In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom Mittwoch, 20. Mai 2020.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen aus Hessen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen vom 20. Mai:

+++ Jugendherberge Burg Ludwigstein in finanziellen Nöten +++

20.54 Uhr: Normalerweise sind auf Burg Ludwigstein bei Witzenhausen (Werra-Meißner) Übernachtungen möglich. Das abenteuerliche Angebot nehmen vor allem Schulklassen in Anspruch. Doch wegen der Coronakrise steht das Projekt jetzt auf der Kippe. Ein Beitrag aus der hessenschau.

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+++ Was trotz Corona am Vatertag erlaubt ist +++

20.49 Uhr: Vatertag ist Ausflugstag. Da in Zeiten von Corona ausufernde Ansammlungen jedoch verboten sind, müssen alle Papas und Möchtegern-Papas umdenken. Ganz oben auf der schwarzen Liste: Gruppen-Torkeln. Was trotz Corona erlaubt ist und was nicht, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

+++ Corona lässt die Müllberge wachsen +++

19.50 Uhr: Abfallbetriebe und Entsorger haben derzeit ordentlich zu tun - rund 20 Prozent mehr gelbe Säcke müssen sie entsorgen. Mex, das Wirtschaftsmagazin, zeigt, warum Corona die Müllberge wachsen lässt.

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Müllberge in Corona-Zeiten
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+++ Zwei Drittel weniger Touristen in Frankfurt +++

19.40 Uhr: Der Tourismus in Frankfurt ist im März wegen der Corona-Krise um rund zwei Drittel eingebrochen. Mit etwa 296.900 Übernachtungen (minus 66,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) und 176.234 Gästen (minus 66 Prozent) waren die Zahlen so niedrig wie zuletzt im März 1998, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Damit war der Rückgang in Frankfurt noch stärker als im Landesdurchschnitt. Das Statistische Landesamt hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, der gesamte hessische Tourismus sei wegen der Corona-Beschränkungen im März um mehr als die Hälfte eingebrochen.

+++ Frankfurter Wohnmobil-Vermieter doppelt so gefragt +++

19.12 Uhr: Das Frankfurter Unternehmen Roadsurfer vermietet Wohnmobile. Spezialisiert haben sich die Betreiber auf VW Busse. Durch Corona boomt das Geschäft: "Wir werden gerade richtig überrannt", sagt Verleiherin Stephie Niemann. Die täglichen Buchungen seien aktuell fast doppelt so hoch wie vor der Corona-Krise - weil viele hessische Urlauber Kontakt zu anderen vermeiden wollen. Die hessenschau kompakt hat das Unternehmen besucht.

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hessenschau kompakt
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+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

18.45 Uhr: Während wir Sie in unserem Ticker über die Entwicklung des Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kollegen von tagesschau.de in ihrem Liveblog über das weltweite Geschehen. Hier ein kleiner Auszug, was am Mittwoch wichtig war:

  • Italien plant, seine Flughäfen ab dem 3. Juni wieder zu öffnen. Inländische und internationale Reisen sollen dann wieder ohne pauschale Quarantäne möglich sein. Bereits seit dieser Woche gibt es in Italien wieder mehr Zugverbindungen.
  • Bei den bundesweiten Labortests auf das Coronavirus sind immer weniger Proben positiv. Das geht aus dem jüngsten Bulletin des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach waren in der 20. Kalenderwoche vom 11. bis zum 17. Mai von rund 425.000 übermittelten Testergebnissen 1,7 Prozent positiv. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn dieser Statistik Mitte März.
  • Eltern, die wegen der coronabedingten Kita- und Schulschließungen nicht arbeiten können, sollen länger eine Lohnfortzahlung erhalten. Um "die nötige Sicherheit in ungewisser Lage" zu geben, solle die Lohnfortzahlung je Elternteil von derzeit maximal sechs Wochen auf bis zu zehn und für Alleinziehende auf bis zu 20 Wochen verlängert werden, kündigte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) an.
  • Update 19.56 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet mit 106.000 Neuinfektionen weltweit so viele wie noch nie binnen eines Tages. Sorgen bereiten laut WHO insbesondere die steigenden Fallzahlen in ärmeren Ländern.

