In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Finden Sie hier den Ticker zum Nachlesen vom 8. April 2020.

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Bouffier will keinen Lockerungs-Wettbewerb +++

22.11 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat vor einem Wettbewerb um die schnellsten Lockerungen der Corona-Beschränkungen gewarnt. In der hessenschau sagte er, es dürfe jetzt nicht um die Frage gehen, wer ist der Schnellste. Vielmehr gehe es darum, was klug, verantwortbar und sorgfältig sei. Bouffier bezeichnete es als Erfolg, dass die Zeit der Verdoppelung bei den Infektionen jetzt bei 12,6 Tagen liege. Das zeige, dass die Maßnahmen wirkten. Gleichsam dürfe man diese Erfolge nicht durch zu schnelles Handeln riskieren.

Ob die Maßnahmen ausreichend seien, müsse man erst noch sehen. Entscheidend ist laut Bouffier eine Besprechung der Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel am kommenden Mittwoch. Da werde abgewogen, was an Lockerungen verantwortet werden könne. Bouffier sagte, er wolle bei Lockerungen im Geschäftsleben vorankommen. In den Schulen sei vorstellbar, dass man schrittweise zunächst mit den Abschlussklassen beginne. Denkbar sei auch Unterricht in Schichten.

Videobeitrag

Video

zum Video Ministerpräsident Bouffier zu Corona-Fragen

hessenschau vom 08.04.2020
Ende des Videobeitrags

+++ Lufthansa verliert jede Stunde eine Million Euro +++

21.06 Uhr: Die Lufthansa verhandelt wegen der Corona-Krise über Staatshilfe - nun ist klar, wie viel Geld die stark gesunkenen Fluggastzahlen wegen der Pandemie den Konzern kosten. "In Summe verlieren wir daher jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve - Tag und Nacht, Woche für Woche und wohl auch noch Monat für Monat", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter. Die Airline befördert statt täglich 350.000 Fluggästen derzeit weniger als 3.000.

Die Lufthansa könne zwar der Krise mit finanziellen Reserven von mehr als vier Milliarden Euro gegenübertreten, allerdings verzeichne der Konzern nur noch einen "Bruchteil der Einnahmen". Deshalb sei absehbar, dass das Unternehmen die Krise nur mit staatlicher Unterstützung überstehen werde. Spohr zeigte sich aber optimistisch, dass die Gespräche positiv enden werden.

+++ Statistiker: Toilettenpapier-Absatz bricht ein +++

20.42 Uhr: Der Verkauf von Toilettenpapier ist in der vergangenen Woche drastisch zurückgegangen. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise habe er unter dem Durchschnittswert der vorausgegangenen sechs Monate gelegen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit. Es sei fast ein Drittel weniger Toilettenpapier verkauft worden als normal. Zum Vergleich: In der Woche davor lag die Verkaufsmenge noch rund 50 Prozent über dem Sechs-Monats-Durchschnitt. Insgesamt seien die Verkaufszahlen der in der Sonderauswertung zur Corona-Krise untersuchten Lebensmittel und Hygieneartikel in der letzten Märzwoche im Vergleich zum Käuferansturm in den ersten Märzwochen größtenteils rückläufig gewesen, so die Statistiker.

+++ Großer Andrang bei Corona-Krisentelefonen +++

20.21 Uhr: Für viele sind die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen im Leben eine psychische Belastung. Die Universitäten Kassel und Frankfurt haben dafür extra Krisentelefone ins Leben gerufen. Schon jetzt zeigt sich: Der Gesprächsbedarf ist groß. Wie vor Ort gearbeitet wird, können Sie hier nachlesen.

+++ Eintracht-Profi Sow will Eier selbst verstecken +++

20.07 Uhr: Auch Eintracht-Mittelfeldspieler Djibril Sow stellt sich wegen der Corona-Krise auf ein ungewöhnliches Osterfest ein. "Wahrscheinlich werde ich selbst ein paar Eier verstecken und dann suchen", sagte der Frankfurter in einem vereinseigenen Interview. "Es ist natürlich nicht ideal. Sonst ist man immer mit der Familie zusammen, und jetzt kann man höchstens facetimen." Die Familie des 23-Jährigen lebt in der Schweiz. Auch der Kontakt zu seinen Mitspielern habe Sow in den vergangenen Wochen gefehlt: "Deshalb sind wir sehr glücklich darüber, dass wir einige Spieler unter Einhalten des Sicherheitsabstandes wiedersehen und uns richtig unterhalten können."

+++ Hygienearzt: Handschuhe schützen nicht +++

19.50 Uhr: Der Kasseler Hygienearzt Markus Schimmelpfennig hat am Mittwoch klargestellt, dass das Tragen von Handschuhen nicht vor einer Corona-Infizierung schützt. "Handschuhe sind total überschätzt, unnötig und überflüssig", sagte der Mediziner im Corona-Update des hr. "Wenn Sie mit dem Handschuh irgendetwas anfassen und danach ihr Gesicht, die Lippen oder die Augen berühren, ist das genauso gefährlich wie mit der nackten Hand." Zudem sei kein Handschuh der Welt zu 100 Prozent dicht, viele fehlerhaft verarbeitet, so Schimmelpfennig. Besser sei deshalb, sich einfach möglichst oft die Hände zu waschen. "Mindestens fünfmal, besser zehnmal am Tag."

