Das Coronavirus verbreitet sich in Hessen. Unser Ticker vom 31. März zum Nachlesen.

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

MELDUNGEN VOM DIENSTAG, 31. MÄRZ

+++ Zukunft der Frankfurter Bühnen weiter unklar +++

21.44 Uhr: Die Zukunft der Frankfurter Bühnen bleibt wegen der Corona-Krise ungewiss. "Wir können zwar die Planung in diesem Jahr fortführen", sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) im Interview mit Bild online. Die Investition, die hunderte von Millionen Euro kosten würde, stehe aber erst einmal nicht an. "Zuerst muss die Stadt wieder auf die Beine kommen." Jeden Tag erreichten ihn wegen der Corona-Krise Fragen von Arbeitnehmern, Handwerkern, Wirten oder Kulturschaffenden. Diese müssten in der Finanzplanung eine Priorität einnehmen, sagte Feldmann.

Ende Januar hatte das Stadtparlament den Abriss des gläsernen Doppelgebäudes am Willy-Brandt-Platz beschlossen, das seit den 1960er Jahren Schauspiel und Oper beherbergt. SPD und Grüne wollen zumindest eine der beiden Bühnen auf dem Willy-Brandt-Platz neu errichten, die andere andernorts in der Innenstadt. Die CDU würde lieber beide Sparten gemeinsam neu bauen und hat dafür ein Grundstück am Osthafen vorgeschlagen. Mitte April wollte die Stabsstelle ursprünglich mögliche Baugrundstücke in der Innenstadt vorschlagen. Wie lange sich die Umsetzung des Großprojekts nach hinten verschieben wird, konnte Feldmann nicht sagen.

+++ Eisdielen müssen schließen +++

20.04 Uhr: Das Coronavirus hat nun sogar Auswirkungen auf die kulinarischen Pläne aller hessischen Schleckermäuler. Nach einiger Verwirrung rund um Einschränkungen, Verbote und mögliche Schlupflöcher von Eisdielen steht fest: Das vorübergehende Ende von Spaghetti-Eis und Pinocchio-Becher ist gekommen. Laut der Vierten Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus vom Freitag müssen Eisdielen ab sofort schließen. Zwei Tage vorher waren zumindest Lieferungen mit vorheriger telefonischer Bestellung noch erlaubt. Dies ist nun aber hinfällig.

+++ Pool-Röhrchen-Verfahren könnte Corona-Tests beschleunigen +++

18.50 Uhr: Um die Corona-Testkapazität zu erhöhen, hat der Frankfurter Professor Erhard Seifried von der Blutspende in Frankfurt mit seinem Team eine neue Test-Idee entwickelt. Mit einem Pool-Röhrchen-Verfahren sollen mehrere Personen auf das Coronavirus untersucht werden. "Damit testen wir fünf Personen gleichzeitig", erklärte Seifried am Dienstag im Corona-Update des hr. "Wenn die PCR negativ ist, wissen wir, dass alle fünf Tests negativ sind. Wenn der Pool jedoch positiv ist, greifen wir auf die Rückstellröhrchen zurück, testen diese einzeln und können die infizierten Personen ermitteln." Dieses Verfahren könnte besonders dort, wo großflächig untersucht wird, „eine große Erleichterung bringen“, so Seifried. Denn: "Man kann mit den gleichen Ressourcen das fünffache an Tests durchführen."

+++ Corona-Update zum Hören +++

18.22 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

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+++ Abitur: Kultusministerium ruft zum Feier-Verzicht auf +++

17.42 Uhr: Am Mittwoch und Donnerstag finden in Hessen die letzten schriftlichen Abiturprüfungen statt. Traditionell steigt danach eigentlich die große Feier der Schülerinnen und Schüler. Darauf soll aber aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr verzichtet werden. In einem am Dienstag veröffentlichten Flyer bitten das Kultusministerium, die Landesschülervertretung und die Polizei in Hessen gemeinsam darum, keine Abi-Feiern zu unternehmen. "Leider ist dieses Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie kein 'normales' Jahr“, heißt es darin. "Auch wenn wir gut nachvollziehen können, dass Ihr Euch jetzt gerne treffen, zusammen feiern - und ja, auch zusammen trinken möchtet. Leider müssen wir Euch das in diesem Jahr verwehren - zumindest für den jetzigen Zeitpunkt." Die Schülerinnen und Schüler sollen daher nach den Prüfungen direkt nach Hause gehen.

