hessen hat die Angst derzeit reale Konsequenzen. Der Direktor des Blutspendedienst Hessen/Baden Württemberg des Deutschen Roten Kreuzes spricht von einem Rückgang an Blutspendern um 20 bis 30 Prozent in den letzten Tagen, einige Ärzte müssen zudem wochenlang auf neue Mundschutze warten.

Videobeitrag

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zum Video Coronavirus: Angst lähmt den Alltag

hs
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+++ Bis zu 1.000 Anrufe am Tag bei Frankfurter Corona-Hotline +++

Die landesweite Corona-Hotline im Frankfurter Gesundheitsamt wird intensiv genutzt. Derzeit gehen täglich bis zu 1.000 Anrufe ein. Wegen der Vielzahl der Anrufe wurde das Personal aufgestockt.

Videobeitrag

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zum Video Corona-Hotline stark genutzt

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+++ CDU-Geschäftsstelle in Wiesbaden geschlossen +++

Die Geschäftsstelle der hessischen CDU, das Alfred-Dregger-Haus in Wiesbaden, bleibt bis Donnerstag geschlossen. Auch die CDU-Fraktionssitzung wurde am Dienstag abgesagt. Anlass ist ein Verdachtsfall in der Geschäftsstelle, weil eine Mitarbeiterin Kontakt mit einer infizierten Person hatte. Der Verdacht konnte inzwischen durch einen Test ausgeräumt werden.

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Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

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+++ Bauernproteste in Wiesbaden abgesagt +++

Die für Donnerstag geplanten Proteste von Landwirten unter anderem gegen die verschärfte Düngeverordnung sind von Veranstalterseite kurzfristig abgesagt worden. Als Grund für die Absage nannten ein Sprecher der Initiative "Land schafft Verbindung" sowie eine Sprecherin der Stadt Wiesbaden am Mittwoch das Coronavirus. Zuvor hatte der Radiosender FFH darüber berichtet. Im benachbarten Bundesland Rheinland-Pfalz bleibt es dagegen bei den geplanten Traktorfahrten und einer zentralen Kundgebung.

+++ Frankfurt: Zug wegen Verdachtsfall kurzzeitig gestoppt +++

Wegen eines Corona-Verdachtsfalls hat am Vormittag die Bundespolizei am Bahnhof Frankfurt Süd vorübergehend einen ICE mit rund 300 Reisenden auf dem Weg nach Stuttgart gestoppt. Das teilte die Bundespolizeiinspektion mit. Es habe der Verdacht bestanden, dass sich in dem ICE aus Kiel eine mit dem Coronovirus infizierte männliche Person befinde, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Nach einer Untersuchung des Frankfurter Gesundheitsamts konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen. Der Verdacht habe sich nicht bestätigt, sagte der Sprecher hessenschau.de.

Rettungswagen am Frankfurter Südbahnhof

+++ EZB schließt Besuchercenter und streicht Reisen +++

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Sicherheitsvorkehrungen wegen des Coronavirus ergriffen. Alle nicht zwingenden Reisen von Vorstandsmitgliedern sowie Mitarbeitenden würden bis zum 20. April unterbleiben, teilte die EZB-Pressestelle mit. Zudem werden in der EZB stattfindende Konferenzen in diesem Zeitraum abgesagt oder verschoben. Auch das Besucherzentrum in Frankfurt wird bis 20. April geschlossen bleiben. Danach soll es eine Neubewertung der Lage gegeben. Ausgenommen von den Absagen sind die EZB-Ratssitzungen und die anschließenden Pressekonferenzen. Die nächste Sitzung ist für den 12. März angesetzt.

+++ Erste Klinik bietet Coronatest via Drive-in an +++

In der Kreisklinik in Groß-Gerau kann man sich via Drive-in auf das Coronavirus testen lassen. Das funktioniert so: Der Patient fährt mit dem Auto am Hintereingang des Krankenhauses vor. Dort macht eine medizinische Fachkraft einen Nasenabstrich durchs Fenster. Dann fährt der Patient nach Hause und wartet dort auf das Testergebnis. Für den Drive-in muss man sich allerdings vorher telefonisch in der Klinik anmelden. Die Klinik entscheidet dann in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, ob tatsächlich ein Test durchgeführt wird. Zuerst hatte das Groß-Gerauer Echo berichtet.

+++ "Prolight + Sound" und Musikmesse verschoben +++

Die auf Veranstaltungstechnik fokussierte "Prolight + Sound" sowie die Musikmesse werden laut Messe Frankfurt wegen des Coronavirus verlegt. Die Prolight + Sound, ein internationales Branchentreffen für Technologien und Services rund um Entertainment, Show und Event sollte eigentlich vom 31. März bis 3. April in Frankfurt stattfinden. Das neue Veranstaltungsdatum ist der 26. bis 29. Mai. Für die eigentlich parallel geplante Musikmesse in ihrer 40. Ausgabe steht ein neuer Termin noch aus. Allerdings sollen publikumswirksame Nebenveranstaltungen wie die "Musikmesse Plaza" (3./4. April) und das "Musikmesse Festival" (31. März bis 4. April) mit Live-Shows an den geplanten Terminen stattfinden. Zuvor hatte die Frankfurter Messe bereits die für März geplante Bau-Fachmesse "Light & Building" verschoben.

MELDUNGEN VOM DIENSTAG, 3. MÄRZ

+++ Hausärzte fühlen sich schlecht ausgestattet +++

Hausärzte sind meist die erste Anlaufstelle für Menschen, die glauben, an Corona erkrankt zu sein. Doch viele fühlen sich schlecht ausgestattet - oder schlecht informiert. Manche entwickeln deshalb auf eigene Faust kreative Lösungsansätze. Lesen Sie hier unsere Fragen und Antworten zum Thema: Was Hausärzte brauchen, um besser gegen Corona zu kämpfen.

+++ Experte hält Quarantäne für überzogen +++

Die Infektionskette des sich weiter ausbreitenden Coronavirus kann nach Ansicht des Leiters des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk, nicht mehr unterbrochen werden. "Das ist bei der Vielzahl an Fällen nicht zu leisten", sagte er am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Dies sei aber auch "nicht weiter tragisch, weil die Erkrankung nicht schlimm" sei. Ganze Menschenansammlungen zu prüfen oder gar Quarantänegebiete einzurichten, hält der Experte daher für überzogen. "Jemanden 14 Tage zu kasernieren wegen einer Erkrankung, die verläuft wie ein Schnupfen, ist völlig unverhältnismäßig", sagte er.

