In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom Donnerstag, 28. Mai 2020.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen aus Hessen

Die wichtigsten Meldungen vom 28. Mai 2020:

+++ Landtag beschließt Verzicht auf Diäten-Erhöhung +++

19.50 Uhr: Die Landtagsabgeordneten verzichten wegen der Corona-Krise in diesem Jahr auf die eigentlich anstehende Diäten-Erhöhung. Das hat das Parlament in Wiesbaden mit großer Mehrheit beschlossen. Nach einer vergangenen Sommer getroffenen, umstrittenen Regelung richtet sich die Erhöhung der Bezüge jeweils nach dem Nominalindex des Vorjahres, der die Lohnentwicklung aller Arbeitnehmer widerspiegelt. Das hätte diesmal eine Steigerung der Brutto-Bezüge (8.206 Euro) um 2,3 Prozent zur Folge gehabt.

+++ Corona-Fälle an drei Schulen im Kreis Fulda +++

19.20 Uhr: An drei Schulen im Landkreis Fulda gibt es nachgewiesene Corona-Infektionen. Das teilte der Kreis am Donnerstag mit. 41 Kontaktpersonen seien ermittelt worden, darunter elf Lehrer und 30 Schüler. Alle befänden sich in häuslicher Quarantäne. Bei den betroffenen Schuklassen habe es sich um halbierte Teilklassen gehandelt.

+++ Städtetag-Chef will Kita-Normalität ab 1.8. +++

18.20 Uhr: Der Präsident des Hessischen Städtetages, Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD), wünscht sich einen Regelbetrieb der Kindergärten spätestens ab dem ersten August. Er sagte dem hr: "Das sind wir unseren Kindern aber auch Eltern schuldig, das voranzubringen." Ab kommender Woche wird in Hessen zunächst ein "eingeschränkter Regelbetrieb" starten. Kritiker sehen das Konzept aber als unzureichend an.

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

16.55 Uhr: Während wir Sie über die Entwicklung des Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kollegen von tagesschau.de über das weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Donnerstag:

  • Seit dem 15. April hat Dänemark seine Schulen nach vierwöchiger Schließung schrittweise wieder geöffnet. Nun gab das Dänische Serum-Institut bekannt, dass sich die Zahl der Corona-Fälle durch diese Entscheidung bislang nicht erhöht habe. Zu einem ähnlichen Schluss kam bereits Finnland.
  • Zur Unterstützung des öffentlichen Personennahverkehrs fordern die Verkehrsminister der Länder 2,5 Milliarden Euro von der Bundesregierung. "Wenn der Bund nicht hilft, sehen wir das Sterben einer ganzen Branche und werden es schwer haben, den ÖPNV überhaupt wieder auf die Beine zu bekommen", sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Saarlands Ressortchefin Anke Rehlinger nach einer Länderschalte.
  • Berufstätige Eltern, die ihre Kinder wegen der Corona-Krise zuhause betreuen müssen, sollen mehr Hilfen vom Staat bekommen. Der Lohnersatz wegen eingeschränkten Kita- und Schulbetriebs soll künftig nicht mehr nur sechs, sondern bis zu 20 Wochen lang gezahlt werden. Das beschloss der Bundestag. Im gleichen Gesetz wurde die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie vorübergehend von 19 auf sieben Prozent gesenkt. 

+++ Frauenfußball-Bundesliga vor dem Restart +++

16.30 Uhr: Nach dreimonatiger Corona-Pause rollt der Ball am Freitag auch in der Frauenfußball-Bundesliga wieder. Die Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt treffen auf den SC Sand. Wie sich die Frankfurterinnen auf den Neustart vorbereitet haben, erfahren Sie in unserem Beitrag.

+++ "Corona-Läuten" endet an Pfingsten +++

16.21 Uhr: Zu Beginn der Corona-Krise haben die evangelischen und katholischen Kirchen in Hessen verabredet, täglich um 19.30 Uhr die Glocken zu läuten und so einen gemeinsamen Impuls zum Gebet zu geben. Mit dem "Corona-Läuten" ist ab Pfingsten Schluss: Weil in vielen Gemeinden wieder Gottesdienste in den Kirchen stattfinden, ertönen die Glocken dann wieder wie üblich vor Gottesdienstbeginn.