+++ Virtuelles Grüne-Soße-Essen in Langen +++

17.31 Uhr: Die Corona-Pandemie kann auch erfinderisch machen: Da das gemeinsame Grüne-Soße-Essen der evangelischen Martin-Luther-Kirche in Langen (Offenbach) aufgrund des Kontaktverbots dieses Jahr nicht möglich ist, hat sich die Gemeinde etwas Besonderes ausgedacht. Wie das Dekanat Dreiech am Dienstag bekannt gab, organisieren Pfarrerin Susanne Alberti und Gemeindepädagogin Carolin Jendricke am Gründonnerstag, an dem das gemeinsame Essen traditionell stattfindet, um 18 Uhr ein virtuelles Grüne-Soße-Essen. Per Videokonferenz wird dann erst eine kleine Andacht gefeiert und hinterher geschlemmt. "Gründonnerstag ohne unser traditionelles Grüne-Soße-Essen im Gemeindehaus ist kaum vorstellbar", erklärt Alberti die Idee.

+++ Fachhochschul-Gruppe fordert reguläres Sommersemester +++

17.22 Uhr: Das kommende Sommersemester zählen lassen – das ist die Forderung der deutschlandweiten Gruppe der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen. "Erteilen Sie den Überlegungen, das Sommersemester als sogenanntes Null-Semester beziehungsweise Nicht-Semester zu behandeln, eine klare Absage", so appellierte der Sprecher der Gruppe, der Fuldaer Hochschulpräsident Karim Khakzar, an die Politik.

Khakzar sagte weiter, die Einrichtungen würden alles daransetzen, dass die Studierenden ihr Studium nicht unterbrechen müssten. Die Einrichtungen brächten derzeit "mit beispielloser Kreativität fast flächendeckend Alternativen in Form von Online-Lehrformaten auf den Weg". Sie seien überzeugt, dass die aktuelle Situation große Chancen für die Digitalisierung der Lehre mit sich bringe. Einige Tage zuvor hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gefordert, dass das kommende Semester nicht regulär zählen dürfe.

+++ 25,7 Millionen Euro Soforthilfe ausgezahlt +++

16.50 Uhr: Das Land Hessen hat an den ersten beiden Tagen bereits einen Soforthilfe-Betrag von 25,7 Millionen Euro ausgezahlt. Wie das Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte, wurden bis zum Nachmittag insgesamt rund 2.300 Anträge von Solo-Selbstständigen, Kleinunternehmen, Freiberuflern sowie Künstlerinnen und Künstlern geprüft und bewilligt. Die Anträge auf Corona-Unterstützung können täglich zwischen 6 und 24 Uhr online eingereicht werden.

+++ Staatliche Soforthilfe innerhalb von 24 Stunden +++

16.45 Uhr: Zum Start der Online-Plattform für Anträge zur staatlichen Soforthilfe hat die hohe Anfrage die Server teilweise in die Knie gezwungen. Wer mit seinem Anliegen durchkam, durfte jedoch mit schneller finanzieller Unterstützung rechnen. So berichtete etwa ein freiberuflicher Teilhabeassistent, der in einer derzeit geschlossenen Frankfurter Gesamtschule eingesetzt wird, dass weniger als 24 Stunden nach Stellung des Online-Antrags die beantragte Summe in Höhe von 3.600 Euro auf seinem Konto eingegangen sei. Über die Anlaufprobleme der Plattform hatten wir in einem Beitrag berichtet.

+++ Marburger Hilfsgutscheine kommen gut an +++

16.40 Uhr: Zur Hilfe in der Krise hatte die Stadt Marburg eine Solidaritätsaktion für die lokalen Geschäfte, Restaurants, Veranstalter und Dienstleister gestartet – und den Verkauf von Online-Gutscheinen über die Plattform www.marburg-liebe.de organisiert. Eine Woche später seien bereits 80.000 Euro an bezahlten Gutscheinen zusammengekommen, wie Daniela Maurer vom Stadtmarketing am Dienstag sagte. Es laufe "sehr, sehr gut". 190 Läden aus Marburg würden sich inzwischen an der Aktion beteiligen. Sobald diese wieder öffnen dürften, könne man die Gutscheine einlösen.

+++ Corona-Maßnahmen bei Frankfurter Strafgerichten +++

16.17 Uhr: Wegen des Abstandsgebots müssen auch die Strafgerichte am Landgericht Frankfurt ihr Arbeiten umstellen:  Die Schwurgerichtskammern weichen nun auf die großen Verhandlungssäle aus, im Zuschauerraum darf nur noch jeder dritte Platz besetzt werden – Klebebänder machen das deutlich. 

+++ 22 Bewohner in Seniorenheim in Treysa infiziert +++

16.08 Uhr: Nachdem einige Bewohner eines Seniorenheims in Treysa grippeähnliche Symptome gezeigt hatten, sind alle Senioren vorsorglich getestet worden. Das Ergebnis: Insgesamt haben sich 22 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert, nur bei sieben fiel der Test negativ aus. Der Zustand der Infizierten ist nach Angaben des Seniorenheims stabil, sie hätten leichte Erkältungssymptome. Auch vier Mitarbeiter sind erkrankt, sie befinden sich in häuslicher Quarantäne.