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update vom 8. April, 18 Uhr

Coronavirus
Ende des Audiobeitrags

+++ Bereits fünf Tote in Mainhausener Pflegeheim +++

19.32 Uhr: In einem Seniorenpflegeheim in Mainhausen (Offenbach) sind seit Ausbruch der Corona-Krise bereits fünf mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben. Alle bis Mittwochnachmittag Gestorbenen in dem Heim seien über 80 Jahre alt gewesen und hätten diverse Vorerkrankungen gehabt, teilte der Kreis mit. Auch mehrere Beschäftigte seien infiziert. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien in häuslicher Quarantäne. Um eine aktuelle Gesamtübersicht über die Lage in der Einrichtung zu erhalten, hat das Gesundheitsamt nach Angaben des Kreises weitere Tests aller Beschäftigten und Bewohner angeordnet.

+++ "Lesen im Lockdown" mit Dalibor Markovic +++

19.20 Uhr: In Teil 10 unserer Serie "Lesen im Lockdown" liest der gebürtige Frankfurter Dalibor Markovic aus seinem ersten Roman, der 2021 erscheinen soll. Dabei geht es um eine Nebenhandlung des Buches: "Astrid und Frau Lemming".

Videobeitrag

Video

zum Video Dalibor Marković liest aus "Trauer Towers"

Lesen im Lockdown: Dalibor Marković
Ende des Videobeitrags

+++ Marburg richtet Sorgen-Telefon ein +++

19.04 Uhr: Die Stadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf bieten Eltern, Familien und jungen Erwachsenen ab sofort eine kostenlose telefonische Seelsorge bei Corona-bedingten Problemen an. Laut einer Mitteilung vom Mittwoch gibt es die "Beratung am Abend" täglich von 19 bis 22 Uhr. "In Krisensituationen werden die Anspannungen und Sorgen in den Abend- und Nachtstunden besonders groß. Wir möchten für die Familien in dieser Zeit ansprechbar sein und Unterstützung anbieten", heißt es. Die Anrufe können anonym getätigt werden, auf Wunsch wird aber auch professionelle Hilfe vermittelt.

+++ Hessens Studierende vor XXL-Semester +++

18.45 Uhr: Das kommende Sommersemester an den hessischen Hochschulen könnte in die Geschichtsbücher eingehen. Da es aufgrund der Coronakrise ab dem 20. April zunächst nur digitale Angebote gibt, wird die Vorlesungszeit je nach Pandemieverlauf flexibel nach hinten verlängert. Das Semester könnte sich demnach bis weit in den Herbst ziehen. „Wir brauchen einen Puffer“, bestätigte Wissenschaftsminister Angela Dorn (Grüne) am Mittwoch im Corona-Update des hr. Gehen die Studenten also in das längste Semester der Geschichte? „Das kann ich nicht genau sagen, da ich nicht weiß, wie lange die Semester vor einigen 100 Jahren waren“, so Dorn. Klar ist aber: Die Wahrscheinlichkeit ist groß. Klar ist auch: In den Schul-Sommerferien soll es eine Pause geben.

+++ Corona für Hunde und Katzen nicht gefährlich +++

18.19 Uhr: Gute Nachrichten für Haustierhalter: Nach aktuellen Erkenntnissen der Veterinärmediziner ist das Coronavirus für die tierischen Freunde nicht gefährlich. In einem New Yorker Zoo wurde zwar ein Tiger positiv getestet, in Belgien infizierte sich eine Katze, beide Tiere zeigten aber lediglich leichte Symptome. Wie Tierärztin Kirsten Tönnies aus Hattersheim bei hr1 erklärte, könnten Hunde oder Katzen durchaus Virusbestandteile in sich tragen. Das sei aber nicht gleichbedeutend mit einer Ansteckung. Maßnahmen wie Einschläfern oder Separieren seien demzufolge nicht notwendig. Corona-Patienten sollten zum Schutz ihrer Vierpfoter diese aber nicht anhusten oder anniesen. Auch das Ablecken lassen des eigenen Gesichts sei nicht ratsam.

+++ Organisation in Frankfurt hilft in der Corona-Krise weltweit +++

18.03 Uhr: Das neuartige Coronavirus grassiert weltweit und macht auch vor Ländern nicht Halt, die schlechter aufgestellt sind als Deutschland. Genau dort hilft die Frankfurter Organisation Medico International. Denn in manch einem Land zeichne sich eine "nie da gewesenen Extremsituation" ab". Wie Medico International in dieser Krise arbeitet und hilft, erfahren Sie hier.

+++ Onkel-Otto-Gifs in der Corona-Variante +++

17.50 Uhr: Mit unseren neuen animierten GIFs können Sie Onkel Otto als digitalen Gruß verschicken, ihren Liebsten frohe Ostern wünschen oder einfach mal Danke sagen. Als GIPHY-Anwendung oder Download. Neu sind auch Corona-Varianten, die Sie hier entdecken können.