+++ Mittlerweile 200 Infizierte nach Baptisten-Gottesdienst +++

16.01 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in einer Baptisten-Gemeinde in Frankfurt sind am Donnerstag weitere Infektionen bekannt geworden, die im Zusammenhang mit dem Gottesdienst am 10. Mai stehen. Inzwischen seien 200 Personen aus dem Umfeld der Gemeinde positiv getestet worden, sagte eine Sprecherin des Frankfurter Gesundheitsdezernats. Von ihnen wohnten 57 in Frankfurt, die übrigen in sieben umliegenden Landkreisen. Derzeit würden neun Erkrankte in Krankenhäusern behandelt, in einem Fall intensivmedizinisch.

Am vergangenen Wochenende waren die Infektionen bekannt geworden. Ein Sprecher der Gemeinde hatte zunächst erklärt, es seien alle Auflagen für Gottesdienste eingehalten worden. In einem Anfang der Woche veröffentlichten Informationsschreiben war allerdings von Gemeindegesang die Rede. Auch Mund-Nase-Masken trugen die Gottesdienst-Besucher offenbar nicht.

Gemeindehaus spiegelt sich in Autodach

+++ Darmstädter Corona-App in Testphase +++

15.51 Uhr: Seit einigen Wochen arbeitet ein Forscherteam mit Entwicklern aus Darmstadt an einer anonymen Corona-App. "Trace Corona" soll die Nachverfolgung von Infektionsketten erleichtern, ohne dabei persönliche Daten preiszugeben. Die App soll die Nutzer bei einem Kontakt mit einer infizierten Person lediglich anonymisiert warnen und ihnen bei Bedarf Ratschläge geben, wie sie sich danach verhalten sollten. Aktuell befindet sich die App in der Testphase. Danach soll sie in Google Play Store und App Store verfügbar sein.

+++ Boddenberg: Finanzielle Folgen noch lange spürbar +++

15.07 Uhr: Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) erwartet, dass die öffentlichen Haushalte die finanziellen Folgen der Corona-Krise noch jahrelang spüren werden. Die Prognose des Nachbarlandes Nordrhein-Westfalen, in der von einem Zeitraum von 50 Jahren gesprochen werde, zeige die finanzielle Größenordnung und zeitliche Dauer, auch wenn er sich diesem zeitlichen Ausblick für Hessen nicht anschließe, erklärte Boddenberg. Sowohl die Haushalte der Kommunen als auch der Landeshaushalt würden aber noch lange betroffen sein. Der Finanzminister warb im Landtag für ein gemeinsames Handeln in der Krise.

Die Oppositionsfraktionen mahnten dagegen deutlich mehr und detailliertere Informationen des Parlaments über die Milliardenmittel des bereits beschlossenen und angekündigten zweiten Nachtragshaushalt an. Die Corona-Krise sei kein Automatismus für neue Schulden. Zudem müssten die Kommunen deutlich mehr gestützt werden. Die Linke forderte außerdem die Einführung einer Vermögensteuer.

+++ Woran es bei der Lufthansa-Rettung hakt +++

14.48 Uhr: Die staatliche Finanzspritze für die Lufthansa schien eigentlich nur noch Formsache. Staat und Unternehmen hatten sich Anfang der Woche bereits auf die Details geeinigt. Doch jetzt treten immer mehr unerwartete Probleme auf. Am Mittwoch verkündete der Aufsichtsrat der Lufthansa, er wolle dem Rettungspaket doch noch nicht zustimmen. Nach einem Bericht der dpa wird die endgültige Entscheidung wohl erst nach Pfingsten fallen. hr-Luftfahrtexperte Roman Warschauer erklärt in diesem Beitrag, woran das liegt und welche Alternativen es gibt.