+++ Nächster Corona-Fall nachgewiesen +++

In Hessen ist das Dutzend voll: Nach Angaben des Sozialministeriums wurde am Dienstag der zwölfte Corona-Fall bestätigt. Es handelt sich demnach um eine 1967 geborene Frau aus Hanau, die sich nun in häuslicher Quarantäne befindet. Wie genau sie sich infizierte, ist noch unklar. Es ist der erste Fall im Main-Kinzig-Kreis. Sämtlichen hessischen Patienten gehe es den Umständen entsprechend gut. Sie wiesen keine oder leichte Symptome auf. In Hanau wurde nun auch das Konzert zum Gedenken der Opfer des Anschlags, das eigentlich am Samstag stattfinden sollte, aufgrund des Coronavirus abgesagt.

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zum Video Coronavirus: Bürgertelefon in Hanau

hessenschau vom 03.03.2020
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+++ Bürger sollen zugunsten von Ärzten auf Schutzmasken verzichten +++

Angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus rufen Mediziner zum umsichtigen Umgang mit Schutzmaterial auf. Die Bürger sollten zugunsten des medizinischen Personals auf Desinfektionsmittel oder Schutzmasken möglichst verzichten - auch, um keine künstliche Knappheit am Markt zu erzeugen. "Privatpersonen erreichen mit Händewaschen genauso viel", sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, Rene Gottschalk, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Atemmasken der höchsten Sicherheitsstufe brauchen wir für das medizinische Fachpersonal und nicht, um seinen Alltag auch während einer Epidemie einfach so weiterzuführen", sagte der Amtsarzt des Wetteraukreises, Reinhold Merbs: "Wir müssen das Material zielgerichtet einsetzen, um dauerhaft den Routinebetrieb in den Kliniken sicherzustellen."

MELDUNGEN VOM MONTAG, 2. MÄRZ

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zum Video Coronavirus: Die Lage in Hessen

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+++ Elfter Fall in Hessen bestätigt +++

Die Zahl der bestätigten Corona-Virusfälle in Hessen ist am Montag auf elf gestiegen. Das teilte das zuständige Sozialministerium mit. Bei dem neuen Fall handelt es sich demnach um eine Person aus Frankfurt, die sich in hauslicher Quarantäne befindet. Die Person stehe in Verbindung mit einer Reise in die ebenfalls vom Virus betroffenen italienischen Metropole Mailand, so das Ministerium. Alle erkrankten Personen weisen aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf, teilte das Ministerium mit. Ihnen gehe es den Umständen entsprechend gut.

Hier kompakt aufgelistet die bisher bestätigten elf Fälle in Hessen laut Sozialministerium:
- eine Person aus Frankfurt, die sich in häuslicher Isolation befindet und in Verbindung mit einer Reise nach Mailand steht (=der aktuellste Infektionsfall)

- zwei Personen im Landkreis Gießen, die sich in häuslicher Isolation befinden und in Verbindung mit dem Infektionsherd in Heinsberg in Nordrhein-Westfalen stehen
- eine Person im Landkreis Bergstraße, die gemeinsam mit ihrer Familie ebenfalls in häuslicher Isolation ist und ebenfalls in Verbindung mit Heinsberg steht

- zwei Fälle im Lahn-Dill-Kreis. Davon ist eine Person häuslich isoliert, eine weitere Person befindet sich in stationärer Versorgung
- zwei Fälle in Frankfurt: Eine Person wird stationär behandelt, die andere Person befindet sich in häuslicher Quarantäne
- eine Person im Hochtaunuskreis, die sich in häuslicher Isolation befindet
- eine Person im Landkreis Groß-Gerau, die häuslich isoliert ist
Alle diese Fälle stehen laut Ministerium in Verbindung mit einem Aufenthalt im italienischen Bergamo

- eine Person in Frankfurt, die stationär behandelt wird. Dieser Fall steht imZusammenhang mit einem Fall in Innsbruck, der in Norditalien infiziert wurde

Neben den infizierten Personen befinden sich über 50 Hessen derzeit vorsorglich in häuslicher Quarantäne.

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Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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+++ Rotes Kreuz warnt vor Rückgang von Blutspenden +++

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes hat die deutlich sinkende Bereitschaft zum Blutspenden aufgrund "der völlig übertriebenen Angst" vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus kritisiert. "Die Leute kaufen wie wild ein, sie igeln sich ein vor Sorge und vergessen zu spenden", sagte der Sprecher des Blutspendedienstes für Hessen und Baden-Württemberg, Eberhard Weck. Dabei sei die Zahl der Infektionen in den beiden Ländern verglichen mit anderen Regionen noch minimal. "Wie soll das erst werden, wenn diese Zahl mal stärker steigt?", so Weck. "Ohne Blutspenden werden wirklich Menschen sterben. Und dann nicht am Corona-Virus", kritisierte Weck. Demnach reiche der Lagerbestand an Blutprodukten für Hessen und Baden-Württemberg nur noch für zwei Tage aus. Besonders betroffen von dem Engpass seien Krebspatienten.

+++ Immer mehr Hessen in Quarantäne +++

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus müssen in Hessen immer mehr Menschen in Quarantäne. Im Landkreis Limburg-Weilburg dürfen drei Menschen ihr Haus nicht verlassen. Sie saßen gemeinsam mit einem Fan von Eintracht Frankfurt im Auto, bei dem am Wochenende eine Sars-CoV-2-Infektion nachgewiesen worden war. Die Gruppe kam von dem Europa-Leaguespiel der Eintracht in Salzburg zurück, wie ein Sprecher des Landkreises mitteilte.

Auch im Wetteraukreis befinden sich aktuell rund 60 Personen in vorerst freiwilliger Quarantäne. Sie hätten sich entweder in einem Risiko-Gebiet aufgehalten oder Kontakt mit Infizierten gehabt, hieß es in einer Mitteilung des Landkreises vom Montag. "Jetzt kommt es darauf an, die Ausbreitung möglichst einzudämmen", begründete Landrat Jan Weckler (CDU) die Entscheidung.

+++ Merck stellt Bilanz telefonisch vor +++

Das Coronavirus kommt dem Darmstädter Merck-Konzern bei der Präsentation seiner Geschäftszahlen in die Quere. Die geplante Bilanzpressekonferenz am Donnerstag wurde als Präsenzveranstaltung abgesagt.

Der Pharma- und Chemiekonzern teilte mit, man sehe davon "mit Blick auf die aktuelle Situation rund um die Entwicklung der Corona-Infektion" ab. Vorstandschef Stefan Oschmann und Finanzvorstand Marcus Kuhnert würden die Zahlen für 2019 telefonisch vorstellen, hieß es.

