In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker vom Sonntag, 14. Juni, zum Nachlesen.

Coronavirus in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen von Sonntag, 14. Juni:

+++ Condor will 1.000 Stellen abbauen +++

22.30 Uhr: Die in Kelsterbach ansässige Fluglinie Condor will infolge der Corona-Krise beinahe jeden vierten Arbeitsplatz abbauen. Davon könnten bis zu 1.000 Stellen betroffen sein, sagte Firmenchef Ralf Teckentrup der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er äußerte zugleich die Einschätzung, dass die durch die Corona-Pandemie bedingte Krise der Luftfahrtbranche noch bis 2024 dauern werde.

+++ Asylbewerberheim in Maintal unter Quarantäne +++

18.55 Uhr: Aufgrund von drei bestätigten Corona-Fällen unter den Bewohnern ist eine Asylbewerber-Unterkunft in Maintal (Main-Kinzig) unter Quarantäne gestellt worden. Dies bestätigte der Main-Kinzig-Kreis am Wochenende. Von der Maßnahme sind rund 100 Bewohner der Einrichtung betroffen. Der erste Fall war nach Angaben des Kreises bereits am vergangenen Sonntag aufgetreten, ein weiterer Fall kam im Laufe der Woche und der dritte schließlich am Freitag dazu. Am Samstag konnten zwar keine weiteren Neuinfektionen festgestellt werden, allerdings warten einige Bewohner noch auf ihre Testergebnisse. Die Behörden vor Ort bemühen sich derzeit zudem darum, mögliche Kontakte der Erkrankten nachzuverfolgen.

+++ Auch Sonntag kaum Verstöße gegen Corona-Regeln +++

17.33 Uhr Bei größtenteils regnerisch- trübem Wetter in Hessen haben sich am Sonntag die meisten Menschen laut Polizei weithin an die Corona-Beschränkungen gehalten. Auf Nachfrage hieß es aus den Präsidien, Beamte hätten kaum einschreiten müssen.  Mit Blick auf Demonstrationen beziehungsweise Mahnwachen in den Innenstädten war es demnach in der Städten ebenfalls ruhig.

Wie die Polizei in Frankfurt mitteilte, gab es lediglich wenige kleinere Veranstaltungen, die aber allesamt friedlich geblieben seien. In Darmstadt gingen etwa 60 Menschen friedlich auf die Straße, um an das Schengener Abkommen von 1995 zu erinnern. Damals wurden in sieben europäischen Staaten die Grenzkontrollen abgeschafft.

+++ Marburger Virologe hofft auf App-Nachfrage +++

16.29 Uhr Was bringt die am kommenden Dienstag startende Corona-App? Das entscheiden nach Überzeugung des Marburger Virologen Stephan Becker vor allem die Bürger. "Der Erfolg dieser Tracing App hängt davon ab, wie viele Menschen sie herunterladen. Sie ist möglicherweise neben Schutzmasken und Abstandhalten ein weiterer Faktor, um aus diesem Lockdown zu kommen", sagte der Leiter des Instituts für Virologie an der Universität Marburg.

Mit der App sollen die Corona-Infektionsketten besser erkannt werden. Sie misst über den Kurzstreckenfunk Bluetooth, ob sich Anwender über einen Zeitraum von 15 Minuten oder länger näher als ungefähr zwei Meter gekommen sind. Wird ein Nutzer positiv auf Corona getestet und teilt er diese Information in der App, werden die anderen Anwender informiert, dass sie in der Nähe einer infizierten Person waren.

+++ Braun räumt Versäumnisse bei App-Entwicklung ein +++

13.19 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat Versäumnisse bei der Entwicklung der Corona-Warn-App eingeräumt. "Aus heutiger Sicht hätten wir die Entscheidung, die Unternehmen mit der technischen Umsetzung der Corona-App zu betrauen, zehn Tage früher treffen sollen", sagte der Politiker aus Gießen der Welt am Sonntag. Braun sprach auch von Differenzen im ursprünglichen Projektteam, die einen schnellen Erfolg verhindert hätten.

Eigentlich sollte die Warn-App bereits Ende April starten, nun soll sie am Dienstag vorgestellt und freigeschaltet werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag. Letzte Tests seien gut verlaufen, hieß es. Mit der App sollen Infektionsketten besser erkannt werden. Sie soll dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Virus nicht wieder stark zunimmt.

+++ Flughafen sieht sich gut vorbereitet +++

9.54 Uhr: Reisen in viele europäische Länder ist ab Montag wieder möglich. Der Frankfurter Flughafen sieht sich gut gerüstet: "Wir haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Vorkehrungen zum Schutz der Gesundheit von Passagieren und Beschäftigten getroffen", sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Zum Beispiel sollen Bodenmarkierungen auf die Abstandsregelungen hinweisen, genauso wie Lautsprecherdurchsagen.

Wo kein Abstand möglich ist, werde mit Plexiglasscheiben und Mundschutz gearbeitet. "Wichtig ist, am Airport wie anderswo auch: Abstand halten, Mundschutz tragen, regelmäßig Hände waschen und desinfizieren", betonte der Sprecher. In den Terminals des Flughafens besteht eine Mund-Nase-Maskenpflicht.

+++ Bäder-Öffnung: Beschäftigte appellieren an Eigenverantwortung +++

9.21 Uhr: Am Montag dürfen in Hessen Schwimmbäder unter Auflagen wieder öffnen. Unter anderem gelten Abstandsregeln und Zugangsbeschränkungen. Die Beschäftigten blicken "gespannt" auf die kommende Woche, wie Michaela Fisseler-Weinrich sagte, die Vorsitzende des Landesverbands Hessen im Bundesverband Deutscher Schwimmmeister. Der Verband vertritt in Hessen rund 250 Mitglieder. Sie appellierte an die Besucher, eigenverantwortlich zu handeln. "Jeder muss darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden. Das ist im Bad ja nicht anders als im Park oder in einem Geschäft."

Fisseler-Weinrich schätzte, dass etwa nur maximal die Hälfte der Bäder gleich am Montag aufmachen wird. Großbetriebe hätten es tendenziell leichter als kleinere Bäder mit wenigen Angestellten. Etwa 20 Prozent der hessischen Bäder würden diesen Sommer nicht öffnen.

+++ Drei Neuinfektionen, keine weiteren Todesfälle +++

7.25 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen im Vergleich zum Vortag um drei registrierte Fälle angestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Sonntag, 0 Uhr. Es gab keine weiteren Todesfälle, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen bei 491 blieb. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.324 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 9.500 (92 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Die mit Abstand höchste Zahl weist der Kreis Hersfeld-Rotenburg mit 20 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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