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

15.43 Uhr: Während wir Sie in unserem Corona-Ticker über die aktuelle Situation in Hessen informieren, halten unsere Kollegen bei tagesschau.de das weltweite Geschehen im Blick. Hier ein kleiner Auszug:

  • In Belgien ist ein 12-jähriges Mädchen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Insgesamt gibt es dort mehr als 700 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus, über 90 Prozent der Verstorbenen waren älter als 65 Jahre.
  • In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität auf 67.000 gestiegen. 645 Menschen starben an den Folgen der Infektion.
  • Die Stadt Jena will eine Mundschutzpflicht einführen. Sie soll unter anderem in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden mit Publikumsverkehr gelten.

+++ Soziologe: Corona-Krise kann Lebenszufriedenheit steigern +++

15.35 Uhr: Die Corona-Krise könnte nach Ansicht des Soziologen Martin Schröder bei vielen Menschen zu einer höheren Lebenszufriedenheit führen. Sie würden sich plötzlich als Teil einer Gemeinschaft verstehen. Dieses Gefühl könne noch gestärkt werden, "wenn man daran appelliert und klarmacht, dass wir diese Herausforderung nur gemeinsam bewältigen können", so der Professor der Marburger Universität.

Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen hingegen hätten nur geringe Auswirkungen auf den Gemütszustand. "Wenn Menschen ihre Freunde nicht mehr täglich, sondern nur noch wöchentlich sehen können, sinkt ihre Zufriedenheit nicht besonders viel" sagte er. Anders sei dies, wenn Menschen das Gefühl bekämen, keine Kontrolle mehr über ihr Leben zu haben. "Der Verlust von Kontrolle über sein Leben macht in etwa so stark unzufrieden wie arbeitslos zu werden, einer der bekanntesten und auch am stärksten negativen Effekte auf Lebenszufriedenheit."

+++ Kläranlagen kämpfen mit Verstopfungen +++

15.28 Uhr: Die Corona-Krise macht sich auch in Hessens Abwassersystemen bemerkbar. Da Hessens Bürger zunehmend im Homeoffice arbeiten und ihre Geschäfte in der eigenen Wohnung abwickeln, steigt die Belastung der örtlichen Kläranlagen. Die anwachsende Anzahl an weggeworfenen Feuchttüchern, Speiseresten oder anderem Abfall führt immer wieder zu Verstopfungen, wie des Kanalreinigungs-Unternehmens KSM Umweltdienste bestätigte. Die Nachfrage nach der Reinigung von Pumpwerken sei in den vergangenen zwei Wochen stark angestiegen. "Wir arbeiten mit unseren 48 Mitarbeitern fast komplett daran", sagte Geschäftsführer Björn Seamann. Besonders dramatisch ist die Lage in Mörfelden-Walldorf (Groß-Gerau). Dort laufe "die Brühe zwar noch nicht über", wie Stadtrat Burkhard Ziegler beruhigt. Die Reinigungskosten seien aber explodiert.

+++ Keine Probleme mehr mit Hamsterkäufen in Hanau und Marburg +++

15.15 Uhr: Weil besorgte Einkäufer zuletzt immer häufiger die Regale in Supermärkten leergeräumt hatten, hatten der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Hanau Allgemeinverfügungen erlassen. Seit der vergangenen Woche durften nur noch haushaltsübliche Mengen erworben werden. Mit Erfolg: Rund eine Woche danach haben die Initiatoren ein positives Fazit gezogen. Ihnen seien keine weiteren Probleme mit massenhaften Vorratskäufen von Kunden in Lebensmittelgeschäften bekannt. "Unser Appell hat gefruchtet. Uns wurden keine nennenswerten Auffälligkeiten gemeldet", teilte der Krisenstab der Stadt Hanau mit. In Marburg habe man auch keine negativen Erfahrungen gemacht. "Die Regelung diente auch vor allem dazu, die Bürger wachzurütteln und ihnen klar zu machen, dass Vorratskäufe unnötig sind und die Versorgung gesichert ist", erklärte ein Sprecher des Landkreises Marburg-Biedenkopf am Dienstag. 

+++ Bundesliga pausiert mindestens bis Mai +++

14.50 Uhr: Die Clubs der 1. und 2. Bundesliga haben sich wegen des Coronavirus erwartungsgemäß auf eine Verlängerung der Spielpause geeinigt. Bis mindestens zum 30. April wird kein Fußball gespielt, wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) mitteilte. Zuvor hatten sich die 36 Profi-Clubs in einer virtuellen Mitgliederversammlung darauf verständigt. Ob der Spielbetrieb im Mai fortgesetzt werden kann, bleibt allerdings völlig offen. "Zuallererst, und das ist nach wie vor keine Frage, geht es um die Kontrolle der Ausbreitung des Virus und insbesondere um den Schutz von Risikogruppen", sagte DFL-Chef Christian Seifert. "Das bleibt auch noch einige Zeit so."