+++ Verbraucherzentrale wirft Luftverkehrsbranche Rechtsbruch vor +++

13.50 Uhr: Die Verbraucherzentrale Hessen wirft der Luftverkehrsbranche einen "systematischen Rechtsbruch" vor. Die Fluggesellschaften verzögerten seit geraumer Zeit die Erstattung stornierter Tickets, berichtete der Verband am Donnerstag. In der Zentrale häuften sich die Beschwerden von Verbrauchern, die keine Auskünfte erhielten und hingehalten würden. Viele fühlten sich als Opfer einer "Verzögerungstaktik".

Die Zentrale rät betroffenen Verbrauchern, die Rückzahlung schriftlich und mit einer zweiwöchigen Frist einzufordern. "Reagiert die Airline gar nicht, haben Sie die Möglichkeit, ein gerichtliches Mahn- oder Klageverfahren zu führen, wobei man allerdings immer auch das Kosten- und Insolvenzrisiko im Blick behalten sollte. Eine Strafanzeige wird jedenfalls keine schnellere Rückerstattung bewirken", hieß es in der Mitteilung.

+++ Buchmesse erwartet nur ein Drittel der Aussteller +++

13.33 Uhr: Wegen der Corona-Beschränkungen geht die Frankfurter Buchmesse davon aus, dass in diesem Jahr nur ein Drittel der Aussteller kommen werde: "Viele Teilnehmer aus Übersee werden nicht kommen können", sagte Direktor Juergen Boos. Das betreffe insbesondere Aussteller aus den USA, Lateinamerika und Asien. Er rechne deshalb mit einer stärker europäisch ausgerichteten Messe. Auch der Auftritt des Gastlands - in diesem Jahr Kanada - werde wohl anders aussehen als sonst: "Wir rechnen derzeit mit einem sehr starken, virtuellen Konzept", sagte Boos.

Auch einige große deutsche Verlagshäuser haben bereits angekündigt, dass sie 2020 nicht mit einem Stand vertreten sein wollen. Boos nannte unter anderem Holtzbrinck und Randomhouse. Um das Geschehen zu entzerren, setzt die Frankfurter Buchmesse auf eine Trias von traditioneller Buchmesse mit Ausstellern vor Ort, dezentralen Veranstaltungen in Frankfurt und virtuellen Events. Am Mittwoch hatte der Aufsichtsrat bekannt gegeben, dass die Messe vom 14. bis 18. Oktober trotz Corona stattfinden wird. Die Zahl der gleichzeitig erlaubten Besucher wird abhängig von der belegten Fläche sein und könnte laut Boos bei etwa 20.000 liegen.

Hinweis: In einer früheren Version haben wir geschrieben, die Buchmesse rechne mit einem Drittel weniger Aussteller. Diesen Fehler bitten wir zu entschuldigen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found So soll die Frankfurter Buchmesse 2020 stattfinden

Buchmesse 2019 Dienstag Aufbau
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​+++ Lufthansa-Einigung wohl erst nach Pfingsten +++

12.39 Uhr: Bei den Verhandlungen mit der EU-Kommission über das Lufthansa-Rettungspaket rechnet die Bundesregierung offenbar erst nach Pfingsten mit einem Ergebnis. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Regierungskreise. Bund und Unternehmen hatten bereits am Montag eine Einigung verkündet. Die Genehmigung aus Brüssel zu den geplanten Staatshilfen im Umfang von neun Milliarden Euro steht aber noch aus. Der Aufsichtsrat der Lufthansa hatte am Mittwoch die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets vertagt. Als Grund nannte das Unternehmen mögliche Auflagen der EU-Kommission, die die Start- und Landerechte an verschiedenen Flughäfen überprüfen und so die Drehkreuzfunktion an den Heimatflughäfen in Frankfurt und München schwächen könnte.

Maschinen der Fluggesellschaft Lufthansa stehen auf dem Areal des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) abseits der Start- und Landebahn.

+++ Landesregierung gegen Reihentests ohne Anlass +++

12.22 Uhr: Die Landesregierung lehnt flächendeckende Corona-Reihentests in Altenheimen ohne konkreten Anlass nach wie vor ab. "Wir werden mehr testen, aber mit Sinn und Verstand", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden. Ein solcher Reihentest liefere nur eine Momentaufnahme - bereits wenige Tage später könnte ein negativ getesteter Mensch schon positiv sein. Mit Ausnahme des Saarlandes mache kein Bundesland solche Untersuchungen.