+++ Bundesregierung einigt sich offenbar auf Lufthansa-Rettung +++

18.28 Uhr: Nach einem Bericht des Magazins Spiegel haben sich die Spitzen der Bundesregierung darauf geeinigt, dass der Staat bei der wegen der Corona-Krise angeschlagenen Lufthansa einsteigen soll. Demnach soll sich der Bund mit 25 Prozent plus einer Aktie an der Airline beteiligen und ihr auch weiteres Kapital zur Verfügung stellen. Im Gegenzug soll die Bundesregierung zwei Aufsichtsräte besetzen. Insgesamt dürfte sich die Beteiligung auf neun Milliarden Euro addieren.

Nach Informationen der Deutschen Presseagentur will sich der Bund mit weniger als 25 Prozent an dem Unternehmen beteiligen und hätte somit keine Sperrminorität, um wichtige Entscheidungen zu blockieren. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte sich immer gegen zuviel Einfluss des Staates bei der Airline ausgesprochen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, mit einer Entscheidung sei "in Kürze" zu rechnen. Man stehe in intensiven Gesprächen mit dem Unternehmen und der EU-Kommission. Details zu laufenden Gesprächen werde sie nicht nennen.

+++ Eingeschränkte Kita-Öffnung ab dem 2. Juni +++

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17.18 Uhr: Die Landesregierung und die hessischen Kommunen haben sich am Mittwoch auf ein gemeinsames Konzept für eine weitere Öffnung der Kitas ab dem 2. Juni geeinigt. Damit soll laut Sozialministerium überall eine eingeschränkte Regelbetreuung möglich sein - sofern die Betreuungskapazitäten dies zulassen. Die freien Plätze sollen von den Kita-Trägern, ggf. in Absprache mit dem Jugendamt, vergeben werden. Zu Räumlichkeiten und Gruppengrößen macht das Land keine Vorgaben.

Das Konzept sieht im Gegenzug aber auch eine Verschärfung bei der Notbetreuung vor: Bislang reichte für einen Anspruch, dass ein Elternteil in einem der kritischen Berufe tätig ist - unabhängig von der Tätigkeit des anderen Elternteils. Ab dem 2. Juni muss das andere Elternteil ebenfalls berufstätig sein (wenn auch nicht in einem kritischen Beruf), damit der Anspruch weiterhin besteht. Was diese Regelung konkret für Kinder bedeutet, die aktuell in der Notbetreuung sind, ist unklar.

+++ Corona-App der TU Darmstadt fertig zum Download +++

16.46 Uhr: Die TU Darmstadt hat eine Corona-App entwickelt, die ab Montag kostenlos auf Android-Handys geladen werden kann. "Die App braucht keine Registrierung. Sobald Sie in der Nähe von jemandem sind, der die App auch installiert hat, sammeln Sie sozusagen Kontaktdaten" sagte Entwickler Ahmad-Reza Sadeghi im Corona-Update des hr. Wegen der Inkubationszeit des Virus würden die Daten nach 14 Tagen gelöscht. "Sollte sich jemand mit Corona infiziert haben, verschickt der Server automatisch eine Nachricht an die Kontaktliste." Das alles geschehe anonymisiert.

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+++ Streaming-Plattform für DJs und Konzerte startet +++

15.39 Uhr: Für Musikclubs ist noch kein Ende der Corona-Krise in Sicht. In Berlin haben sich deshalb mehrere Clubs zusammengetan und eine Streaming-Plattform ins Leben gerufen. Mit "United We Stream" werden DJ-Sets und Live-Konzerte ins Netz gestellt. Das Format startet am Mittwochabend auch mit hessischen Clubs. Wie dabei Partystimmung aufkommt und ob diese Notlösung die Clubs retten kann, erklärt Organisator Klaus Bossert im Interview.

+++ Kellerwald-Uhr öffnet an Christi Himmelfahrt +++

15.21 Uhr: Pünktlich zum Feiertag öffnet die Kellerwald-Uhr in Frankenau (Waldeck-Frankenberg) wieder für Besucher. Die Ausstellung über die Beziehung zwischen Menschen und Wald im Laufe der Jahrhunderte kann ab Donnerstag wieder täglich von 10 bis 18 Uhr besucht werden. Es gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. E-Scooter werden nicht verliehen.