+++ 32.000 Anträge auf Kurzarbeit in Hessen +++

14.42 Uhr: Der von der Corona-Krise ausgelöste Ansturm auf Kurzarbeit ist in Hessen deutlich stärker als noch in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Allein in den beiden vergangenen Wochen seien bei den Agenturen rund 32.000 Anzeigen eingegangen, berichtete die Regionaldirektion am Dienstag in Frankfurt. Zur Zeit der Wirtschaftskrise betrug der Höchstwert der eingegangenen Anträge in einem Monat gerade einmal 1.470 Anzeigen.

Im Unterschied zu 2009 seien Unternehmen fast aller Branchen und Größenklassen betroffen, berichtete Direktionschef Frank Martin. Damals hatte es vornehmlich die Industrie getroffen, dieses Mal dagegen auch viele Dienstleister. "Das Ausmaß der Kurzarbeit wird daher die bislang bekannten Dimensionen deutlich überschreiten. Wir müssen und wir werden die Unternehmen in dieser Situation unterstützen", erklärte Martin.

+++ Facebook-Gruppe "Coronavirus in Hessen" +++

14.35 Uhr: Informiert bleiben, Fragen stellen, im Austausch sein: In unserer Facebook-Gruppe "Coronavirus in Hessen" bündeln wir Informationen aus Hessen und ordnen sie ein. Wir freuen uns auf zielgerichtete und wertschätzende Diskussionen.

+++ "Gabenzäune" für Obdachlose und Bedürftige +++

14.30 Uhr: Schnelle, unkomplizierte Hilfe für Menschen, denen es an den grundlegendsten Dingen fehlt – das sollen sogennante "Gabenzäune" ermöglichen. Wer etwas spenden will, kann es in Tüten verpackt an den Zaun hängen. Benötigt werden zum Beispiel Lebensmittel, Hygieneartikel oder Kleidung. Inzwischen gibt es die Gabenzäune in mehreren Städten, zum Beispiel in Hanau, Frankfurt und Gießen.

Gabenzaun in Gießen

+++ Zentrale Fieberambulanz im Landkreis Limburg-Weilburg +++

14.15 Uhr: Zur Bekämpfung des Coronavirus hat der Landkreis Limburg-Weilburg eine zentrale Fieberambulanz angekündigt. Wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heißt, soll diese auf dem Gelände des Abfallwirtschaftsbetriebs in Obertiefenbach errichtet werden. Dort sollen dann "ausschließlich Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion versorgt werden", wie Landrat Michael Köberle (CDU) ankündigte. "Wir erwarten in den kommenden Wochen einen deutlichen Anstieg der Patientenzahl, die sich mit einem neu aufgetretenen, fieberhaften Infekt bei einem Arzt vorstellen müssen", begründete Köberle die Entscheidung.

+++ 3.301 Infizierte, 19 Tote +++

14.05 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist auf 3.301 gestiegen. Wie das Sozialministerium am Dienstag mitteilte, sind damit 201 Neuinfektionen dazugekommen. Für die Stadt Frankfurt wurden am Dienstag mit 396 Fällen nach wie vor die meisten Infizierten gemeldet. Die wenigsten Fälle gibt es mit 21 im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis.

Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, hat sich im Vergleich zum Montag um drei auf 19 erhöht. Ein bereits bestätigter Fall aus dem Kreis Limburg-Weilburg wird in der Ministeriums-Statistik noch nicht aufgeführt.

+++ Bistum Limburg bietet Oster-Livestreams an +++

13.58 Uhr: Das Bistum Limburg wird auch über die Osterfeiertage Livestreams der Gottesdienste anbieten. "Wir möchten mit den Live-Streams den Gläubigen die Möglichkeit geben, Ostern mitzufeiern", erklärte Bistumssprecher Stephan Schnelle am Dienstag. Die Übertragung der Gottesdienste aus der Kapelle des Limburger Bischofshauses und des Doms sind auf der Homepage sowie auf dem Facebook- und Youtube-Kanal des Bistums zu sehen. "Ostern ist auch in diesem besonderen Jahr", bekräftigte Schnelle mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie.