Die SPD-Fraktion hatte dagegen Corona-Reihentests in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen gefordert. Es stünden ausreichend Test-Sets zur Verfügung, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin Daniela Sommer. Die Pflege fühle sich vom Land allein gelassen. Reihentests in den Einrichtungen ermöglichten es auch, Infektionen bei Mitarbeitern frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Quarantänemaßnahmen zu treffen, um die anderen Teammitglieder und vor allem die Patienten zu schützen.

Hinweis: Wir haben die Überschrift der ursprünglichen Version geändert. Jetzt ist klargestellt, dass die Regierung nicht grundsätzlich gegen Reihentests in Heimen ist, sondern gegen flächendeckende Reihentests ohne Anlass.

+++ Wieder Messen und Kongresse auf dem Frankfurter Messegelände erlaubt +++

11.43 Uhr: Auf dem Messegelände in Frankfurt dürfen unter Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen wieder Messen, Kongresse und Tagungen mit mehr als 100 Personen stattfinden. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt der Stadt sei dazu ein Hygienekonzept erarbeitet worden, teilte die Messe Frankfurt am Donnerstag mit. Zuvor hatte der Aufsichtsrat der Frankfurter Buchmesse entschieden, dass diese im Herbst sowohl auf dem Messegelände, als auch virtuell stattfinden soll.

"Messen sind Marketing- und Kommunikationsplattformen für Industrie und Handel", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Dort kämen Vertragsabschlüsse in Höhe von vielen Milliarden Euro zustande. Das sei in der Corona-Krise besonders wichtig. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) begrüßte, dass dadurch Arbeitsplätze gesichert und Umsätze im Gastgewerbe generiert würden. Das Hygienekonzept für das Messegelände sieht unter anderem größere Abstände, begrenzte Besucherzahlen und kontaktloses Bezahlen vor.

+++ Kommunen entscheiden über Vorgehen bei Kita-Lockerung +++

11.06 Uhr: Ab kommendem Dienstag dürfen wieder mehr Kinder in die Kita gehen. Darauf haben sich Sozialministerium und Kommunen vor einer Woche geeinigt. Welche Kinder das konkret betrifft, hängt von den Gegebenheiten in den jeweiligen Einrichtungen ab und wird vor Ort entschieden. In Bad Vilbel (Wetterau) sieht das beispielsweise so aus: Die Betreuung findet nur noch von 8 bis 16 Uhr statt, Randzeiten fallen weg. Die Gruppengröße ist auf 13 bis 15 Kinder festgelegt. Eltern in systemrelevanten Berufen, bei denen beide berufstätig sind, haben Anspruch auf Betreuung ihrer Kinder an fünf Tagen pro Woche. Vorschulkinder sollen möglichst an drei Tagen in die Kita dürfen, alle übrigen Kinder an zwei Tagen. Bei den Unter-Dreijährigen können laut Stadt wieder alle Kinder betreut werden, weil die Gruppen sowieso kleiner sind.

Kinder laufen in einer Kita in Kassel durch den Flur.

+++ Ab Pfingsten wieder Führungen in hessischen Schlössern +++

10.39 Uhr: Die Hessische Schlösserverwaltung bietet ab dem Pfingstwochenende wieder Führungen an. Voraussetzung in allen geschlossenen Räumen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Die Teilnehmer müssen außerdem ihre Kontaktdaten hinterlegen.