Externer Inhalt

Externen Inhalt von Giphy (animiertes GIF) anzeigen?

An dieser Stelle befindet sich ein von unserer Redaktion empfohlener Inhalt von Giphy (animiertes GIF). Beim Laden des Inhalts werden Daten an den Anbieter und ggf. weitere Dritte übertragen. Nähere Informationen erhalten Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ende des externen Inhalts

+++ Taunusstein hilft Tafeln mit Klopapier-Sonderedition +++

17.38 Uhr: Die Stadt Taunusstein (Rheingau-Taunus) setzt in der Coronakrise auf Humor und unterstützt die Tafeln mit einer Klopapier-Sonderedition. Wie die Gemeinde vor den Toren Wiesbadens am Mittwoch mitteilte, wird der diesjährige Aprilscherz in die Tat umgesetzt und Toilettenpapier mit dem Stadtlogo zum Verkauf angeboten. Mit dem Antragsformular "WC 38a" kann das weiße Hamsterkäufer-Gold ab sofort online bestellt werden, der Erlös geht komplett an die Tafeln. "Wir hoffen, dass die Taunussteiner hier ebenso gut zugreifen wie aktuell bei den Supermarkt-Rollen", kommentierte Bürgermeister Sandro Zehner (CDU) die von ihm initiierte Aktion. Bis zum ersten Wisch-Einsatz dauert es jedoch noch ein bisschen: Die ersten Lieferungen werden Ende Mai erwartet.

+++ SPD fordert einheitliche Standards beim Home-Schooling +++

17.22 Uhr: Die SPD-Landtagsfraktion fordert verbindliche Vorgaben in Hessen für das Lernen daheim - sollte es auch nach den Osterferien wegen der Corona-Krise keinen regulären Schulunterricht geben. "Ohne Standards für den Fall der Fälle sehen wir die Chancengleichheit innerhalb der Schülerschaft massiv gefährdet", warnte der schulpolitische Sprecher Christoph Degen am Mittwoch in Wiesbaden. "Wir erwarten ein Konzept, an dem sich Schulen und Eltern orientieren können."

Dadurch sollen gerade solche Schüler erreicht werden, die zu Hause kein optimales Lernumfeld hätten. "Da, wo es möglich ist, kann es digital weitergehen", schlug Degen vor. "Aber diejenigen Schülerinnen und Schüler, die keinen Zugang und nicht die notwendige Ausstattung zu Hause haben, müssen beispielsweise die Lernmaterialien als komplette Pakete auch in Papierform erhalten."

+++ KinderArt!-Ausstellung online verfügbar +++

17.08 Uhr: Die KinderArt!-Ausstellung des Frankfurter Kinderbüros kann während der Corona-Krise auch online bestaunt werden. Die von jungen Frankfurter Künstlern und Künstlerinnen gemalten Bilder, die für gewöhnlich im Kinderbüro hängen, werden in einem Videoclip und mehreren Fotogalerien zum Durchklicken präsentiert und sind somit rund um die Uhr abrufbar. Förderer des Projekts sind die Aussteller der Creativeworld-Messe, die jedes Jahr Kreativmaterialien an soziale Einrichtungen für Kinder in Frankfurt spenden. Ziel ist es, Büros, Büroflure, Schaufenster, Läden, kahle Wände und andere Orte mit Kinderkunst zu verschönern und somit auf die UN-Kinderrechtskonventionen aufmerksam machen.

+++ Juden feiern Pessach unter erschwerten Bedingungen +++

16.57 Uhr: An diesem Mittwochabend beginnt auch für die hessischen Juden das siebentägige Pessachfest. Für viele Gläubige ist dabei das Kontaktverbot aufgrund der Corona-Pandemie eine enorme Herausforderung. Besonders für orthodoxe Juden, da diese in dieser Woche eigentlich keine technischen Geräte nutzen dürfen. Wie diese mit der aktuellen Corona-Krise umgehen, können Sie hier nachlesen.

+++ Landrat ruft zum Tragen von Schutzmasken auf +++

16.44 Uhr: Im Main-Taunus-Kreis hat Landrat Michael Cyriax (CDU) aufgrund der Corona-Pandemie die Bürger dazu aufgerufen, in der Öffentlichkeit eine Schutzmaske zu tragen. Damit könne jeder einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten. Das alleine würde aber nicht reichen. "Die Maske darf nicht in falsche Sicherheit wiegen", so Cyriax. Nur zusammen mit der Einhaltung der Abstandsregel und weiteren Hygiene-Maßnahmen würde die Maske Erfolg versprechen, so der CDU-Politiker weiter.

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

16.30 Uhr: Während wir Sie in unserem Corona-Ticker über die aktuelle Situation in Hessen informieren, halten unsere Kollegen bei tagesschau.de das weltweite Geschehen im Blick. Hier ein kleiner Auszug:

  • Im Kampf gegen die Corona-Epidemie erwartet die Bundesregierung weiteren Nachschub an Schutzausstattung für das medizinische Personal. Diese Woche sollen 40 Millionen Schutzmasken nach Deutschland kommen
  • Die Weltgesundheitsorganisation habe es mit ihrem Agieren in der Corona-Krise "wirklich vermasselt", hatte US-Präsident Donald Trump der WHO vorgeworfen und mit einem Zahlungsstopp gedroht. Nun hat die WHO den Angriff zurückgewiesen.
  • Das besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Spanien könnte nach Auffassung der Regierung Ende April Schritt für Schritt zu einer gewissen Normalität zurückkehren.

