In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom Dienstag, 7. Juli 2020.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen aus Hessen

Die wichtigsten Meldungen vom 7. Juli:

+++ Dreckige Masken an Darmstädter OB geschickt +++

20.16 Uhr: Der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) hat nach dem Eingang eines Päckchens mit verschmutzten Mund-Nase-Schutzmasken Anzeige gegen unbekannt gestellt. Das bestätigte er dem hr. Sein erster Gedanke nach dem Eingang des Päckchens am vergangenen Freitag galt der Gesundheit seiner Mitarbeiter, wie der Politiker dem hr am Dienstag sagte. "Mein zweiter Gedanke war: Es ist feige und ekelhaft."

Partsch sagte, er werte die ungebetene Lieferung als persönliche Bedrohung gegen sich. Er stellte Strafanzeige wegen versuchter Körperverletzung. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt sagte dazu am Dienstag, das Paket sei von der Polizei sichergestellt worden. Nun werde ermittelt, was genau Inhalt der Sendung war und ob die Masken wirklich infektiös seien.

+++ Lufthansa streicht 1.000 Stellen +++

14.55 Uhr: Die Lufthansa treibt ihren radikalen Sparkurs in der Corona-Krise voran. In der Verwaltung der Lufthansa AG sollen 1.000 von insgesamt etwa 5.000 Stellen entfallen, wie die Fluggesellschaft am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Anzahl der Jobs für Führungskräfte soll konzernweit um 20 Prozent beziehungsweise 200 Stellen verringert werden. Auch die Topetage bleibt von dem vom Vorstand beschlossenen zweiten Paket des Umbauprogramms nicht verschont.

+++ Wieder weniger Nachtflüge nach pandemiebedingtem Anstieg +++

12.54 Uhr: Die Zahl der Nachtflüge am Frankfurter Flughafen ist wieder zurückgegangen. Im Juni habe sich die Situation bei den ausnahmsweise stattfindenden Flügen zwischen 23 Uhr und 5 Uhr wieder auf das übliche, sehr geringe Maß eingependelt, teilte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Dienstag mit.

Ausnahmen vom strengen Nachtflugverbot gelten etwa für Evakuierungsflüge, medizinische Hilfsflüge sowie Flüge im besonderen öffentlichen Interesse. Der Frankfurter Flughafen ist laut Ministerium einer von wenigen Infektionsschutzflughäfen in Deutschland. Al-Wazir sagte: "Es war wichtig, trotz des massiven Einbruchs des Luftverkehrs Lieferketten aufrecht zu erhalten, insbesondere für die Bewältigung pandemiebedingter Gefahren."

Im Rahmen der Rückholaktionen am Anfang der Pandemie waren viele Bundesbürger aus dem Ausland nach Frankfurt eingeflogen worden. Von März bis Ende Juni starteten oder landeten nach Angaben des Ministeriums insgesamt 47 Evakuierungsflüge und medizinische Hilfsflüge zwischen 23 Uhr und 5 Uhr (2019 waren es insgesamt 33). In dem Zeitraum gab es 185 Nachtflüge wegen besonderem öffentlichen Interesse (2019 keinen).

+++ Acht Menschen machen freiwilligen Corona-Test in Limburg-Weilburg +++

12.46 Uhr: 13 waren angemeldet, acht sind gekommen: So die Bilanz des ersten Tags "Corona-Tests für alle" im Kreis Limburg-Weilburg. Wie berichtet kann man sich dort telefonisch anmelden und wird anschließend in einem Zelt auf dem Gelände des Abfallwirtschaftsbetriebs Obertiefenbach auf Corona getestet, für 59 Euro. Die Proben werden in einem Labor in Dillenburg (Lahn-Dill) analysiert, 24 Stunden später ist das Ergebnis da. Ein Proband wurde am Dienstag allerdings wieder weggeschickt - er hatte Corona-Symptome. Mit denen soll man nicht ins Testzentrum, sondern zum Hausarzt.

Hier geht's zum Testzentrum.