  • In Schloss Weilburg können ab dem 30. Mai maximal fünf Personen an den Führungen durch die Museumsräume teilnehmen. Auch das Café in der Unteren Orangerie öffnet ab Pfingsten wieder an Wochenenden und Feiertagen.
  • Schloss Erbach bietet an Wochenenden und Feiertagen zwischen 11 und 16 Uhr halbstündlich Führungen durch die gräflichen Gemächer an sowie an Werktagen stündliche Führungen. Um Voranmeldung wird gebeten.
  • Im Staatspark Hanau-Wilhelmsbad werden ab dem Wochenende wieder Führungen durch die Burgruine mit den historischen Wohnräumen des Erbprinzen angeboten. Sie sind zunächst allerdings nur für zwei Personen möglich.
  • Das Schloss Bad Homburg ist seit dem 22. Mai bereits wieder für Besucher geöffnet. An den Führungen können maximal vier Personen teilnehmen.
  • Im Kloster Lorsch gibt es seit dem 26. Mai wieder die Möglichkeit, das archäologische Freilichtlabor Lauresham zu besichtigen. Maximal zehn Personen dürfen an den Führungen teilnehmen. An Wochenenden und Feiertagen ist das Gelände auch ohne Führung zugänglich.
  • In der Kaiserpfalz Gelnhausen, der Stiftsruine Bad Hersfeld und der Burgruine Münzenberg sind die Außengelände während der Öffnungszeiten wieder zugänglich, die Türme bleiben weiterhin gesperrt.
  • Schloss Steinau ermöglicht den Zugang zu der bis 31. August verlängerten Fotoausstellung "Schlösser und Gärten im Fokus" und zu einer Schau über die Grimm-Familie.

+++ Julia Malik zu Gast bei den "Frankfurter Premieren" +++

10.14 Uhr: In seinem digitalen Format "Frankfurter Premieren" stellt das Kulturamt der Stadt neue Bücher von Frankfurter Autoren oder Verlagen vor. In der zweiten Folge spricht Julia Malik über ihr Debüt "Brauch Blau". Im Roman geht es um den verzweifelten Versuch der Protagonistin, Grenzen zu setzen. Zwischen der Sorge, ihren beiden Kindern als alleinerziehende Mutter nicht gerecht zu werden, und der Jagd nach dem nächsten Engagement an der Oper kämpft sie gegen gesellschaftliche Fremdbestimmung und ihre eigenen Ansprüche. Die Veranstaltung wird am Donnerstag auf YouTube, Spotify und dem Kulturportal der Stadt hochgeladen.

Julia Malik

+++ Mehrere tausend Beatmungsgeräte verfügbar +++

9.40 Uhr: Die Kliniken in Hessen sind derzeit ausreichend mit Beatmungsgeräten versorgt. Wie das Sozialministerium auf hr-Anfrage mitteilte, sind in Hessen rund 3.000 Geräte verfügbar. Allein in den Kliniken stünden über 2.000 Beatmungsgeräte bereit. Bei Bedarf könnten laut Ministerium rund 400 weitere Geräte bereitgestellt werden, die das Land und die Bundesregierung wegen der Pandemie als Reserve beschafft hatten. Außerdem gebe es in Laboren und Arztpraxen noch mehrere hundert Geräte. Anfang der Woche wurden laut Sozialministerium rund 450 Covid-19-Patienten in Kliniken behandelt. Davon würden 112 Patienten maschinell beatmet. Durch verbesserte Therapiekonzepte müssen Patienten inzwischen in weniger Fällen beatmet werden als zu Beginn der Pandemie.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Die meisten Kliniken sind gut mit Beatmungsgeräten versorgt"

Beatmung Intensivstation
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+++ Weitere Lockerungen für Gastronomie und Hotels in Kraft +++

9.26 Uhr: Ab diesem Donnerstag gelten weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen für Gaststätten und Hotels. In Restaurants, Cafés und Kneipen ist die umstrittene Fünf-Quadratmeter-Regel ab sofort aufgehoben. Das hatte die Landesregierung am Dienstag angekündigt, die geänderte Verordnung wurde am Donnerstag veröffentlicht. Nach der bisherigen Regel war nur ein Gast pro fünf Quadratmeter Fläche erlaubt. Gaststätten müssen aber weiterhin für einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen sorgen. Während die Kellner weiterhin Mund-Nasen-Masken tragen müssen, ist dies für die Gäste nicht mehr verpflichtend. Außerdem dürfen Hotels nun ihre Saunen und Schwimmbäder für Übernachtungsgäste öffnen.

