In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom 11. und 12. Juli 2020.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen aus Hessen

Die wichtigsten Meldungen:

MELDUNGEN VOM SONNTAG, 12. JULI

+++ Hinweisplakate an der Lahn +++

15.26 Uhr: Die Lahn lockt wieder zahlreiche Freizeit-Paddler an. Die Nachfrage bei den Kanuverleihern sei sehr hoch, heißt es beim Lahntal Tourismus Verband in Wetzlar. Vor den Flussschleusen kann es daher gerade an sonnigen Wochenenden und Ferientagen voller werden. Deshalb hingen an diesen neuralgischen Punkten nun Hinweisplakate, die die Kanuten dort für die Corona-Abstandsregeln und das Maskentragen sensibilisieren, berichtet Verbandssprecherin Ulrike Petersen.

Die Lahn ist seit Jahren ein beliebter Fluss für Wasserwanderer - auch und gerade jetzt, wo sich angesichts der Pandemie viele Menschen für Outdoor-Aktivitäten begeistern. Jedoch verzeichnet der Lahntal Tourismus Verband bislang keinen coronabedingten Anstieg bei der Zahl der Freizeit-Kanuten.

Paddler mit ihren Kanus in einer Schleuse auf der Lahn bei Weilburg

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

14.57 Uhr: Während wir auf hessenschau.de über Nachrichten zu Corona in Hessen berichten, blicken die Kollegen von tagesschau.de auf die Entwicklungen in ganz Deutschland und der Welt. Heute können Sie dort unter anderem lesen:

  • Proteste in Israel: Angesichts einer zweiten Infektionswelle und keiner finanziellen Hilfen für Bürger und Betriebe bislang wird die Kritik an der Regierung Netanjahu lauter.
  • Ungarn verschärft Grenzkontrollen: Wegen steigender Fallzahlen in den umliegenden Ländern sollen ab Mittwoch Serben und Rumänen nach ihrer Einreise in Quarantäne gehen müssen und Ukrainer überhaupt nicht mehr ins Land dürfen.
  • Kritik an Tönnies: Weil sein Schweinezerlegebetrieb im westfälischen Rheda-Wiedenbrück seit Wochen wegen eines Massenausbruchs unter Quarantäne steht, will Fleischbaron Tönnies sich die Lohnkosten vom Bund erstatten lassen. Grüne, FDP und Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner (CDU) kritisieren das. Vielmehr habe im Kreis Gütersloh wegen Tönnies das Leben nochmals still gestanden.
  • Unverständnis für Union: Fußball-Bundesligist Union Berlin will zur neuen Saison im September wieder im vollen Stadion spielen. Dazu sollen sich alle Zuschauer vorab testen lassen. Virologen halten einen einmaligen Massentest für zu unzuverlässig und einen mehrmaligen Test für zu aufwendig.

+++ Kein Run auf Hochzeitstermine 2021 +++

14.11 Uhr: Trotz vieler Absagen von Hochzeiten im laufenden Jahr wegen der Corona-Pandemie können Paare ihre Trauung im kommenden Jahr entspannt planen. In den Rathäusern sind bisher kaum Terminbuchungen für 2021 eingegangen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in fünf großen hessischen Städten ergab. Demnach sind auch viele außergewöhnliche Daten wie der 2.1.21, der 21.5.21 und der 21.8.21 noch zu haben.

Wegen coronabedingter Absagen von Trauungen befürchtet die Hochzeitsbranche Engpässe in der kommenden Saison. Die Termine bei vielen Standesämtern, Locations und Dienstleistern würden knapp, hatte der Bund deutscher Hochzeitsplaner erklärt. Flexibilität sei bei der Planung gefragt. Doch davon ist bislang in Hessen nichts zu spüren - vielleicht auch, weil ja völlig ungewiss ist, ob wegen der Pandemie 2021 überhaupt Feiern im gewohnten Stil und Umfang möglich sein werden.

Heiraten, Hochzeit, Corona

+++ Viele Besucher in Gedenkstätte Point Alpha +++

12.06 Uhr: Nach der Corona-Zwangspause und regem Betrieb seit dem Neustart will die Grenzgedenkstätte Point Alpha in Rasdorf (Fulda) an der Grenze zu Thüringen mit zahlreichen Veranstaltungen mehr Besucher anlocken. In den Sommerferien gebe es spezielle Angebote wie offene Gästeführungen sonntags, geführte Wanderungen und kindgerechte Kurzführungen mit anschließender Kinderbetreuung, sagte ein Sprecher: "Wir haben uns einiges einfallen lassen, damit der Urlaub zu Hause für alle Generationen ein spannendes Erlebnis und ein lehrreiches Grenzabenteuer wird."