Merck-Innovationszentrum in Darmstadt

+++ 25 Menschen nach Kontakt mit Wetzlarer in Quarantäne +++

25 Menschen, die mit dem 52 Jahre alten Patienten aus Wetzlar in engerem Kontakt waren, sind wie er in häuslicher Quarantäne. Der Mann war gemeinsam mit zwei weiteren Infizierten für ein paar Tage in der italienischen Provinz Lombardei gewesen, wo er sich vermutlich mit Sars-CoV-2 ansteckte. Nach einem Bericht von mittelhessen.de hatte er am vergangenen Mittwochnachmittag die Messe W3+ in Wetzlar besucht.

+++ Infizierter Eintracht-Fan beim Spiel in Salzburg +++

Videobeitrag

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zum Video Coronavirus: Eintracht-Fan infiziert

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Ende des Videobeitrags

Ein Anhänger von Eintracht Frankfurt, der sich mit dem Corona-Virus infiziert hatte, ist vergangene Woche zum Europa-League-Spiel der Hessen nach Salzburg gereist. Der etwa 30-Jährige hielt sich zwei Nächte lang in Salzburg auf, in zwei verschiedenen Hotels. Und er saß mit rund 29.000 weiteren Fans im Stadion. Nach der Heimfahrt im Auto hatte der Eintracht-Fan Erkältungssymptome gezeigt und wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Die Frankfurter Behörden informierten die Mozartstadt am Sonntag, wie Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner am Montag berichtete.

Vorsorglich wurden 18 Angestellte der beiden betroffenen Hotels in Salzburg in häusliche Quarantäne geschickt. Der Frankfurter hatte sich Mitte Februar in der vom Virus betroffenen norditalienischen Stadt Bergamo aufgehalten und zählt zu den zehn bislang bestätigten Fällen in Hessen. Wie das Gesundheitsamt Frankfurt mitteilte, wurden mehrere Bekannte des 30-Jährigen bereits auf das Corona-Virus getestet - und das negativ. Drei Eintracht-Fans, die mit dem Infizierten zurückgefahren sind, kamen jedoch vorsorglich in Quarantäne.

+++ Montagsdemo am Frankfurter Flughafen abgesagt +++

Aus Sorge vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus ist am Frankfurter Flughafen die wöchentliche Montagsdemonstration abgesagt worden. Deutschlands größter Airport stelle "eine Gefahrenquelle bei der Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten dar", begründeten die Organisatoren die Entscheidung.

Das Bündnis der Bürgerinitiativen (BBI) ruft seit der Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn im Jahr 2011 zu den Demos auf. Woche für Woche kommen rund 250 Protestler. Im November gingen sie zum 300. Mal für einen Stopp des Flughafenausbaus und eine Ausweitung des Nachtflugverbots auf die Straße.

+++ Sendung "Jetzt mal Klartext!" zu Corona aus Wetzlar +++

In einem mobilen Fernsehstudio diskutieren am Montag in Wetzlar Betroffene, Ärzte, Experten und Politiker Themen rund um das Coronavirus Sars-CoV-2. Dabei sind unter anderem Landrat Wolfgang Schuster (SPD), ein Virologe der Uni Gießen und der Präsident der Industrie- und Handelskammer.

Die Sendung "Jetzt mal Klartext!" kommt aus dem Konferenzzentrum der Lahn-Dill-Kliniken. Der Hessische Rundfunk zeigt die Diskussion am Montagabend um 20.15 Uhr live im hr-fernsehen und auf hessenschau.de. Interessierte sind eingeladen mitzudiskutieren.

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Livestream

zum Livestream Coronavirus-Diskussion: Panikmache oder echte Gefahr?

Frau mit Atemschutzmaske vor einer Apotheke
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+++ Lufthansa streicht Flüge nach Italien und Asien +++

Die Lufthansa und ihre Töchter fahren ihr Flugangebot auf den Strecken nach Italien und Asien wegen der Coronavirus-Epidemie teils deutlich zurück. "Zudem werden die Frequenzen auf innerdeutschen Verbindungen verringert", teilte der Konzern am Montag in Frankfurt mit. Hintergrund dessen sei die gesunkene Nachfrage.

Die Konzern-Airlines, zu denen auch Eurowings und Brussels gehören, setzen im März und April einen Teil ihrer geplanten Flüge nach Italien, Hongkong und Südkorea aus. Flüge nach Festland-China bleiben bis 24. April gestrichen, gleiches gilt für Verbindungen in die iranische Hauptstadt Teheran bis 30. April.

Videobeitrag

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zum Video Coronavirus: Weiter Auswirkungen auf Flugverkehr

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Ende des Videobeitrags

+++ Maschinenbauer Isra Vision spürt erste Corona-Auswirkungen +++

Trotz einer guten Auftragsdynamik spürt der Spezialmaschinenbauer Isra Vision nach eigenen Angaben erste Auswirkungen des Coronavirus. Es gebe erste Verzögerungen bei Projekten mit Kunden in China, teilte das Unternehmen am Montag in Darmstadt mit. Aufgrund der aktuellen Lage sei eine Jahresprognose daher nur begrenzt möglich. Die erwartete Erholung in diesem Jahr bleibe nun erst einmal offen. Der Umsatz ging im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück.

Firmenlogo Isra Vision vor einem Auge

+++ Kein Handshake beim Fußball +++

Der Hessische Fußballverband empfiehlt wegen der Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2, "die Fair-Play-Geste, also den obligatorischen Handshake, derzeit nicht durchzuführen". Den Maßnahmen zum Infektionsschutz sollte Folge geleitet werden, betonte der Verband auf seiner Internetseite. Alle Spiele und Turniere finden demnach bis auf Weiteres wie geplant statt.