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga begrüßt das Ende der Quadratmeter-Regelung. "Wir sind sehr erleichtert, dass dieses Hemmnis von der Gastronomie genommen ist", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Julius Wagner am Donnerstag. Die Landesregierung habe schnell reagiert. Die Lange bleibe aber prekär, da die Kapazitäten im Gastgewerbe durch die weiterhin geltenden Abstandsregelungen noch immer "stark reduziert" seien. Viele kleinere Cafés und Kneipen bleiben deshalb noch immer zu.

+++ Al-Wazir erwartet mehr Touristen wegen Corona +++

8.45 Uhr: Wegen der Corona-Krise und Ungewissheit bei der Reiseplanung erwartet das Wirtschaftsministerium mehr Urlauber in Hessen. "Ich rechne damit, dass viele Hessen hier bleiben, in der Region Urlaub machen, seien es Tagesausflüge oder Kurztrips", sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) der Nachrichtenagentur dpa. "Auch viele Menschen aus anderen Bundesländern werden innerhalb Deutschlands nach neuen Zielen suchen." Denn momentan sei noch unsicher, in welcher Form Urlaub im Ausland möglich sei. Viele Menschen seien angesichts der anhaltenden Pandemie vorsichtig und zurückhaltend.

Auch nach Einschätzung der Hessen Agentur, die die Landesregierung berät, liegt Urlaub im eigenen Land in diesem Jahr im Trend. "Wir erwarten, dass auch Hessen von der gesteigerten innerdeutschen Reise-Nachfrage profitieren wird", sagte Herbert Lang von der Hessen Agentur. "Gute Angebote können dementsprechend schnell ausgebucht sein. Gäste sollten deswegen frühzeitig reservieren." In Hessen sind touristische Übernachtungen seit dem 15. Mai wieder möglich.

Blick auf den Edersee mit der Staumauer.

+++ Krankenstand auf Rekordhoch +++

7.18 Uhr: Während der Corona-Pandemie ist die Zahl der Krankmeldungen in Hessen auf eine Rekordhoch gestiegen. In der 12. Kalenderwoche im März waren nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) 6,7 Prozent der Versicherten krankgeschrieben. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 4,6 Prozent, davor 5,1 Prozent.

Dabei hätten tatsächliche Infektionen mit COVID-19 nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Allerdings seien – wie oft vom Arbeitgeber verlangt – viele Versicherte mit Atemwegserkrankungen zu Hause geblieben. Die TK hat die Daten von rund 482.000 Versicherten in Hessen ausgewertet.

+++ Rund 600 Vereine haben Hilfe beantragt +++

7.06 Uhr: Rund 600 krisengebeutelte Vereine haben einen Antrag zur Vereinshilfe gestellt. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Demnach befinden sich 423 Anträge derzeit noch in der Bearbeitung, 139 wurden bereits geprüft und 69 bewilligt. "Bisher wurden Mittel in Höhe von mehr als 350.000 Euro ausgezahlt", sagte der Sprecher.

Im Schnitt habe damit jeder geförderte Verein in Hessen rund 5.000 Euro erhalten. Die meisten Anträge – insgesamt 53 – seien bisher Sportvereinen bewilligt worden. Gemeinnützige und auf ehrenamtlicher Basis geführte Vereine können seit dem 1. Mai Hilfen von bis zu 10.000 Euro des Programms "Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit" beantragen.

Die Sportplätze sind ab dem 9. Mai wieder geöffnet.

+++ 55 Neuinfektionen, fünf weitere Tote +++

6.54 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit COVID-19 ist in Hessen im Vergleich zum Vortag um 55 Fälle angestiegen (+0.6%). Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Donnerstag, 0 Uhr. Die Zahl der Todesfälle stieg im selben Zeitraum um fünf auf 471. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 9.915 Fälle gezählt. Davon gelten etwa 8.700 (rund 88 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der höchste Wert liegt nach RKI-Angaben vom Mittwoch bei rund 12,9 Fällen in Wiesbaden. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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