Auch die Wanderungen im Nationalpark finden ab Sonntag wieder statt. Das Angebot sei reduziert, weil nicht bei allen Wanderungen der Mindestabstand eingehalten werden könne. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn beschränkt, eine Anmeldung ist notwendig.

Ein Kind auf dem Urwaldsteig

+++ Schwimmbäder öffnen für den Vereinssport +++

14.47 Uhr: Ab dem 1. Juni dürfen Schwimmbäder in Hessen unter Beachtung der im Sport vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln für Schwimmvereine und -kurse wieder öffnen. Das hat das Corona-Kabinett der Landesregierung beschlossen. Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU) sagte dazu am Mittwoch, für Vereinsschwimmer, die sonst mehrmals die Woche trainierten, sei die wochenlange Schließung der Bäder eine lange Zeit gewesen. "Aufgrund der niedrigen Infektionszahlen und der guten Hygienekonzepte der Schwimmbadverbände und -betreiber ist es nunmehr verantwortbar, unsere Frei- und Hallenbäder für den Vereinssport wieder zu öffnen."

Die Öffnung der Schwimmbäder erfolgt stufenweise. Für Sport-Abiturienten sowie Profi-Sportler sind sie bereits wieder geöffnet, nun kommen Vereine und Schwimmkurse hinzu. In einem weiteren Schritt sollen Schwimmstätten auch für den allgemeinen Sportbetrieb mit reduzierten Besucherzahlen geöffnet werden. Hierfür steht noch kein Termin fest. Sauna- und Wellnessbereiche müssen geschlossen bleiben.

+++ Fraport Skyliners spielen am 7. Juni +++

14.32 Uhr: Die Fraport Skyliners aus Frankfurt starten beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga (BBL) gegen Pokalsieger Alba Berlin. Das geht aus dem Spielplan hervor, den die BBL am Mittwoch veröffentlicht hat. Demnach treten die Hessen am 7. Juni um 16.30 Uhr in München an. Wegen der Corona-Krise wurde die laufende BBL-Saison unterbrochen und soll nun mit einem zentralen Turnier beendet werden. 10 der 17 Bundesligisten spielen mit. Neben Alba trifft Frankfurt auch auf die MHP Riesen Ludwigsburg (9. Juni), Rasta Vechta (11. Juni) und Brose Bamberg (13. Juni). 

lamont jones beim wurf

+++ Condor fliegt wieder öfter +++

14.24 Uhr: Der staatlich gerettete Ferienflieger Condor hebt wieder zu mehr Ferienzielen ab. Bis zum Beginn der Sommerferienzeit am 25. Juni soll das Flugprogramm auf rund 40 Prozent des ursprünglich geplanten Verkehrs hochgefahren werden, kündigte das Unternehmen in Frankfurt an. Von acht deutschen Flughäfen seien dann zusammen 29 Destinationen in Europa mit rund 300 wöchentlichen Verbindungen erreichbar. Zwei von drei ursprünglich geplanten Zielen werden damit angeflogen. Die Condor hatte in der Corona-Krise mit einem staatlichen Überbrückungskredit gerettet werden müssen, nachdem eine bereits vereinbarte Übernahme durch die polnische Lot-Mutter PGL geplatzt war.

+++ 115 Neuinfektionen, 4 neue Todesfälle +++

14.01 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Hessen steigt wieder stärker. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, lag die Zahl der Neuinfektionen am Mittwoch bei 115. Das sind so viele wie zuletzt vor knapp zwei Wochen. Die Zahl der Todesfälle stieg um vier auf 446. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 9.483 Fälle gezählt. Davon gelten rund 8.200 (86 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte aber weiterhin weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Die höchsten Werte liegen laut RKI bei umgerechnet 17 Fällen in Frankfurt und 13 in der Stadt Wiesbaden.

+++ Wenn die Coronakrise Frauen doppelt trifft +++

13.00 Uhr: In der Coronakrise droht Frauen überproportional der Jobverlust. Wenn sie ihn behalten, haben sie oft noch eine ganz andere Last zu tragen, wie das Beispiel einer Reiseberaterin aus dem Kreis Offenbach zeigt.