MELDUNGEN VOM SONNTAG, 1. MÄRZ

+++ Zwei weitere Fälle in Hessen +++

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen ist auf zehn gestiegen. Das teilte das Sozialministerium am Sonntagabend mit. Bei einem Patienten handelt es sich demnach um einen 52-jährigen Mann aus Wetzlar, der derzeit keine Krankheitssymptome zeigt. Der Fall steht nach Ministeriumsangaben im Zusammenhang mit einer Reise in die italienische Provinz Lombardei, wo vermutlich auch die Ansteckung stattfand. Der Mann befinde sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Beim zehnten bestätigten Fall handelt es sich laut Ministerium um eine 1978 geborene Frau aus Lampertheim (Bergstraße). Sie zeige leichte Krankheitssymptome und befinde sich mit ihrer Familie in häuslicher Quarantäne. Dieser Fall stehe im Zusammenhang mit den Infektionsfällen in Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

+++ Arbeitsrecht und Corona: Fachanwältin klärt auf +++

Videobeitrag

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Corona Studiogespräch
Ende des Videobeitrags

Kann der Arbeitgeber wegen des Corona-Virus dem Arbeitnehmer Heimarbeit anordnen oder kann der Arbeitnehmer von sich aus beschließen, von zu Hause aus zu arbeiten? Bekommt der Arbeitnehmer eine Lohnfortzahlung, wenn er wegen der Schließung von Kita oder Schule die Kinderbetreuung übernehmen und nicht zur Arbeit erscheinen kann? Gibt es Lohnfortzahlung im Falle einer angeordneten Quarantäne? Kann man von Dienstreisen aus Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus Abstand nehmen? Eva Wißler, Fachanwältin für Arbeitsrecht, beantwortet im hessenschau-Studiogespräch Fragen zum Arbeitsrecht im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

+++ Luminale-Festival findet trotz Corona statt +++

Das zehnte Luminale-Festival für Lichtkunst und Stadtgestaltung in Frankfurt und Offenbach steht unter dem Motto "Digital Romantic". Vom 12. bis 15. März seien rund 110 Installationen zu sehen, viele davon im öffentlichen Raum, sagte die Pressesprecherin Katja Bund am Wochenende. Hinzu komme ein Bühnenprogramm mit 16 Veranstaltungen und mehr als 40 Talk-Gästen. Festivalzentrum sei das Instituto Cervantes im ehemaligen Amerika-Haus. Die Luminale werde auf jeden Fall stattfinden, anders als die Messe "Light + Building", die wegen der befürchteten Corona-Epidemie auf September verschoben worden war. Die Aufbauarbeiten begännen schon an diesem Wochenende.

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Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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MELDUNGEN VOM SAMSTAG, 29. FEBRUAR

+++ Inzwischen acht Corona-Fälle in Hessen +++

23.45 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Hessen ist auf acht gestiegen. Das Sozialministerium berichtete am späten Samstagabend von vier weiteren Fällen. Es handele sich um drei Männer aus Frankfurt und eine Frau aus dem Kreis Groß-Gerau. Sie und zwei der Frankfurter stünden im Zusammenhang mit dem Corona-Fall in Wetzlar, ein Frankfurter mit einer Italienreise.

Die mit Wetzlar in Zusammenhang stehenden Personen zeigten milde Symptome. Über den Gesundheitszustand des 1989 geborenen dritten Frankfurters meldete das Ministerium nichts. Ein 1988 geborener Mann aus Frankfurt sei stationär isoliert. Ein 1992 geborener Mann aus Frankfurt sei seit Freitag in häuslicher Quarantäne. Die 1979 geborene Frau aus dem Kreis Groß-Gerau sei bereits seit Donnerstag in häuslicher Quarantäne. Bei allen vier Infizierten würden mögliche Kontaktpersonen gesucht.

+++ Zweiter Fall in Gießen +++

21.37 Uhr: Der Kreis Gießen meldete am Samstagabend den zweiten Corona-Fall in seinem Beritt - und den vierten insgesamt in Hessen. Es handle sich um den Mitbewohner der 24-jährigen Studentin, deren Infektion am späten Freitagabend bestätigt wurde. Der Mann sei 1992 geboren und befinde sich in häuslicher Quarantäne. Seine gesundheitlicher Zustand werde regelmäßig kontrolliert. Wie bei seiner Mitbewohnerin könne die Infektionskette bis zu jener Fastnachtsfeier im nordrhein-westfälischen Heinsberg zurückverfolgt werden. Er habe wohl zu denselben Personen Kontakt gehabt wie die 24-Jährige.

+++ Crisis? What Crisis? +++

21.13 Uhr: Er leite seit 20 Jahren das Institut für Krisenforschung und habe sich in der Zeit mit allerlei Krisen auseinandersetzen müssen, sagte Frank Roselieb: Terroranschläge, Entführungen, Schneekatastrophen - die aktuelle Corona-Pandemie sei dagegen eher harmlos. Die Menschen müssten nun schlicht Geduld aufbringen, bis Impfstoffe gegen das Virus entwickelt sind. Das könne bis zu eineinhalb Jahre dauern.

+++ Krisenexperte sieht Hessen gut aufgestellt +++

21.01 Uhr: Frank Roselieb, Direktor des Instituts für Krisenforschung in Kiel, hat am Pandemie-Plan des Landes nichts auszusetzen. "Hessen war damit über viele Jahre Vorreiter in Deutschland, andere Bundesländer haben es sich abgeguckt", sagte Roselieb am Abend im Gespräch mit der hessenschau. Grundsätzlich richtig sei auch, dass jedes Gesundheitsamt eines Kreises oder einer kreisfreien Stadt selbst entscheide und nicht etwa der Bund von oben herab. "In Deutschland gibt es ungefähr 400 Krisenstäbe. Das ist besser, als wenn ein Krisenstab in Berlin zentral entscheiden würde."

Videobeitrag

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zum Video Studiogespräch mit Krisenforscher

hessenschau vomn 29.02.2020
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+++ Corona-Verdacht im Selbsttest +++

20.56 Uhr: Wohin geht man, wenn man etwa aus Italien zurückkehrt und den Verdacht hat, man habe sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt? Sind die Hausärzte vorbereitet? hessenschau-Reporterin Ariane Wick hat es getestet.

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zum Video Coronaverdacht im Selbsttest

hessenschau vomn 29.02.2020
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+++ BauExpo in Gießen findet weiterhin statt +++

17.34 Uhr: Derzeit gebe es keine Veranlassung, Einrichtungen zu schließen, sagte die Gießener Landrätin Anita Schneider (SPD). So habe man die Veranstalter der an diesem Wochenende stattfindenden Messe BauExpo in Gießen für die Corona-Situation sensibilisiert. Am wichtigsten seien angemessene Handhygiene und die Empfehlung, auf Händeschütteln zu verzichten. "Die BauExpo ist eine regionale Messe. Mittelhessen ist keine Risikogebiet nach der Definition des Robert-Koch-Instituts", sagte Schneider. Die Gießener Corona-Patientin habe sich außerhalb Hessens angesteckt, zudem sei die Infektionskette bekannt.