+++ 21 weitere Corona-Fälle in Frankfurter Heim +++

16.17 Uhr: In einem Frankfurter Altenzentrum, in dem in der vergangenen Woche zwei Mitarbeiter und zwei Bewohner positiv auf den Coronavirus getestet worden waren, sind nun weitere Fälle bekannt. Demnach liegen 21 bestätigte Fälle vor - elf Bewohner und zehn Mitarbeiter wurden positiv getestet, wie ein Sprecher der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) mitteilte. Für die Mitarbeiter des August Stunz-Zentrums der Johanna-Kirchner-Stiftung habe das Gesundheitsamt häusliche Quarantäne angeordnet. Die Bewohner des Zentrums würden weiterhin der Pflegeeinrichtung unter verschärften Schutzmaßnahmen betreut, solange sie keine Symptome aufweisen.

Nach Bekanntwerden der ersten Fälle waren rund 120 Bewohner und Mitarbeiter der betroffenen Wohnbereiche getestet worden. Am Dienstagabend trafen nun die letzten Ergebnisse dieser Testreihe ein. Am Mittwoch gab es den Angaben zufolge weitere Tests. Insgesamt wurden am Morgen weitere 170 Mitarbeiter und 142 Bewohner getestet, hieß es.

+++ Ostereier-Suche unter Auflagen möglich +++

16.04 Uhr: Die Polizei hat am Mittwoch eine Frage beantwortet, die wohl vielen Familien am Herzen liegt. "Dürfen wir eine Ostereiersuche machen?" Die Antwort darauf lautet "Jein". Nach Angaben der Polizei Frankfurt ist nichts gegen eine kurze Ostereiersuche mit den eigenen Kindern an einer kaum von Menschen frequentierten Stelle auszusetzen - sofern die geltenden Vorgaben und der nötige Abstand eingehalten werden können. Am ehesten also im eigenen Garten. Eine groß angelegte Suche in einem kleinen Park, zumal wenn dort viel Betrieb ist, wird die Polizei nach eigenen Angaben unterbinden.

+++ Mainufer-Sperrung - Versuch wird wohl beendet +++

15.46 Uhr: Die umstrittene Sperrung des nördlichen Mainufers in Frankfurt wird wahrscheinlich nach dem Sommer beendet. Um den Verkehrsversuch bewerten zu können, fehlen die Zahlen - weil durch die Corona-Krise deutlich weniger Auto gefahren wird. Eine nahtlose Verlängerung der Maßnahme scheint ausgeschlossen, wie die Frankfurter Neue Presse (FNP) am Mittwoch berichtete. Der Verkehrsversuch ist auf dreizehn Monate angelegt, bis Ende August dieses Jahres.

+++ Corona-Streit: Faustschlag und schwere Kopfverletzungen +++

15.36 Uhr: Ein 37-Jähriger hat am Dienstagabend in Frankfurt einem Mann einen Faustschlag verpasst, so dass dieser rückwärts auf einen gepflasterten Gehweg stürzte, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Aufgrund schwerer Kopfverletzungen musste das 44 Jahre alte Opfer von einem Notarzt erstversorgt und anschließend in eine Frankfurter Klinik gebracht werden. Der Zustand ist nach Angaben der Polizei kritisch. Zu dem Konflikt, der maßgeblich wegen der derzeit geltenden Abstandsregelungen in Zeiten der Corona-Krise entstand, war es direkt vor einem Supermarkt im Frankfurter Stadtteil Oberrad gekommen. Der Tatverdächtige hatte sich laut Zeugenaussagen zudem verbal aggressiv gezeigt und stand unter dem Einfluss von Alkohol.

+++ Corona-Newsletter von hessenschau.de +++

15.23 Uhr: Neue Infektionszahlen, Gesetzesänderungen, Notlagen: Täglich überschlagen sich in der Corona-Krise die Ereignisse. Wir beobachten für Sie alles, was in Hessen und darüber hinaus passiert und bereiten die wichtigsten Ereignisse in einem Newsletter für Sie auf. Wie Sie den Newsletter abonnieren können, erfahren Sie hier.

+++ Helfer-vor-Ort legen Corona-Pause ein +++

15.10 Uhr: Der hessische Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat den Kreisverbänden empfohlen, das Helfer-vor-Ort-Angebot während der Corona-Krise ruhen zu lassen. Nach Angaben einer Sprecherin vom Mittwoch ist davon vor allem der Schwalm-Eder-Kreis betroffen, der insgesamt 239 ausgebildete und aktive Ersthelfer im Einsatz hat. Helfer-vor-Ort (HvO) sind geschulte Personen, die bei Unfällen die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit qualifizierten und basismedizinischen Maßnahmen überbrücken.