+++ Land rechnet mit Rekord-Steuerloch wegen Corona +++

12.52 Uhr: Wegen der Corona-Krise rechnet Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) mit Steuerausfällen in Höhe von fast drei Milliarden Euro - allein in diesem Jahr. Das Steuer-Minus könnte bis zum Jahr 2023 sogar auf 6,4 Milliarden Euro anwachsen, teilte er am Mittwoch mit. Einen solchen Einbruch der Steuereinnahmen gab es noch nie in Hessen. Die Berechnung ist abgeleitet von Zahlen, die der Arbeitskreis Steuerschätzung vergangene Woche für ganz Deutschland vorlegte. Zu den Einnahmeausfällen kommen zusätzliche Belastungen durch Soforthilfen für Unternehmen und Vereine sowie die Unterstützung des Gesundheitswesens. Der bereits verabschiedete Nachtragshaushalt wird bei Weitem nicht reichen. Mitte Juni will der Finanzminister dem Landtag deshalb einen zweiten Nachtrag vorlegen.

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+++ Einzelhandelsumsätze trotz Krise stabil +++

12.19 Uhr: Die Umsätze im hessischen Einzelhandel sind im März trotz der vielen corona-bedingten Geschäftsschließungen stabil geblieben. Online-Händler und Supermärkte glichen in der Gesamtbetrachtung Rückgänge im übrigen Einzelhandel aus, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden berichtete. Die Zahl der Beschäftigten sei im gesamten hessischen Einzelhandel im Vergleich zum März 2019 sogar um 0,7 Prozent gestiegen. In der zweiten Märzhälfte hatten wegen der Kontaktbeschränkungen zahlreiche Geschäfte in Hessen dichtmachen müssen. Offen blieben nur Läden, die Dinge für den täglichen Bedarf verkaufen. Dazu zählen Lebensmittelgeschäfte, Apotheken oder Baumärkte.

Starke Einbußen mussten entsprechend vor allem Geschäfte mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren hinnehmen, ihre Umsätze brachen um knapp 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Auch die Umsätze im Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik gingen um gut ein Fünftel zurück. Profitiert hat dagegen erneut der Internet- und Versandhandel mit einem Umsatzplus von 16 Prozent. Auch die Umsätze von Geschäften mit verschiedenen Waren, zu denen etwa Supermärkte zählen, legten preisbereinigt um fast zehn Prozent zu.

+++ Luminale-Kunstwerk am Uniklinikum +++

11.50 Uhr: Mit der zehnten Luminale sollte vom 12. bis 15. März eines der besucherstärksten Festivals nach Frankfurt kommen. 111 lichtkünstlerische Arbeiten sollten zu sehen sein. Nur wenige Stunden vor der geplanten Eröffnung musste die Lichtkunst-Biennale jedoch abgesagt werden. Doch nicht alle Installationen verschwinden in den Requisitenlagern, wie die Festivalleitung am Mittwoch mitteilte.

Light Anemones - Luminale

Der Künstler Malte Kebbel hat sein Projekt "Licht-Anemonen" ans Universitätsklinikum Frankfurt gebracht. Das Kunstwerk besteht aus drei rotierenden, überdimensionalen Blüten aus gebogenen Titan-Edelstahl-Spiegeln. Ursprünglich hatte er sie im Garten des Frankfurter Karmeliterklosters installiert. Nach der Absage leuchteten sie zuerst im St. Elisabeth Krankenhaus in Jülich, welches in der Nähe von Heinsberg liegt, das von der Pandemie zuerst besonders betroffen war. Jetzt kommen sie zurück nach Frankfurt und leuchten für mehrere Wochen in der Grünanlage vor dem Haupteingang des Klinikums.

+++ Weniger Abgase in der Corona-Krise +++

11.20 Uhr: Die Corona-Krise mit deutlich weniger Verkehr hat für sauberere Luft und weniger Lärm in Hessen gesorgt. Die Pandemie habe zu einer kleinen Atempause für die Umwelt geführt, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden. Das belegten Messungen und Berechnungen des Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zum Schadstoffausstoß im Straßen- und Flugverkehr.

Diese Daten zeigten ganz klar, dass weniger Verkehr zu weniger Abgasen führe, erklärte HLNUG-Präsident Thomas Schmid. Das gelte besonders beim Stickstoffdioxid. Diese Entwicklung sei aber kein Anlass, die Maßnahmen der Luftreinhalteplanung infrage zu stellen. Der Corona-Effekt werde nur von kurzer Dauer sei, weil sich der Straßenverkehr bereits wieder normalisiert. Damit kehrten auch die alten Immissionsbelastungen wieder zurück.