+++ Corona zwingt Bouffier zum schnellen Handeln +++

13.31 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat nur drei Tage nach dem Tod von Thomas Schäfer den bisherigen CDU-Landtagsfraktionschef Michael Boddenberg zum neuen Finanzminister ernannt. Eigentlich, so Bouffier, sei jetzt die Zeit, innezuhalten und Thomas Schäfer zu gedenken. Aufgrund der Corona-Krise sei dies jedoch nicht möglich. "Wir müssen weiter unablässig schwere und folgenreiche Entscheidungen treffen. Deshalb war es unabdingbar, das Amt rasch neu zu besetzen." Boddenberg selbst habe sich "nach einer schlaflosen Nacht" dazu entschieden, das Amt zu übernehmen. "Wir müssen handlungsfähig bleiben", sagte er. "Ich teile viele Sorgen der Bürger. Ich bin mir aber sicher, dass wir diese Krise gemeinsam meistern werden."

+++ Virtuelle Ferien-Aktion zur Zeit nach Corona +++

13.21 Uhr: Bilder, Filmclips, Gedichte oder Songs – die Stadt Frankfurt hat Schüler dazu aufgerufen, ihre freie Zeit dazu zu nutzen, sich mit Ideen für ein Leben nach der Pandemie zu beschäftigen. "We wish a world" – so heißt die virtuelle Ferienaktion der Stadt. "Das Innehalten unserer Gesellschaft bietet auch die Chance darüber nachzudenken, wie wir zukünftig leben und arbeiten wollen, wie wir wirtschaften können, ohne unsere Umwelt wie bisher zu zerstören", wie die Dezernentin für Integration und Bildung Sylvia Weber erklärte.

Unter Angabe der Schule oder der Kindertagesstätte und des Alters könnten Schüler ihre Beiträge per E-Mail an "kontakt@umweltlernen-frankfurt.de" einsenden. Die besten Bilder, Texte und Filmclips sollten dann im Internet veröffentlicht werden, wie es in der Mitteilung der Stadt heißt. Sobald das öffentliche Leben zur Normalität zurückkehre, würden die Visionen auf einem eigenen Festival gezeigt und prämiert werden.

+++ Hilfs-Kampagne der Eintracht-Ultras +++

12.50 Uhr: Die Ultras von Eintracht Frankfurt rufen auf einer eigens für diesen Zweck errichteten Website zur Hilfe für Menschen in Not auf. Die Fangruppierung informiert über laufende Projekte, die Möglichkeiten der eigenen Teilnahme und listet zudem Einrichtungen auf, die wegen der Corona-Krise dringend finanzielle Unterstützung benötigen. "Solidarität ist jetzt das Gebot der Stunde", heißt es in einer am Montagabend veröffentlichten Mitteilung. Hilfsbedürftige Organisationen können per Email Kontakt aufnehmen und werden dann in die Liste der Hilfsgesuche aufgenommen.

Fans von Eintracht Frankfurt

+++ Heimunterricht: Es muss kein bestimmter Stoff vermittelt werden +++

12.46 Uhr: Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat Eltern, die aktuell aufgrund der Corona-Pandemie ihre Kinder zu Hause unterrichten müssen, beruhigt. "Wir erwarten nicht, dass in den Wochen ein bestimmter Stoff vermittelt wird. Diese drei Wochen, die als Präsenzunterricht entfallen, kann man im Laufe eines Schuljahres unterbringen", sagte Lorz am Dienstag im Coronaupdate des hr. Noch bis mindestens nach den Osterferien gibt es in Hessen keinen geregelten Unterricht. "Sollten die Schulen deutlich über Ostern geschlossen bleiben, werden wir die Regelungen für die Bewertung des Halbjahres modifizieren müssen. Dafür werden wir aber einen Weg finden", kündigte Lorz an.

+++ Corona-Update zum Hören +++

12.41 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

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++ Fresenius-Kliniken: Noch mehr Platz für Patienten aus dem Ausland ++

12.37 Uhr: Der Gesundheitskonzern Fresenius aus Bad Homburg hat in seinen deutschen Kliniken nach eigenen Angaben noch ausreichend Bettenkapazitäten für Corona-Patienten aus dem Ausland. "Wir könnten derzeit noch sehr viel mehr Patienten aufnehmen, ohne dass ein einziger deutscher Patient darunter leidet", sagte Vorstand Francesco De Meo in der "Süddeutschen Zeitung" vom Dienstag. Bisher habe Fresenius in Deutschland vier Corona-Patienten aus Italien aufgenommen.

Das Thema sei hochpolitisch. "Der Bund hält sich sehr zurück", sagte De Meo, der die Klinik-Sparte Helios von Fresenius leitet. Auf europäischer Ebene gebe es wenige, "die koordiniert und strukturiert" an dem Thema arbeiteten. Nach Spanien, wo Fresenius ebenfalls stark vertreten ist, habe der Konzern ein Team von Ärzten und Pflegekräften sowie 30 Beatmungsgeräte geschickt. Fresenius ist mit 86 Kliniken Deutschlands größter privater Krankenhausbetreiber.