+++ Gießener Virologe erklärt Impfstoff-Suche +++

14.55 Uhr: Laut des Gießener Virologen John Ziebuhr gibt es bei der Forschung nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus weiter keinen entscheidenden Durchbruch. Es gebe zwar viele Studien und viele Ansätze, wie Ziebuhr am Mittwoch im Corona-Update des hr versicherte, insgesamt sei man aber "nicht wesentlich weitergekommen". Die Schwierigkeit liege vor allem darin, dass die Forscher das neuartige Coronavirus noch nicht im Detail kennen und sich die Suche nach einer passenden Substanz deshalb schwierig gestaltet. Zwar sei das SARS-Virus, das 2002 und 2003 grassierte, dem aktuellen Krankheitserreger sehr ähnlich. Da das Virus damals jedoch sehr schnell verschwand, wurden auch die Untersuchungen aus Kostengründen eingestellt. "Das wurde leider nicht weiter verfolgt," so Ziebuhr.

+++ Corona-Update zum Nachhören +++

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 8. April, 12 Uhr

Coronavirus
Ende des Audiobeitrags

+++ Lufthansa baut für Fracht bei Passagierjets die Sitze aus +++

14.37 Uhr: In der Coronakrise will kaum noch wer fliegen, dafür wird aber die Luftfracht immer wichtiger. Die Lufthansa plant deshalb den Ausbau ihrer Frachtkapazität, indem sie aus vier Passagierjets des Typs A330 die Sitze ausbaut. Dies bestätigte am Mittwoch ein Unternehmenssprecher in Frankfurt.

Die Flieger sollen zusätzlich zu den 17 reinen Frachtmaschinen der Lufthansa Cargo und mehreren bereits mit abgedeckten Sitzen genutzten Passagierjets eingesetzt werden, um dringend benötigte Güter nach Deutschland einzuführen. Darunter sind auch Gesichtsmasken und andere medizinische Schutzausrüstung.

+++ 5.114 Infizierte, 92 Tote +++

14.23 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist auf 5.114 gestiegen. Wie das Sozialministerium am Mittwoch mitteilte, sind seit gestern 269 Neuinfektionen hinzugekommen. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, hat sich im Vergleich zum Dienstag um 13 auf 92 erhöht.

Die meisten Infizierten meldet weiterhin die Stadt Frankfurt (660), gefolgt vom Schwalm-Eder-Kreis (289), dem Main-Kinzig-Kreis (277) und dem Landkreis Offenbach (273).

+++ Besondere Müllentsorgung bei Infizierten +++

14.14 Uhr: Der Rheingau-Taunus-Kreis weist am Mittwoch darauf hin, dass der Hausmüll von Corona-infizierten Menschen anders entsorgt werden soll, als es die bekannte Mülltrennung vorgibt. "Neben Restmüll werden auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne entsorgt", so der Landrat. Der Abfall aus der Restmülltonne werde dann in die Verbrennungsanlage gebracht. Dies entspreche den Empfehlungen des Bundesumweltministeriums (BMU). Das Land Hessen empfiehlt darüber hinaus, die genannten Abfälle mindestens drei Tage vor dem Abholen in die jeweilige Tonne zu geben.

+++ Selbstversuch: Erntehelfer in Corona-Zeiten +++

13.50 Uhr: In ganz Hessen fehlen wegen der Coronakrise Saisonarbeiter. Freiwillige aus anderen Branchen helfen nun beim Spargelstechen, für rund zehn Euro pro Stunde. Doch Erntearbeit ist Knochenarbeit und gar nicht so einfach. Für die Spargelbauern ist es zwar gut, wenn Erntehelfer kommen, doch viele wollen nur kurzfristig einspringen - für die Zeit, in der sie wegen der Corona-Krise ihrem eigentlichen Beruf nicht nachgehen können. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Die freiwilligen Helfer könnten das Coronavirus auf den Hof bringen. Trotzdem ist jede helfende Hand willkommen, wenn der Ertrag am Ende einigermaßen stimmt. hr-Reporterin Anna Vogel hat den Selbstversuch gemacht.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Selbstversuch: hr-Reporterin unterwegs mit Erntehelfern

Spargelstechen ist gar nicht so einfach, wie unserer Reporterin feststellen musste.
Ende des Audiobeitrags

+++ Corona-Tests auch über Ostern +++

13.45 Uhr: Auch an den bevorstehenden Feiertagen können Patienten auf das Coronavirus getestet werden. Einige der Testcenter werden an Karfreitag und Ostersonntag geöffnet haben, wie die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Es sei wichtig, dass bei einer medizinischen Indikation auch über die Feiertage Abstriche genommen werden könnten, sagten die KV-Vorstandsvorsitzenden Frank Dastych und Eckhard Starke der Mitteilung zufolge.

Das Vorgehen solle sich nicht ändern: "Aus unserer Sicht ist es alternativlos, dass Tests nur dann erfolgen, wenn eine medizinische Indikation gegeben ist." Das könne fundiert nur von den Mitarbeitern des ärztlichen Bereitschaftsdienstes oder den Gesundheitsämtern beurteilt werden. "Wir müssen die Test-Kapazitäten derzeit und gerade an Ostern für die Fälle mit echtem Test-Bedarf reservieren - die Patientensteuerung bleibt also genauso wie an normalen Werktagen."