+++ Hessenweite Hotline geschaltet +++

17.00 Uhr: Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline geschaltet. Seit heute ist sie täglich zu erreichen, also auch am Wochenende. Unter 0800/5554666 werden Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Die hessenweite Hotline, an der Fragen zum #Coronavirus beantwortet werden, ist jetzt täglich von 8 bis 20 Uhr unter der Nummer 0800-5554666 erreichbar. Weitere Infos zum Coronavirus und FAQ gibt es hier: https://t.co/vA2tWVr1og #COVID19 #COVID19germany #CoronaVirusDE

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+++ Apropos Hamsterkäufe +++

15.59 Uhr: Am Freitag berichteten die Supermarktketten Lidl, Aldi Süd und Rewe von ersten Hamsterkäufen. Besonders haltbare Lebensmittel wie Nudeln und Konserven stehen dabei hoch im Kurs. hr-Redakteur Mike Nowak entdeckte in einem Rewe-Markt in Bad Homburg-Obereschbach dieses völlig leer geräumte Nudelregal.

Anmerkung: Einige User haben uns angeschrieben mit dem Hinweis, dass der betroffene Supermarkt bestimmte Nudeln der Firma Barilla aus Kostengründen aus dem Sortiment genommen und ein entsprechendes Hinweisschild aufgehängt habe. Danke dafür!

Komplett leeres Nudelregal in einem Rewe-Markt in Bad Homburg-Obereschbach

+++ Kreis Gießen richtet Hotline ein +++

15.26 Uhr: Sollten im Kreis Gießen weitere Menschen Krankheitsanzeichen verspüren, die auf das Coronavirus zurückzuführen sein könnten, können sie sich bei einer Hotline melden: 0641/93901400. Sie ist nach Angaben des Kreises rund um die Uhr freigeschaltet und besetzt.

Hinweis: In einer früheren Version stand eine andere Hotline-Nummer. Der Kreis hat seine Angaben korrigiert.

+++ Nur leichte Krankheitsanzeichen bei Studentin +++

14.52 Uhr: Wie die anderen bislang bekannten Corona-Fälle zeige auch die Studentin aus Gießen nur leichte Krankheitsanzeichen, teilte das Gesundheitsamt des Kreises weiter mit. Das Amt betreue sie engmaschig. Die Studentin habe zuletzt keine Hochschuleinrichtungen besucht, da Semesterferien seien und sie an einer Abschlussarbeit sitze. "Das Gesundheitsamt ist gut aufgestellt, um der Situation zu begegnen", sagte Landrätin Anita Schneider (SPD).

+++ Gießener Patientin zu Hause in Quarantäne +++

14.30 Uhr: Bei der Gießener Corona-Patientin handelt es sich nach Behördenangaben um eine 24 Jahre alte Studentin. Die Frau hatte sich vermutlich bei einer Fastnachtsveranstaltung in der Nähe von Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) angesteckt. Für die 24-Jährige und ihren Mitbewohner verhängte das Gesundheitsamt Gießen für 14 Tage eine häusliche Quarantäne. Der Mitbewohner weise keine Symptome auf. Weitere elf Kontaktpersonen der Frau seien in Hessen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ermittelt worden. Auch sie seien zu Hause unter Quarantäne gestellt worden. Sechs von ihnen stammten aus Hessen, eine davon aus dem Kreis Gießen.

+++ tagesschau.de informiert im Ticker über die Corona-Epidemie weltweit +++

13.30 Uhr: Bei vier Kindern in Nordrhein-Westfalen ist eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Darüber und über weitere Fälle in Deutschland und der Welt berichtet tagesschau.de in einem Live-Blog.

+++ Die PK zum Coronavirus-Fall im Hochtaunuskreis im Video +++

12.35 Uhr: Das Landratsamt informierte am Samstagvormittag über den ersten Coronavirus-Fall im Hochtaunuskreis. Hier können Sie sich die Pressekonferenz anschauen.

Videobeitrag

Video

zum Video Pressekonferenz zum Coronavirus-Fall im Hochtaunuskreis

PK Hochtaunuskreis
Ende des Videobeitrags

+++ Unterricht im Hochtaunuskreis findet statt +++

12.10 Uhr: Der Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs, zeigte sich bei der Pressekonferenz am Samstag zufrieden, dass die Internationale Tourismus Börse (ITB) in Berlin abgesagt wurde. Man hätte am Montag eigenständig darauf verzichtet, Vertreter des Kreises dorthin zu schicken. Es sei sinnvoll, große Menschenansammlungen zu meiden. Großveranstaltungen im Hochtaunuskreis seien derzeit keine geplant.

Der Schulunterricht werde am Montag "ganz normal" stattfinden, so Krebs. Generell sei es immer eine Einzelfallentscheidung, ob eine Schule geschlossen bleibe. "Es gibt aber keine Verdachtsfälle an Schulen oder Kindergärten im Hochtaunuskreis", sagte Krebs.

+++ Landrat Krebs: "Kliniken sind gut gerüstet" +++

12.00 Uhr: Derzeit ist der 29-Jährige, der zu Hause in Quarantäne sitzt, der einzige Betroffene im Hochtaunuskreis. "Aber wir sind gut vorbereitet, falls es mehr Menschen werden sollten, die Kliniken sind gut gerüstet, auch wenn es zu schweren Kranheitsverläufen kommen sollte", sagte der Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs. Derzeit gebe es dafür aber keine Anhaltspunkte.

+++ Keine Schutzmasken für Hausärzte? +++

11.45 Uhr: Eine Hausärztin, die bei der Pressekonferenz im Publikum saß, berichtete, dass sie für sich und ihr Team Schutzmasken im Baumarkt besorgen musste. Sie kritisierte, dass Hausärzte keine Masken gestellt bekämen. Lindenthal bestätigte: "Es gibt einen Versorgungsengpass bei Schutzmasken in ganz Hessen." Für Ärzte sei die Kassenärztliche Vereinigung zuständig.

+++ Ärztliche Leiterin: "Auch engere Kontaktpersonen stehen unter Quarantäne" +++

11.30 Uhr: Birgit Lindenthal, die ärztliche Leiterin des Gesundheitsamtes im Hochtaunuskreis, berichtete bei der Pressekonferenz, dass der Coronavirus-Patient fast symptomfrei sei. Deshalb sei er auch nicht im Krankenhaus. "Ihm geht es relativ gut. Er steht im häuslichen Bereich unter Quarantäne." Der Mann habe nach seiner Italien-Reise zunächst Symptome eines grippalen Infekts - wie Schnupfen - gezeigt. "Er war ab Montag zu Hause, er hat sich quasi selbst isoliert und ist nicht zur Arbeit gegangen", betonte Lindenthal. Die drei engeren Kontaktpersonen seien momentan symtomfrei, sie stehen aber auch unter Quarantäne.

Der Patient und die anderen Betroffenen bleiben 14 Tage lang in häuslicher Isolation, sagte Lindenthal. Sie rät, ruhig zu bleiben. Wichtig sei für alle Menschen, normale Hygieneregeln einzuhalten. Das Virus werde durch Seife deaktiviert, Händewaschen sei die erste und wichtigste Maßnahme.

