In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Seit Donnerstag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 25, die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um zwei.

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Studie: Zustimmung zu Klimapolitik auch in Corona-Zeiten +++

13.31 Uhr: Fällt die Klimaschutzpolitik in Zeiten der Corona-Krise in der öffentlichen Gunst hinten herunter? Nein, zeigt eine neue Studie der empirischen Wirtschaftsforscher der Universität Kassel. "Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir keinen generellen Rückgang der Akzeptanz von klimapolitischen Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie feststellen können", sagt Studienleiter Professor Andreas Ziegler. Zudem befürworten etwa 46 Prozent der Bevölkerung in Deutschland die Einbeziehung von Klima- und Umweltschutzmaßnahmen in Konjunkturpaketen zur Überwindung der Corona-Krise. Lediglich etwa 22 Prozent sprechen sich grundsätzlich dagegen aus.

Allerdings: Auch wirtschaftliche Bedenken haben einen Einfluss auf die Einstellung zur Klimaschutzpolitik. So wirkt sich beispielsweise eine wahrgenommene Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage aufgrund der Corona-Krise deutlich negativ auf die Akzeptanz von klimaschutzorientierten Konjunkturprogrammen aus.

+++ Bürgermeister erinnert an Corona-Regeln +++

13.23 Uhr: Der Bürgermeister der Gemeinde Heuchelheim an der Lahn (Gießen), Lars Burkhard Steinz (CDU), hat sich in einem Schreiben an die Bürger gewandt. Man habe in den vergangenen 48 Stunden in den beiden Ortsteilen Heuchelheim und Kinzenbach einen signifikanten Anstieg der Corona-Infizierten verzeichnet. Steinz appelliert daher, achtsam zu sein: "Seitens der gemeindlichen Gremien und des Führungsstabes darf ich Sie bitten, für sich persönlich sehr auf Ihre Sicherheit zu achten und die Abstands- und Hygieneregeln genau einzuhalten, um sich und Ihre Familien zu schützen", schreibt Steinz. Die infizierten Personen befänden sich in Quarantäne. Er hoffe, dass die Infektionsketten innerhalb der kommunalen Gemeinschaft nicht weiterlaufen. Im Landkreis Gießen lag die Zahl der Neuinfektionen am Freitag bei neun.

+++ Eschwege: Quarantäne in Gemeinschaftsunterkunft entfällt +++

12.19 Uhr: Die Quarantäne in einer Gemeinschaftsunterkunft in Eschwege kann am morgigen Samstag aufgehoben worden. Wie der Werra-Meißner-Kreis mitteilte, wurden die dort untergebrachten Bewohner erneut getestet, dabei fielen alle Tests negativ aus. Die Getesteten, die zwischenzeitlich im Jugendlager Reichenbach untergebracht waren, können daher zurück in die Gemeinschaftsunterkunft. Die Einrichtung in Eschwege war Mitte Juni unter Quarantäne gestellt worden, nachdem zwei ihrer Bewohner positiv getestet wurden. Insgesamt betroffen von den Vorsichtsmaßnahmen waren den Angaben zufolge 119 Menschen.

+++ Neue Corona-Lockerungen +++

11.18 Uhr: Das Corona-Kabinett der Landesregierung hat neue Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen. Diese betreffen insbesondere Veranstaltungen sowie die Besuchsmöglichkeiten in Krankenhäusern, Rehakliniken und Behindertenwerkstätten. Ab dem 6. Juli gilt:

  • Bei Veranstaltungen wie Messen oder Konzerten sowie in Theatern und Kinos sowie Sportveranstaltungen und Wettkämpfen wird die Fünf-Quadratmeter- beziehungsweise Zehn-Quadratmeter-Regel aufgehoben. Nun muss nur noch der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Auch Umkleiden im Sportverein ist unter Einhaltung des Mindestabstands möglich.
  • Die Zehn-Quadratmeter-Regel für Geschäfte wird ebenfalls aufgehoben. Der verpflichtende Mindestabstand von 1,5 Meter bleibt aber bestehen.

Als Richtgröße nennt die Landesregierung, dass jeder Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen sollten. Doch auch hier können Ausnahmen erlaubt sein: beispielsweise, wenn das Tragen einer Alltagsmaske vorgeschrieben ist.

  • Ab dem 15. Juli gilt: Besuche in Rehakliniken sind wieder uneingeschränkt möglich. In Krankenhäusern darf der Patient oder die Patientin ab diesem Datum in den ersten sechs Tagen insgesamt zwei Besuche empfangen. Pro Besuch dürfen maximal zwei Personen kommen. Ab dem siebten Tag darf täglich Besuch von maximal zwei Personen empfangen werden.
  • Behinderteneinrichtungen dürfen ebenfalls ab dem 15. Juli von allen betreten werden, sofern sie gesund sind und keinen Kontakt zu COVID-19-Patienten hatten.

+++ XXL-Weihnachtsmarkt in Limburg? +++

10:55 Uhr: Gerade beginnen erst die Sommerferien – da machen sich andere schon Gedanken um den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr. In Limburg soll nun der Magistrat prüfen, ob es im Winter einen XXL-Weihnachtsmarkt geben kann. Der Wunsch laut Frankfurter Neuer Presse: dass von Mitte November bis Ende Januar Martinsmarkt, Christkindlmarkt und Wintermarkt direkt aneinandergehängt werden. Damit sollen die Schausteller die Chance haben, die Verluste auszugleichen, die durch die Corona-Krise in den letzten Monaten entstanden sind. Der Markt soll außerdem an mehreren Plätzen in der Altstadt stattfinden, damit er räumlich entzerrt wird.

+++ Corona verlagert die Staugefahr auf andere Strecken +++

10.06 Uhr: Die Sommerferien stehen an und damit auch die Urlaubssaison. Doch die Corona-Krise könnte auch beim Thema Verkehr einen unschönen Nebeneffekt haben: weil viele ihre Flugreisen storniert haben und stattdessen mit dem Auto verreisen. Dadurch könnte es passieren, dass eher untypische Strecken verstopft werden, weil die Menschen Tagesausflüge machen – beispielsweise aus dem Rhein-Main-Gebiet in den Rheingau oder in die Rhön fahren, erklärt der ADAC Hessen-Thüringen. Die Verkehrsexperten glauben aber, dass die Straßen trotzdem weniger voll sein werden, als sonst in den Sommerferien. 

+++ 25 Neuinfektionen, zwei neue Todesfälle +++

7.28 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 25 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Freitag, 0 Uhr. Die Zahl der Todesfälle stieg im Vergleich zum Donnerstag um zwei. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen liegt damit bei 509.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.894 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.100 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Offenbach mit rund 14 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

+++ Hotels und Gaststätten setzen auf Kurzentschlossene +++

6.35 Uhr: Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hofft nach den Corona-Lockerungen für den Tourismus auf viele kurzentschlossene Reisende in Hessen. Viele Menschen seien noch verunsichert, ob und wohin sie ihr Sommerurlaub führen soll, sagte Hauptgeschäftsführer Julius Wagner. Die Situation in den Tourismusregionen im Land sei deshalb sehr unterschiedlich. In den bekannten und etablierten Regionen wie Willingen, dem Edersee, im Rheingau oder auch Teilen des Odenwalds sei die Buchungslage für den Sommer gut. "An manchen Hotspots ist es schon jetzt schwierig, überhaupt noch Zimmer zu bekommen", erklärte der Dehoga- Geschäftsführer. "Weite Teile des Landes verspüren den großen Run auf Hessen allerdings noch nicht."

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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