+++ Rund 70 Corona-Fälle in Frankfurter Flüchtlingsunterkunft +++

Update 16.34 Uhr: Nach Angaben der Stadt hat bisher nur ein infizierter Mann Symptome entwickelt und wird in einem Krankenhaus behandelt. Die Erkrankung dieses Mannes war den Angaben zufolge der Anlass zu weiteren Tests. Nachdem auch hier Covid-19-Fälle ohne Krankheitserscheinungen nachgewiesen wurden, folgte am Sonntag ein Test der übrigen Bewohner und Beschäftigten. Allerdings müssen noch 50 Menschen im Nachgang getestet werden, die am Sonntag nicht anwesend waren. Die Grenze von 50 Neuerkrankungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner werde durch die Infektionen in der Unterkunft bisher nicht gerissen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsdezernats.

11.03 Uhr: In einer Frankfurter Flüchtlingsunterkunft haben sich 65 Bewohner und zwei Mitarbeiterinnen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das die Einrichtung betreibt, mit dem Coronavirus infiziert. Das hat Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) dem hr bestätigt. Demnach haben sich die überwiegend muslimische Männer offenbar beim gemeinsamen Fastenbrechen infiziert. Die ersten Bewohner seien nun in ein Appartment-Hotel umgezogen, teilte die Stadt am Nachmittag mit. Weitere Bewohner zögen am Freitag in ein anderes Hotel. Nicht Infizierte würden bis dahin räumlich getrennt, Hygienemaßnahmen nochmal verschärft.

+++ Vereinigung Cockpit warnt vor Insolvenzlösung +++

10.59 Uhr: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat vor einer Insolvenz in Eigenverwaltung bei der wegen der Corona-Krise angeschlagenen Lufthansa gewarnt. Sie würde eine "schwerwiegende Vertrauenskrise von Mitarbeitern, Kunden, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in das Unternehmen auslösen und die Zukunft deutscher Airlines nachhaltig gefährden", erklärte VC-Präsident Markus Wahl.

Das Unternehmen prüft dieses Schutzschirmverfahren für den Fall, dass eine umfangreiche Staatshilfe in den derzeit laufenden Gesprächen mit der Bundesregierung nicht zustande kommt. Die Piloten mahnten die Beteiligten, die Verhandlungen nicht am Streit über Details zur möglichen Staatsbeteiligung scheitern zu lassen. Starke Airlines wie die Lufthansa seien für eine Exportnation wie Deutschland unentbehrlich, mahnte Wahl.

+++ "Werkstatt der Jungen Filmszene" geht online +++

10.32 Uhr: Das Filmfestival "Werkstatt der Jungen Filmszene" (26. Mai bis 1. Juni) geht erstmals als Online-Ausgabe an den Start. Das von einer Jury ausgewählte Filmprogramm setze sich aus 77 Filmen zusammen, teilte die Stadt Wiesbaden mit. Vom Spielfilm bis zur anspruchsvollen Dokumentation sei alles dabei. Zur Verfügung stehe das Programm auf der Internet-Plattform "Vimeo". Über ein Videokonferenz-Tool gibt es Werkstatt-Filmgespräche. Alle Informationen gibt es unter werkstatt.jungefilmszene.de.

+++ Kein Alkoholverbot am Vatertag in Hessen +++

10.02 Uhr: In einigen Regionen Deutschlands gilt wegen der Corona-Pandemie ein Alkoholverbot an Christi Himmelfahrt, dem Vatertag. Das Land Hessen plant nichts dergleichen, erklärte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch im Corona-Update des hr. "Wir appellieren weiterhin an die Bevölkerung, dass sie sich vernünftig verhält", sagte Klose. Hessen stehe bei den Infektionszahlen so gut da, weil alle sich an die Regeln gehalten hätten - und das sei auch am Vatertag angesagt.