+++ Landrat Ulrich Krebs: "29-Jähriger wurde positiv getestet" +++

11.20 Uhr: Bei einer Pressekonferenz in Bad Homburg hat sich Landrat Ulrich Krebs (CDU) zu dem Coronavirus-Patienten geäußert: Er sagte, dass der 29-Jährige aus dem Hochtaunuskreis positiv getestet wurde. "Es gibt drei Kontaktpersonen, die bekannt sind", sagte er. Der Mann sei im häuslichen Bereich isoliert.

"Dieser Fall steht im Zusammenhang mit dem Fall aus dem Lahn-Dill-Kreis", berichtete Krebs weiter. Die Männer waren zusammen in Norditalien unterwegs.

+++ Der Hochtaunuskreis informiert live +++

11.00 Uhr: Seit gestern ist bekannt, dass auch ein Mann aus dem Hochtaunuskreis positiv auf das Virus getestet wurde. Die Spur führt zum Coronavirus-Fall im Lahn-Dill-Kreis, der am späten Donnerstagabend als erster in Hessen bekannt geworden war. Das Landratsamt des Hochtaunuskreises informiert seit 11 Uhr in Bad Homburg, hessenschau.de überträgt die Pressekonferenz im Livestream und auf Facebook.

+++ Einreisekontrollen am Flughafen erweitert +++

8.00 Uhr: Auch am Flughafen Frankfurt greifen verschärfte Maßnahmen: Nach einem Beschluss des neu eingesetzten Krisenstabes der Bundesregierung muss jetzt bei allen Flug- und Schiffspassagieren aus Südkorea, Japan, Italien und dem Iran vor der Einreise der Gesundheitsstatus gemeldet werden. Diese Regel galt bisher nur für Passagiere, die aus China einreisen wollen.

MELDUNGEN VOM FREITAG, 28. FEBRUAR

+++ Dritter Fall im Kreis Gießen +++

23.50 Uhr: In Hessen ist eine dritte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Es handle sich um eine 1996 geborene Frau aus dem Landkreis Gießen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Fall stehe im Zusammenhang mit dem Coronavirus-Fall in NRW, wo inzwischen 35 Menschen erkrankt sind.

Die Frau zeige keine schweren Krankheitsanzeichen. Am Samstag soll es auf einer Pressekonferenz mehr Informationen geben. Zuvor waren bereits bei einem 31-Jährigen aus dem Lahn-Dill-Kreis und einem 29-Jährigen aus dem Hochtaunuskreis eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 bekannt geworden. Diese beiden Fälle stehen in einem Zusammenhang.

+++ Limburger Weinmesse am Sonntag abgesagt +++

22.21 Uhr: Im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus in Hessen wird die für Sonntag geplante Weinmesse in Limburg verschoben. Das teilte der Veranstalter, der Limburger Rotary Club (RC), mit. "Wir können das Risiko nicht eingehen", sagte RC-Präsident Volker Schwamborn. "Eine eventuell letztlich übertriebene Sicherheitsmaßnahme nehmen wir lieber hin als die gravierenden Folgen, die auf uns alle zukämen, wenn es entgegen fachlicher Empfehlung durch unser Veranstaltung zu einem Infektionsfall käme."

Die Veranstaltung soll in den kommenden Monaten nachgeholt werden. Der Termin wird noch bekannt gegeben. Die Eintrittskarten sollen ihre Gültigkeit behalten. In den vergangenen Jahren kamen zu der Weinmesse nach Angaben des Veranstalters jeweils rund 2.000 Besucher.

+++ Zweiter Corona-Fall bestätigt +++

20.54 Uhr: Im Hochtaunuskreis hat sich eine Person mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte eine Sprecherin des Kreises mit. Demnach handelt es sich um einen 29-Jährigen, der derzeit milde Krankheitsanzeichen zeigt und häuslich isoliert ist. Der Mann werde vom Gesundheitsamt betreut. Derzeit prüfe das Gesundheitsamt, ob es Kontaktpersonen gibt, die der Mann angesteckt haben könnte.

Der Fall steht laut Sozialminister Kai Klose (Grüne) im Zusammenhang mit dem Corona-Fall im Lahn-Dill-Kreis, der am späten Donnerstagabend bekannt wurde. Weitere Details sollen am Samstag um 11 Uhr bei einer Pressekonferenz in Bad Homburg mitgeteilt werden.

Am heutigen Freitagabend wurde die zweite Infektion mit dem neuartigen #Coronavirus in #Hessen bestätigt. Der 29jährige Patient zeigt milde Krankheitssymptome und ist häuslich isoliert. Der Fall steht in Zusammenhang mit dem heute bekanntgegebenen Fall im Lahn-Dill-Kreis.

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+++ Lufthansa streicht Kurzstreckenflüge +++

20.20 Uhr: Die Lufthansa will wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus ihre Kurzstreckenflüge in den kommenden Wochen deutlich reduzieren. Das Angebot könne auf der Kurz- und Mittelstrecke um bis zu 25 Prozent sinken, teilte die Lufthansa mit. Zudem prüfe die Fluggesellschaft die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen Kurzarbeit zu beantragen. Auch auf der Langstrecke dürfte die verschärfte Situation zu spüren sein. Hierzu liegen noch keine genauen Informationen vor.

+++ Landesärztekammer: "Gesundheitswesen gut vorbereitet" +++

19.58 Uhr: Die Landesärztekammer Hessen ruft nach dem Nachweis der Infektion zu Besonnenheit auf. "Auch wenn das Virus damit näher rückt und wir davon ausgehen müssen, dass die Infektionsrate deutlich ansteigen wird, ist Panik unangebracht", sagte Landesärztekammerpräsident Edgar Pinkowski. "Das hessische Gesundheitswesen ist gut auf die Corona-Epidemie, die wir derzeit erleben, vorbereitet. Alle Verantwortlichen sind vernetzt und arbeiten eng zusammen."

+++ Hamsterkäufe aus Sorge vor Coronavirus +++

19.09 Uhr: Handelsketten wie Lidl und Aldi Süd berichteten der Deutschen Presse-Agentur von teilweise deutlich erhöhten Verkaufszahlen bei Konserven und Desinfektionsmitteln. Kurzfristig sei es in einigen Läden zu Engpässen gekommen. Die Supermarktkette Rewe verzeichnete "nicht flächendeckend, aber durchaus bundesweit" eine erhöhte Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln. Auch in einigen hessischen Supermärkten gab es einen Ansturm auf Lebensmittel, wie das Foto eines hr-Kollegen zeigt.