+++ Mieterbund fordert Sicherungsfonds für Mieten +++

12.30 Uhr: Der Deutsche Mieterbund in Hessen hat angesichts drohender Zahlungsschwierigkeiten von Mietern in der Corona-Krise einen Sicherungsfonds "Wohnen" gefordert. Viele Mieter würden aufgrund von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit befürchten, dass sie demnächst ihre Miete nicht mehr zahlen können, teilte der Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes in Hessen, Gert Reeh, am Dienstag mit. "Wir wissen aber auch, dass insbesondere Kleinvermieter wegen ihrer finanziellen Einbußen in Schwierigkeiten geraten könnten." Mit einem aus dem vom Land geschnürten Rettungspaket geschaffenen Sicherungsfonds "Wohnen" solle der Fortbestand aller Mietverhältnisse gewährleisten werden.

Mieterinnen und Mieter, die wegen der Corona-Krise nun nicht mehr zahlen könnten und denen auch die Stundung nicht weiterhelfe, sollten sich online an einen solchen Fonds wenden können, um eine Übernahme ihrer Mietzahlungen zu beantragen. Auch die Versorger sollten während der Pandemie auf Versorgungssperren verzichten. Wasser, Strom und Heizung gehörten zur Existenzsicherung.

+++ Uni Gießen macht Tier-Labore für Corona-Tests frei +++

12.18 Uhr: Die Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) will ihre Labore für Corona-Tests zur Verfügung stellen. Am Institut für Virologie würden Arbeitsplätze bereits entsprechend umgerüstet, teilte die JLU am Dienstag mit. "Dabei wird die Möglichkeit geschaffen, das Virus mit den aktuell verwendeten Testkits nachzuweisen", sagte Dekan Martin Kramer.

Darüber hinaus rief der Fachbereich alle Studenten mit einer pflegerischen oder humanmedizinischen Ausbildung auf, sich im Dekanat zu melden. Sie könnten eingesetzt werden, falls es während der Corona-Pandemie Engpässe in der Krankenpflege oder -versorgung geben sollte.

Uni Gießen Hauptgebäude

+++ Überwiegende Mehrzahl der Kliniken hat noch freie Beatmungsbetten +++

12.10 Uhr: In nahezu allen hessischen Krankenhäusern können auf den Intensivstationen noch Corona-Patienten aufgenommen werden. Landesweit sind in lediglich drei Kliniken die Beatmungsbetten belegt, wie aus dem Online-Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht. Sieben weitere der insgesamt 51 darin gelisteten Krankenhäuser melden begrenzte Kapazitäten an Betten mit Beatmungsmöglichkeiten.

Belegt sind den Angaben zufolge die Beatmungsplätze im Kettler Krankenhaus in Offenbach, dem Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim (Wetteraukreis) und der Asklepios Klinik in Seligenstadt (Landkreis Offenbach). Von den 17 Kliniken, in denen das Blut von Patienten zusätzlich mit externen Maschinen künstlich mit Sauerstoff angereichert werden kann, melden 11 noch freie Betten. Kritisch anzumerken an dieser Auflistung ist, dass womöglich nicht alle Meldungen in der DIVI-Übersicht am Dienstag aktualisiert wurden.

+++ Lorz: "Schuljahr wird auf keinen Fall annulliert" +++

12.04 Uhr: Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Schulunterricht in Hessen weiter ausgesetzt – und das mindestens bis nach den Osterferien. Ob die Schulen danach wieder öffnen können, kann Kultusminister Alexander Lorz (CDU) aktuell noch nicht versprechen. "Man muss sich ehrlicherweise auch darauf vorbereiten, dass die Schulen noch länger geschlossen sind. Das können wir wohl erst um Ostern herum entscheiden", erklärte Lorz im Interview mit hr3 am Dienstag.

Obwohl damit weiter unklar ist, wie lange die Schüler keinen geregelten Unterricht erhalten, stellte der CDU-Politiker klar: "Dieses Schuljahr wird auf keinen Fall annulliert. Wir werden eine Möglichkeit finden, das Jahr zu bewerten." Auch wenn dann möglicherweise nicht der ganze Stoff vermittelt werden könne. "Sollte es deutlich über die Osterferien hinausgehen, müssen wir in jedem Fall abspecken", so Lorz.

+++ Arbeitgeber: Nebenjobs statt Aufstockung von Kurzarbeitergeld +++

11.58 Uhr: Die hessischen Arbeitgeberverbände lehnen eine generelle Aufstockung des Kurzarbeitergelds durch die Betriebe ab. Entsprechende Forderungen seien "kontraproduktiv", erklärte am Dienstag der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU), Dirk Pollert. Trotz der kompletten Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge müssten die Arbeitgeber noch weitere Kostenanteile für die Beschäftigten tragen, begründete der Verband. Es wäre daher zielführender, den Beschäftigten verbesserte Möglichkeiten zu Hinzuverdiensten während der Kurzarbeitszeit zu eröffnen. Bislang sei das auf Tätigkeiten in systemrelevanten Branchen beschränkt.