Nachdem wegen der Viruspandemie vom 17. März bis 25. Mai kein einziger Besucher kommen durfte, steigt der Zuspruch in Point Alpha wieder an. Seit der Wiedereröffnung wurden bis Ende Juni rund 7.800 Besucher gezählt. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 75.000. Die guten Besucherzahlen führt die Grenzgedenkstätte darauf zurück, dass die Menschen wieder etwas erleben wollen. Man merke, dass offenbar viele Leute nicht ins Ausland verreisen und Freizeitbeschäftigungen auch in Osthessen suchten, sagte der Sprecher.

Die Gedenkstätte Point Alpha an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze

+++ Studentenwerke in finanzieller Schieflage +++

10.12 Uhr: Die Corona-Krise bringt die Studentenwerke in Hessen in finanzielle Bedrängnis. Nach Angaben des Sprechers der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Studenten- und Studierendenwerke, Uwe Grebe, werden derzeit an den Hochschulen und Universitäten nur rund zehn Prozent der sonst üblichen Essen ausgegeben. Ein Großteil der Belegschaft sei in Kurzarbeit.

"Wirtschaftlich ist das zur Zeit nicht", sagte Grebe. Wie hoch die Einnahmeverluste sind, lasse sich erst am Ende des Jahres beziffern. Wichtig sei jedoch, die Studenten auch in der Krise zu unterstützen: "Wir haben einen Versorgungsauftrag, und den nehmen wir wahr. Es muss kein Studierender verhungern."

Im benachbarten Rheinland-Pfalz wurde aus Kostengründen auf Saisonkräfte in den Mensen verzichtet. In Hessen gibt es den Angaben zufolge jedoch so gut wie keine solcher Aushilfen.

Die zentrale Mensa der Universität Marburg.

+++ Nicht mehr Anzeigen wegen häuslicher Gewalt +++

9.55 Uhr: Wenn es um Anzeigen oder Anträge auf Kontaktverbot geht, ist nach Angaben des Justizministeriums kein Anstieg der Fälle häuslicher Gewalt während der Coronakrise zu erkennen. "Dennoch ist davon auszugehen, dass die Kontaktreduzierung mit einer Erhöhung von psychosozialen Belastungsfaktoren für die Bevölkerung einhergehen", meldete das Ministerium: "Häusliche Isolation, Sorgen um Gesundheit und Beruf, finanzielle Nöte, fehlende Kinderbetreuung, steigender Alkoholkonsum, das Fehlen von sozialer Unterstützung und viele weitere Aspekte können zu einer Verschärfung von Konflikten führen."

Auch bei der Frankfurter Polizei gingen während des Lockdowns nicht mehr Anzeigen wegen häuslicher Gewalt ein. Allerdings sei es für zuverlässige Angaben noch zu früh, sagte eine Sprecherin. Dazu müssten Zahlen für einen längeren Zeitraum vorliegen.

Das Ministerium hat sichergestellt, dass auch während der coronabedingten Kontaktbeschränkungen bei den Familiengerichten Anträge nach dem Gewaltschutzgesetz gestellt werden konnten, um etwa Kontaktverbote zu erwirken. In den ersten drei Monaten des Jahres gingen 756 Anträge ein. Das entsprach in etwa der Zahl der Vorjahre. Die Zahlen für das besonders von Corona betroffene zweite Quartal liegen erst Ende Juli vor.

+++ 40 Neuinfektionen, kein weiterer Todesfall +++

7.24 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 40 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Sonntag, 0 Uhr. Es gab keine weiteren Todesfälle. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen liegt damit weiterhin bei 514.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 11.162 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.300 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Frankfurt mit 7,7 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

MELDUNGEN VOM SAMSTAG, 11. JULI

+++ Boom der Autokinos ist wieder vorbei +++

Collage: links Autos vor einer Leinwand, auf der ein Film läuft; rechts zwei Menschen feiern im Auto

18.03 Uhr: Im Frühling bescherte Corona einem fast vergessenen Zeitvertreib eine Renaissance: Mehr als ein Dutzend Autokinos öffneten in Hessen. Beim Filme schauen allein blieb es nicht, es wurde gefeiert, gebetet und getanzt. In Corona-Zeiten schien es ein vielversprechendes Konzept zu sein. Die sonstigen Freizeitmöglichkeiten waren rar gesät, da Kinos, Restaurants und Schwimmbäder geschlossen bleiben mussten. Im Autokino dagegen ließen sich Hygiene- und Abstandsregeln größtenteils mühelos einhalten. Nun, da Kinos, Restaurants und andere Freizeitangebote wieder zurück sind, endet das Vergnügen in vielen Autokinos wieder, wie Sie in unserem Beitrag sehen können.