+++ Virologe Stürmer: "Änderung der Maßnahmen absehbar" +++

13.37 Uhr: Noch herrschen aufgrund des Coronavirus in Deutschland und Hessen drastische Maßnahmen. Diese könnten aber bald schrittweise zurückgenommen werden. Zwar warnt Virologe Martin Stürmer, Leiter eines Labors und Dozent für medizinische Virologie an der Uni Frankfurt, davor, zu früh die Nerven zu verlieren. Die Entwicklung der Infektionszahlen würden jedoch Grund zur Zuversicht geben. Es spräche viel dafür, dass "wir die Lockdown-Maßnahmen ändern können", so Stürmer. Das ganze Interview lesen Sie hier.

+++ Antikörper-Tests wohl bald verfügbar +++

13.20 Uhr: Der Gießener Virologe John Ziebuhr rechnet damit, dass es schon bald genügend Antikörper-Tests für eine flächendeckende Überprüfung bereits abgeklungener Infektionen geben könnte. Die ersten Tests seien bereits verfügbar und würden in diagnostischen Laboren schon eingesetzt, sagte der Mediziner am Mittwoch im Corona-Update des hr. Noch sei die Anzahl überschaubar. "Ich bin aber optimistisch, dass in ganz wenigen Wochen gute Antikörper-Tests zur Verfügung stehen werden", so Ziebuhr. Mit Antikörper-Tests können unbemerkte Covid-19-Erkrankungen nachträglich nachgewiesen werden.

+++ Helfer sollen keine Angst vor Abmahnungen haben dürfen +++

13.06 Uhr: Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) hat Abmahnungen an private Hersteller von dringend benötigten Atemschutzmasken als "rechtsmissbräuchlich" kritisiert. "Ich war entsetzt, als ich erfahren habe, dass es Anwälte gibt, die es für sich zur Aufgabe gemacht haben, Privatpersonen, die auf ihrer Nähmaschine für die örtlichen Pflegeheime oder andere Institutionen Gesichtsmasken nähen, abzumahnen", schrieb sie laut an einer Mitteilung ihres Ministeriums vom Mittwoch an Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD).

"Mir ist bewusst, dass dies eine schwierige Gemengelage ist und natürlich auch die Qualität und Wirksamkeit medizinischer Produkte sichergestellt werden müssen", erläuterte Kühne-Hörmann. Gleichwohl bestehe in der derzeitigen Corona-Krise Handlungsbedarf. Aktuell starteten zahlreiche Bürger Initiativen, um Versorgungsengpässen bei der Bekämpfung der Pandemie Rechnung zu tragen. Sie würden abgemahnt, etwa weil sie Vorgaben des Medizinprodukte- oder Wettbewerbsrechts nicht vollständig erfüllten.

+++ DRK: Selbstschutz geht bei Erster Hilfe vor +++

12.50 Uhr: Der hessische Landesverband des Deutschen Roten-Kreuzes (DRK) erinnert in Zeiten des Coronavirus noch einmal besonders daran, dass auch in Erste-Hilfe-Situationen der Eigenschutz vorgeht. Wie eine Sprecherin dem hr am Mittwoch bestätigte, muss sich niemand in die Gefahr einer Infektion bringen, eine Mund-zu-Mund-Beatmung ist beispielsweise für Laien keine Pflicht. "Das muss man nicht machen." Umso wichtiger sei deshalb aber, den Notruf zu wählen, professionelle Hilfe zu holen und Schutzkleidung zu tragen. Einen Rückgang der Erste-Hilfe-Bereitschaft haben derweil weder der DRK noch der Landesfeuerwehr-Verband registriert. "Das ist nicht spürbar", sagte Geschäftsführer Harald Popp.

+++ So arbeitet der hr in Corona-Zeiten +++

12.15 Uhr: Seit Wochen ist auch der hr im Ausnahmezustand. Wie funktioniert eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Zeiten von Corona? Das erklärt Intendant Manfred Krupp.

Videobeitrag

Video

zum hr.de Video Wir sind für Sie da - auch in Corona-Zeiten

Krupp Interview
Ende des Videobeitrags

+++ OLG kämpft mit Corona-Auswirkungen +++

12.10 Uhr: Auch das Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) hat mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. Trotz zahlreicher Einschränkungen und Terminverlegungen seien im März aber noch 456 Verfahren abgeschlossen worden (Februar 517, Januar 536 ), sagte OLG-Präsident Roman Poseck am Mittwoch. Einen wesentlichen Rückgang gab es demnach bei den Auslieferungsverfahren. Dies erkläre sich aus der fast kompletten Einstellung des internationalen Luftverkehrs.

Das Staatsschutzverfahren gegen einen mutmaßlichen Islamisten soll wie geplant am 24. April beginnen. Poseck wies zudem darauf hin, dass eine coronabedingte Verschiebung eines Prozesses keinen Grund darstelle, um einen Untersuchungshäftling nach der gesetzlichen Frist von sechs Monaten aus der Haft zu entlassen. Das OLG habe bei einer Entscheidungn in der Corona-Pandemie einen "hinreichenden Grund" gesehen, diese Frist zu überschreiten und Haftbefehle aufrecht zu erhalten.