Zuvor hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen Arbeitgeber aufgefordert, das Kurzarbeitergeld ihrer Beschäftigten auf mindestens 80 Prozent vom Netto aufstockten.

+++ Hochtaunus-Kiniken drehen Info-Videos für werdende Eltern +++

11.46 Uhr: Da die Kurse und Infoabende rund um die Geburt in den Hochtaunus-Kliniken in Bad Homburg derzeit ausfallen müssen, hat sich das Team der Geburtshilfe eine Alternative überlegt: Sie wollen die werdenden Eltern mithilfe von Videos informieren.

"Wir lassen unsere künftigen Eltern nicht alleine", sagt Oberärztin Kanya Götsch. Nachdem ihr erstes Video nach 48 Stunden bereits mehr als 1.400 Mal geklickt wurde, will die Klinik das Projekt ausweiten. Werdende Eltern könnten sich bald schon über die Social Media-Kanäle der Hochtaunus-Kliniken zu den Themen der ausgefallenen Geburtshilfe-Kurse informieren, erklärte die Klinik in einer Mitteilung. Auch die Geburtsanmeldung könne nun online oder telefonisch erfolgen.

+++ CDU-Fraktionschef Boddenberg wird neuer Finanzminister +++

11.34 Uhr: Der CDU-Landtagsfraktionschef Michael Boddenberg wird nach hr-Informationen die Führung im hessischen Finanzministerium übernehmen. Der 60 Jahre alte Frankfurter tritt die Nachfolge von Thomas Schäfer (CDU) an.

Schäfer starb am vergangenen Samstag, die Ermittler gehen von Suizid aus. Noch am vergangenen Dienstag hatte Schäfer im Landtag einen milliardenschweren Nachtragshaushalt für das Land vorgestellt, um die tiefen Einschnitte durch die Coronavirus-Pandemie bewältigen zu können. "Wir müssen davon ausgehen, dass er sich große Sorgen machte", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Sonntag. "Große Sorgen vor allen Dingen darum, ob es gelingen könne, die riesigen Erwartungen in der Bevölkerung, insbesondere der finanziellen Hilfen, zu erfüllen. Ich muss davon ausgehen, dass ihn diese Sorgen erdrückt haben."

+++ Studie der Goethe-Uni: Wie fühlt sich die Krise an? +++

11.20 Uhr: Innerhalb kürzester Zeit hat sich durch die Ausbreitung des Coronavirus und die Gegenmaßnahmen der Alltag völlig verändert. In einer Studie will die Goethe-Universität Frankfurt untersuchen, welche sozialen Folgen diese Krise hat und wo die besonderen Herausforderungen liegen. "So können wir auch für die Zukunft lernen und künftigen Entscheidungen eine bessere Grundlage geben", erklärte Alexander Langenkamp, einer der Initiatoren der Studie.

Um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, bittet die Uni Frankfurt, an einer Online-Befragung teilzunehmen. Sie werde anonym durchgeführt und nehme etwa 15 Minuten in Anspruch, so die Universität auf ihrer Internetseite.

+++ DGB Hessen: Arbeitgeber sollen Kurzarbeitergeld aufstocken +++

11.06 Uhr: Der Deutsche Gewerkschaftsbund erwartet, dass wegen der Corona-Krise in Hessen zehntausende Menschen in Kurzarbeit geschickt werden und mit deutlich geringeren Gehältern zurechtkommen müssen. Insbesondere Beschäftigte im Niedriglohnbereich würden in existenzielle Nöte geraten, teilweise sogar auf Grundsicherung angewiesen sein, erklärte der Vorsitzende des Bezirks Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, am Dienstag in Frankfurt.

Es sei richtig, über die Kurzarbeit die Arbeitsplätze und das Know-How für die Zeit nach der Krise zu sichern, meinte der Gewerkschafter. Die Arbeitgeber seien bereits durch die Freistellung von den Sozialbeiträgen weitgehend entlastet worden. Es sei daher ein Gebot der Gerechtigkeit, dass sie das Kurzarbeitergeld ihrer Beschäftigten auf mindestens 80 Prozent vom Netto aufstockten. Dies wollten die Gewerkschaften mit den Arbeitgeberverbänden tariflich regeln.