Leere Regale in einem hessischen Supermarkt.

+++ hessen extra um 20.15 Uhr +++

17.15 Uhr: Das hr-fernsehen sendet heute Abend um 20.15 Uhr ein hessen extra zum ersten hessischen Corona-Fall. Studiogast ist die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, Sandra Ciesek.

+++ Eindrücke aus Wetzlar +++

16.58 Uhr: "Das Coronavirus ist ganz offensichtlich angekommen im Klinikum Wetzlar, oben auf dem Hügel über der Innenstadt. Direkt hinter der Drehtür am Eingang sitzt vor einer blauen Stellwand eine Klinikmitarbeiterin am Infotisch, vor sich Flyer auf Deutsch, Englisch, Russisch und Türkisch." Das berichtet unser Redakteur Bodo Weissenborn aus Wetzlar. Was er dort heute noch erfuhr, lesen Sie hier.

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zum Video Erster Coronavirus-Fall in Hessen

hessenschau kompakt von 16:45 Uhr - 28.02.2020
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+++ hessenschau kompakt zum ersten Corona-Fall in Hessen +++

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zum Video hessenschau kompakt – News zum ersten Corona-Fall in Hessen

hessenschau kompakt – News zum ersten Corona-Fall in Hessen
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+++ FAQ zum Coronavirus in Deutschland +++

Die Lage in Hessen und in ganz Deutschland hat sich angesichts der neuen Corona-Fälle geändert, Grund zur Panik besteht aber nicht. Was macht der Krisenstab? Was dürfen die Behörden? Und wie kann man sich vor Ansteckung schützen? Auf tagesschau.de finden Sie zu all diesen Fragen eine detaillierte Übersicht. Dort finden Sie zudem auch einen weiteren Liveblog.

+++ Klose sagt Kopenhagen-Reise ab +++

15:12 Uhr: Sozialminister Kai Klose hat aufgrund des ersten Corona-Falls in Hessen eine Informationsreise des Sozial- und Integrationsausschusses des Landtages in der nächsten Woche nach Kopenhagen abgesagt. Auch der Anschlag in Hanau wäre ein Grund für seine Absage gewesen, so der Grünen-Politiker.

+++ Flughafen Frankfurt: Keine weiteren Verschärfungen +++

14:15 Uhr: Die Vorsichtsmaßnahmen am Frankfurter Flughafen sollen nicht weiter verschärft werden. Das sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts René Gottschalk in der Pressekonferenz. "Die Piloten müssen melden, dass kein Patient an Bord ist." Außerdem müssten die Passagiere Fragebögen zu ihrer Gesundheit ausfüllen sowie Aussteigerkarten mit der Angabe, wo sie zu erreichen sein. Diese würden an das Gesundheitsamt in Frankfurt weitergegeben. "Mehr kann man eigentlich nicht machen."

+++ Frankfurter Gesundheitsamt: Prognose zu Corona-Ausbreitung +++

13:55 Uhr: "Wir haben gesehen, wie in China die Fälle angestiegen sind und wie sie durch die entsprechenden Maßnahmen innerhalb von zwei Monaten wieder in eine bessere Richtung laufen. Ich denke, das wird bei uns ähnlich sein", sagte der Leiter des Gesundheitsamts, René Gottschalk auf der Pressekonferenz in Frankfurt. Er vermute außerdem, dass die Ausbreitung in Deutschland nicht so stark ausfalle wie in China. Zum einen, weil die Bevölkerungsdichte geringer sei, zum anderen, weil das Wetter nun wieder milder werde.

++++ Uniklinik Frankfurt: So viele Betten bereit wie gebraucht werden +++

13:40 Uhr: Die Telefone in der Zentrale und der Spezialabteilung der Universitätsklinik Frankfurt stehen momentan nicht mehr still. Das sagte der Chef der Uniklinik Jürgen Graf bei der Pressekonferenz in Frankfurt. Er zeigte sich über die aktuelle Situation nicht besorgt. Es sei eine Lage, die man kenne, weil mit steter Regelmäßigkeit solche Infektionskrankheiten auftreten. "Die Krankenhäuser sind darauf gut vorbereitet, das gilt für die Erwachsenen- und die Kindermedizin gleichermaßen." Man habe so viele Betten wie gebraucht werden, sagte Graf. Man koordiniere das mit anderen Stellen.

+++ Frankfurter Gesundheitsexperten: Werden das gut hinter uns bringen +++

13:30 Uhr: "Wir haben eine Pandemie, das ist überhaupt gar keine Frage", bestätigte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk bei einer Pressekonferenz. Pandemie heiße aber nicht automatisch, dass der Keim schwer krank mache. "Seien Sie versichert, diese Pandemie wird auch vorübergehen und wir werden das ganz gut hinter uns bringen können." Der Anstieg der Fälle wie zum Beispiel aktuell in Italien sei nicht explosionsartig. "Die Patienten werden gefunden, weil sie jetzt getestet werden, aber es gibt sie schon länger."

+++ Verlief doch nicht alles so reibungslos? +++

13:15 Uhr: "Es ist hier alles wirklich beispielhaft gut abgelaufen, genauso wie wir uns das in einem solchen Fall vorstellen", lobte Sozialminister Kai Klose noch am Morgen auf der Pressekonferenz zum ersten Corona-Fall in Wetzlar. Doch daran kommen jetzt Zweifel auf.

Ein hr-Reporter konnte in Hüttenberg mit der Frau des Geschäftsführers des Betriebes sprechen, in dem der infizierte Mann arbeitet. Sie sagte, der Mann sei auf dem Flughafen in Italien negativ auf das Coronavirus getestet worden. Weil der sich krank fühlte, habe er trotzdem am Dienstag das Gespräch mit seinem Chef gesucht. Der habe ihm empfohlen, noch einmal einen Abstrich machen zu lassen. Daraufhin habe der Mann ab Dienstag versucht, sich testen zu lassen, sei aber an mehreren Stellen abgewiesen worden.

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zum Video Wurde der Corona-Patient mehrmals abgewiesen?

Corona-Fall: hr-Reporter in Hüttenberg
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Laut Gesundheitsamt wurde der Test des Betroffenen am Donnerstagvormittag durchgeführt, direkt nachdem er sich beim Gesundheitsamt gemeldet habe. Ob er zuvor von mehreren Stellen abgewiesen wurde, konnte das Amt nicht sagen.

+++ Pressekonferenz im Frankfurter Gesundheitsamt +++

12:35 Uhr: Wie gefährlich ist das Coronavirus? Wie gut sind wir darauf vorbereitet? Diese und weitere Fragen beantworten der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne), das Gesundheitsamt und das Universitätsklinikum Frankfurt ab 13 Uhr.