+++ Hanau sagt Veranstaltungen bis zum 30. Juni ab +++

11.50 Uhr: Der Krisenstab der Stadt Hanau hat entschieden, vorsorglich weitere Veranstaltungen abzusagen. Damit will die Stadt nach eigenen Angaben mehr Planungssicherheit für die Veranstalter, weniger finanzielle Risiken und eine Minimierung der Verbreitungsgefahr des Corona-Virus erreichen. "Auch wenn sich die Bundes- und Landesregierung erst nach Ostern erklären wollen, ob und wie die Schutzmaßnahmen verlängert werden, haben wir entschieden, dass in Hanau bis zum 30. Juni keine Veranstaltungen stattfinden sollen", erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Betroffen sind alle Veranstaltungen, die von der Stadt ausgerichtet werden oder die in städtischen Räumlichkeiten stattfinden sollten, wie zum Beispiel die Feierlichkeiten zu 700 Jahre Stadtrechte Steinheim, die Reihe "Kultour", die Stadtteilfeste in Klein-Auheim und Kesselstadt, das Apfelweinfest und der Keramikmarkt im Schlossgarten oder der Christopher Street Day.

+++ Hamsterkäufe weiter nicht notwendig +++

11.15 Uhr: Es besteht weiter kein Grund für panische Hamsterkäufe. Das betonte Jochen Ruths vom Hessischen Handelsverband. Hier und da habe es in den vergangenen Tagen zwar Engpässe gegeben. "Jetzt sehen wir an allen Ecken aber Entspannung", sagte er am Mittwoch im Corona-Update zum Nachhören. Die leeren Mehl-Regale seien zudem keine Folge mangelnder Ressourcen gewesen, hier gab es Probleme bei der Produktion der Verpackung. "Die konnte einfach nicht so schnell hergestellt werden." Echte Probleme gibt es weiter nur im medizinischen Bereich bei weltweit gefragten Produkten wie Desinfektionsmitteln oder Schutzkleidung.

Und hier ein paar Rezepte aus der hr3-Redaktion für Osterkuchen ohne Mehl

Karottenkuchen ohne Mehl

+++ Keine Angst vor Päckchen und Briefen +++

11.07 Uhr: Gute Nachrichten für alle Shopping-Freunde: Bestellte und in Päckchen gelieferte Waren können auch in Zeiten von Corona sorgenfrei entgegengenommen werden - ebenso Briefe. Wie der Kasseler Hygienearzt Markus Schimmelpfennig am Mittwoch im Corona-Update zum Nachhören bestätigte, besteht keine Ansteckungsgefahr. "Pakete sind in der Regel trocken. Und Trockenheit mag das Virus gar nicht." Das Annehmen, Aufmachen und Auspacken sei absolut kein Problem, nicht mal Händewaschen sei danach nötig.

+++ Minister Al-Wazir: Keine Scham vor Hartz IV +++

10.50 Uhr: Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat noch einmal darauf hingewiesen, dass Kurzarbeiter während der Corona-Krise auch Leistungen der Grundsicherung (Hartz IV) beantragen können. Bürger, die Gehaltseinbußen wegen Kurzarbeit haben und deshalb in finanzielle Schieflage geraten, "sollten sich nicht schämen", betonte Al-Wazir im Corona-Update des hr. Eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, das derzeit bei 60 (bzw. 67 für Eltern) Prozent des Nettolohns liegt, hält Al-Wazir für nicht praktikabel. Die Bundesagentur für Arbeit habe nur begrenzte Rücklagen. "Und wir wollen nicht in die Situation kommen, dass es keine Rücklagen mehr gibt."

+++ Corona-Update zum Nachhören +++

10.35 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus:

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 8. April, 9 Uhr

Coronavirus
Ende des Audiobeitrags

+++ Drei Amtshilfeersuche aus Hessen an die Bundeswehr +++

10.23 Uhr: Drei Amtshilfeersuche, also Anfragen nach Unterstützung wegen Corona durch die Bundeswehr, sind bislang an das Landeskommando Hessen der Bundeswehr gestellt worden. Ein Antrag aus dem Innenministerium wurde bewilligt, dabei ging es um die Unterstützung mit logistischem Fachpersonal, teilte ein Sprecher dem hr mit. Aus dem Lahn-Dill-Kreis kam ein Antrag auf personelle und materielle Unterstützung im medizinischen Bereich, der abgelehnt wurde. Ein weiterer Antrag aus Darmstadt wurde vom Antragsteller zurückgezogen.

Beim Landeskommando haben sich 128 Reservisten aus Hessen freiwillig für einen möglichen Einsatz gemeldet, das erfasst allerdings noch nicht diejenigen, die sich direkt in Berlin bei einer zentralen Stelle gemeldet haben. Die Reservisten werden je nach Qualifikation und Bedarf für den Sanitätsdienst gebraucht oder als "Reserve zur Erhöhung der Durchhaltefähigkeit" der aktiven Soldaten. Die Bundeswehr hält zur Zeit insgesamt 15.000 aktive Soldaten als "helfende Hände" bereit, dazu kommen 17.000 Soldaten aus dem Sanitätsdienst für "Hilfeleistungen Corona".