+++ Corona-Kontrollen auf Rheinschiffen +++

15.28 Uhr: Ein hohes Sicherheitsniveau in Sachen Corona hat die Wasserschutzpolizei den Passagierschiffen auf dem Rhein bescheinigt. Bei intensiven Kontrollen in den vergangenen Tagen seien nur geringfügige Mängel festgestellt worden, teilte die Polizeistation Rüdesheim mit. Diese seien von den Schiffsbetreibern kurzfristig beseitigt worden. Wesentlich ging es um Details zu Brandschutz, Erste Hilfe und Rettungsmittel. Keine Beanstandungen gab es bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

+++ 150 Menschen bei Fenster-Chorkonzert in Bad Hersfeld +++

Chorsänger an den Fenstern des Bad Hersfelder Rathauses

15.00 Uhr: Am Samstagvormittag lauschten rund 150 Menschen einem Fenster-Konzert in der Bad Hersfelder Altstadt. Rund 25 Sänger und Sängerinnen des Obersberg-Chores sangen aus Fenstern rund um den Rathausplatz - mit dem nötigen Corona-Abstand.

Der Chor der Bad Hersfelder Obersberg-Schulen war laut Osthessen-News allerdings nur mit ehemaligen Schülern besetzt. Schüler in Hessen dürfen nach Corona-Vorschriften des Landes derzeit nicht im Chor singen, um sich nicht anzustecken. Der Auftritt war Teil des Bad Hersfelder Programms "Ein anderer Sommer": Weil die traditionsreichen Bad Hersfelder Festspiele wegen Corona ausfallen, hat die Stadt ein Alternativkonzept für die Coronazeit auf den Weg gebracht.

+++ Bund unterstützt Buchmesse mit vier Millionen Euro +++

13.50 Uhr: Der Bund unterstützt die Frankfurter Buchmesse im Oktober mit vier Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm "Neustart Kultur". Ziel der Förderung sei es, in der Corona-Pandemie möglichst vielen Ausstellern aus dem In- und Ausland die Teilnahme zu ermöglichen, teilte die Buchmesse am Freitag mit. Mit dem Geld sollten etwa die Standgebühren für kleine und mittlere Aussteller um bis zu 50 Prozent reduziert werden.

Sie begrüße sehr, dass die weltweit größte Buchmesse trotz der erschwerten Bedingungen stattfinde, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos, dankte der Kulturstaatsministerin "für ihren unermüdlichen Einsatz für die Buch- und Verlagswelt". Die 72. Frankfurter Buchmesse im Oktober ist laut Boos als "Sonderedition mit eigenem Format" geplant. Sie werde auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden und ein "europäisches Gepräge" haben. 

+++ Corona führt zu Müll-Problem in Kasseler Naturschutzgebiet +++

10.06 Uhr: Die Corona-Pandemie hat zu Belastungen für Naturschutzgebiete durch zahlreiche Besucher mit falschem Verhalten geführt. In Kassel gelte dies besonders für das innerstädtische Naturschutzgebiet "Dönche", die Zahl der Besucher habe hier deutlich zugenommen, sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Kassel: "Der dort tätige Schäfer berichtet über eine Zunahme von Müll und beschwert sich insbesondere über freilaufende Hunde, die seine Arbeit erschweren."

Die vielen freilaufenden Hunde würden die Schafsherden in Stress versetzen. Ebenfalls neu sei die massive Zunahme der E-Mountainbiker im gesamten Landkreis Kassel, die in unbekanntem Ausmaß in allen Schutzgebieten und vor allem auch abseits der Wege fahren, hieß es.

+++ 18 Neuinfektionen, kein weiterer Todesfall +++

7.22 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 18 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Samstag, 0 Uhr. Es gab keine weiteren Todesfälle. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen liegt damit weiterhin bei 514.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 11.122 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.200 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Offenbach mit 8,4 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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