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+++ hessenschau.de-Nutzer machen Urlaub in Deutschland +++

09.50 Uhr: Apropos Urlaubsflüge: Am Dienstag haben wir die hessenschau.de-Nutzer gefragt, ob sie in diesem Jahr ihren Urlaub im Ausland verbringen wollen. Hier das Ergebnis der nicht repräsentativen Umfrage:

  • 51 Prozent bleiben in Deutschland
  • 27,4 Prozent möchten den Urlaub im Ausland verbringen
  • 21,9 Prozent schreiben, dass sie sich keinen Urlaub leisten können

+++ Wieder Sylt-Flüge ab Kassel Calden +++

09.32 Uhr: Wegen der Corona-Krise hatte auch der Kassel Airport in Calden seinen Betrieb zurückgefahren. Touristische Flüge waren bis Ende April komplett ausgesetzt, das Passagierterminal und die Gastronomie für die Öffentlichkeit geschlossen, Reisebüros nur telefonisch oder per E-Mail erreichbar. In einigen Bereichen hatte der Airport mit 170 Mitarbeitern Kurzarbeit angemeldet.

Ab Mittwoch starten nun wieder Flieger von Kassel nach Sylt, wie der Airport mitteilte, und das gleich zwei Mal pro Woche. Bislang stand nur der Samstag auf dem Sylt-Flugprogramm, jetzt eben Mittwoch und Samstag.

Flughafen Kassel in Calden

+++ Wintershall Dea streicht Ausgaben zusammen +++

08.48 Uhr: Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea streicht nach einem Nettoverlust im ersten Quartal seine Ausgaben für das laufende Jahr zusammen. Die Investitionen sollen mit 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro rund 30 Prozent geringer ausfallen als zunächst geplant, teilte die Beteiligung des Chemiekonzerns BASF am Mittwoch in Kassel mit. Zudem hat das Unternehmen seine Betriebskosten um 10 Prozent zurückgefahren und seine Liquidität mithilfe neuer Kreditlinien auf mehr als 2,4 Milliarden Euro aufgestockt. Die Dividende auf die Stammaktien hat Wintershall Dea ausgesetzt.

Die Lage auf den Öl- und Gasmärkten sei zunehmend schwierig geworden, hieß es. Wintershall Deal sei aber dank niedriger Kosten, seines von Gas dominierten Geschäfts und einer gesunden Bilanz in einer guten Position. Die Produktion laufe stabil, was angesichts der Corona-Krise nicht selbstverständlich sei. Weitere Börsenmeldungen bei börse.ard.de.

Wintershall-Zentrale in Kassel

+++ Erste Sportplätze wieder geschlossen +++

08.38 Uhr: Lockerungen über die Maßen ausgenutzt: In Groß-Zimmern (Darmstadt-Dieburg) haben die Behörden die ersten Sportplätze wieder dicht gemacht. Das Sportfeld in der "Grünen Mitte" und der Basketballplatz am Jugendzentrum seien in einer Form genutzt worden, die so nicht länger zu dulden war, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Das heißt übersetzt: Zu viel Menschen auf einem Haufen, keinerlei Abstand, Ermahnungen erfolglos. Wer das Kicken und Körbewerfen dort trotzdem nicht lassen kann, dem droht eine Ordnungsstrafe.

+++ Blutspenden werden knapp +++

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07.33 Uhr: Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Baden-Württemberg und Hessen verfügt derzeit über außergewöhnlich wenige Reserven. In den beiden Bundesländern kann das DRK nicht einmal den Bedarf eines durchschnittlichen Tages abdecken, wie die Kollegen vom ARD-Hauptstadtstudio recherchiert haben. Konkret reiche der Bestand für 0,9 Tage - ähnlich dünn sieht es in Teilen Ost- und Norddeutschlands aus. "Das ist der niedrigste Stand, den ich in meinem Berufsleben erlebt habe", sagte Eberhard Weck vom Blutspendedienst.

Eine Unterversorgung mit den potenziell lebenswichtigen Reserven drohe bei einem größeren Notfall. Dann müssten womöglich andere Bundesländer aushelfen. Der Weg ist dann natürlich weiter.

Das DRK deckt mit seinem Blutspendedienst etwa 70 Prozent des Bedarfs in Deutschland ab. Wegen der Corona-Pandemie hätten die Menschen kaum noch die Möglichkeit zur Abgabe, weil öffentliche Spendetermine und Termine an Schulen und Hochschulen und bei Firmen entfielen. Das Rote Kreuz erwartet nicht, dass sich der Spendenbetrieb in diesem Jahr noch normalisiert.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

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Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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