+++ Hessische Eismacher protestieren +++

10.15 Uhr: Sie wollen sich ihr Geschäft nicht kaputt machen lassen und protestieren – natürlich online: 29 hessische Selbstständige, die insgesamt 33 Eisdielen von Darmstadt bis Fulda betreiben, haben eine Initiative zur Rettung ihrer Betriebe gegründet. Sie fordern, auch in Zeiten von Corona ihr Eis verkaufen zu dürfen, außer Haus und als Lieferservice.

Derzeit müssen alle Eisdielen in Hessen geschlossen bleiben, sie dürfen nicht liefern und keinen Straßenverkauf anbieten. Hessen ist das einzige Bundesland mit einer derart strengen Regelung, in den meisten anderen Bundesländern ist zumindest ein Lieferservice erlaubt. Das finden die Initiatoren ungerecht. Trotz der Corona-Soforthilfe würden viele kleine Eisdielen Insolvenz anmelden müssen. Eisdielen verdienen von März bis Juni rund 75 Prozent ihres Jahresumsatzes und können Mindereinnahmen oft später nicht mehr ausgleichen.

Videobeitrag

Video

zum Video Streit um Eisdielen-Schließung

hsk
Ende des Videobeitrags

+++ Nachbarschaftshilfe in Frankfurt boomt +++

9.30 Uhr: Nachbarschaftshilfe und freiwilliges Engagement sind die Zauberworte dieser Tage. "So schlimm diese Pandemie ist, aber es bringt auch eine Rückbesinnung", sagte Elke Herfert vom "Corona Call-Center" bei der Ehrenamtsagentur der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO). Täglich gebe es neue Unterstützungsangebote.

Diese Erfahrung machten auch drei Frankfurter Medizinstudentinnen, die vor gut drei Wochen die Initiative "Frankfurt gegen Corona" gründeten, um vor allem Menschen aus der Risikogruppe beim Einkaufen zu entlasten und zu vermeiden, dass sie sich durch Verlassen ihrer Wohnung unnötigen Risiken aussetzen. Innerhalb von 24 Stunden hätten sich nach Angaben der Initiatorinnen 350 Helfer auf den Aufruf gemeldet. Mittlerweile sei die Zahl auf fast 400 gestiegen, vorerst würden keine weiteren Freiwilligen mehr aufgenommen, die Warteliste zähle schon über 200 Menschen.

+++ Neuseeland-Rückkehrer landen in Frankfurt +++

9.00 Uhr: In der Nacht sind weitere Rückkehrer aus Neuseeland in Frankfurt gelandet. Rund 900 Reisende wurden zu nächtlicher Stunde in Empfang genommen und mit Snacks und Getränken versorgt. Die beiden Flüge hatten sich verspätet und kamen gegen 1 und 3 Uhr an. In den kommenden Tagen stehen weitere Rückholflüge an. Mehr als 200.000 im Ausland gestrandete Deutsche sind bereits wieder daheim. Etwa 40.000 warten immer noch auf die Rückreise, die meisten in Neuseeland, Südafrika und Peru.

Videobeitrag

Video

zum Video 900 Neuseeland-Rückkehrer gelandet

hessenschau kompakt von 16:45 Uhr vom 08.04.2020
Ende des Videobeitrags

+++ Mehrere Klagen gegen Corona-Beschränkungen +++

8.35 Uhr: In Hessen wehren sich immer mehr Bürger per Gericht gegen behördliche Corona-Beschränkungen. Vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel sind mehrere Verfahren anhängig. "Beim 8. Senat ist mittlerweile ein weiterer Eilantrag eingegangen, der sich gegen sämtliche Beschränkungen der einschlägigen Verordnungen richtet", sagt ein Sprecher. Wann darüber entschieden werde, sei noch unklar.

Am Dienstag hatte der Gerichtshof den Eilantrag eines Katholiken abgelehnt, der sich gegen das Gottesdienstverbot an Ostern wehrte. Noch am Laufen ist ein Eil-Verfahren, mit dem sich der Betreiber eines Fitnessstudios gegen Beschränkungen wehrt. Auch an den Verwaltungsgerichten sind noch Verfahren anhängig.

+++ Kirche: Ostern findet trotz Corona statt +++

8.20 Uhr: Die Karwoche hat begonnen, Ostern steht vor der Tür - immerhin das wichtigste Fest des Kirchenjahres. Doch Katholiken und Protestanten müssen in diesem Jahr wegen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen neue Wege finden. Die Kirche betont: "Ostern findet statt." Aber eben nicht wie gewohnt, sagte ein Sprecher des Bistums Fulda.

So plant das Bistum Limburg wie das Bistum Mainz eine Live-Übertragung aus dem Dom - ohne versammelte Gemeinde. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau überträgt nicht nur Online-Gottesdienste, sondern verschickt "Hoffnungsbriefe" an alle evangelischen Haushalte im Kirchengebiet. "In dieser Zeit beten wir viel häufiger als sonst", sagte Kirchenpräsident Volker Jung.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

Ende der weiteren Informationen