+++ Arbeitsstätte des Corona-Patienten geschlossen +++

12:17 Uhr: Nach hr-Informationen arbeitet der 31-Jährige, der sich mit dem Coronavirus infizierte, in einem kleinen Betrieb mit rund einem Dutzend Mitarbeitern in Hüttenberg. Nach seiner Rückkehr aus der Lombardei sei er am Montag noch auf der Arbeit gewesen, erzählte die Frau des Geschäftsführers dem hr. Sie sagte außerdem, der Mann sei nicht wie vom Gesundheitsamt berichtet auf einer Dienstreise gewesen, sondern war privat verreist. Die Firma ist momentan geschlossen.

Corona-Fall Hessen - Firma Hüttenberg

+++ Deutsche Bank: Coronavirus trifft Deutschland hart +++

12:00 Uhr: Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus könnte in Deutschland nach Einschätzung der Deutschen Bank zu einer Rezession führen. "Die exportorientierte deutsche Wirtschaft wird durch die Unterbrechung von internationalen Lieferketten besonders schlimm getroffen", sagte Stefan Schneider, Chefvolkswirt für Deutschland, am Donnerstagabend in Frankfurt. Es sei daher wahrscheinlich, dass die deutsche Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen des Jahres schrumpft.

+++ Katholische Kirche: Bei Corona-Symptomen nicht zum Gottesdienst +++

11:20 Uhr: Auch die katholische Kirche reagiert auf die Ausbreitung des Coronavirus. "Wer Symptome einer Erkrankung aufweist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten", heißt es in einem Empfehlungsschreiben, das die katholische Deutschen Bischofskonferenz (DBK) am Donnerstag an die Bistümer verschickt hat. Priester, Messdiener und Helfer sollten entsprechend keinen liturgischen Dienst ausüben.

Bei der Kommunion wird neben dem Händewaschen zum Einsatz von Desinfektionsmitteln geraten. Auch bei der Nutzung des Weihwasserbeckens in den Kirchen sei Zurückhaltung vorübergehend ratsam.

+++ Klose: Bei Gesundheitsamt oder Hausarzt anrufen +++

10:55 Uhr: Zum Ende der Pressekonferenz in Wetzlar erklärte Sozialminister Klose noch einmal das richtige Vorgehen bei Verdachtsfällen. "Wenn Sie Symptome haben, gerade wenn Sie aus Risikogebieten zurückgekehrt sind, sollten Sie zunächst mal im Gesundheitsamt anrufen. Sie können auch erst mal Ihren Hausarzt anrufen." Der werde nach einem Gespräch entscheiden, ob es Anlass gibt, den Fall an das Gesundheitsamt abzugeben. Weitere Fragen zum Coronavirus beantwortet das Sozialministerium auf seiner Webseite.

+++ Informationshotline zu Coronavirus +++

10:47 Uhr: Das hessische Sozialministerium hat eine Hotline zum Coronavirus eingerichtet. Darauf wies Sozialminister Klose hin. Die Hotline ist montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr unter der Nummer 0800-5554666 erreichbar. "Es ist verständlich, dass Menschen besorgt sind", sagte Klose. Es gebe aber keinen Grund zu übermäßiger Panik. Er rief dazu auf, Solidarität mit Patientinnen und Patienten zu zeigen.

+++ Virologe: Mehr Fälle werden auftreten +++

10:30 Uhr: "Wir müssen uns darauf einrichten, dass noch mehr Fälle auftreten werden", sagte der Marburger Virologe Stephan Becker in Wetzlar. "Wir sehen zum ersten Mal, dass auch Leute es übertragen können, die noch nicht erkrankt sind oder erst in einer frühen Phase sind." Das neue Corona-Virus vermehre sich vor allem auch in den oberen Atemwegen. Dadurch sei es leichter übertragbar als das SARS-Virus, durch Sprechen, Niesen oder Husten. "Wir wissen insgesamt noch nicht genau, wie gefährlich dieses Virus eigentlich ist."

+++ Kontaktpersonen noch nicht ermittelt +++

10:21 Uhr: Der Corona-Patient sei am vergangenen Sonntag von einer Dienstreise aus der Lombardei (Norditalien) zurückgekommen, hieß es auf der Pressekonferenz. Noch sei man dabei, die Kontaktpersonen zu ermitteln und zu befragen, sagte Landrat Schuster. "Ich kann Ihnen noch keine genaue Zahl sagen, aber es werden schon einige sein", ergänzte die Leiterin des Gesundheitsamtes des Lahn-Dill-Kreises, Gisela Ballmann. Es seien mindestens 20 Personen, eher mehr. Nach mehreren Nachfragen sagte sie: "Wenn sie direkten Kontakt hatten, sind sie in häuslicher Quarantäne."

+++ Patient ist 31 Jahre alter Wetzlarer +++

10:15 Uhr: Bei dem ersten Corona-Infizierten in Hessen handelt es sich um einen 31-Jährigen aus Wetzlar. Das teilte der Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Wolfgang Schuster, auf einer Pressekonferenz in Wetzlar mit. Der Mann arbeitet in Hüttenberg. "Er war in der Lombardei und hat sich aufgrund der Medien und der Berichterstattung diese Woche beim Gesundheitsamt gemeldet." Sein Zustand sei stabil. Er werde momentan im Wetzlarer Klinikum auf einer Isolierstation behandelt.

+++ Pressekonferenz im Livestream +++

9:40 Uhr: Um 10 Uhr wollen Sozialminister Kai Klose (Grüne) und der Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Wolfgang Schuster (SPD), Details zu der infizierten Person bekanntgeben. Die gesamte Pressekonferenz können Sie sich hier anschauen:

Videobeitrag

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zum hr-fernsehen.de Video Gesundheitsminister informiert über hessischen Coranavirus-Fall

Gesundheitsminister informiert über hessischen Coranavirus-Fall
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+++ Erster Corona-Fall in Hessen +++

9:30 Uhr: Das Coronavirus hat Hessen erreicht. Wie das Sozialministerium in der Nacht mitteilte, sei es bei einer Person im Lahn-Dill-Kreis nachgewiesen worden. Es ist der erste Fall in Hessen - abgesehen von zwei Rückkehrern aus dem chinesischen Wuhan, die mit einer Sondermaschine der Bundeswehr vor knapp vier Wochen auf dem Frankfurter Flughafen gelandet waren. Nach der Behandlung in der Frankfurter Uniklinik waren sie wieder entlassen worden.