+++ Autokino feiert großes Jubiläum ohne Gäste +++

10.59 Uhr: Vor 60 Jahren wurde im Neu-Isenburger Stadtteil Gravenbruch Kinogeschichte geschrieben: Das erste Autokino Deutschlands wurde eröffnet. Eine geplante Feier fällt nun wegen der Corona-Krise aus – zum Bedauern des Betreibers. Kino-Chef Heiko Desch hätte sich einen Betrieb unter Auflagen vorstellen können. Warum selbst das Autokino wegen des Coronavirus schließen musste, lesen Sie hier.

+++ Virologe Stürmer: Grippe-Impfung hat einen Vorteil +++

10.51 Uhr: Hilft eine Grippe-Impfung in Zeiten des Coronavirus? Um COVID-19 abzuwehren nicht, erklärte Virologe Martin Stürmer am Dienstag im Coronaupdate des hr. Dafür hat es aber einen anderen Vorteil. "Die Grippe-Impfung schützt nicht mehr oder weniger vor der Infektion mit dem Coronavirus. Wenn aber beim Arzt ermittelt werden soll, um welche Erkrankung es sich handelt, können die, gegen die man geimpft ist, schon einmal ausgeschlossen werden", so Stürmer. "Das ist in Bezug auf Corona ein Vorteil."

+++ Gießener Autohaus: Gastronomen dürfen Vorführwagen kostenlos nutzen +++

10.42 Uhr: Unter dem Motto #wirhaltenzusammen will das Gießener Autohaus Michel Gaststätten aus der Region unterstützen. Abends können sich die Gastronomen kostenlos Vorführwagen leihen, um ihre Gerichte zu den Kunden zu bringen. Sofort nach der Ankündigung ist das Angebot auf großes Interesse gestoßen: Innerhalb weniger Stunden meldeteten sich fast zwei Dutzend Gastronomen.

+++ Positiv getesteten Eintracht-Spielern geht es gut +++

9.47 Uhr: Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat bei den vier Teammitgliedern, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, Entwarnung gegeben. Im Interview mit hr1 sagte er: "Es geht ihnen wirklich sehr gut, sie waren alle schnell über den Berg. Einer von den vier hat gar nichts mitbekommen." Betroffen sind zwei Spieler, deren Namen nicht genannt wurden, sowie zwei Betreuer.

Bobic selbst wird am Dienstagvormittag Teil der DFL-Mitgliederversammlung sein, in der die Clubs beraten, wie es weitergehen könnte. Ein Saisonabbruch sei "zu diesem Zeitpunkt noch kein Thema", so Bobic, der darauf hofft, im Mai oder Juni die laufende Spielzeit wieder aufnehmen zu können.

+++ Corona-Update zum Hören +++

9.35 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

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+++ Hanauer sollen Schutzmasken tragen +++

9.06 Uhr: In Österreich sind Schutzmasken beim Einkaufen inzwischen Pflicht, auch in Deutschland denken vereinzelt Städte darüber nach. Ganz so weit geht Hanau noch nicht – bisher spricht die Stadt nur von einem "Schutzmasken-Gebot". Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD)  hat alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, freiwillig Schutzmasken im öffentlichen Raum zu tragen. "Wenn jeder eine Maske trägt, ist allen geholfen. Unser Gebot soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass jeder von uns die Aufgabe hat, sich und andere zu schützen. Das macht die Ansteckung schwieriger und verlangsamt die Ausbreitung des Corona-Virus." Der Krisenstab der Stadt will bis zum Ende der Woche eine eigene Nähanleitung für Atemschutzmasken zur Verfügung stellen.

+++ Musikschulen setzen auf digitale Unterrichts-Notlösung +++

8.40 Uhr: Digitaler Unterricht ist auch bei Musikschulen in der Corona-Krise angesagt: Viele Lehrer stellen Videos auf Youtube, unterrichten per Skype oder nutzen WhatsApp, um sich per Sprachaufnahme die Lernfortschritte ihrer Schüler anhören zu können. Doch diese Lösungen haben ihre Schwächen, berichten die Musiklehrerinnen und -lehrer in unserem Beitrag.

+++ Flugverkehr in Frankfurt geht weiter kräftig zurück +++

8.06 Uhr: Der Verkehr am Frankfurter Flughafen nimmt wegen der Coronavirus-Pandemie immer stärker ab. In der vergangenen Woche (23. bis 29. März) sei die Passagierzahl im Vergleich zum Vorjahr um 91 Prozent auf knapp 119.000 gesunken, teilte der Flughafenbetreiber Fraport am Dienstag mit. Das waren noch mal deutlich weniger als noch in der Vorwoche, als noch etwas mehr als 331.000 Passagiere abgefertigt wurden. Relativ stabil im Wochenvergleich war dagegen das Frachtvolumen mit etwas mehr als 33.000 Tonnen (Vorwoche: 36.591). Im Jahresvergleich bedeutet das allerdings auch einen Rückgang um etwas mehr als ein Viertel.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • Abstand halten beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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