+++ Bürgschaftsbank Hessen weitet Unterstützung für Wirtschaft aus +++

12.30 Uhr: Die Bürgschaftsbank Hessen hat ihre Unterstützung für die Wirtschaft in der Corona-Krise nach eigenen Angaben ausgeweitet. Das Institut mit Sitz in Wiesbaden vergab demnach im ersten Halbjahr Bürgschaften und Garantien in einer Gesamthöhe von 44,2 Millionen Euro. Das sei ein Zuwachs von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Mit der Sicherheit der Förderbank im Rücken werden Bankfinanzierungen für Unternehmen tendenziell günstiger. Kredite können von der Bürgschaftsbank in der Corona-Krise bis zu 90 Prozent besichert werden, die Obergrenze für neue Bürgschaften wurde auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt und der Zugang zu der besonders schnell verfügbaren Expressbürgschaft erleichtert. Die Bürgschaftsbank wird von Kammern und Verbänden aus Hessen sowie Banken und Versicherungen getragen.

+++ Kanada als Gastland auf Buchmesse nicht anwesend +++

10.39 Uhr: Der geplante physische Ehrengastauftritt Kanadas auf der Frankfurter Buchmesse (14. bis 18. Oktober) wird auf 2021 verschoben. Das teilte die Messe am Dienstag mit. Das kanadische Ehrengastkomitee hatte demnach wegen der Corona-Pandemie darum gebeten. Kanada werde bei der digitalen Buchmesse in diesem Jahr aber "mit einem starken Auftritt vertreten sein".

Die Buchmesse-Gastländer der darauffolgenden Jahre - Spanien, Slowenien und Italien - verschieben ihre Auftritte ebenfalls um ein Jahr. Buchmesse-Direktor Juergen Boos dankte den Regierungen dafür, dass "Kanada seine Literatur und Kultur unter bestmöglichen Bedingungen auf der Frankfurter Buchmesse 2021 präsentieren kann".

+++ Wieder mehr Reisende am Flughafen +++

7.43 Uhr: Die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen haben sich in der vergangenen Woche weiter etwas verbessert, bleiben aber wegen der Corona-Krise auf sehr niedrigem Niveau. In der 27. Kalenderwoche vom 29. Juni bis 5. Juli zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport rund 251.000 Fluggäste. Das waren gut 78.000 Fluggäste mehr als eine Woche zuvor, aber 83,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie aus einer Aufstellung auf der Internetseite des Frankfurter Konzerns hervorgeht. Auch die Zahl der Flugbewegungen verbesserte sich im Wochenvergleich, wenn sie auch weit von den Vorjahreswerten entfernt ist.

Viele Fluggesellschaften bieten seit Juni wieder mehr Flüge an, nachdem der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen seit Ende März weitgehend zusammengebrochen war. Seit 15. Juni hat das Auswärtige Amt die Reisewarnungen für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Großbritannien aufgehoben.

+++ 30 Neuinfektionen, kein weiterer Todesfall +++

6.51 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 30 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Dienstag, 0 Uhr. Es gab keine weiteren Todesfälle. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen liegt damit weiterhin bei 512.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.985 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.100 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Offenbach mit rund 13,1 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

+++ Kreis Limburg-Weilburg bietet Corona-Test für 59 Euro an +++

6.25 Uhr: Der Landkreis Limburg-Weilburg bietet ab heute allen Bürgern Corona-Tests an. Allerdings muss der Test selbst bezahlt werden. Er kostet 59 Euro. Die Selbstzahlertests sind vor allem für Urlauber interessant. Denn wer aus einem Corona-Risikogebiet zurückkommt und negativ getestet wird, muss nicht in Quarantäne. Außerdem fordern manche Länder bei der Einreise einen Nachweis, dass man nicht infiziert ist.

Corona-Testcenter Limburg

+++ Rund 1,2 Millionen Euro Corona-Finanzhilfe für Vereine +++

6.00 Uhr: Rund 1,2 Millionen Euro Corona-Finanzhilfe hat die Landesregierung an ehrenamtliche und gemeinnützige Vereine in Hessen ausgezahlt. Mehr als 800 Anträge seien dafür seit dem Start des Programms Anfang Mai eingereicht worden, teilte das Innenministerium mit. Möglich ist eine Unterstützung von bis zu 10.000 Euro.

Die meisten Anträge seien bislang für Sportvereine bewilligt worden. Unterstützung gibt es laut Ministerium ausschließlich für existenzbedrohliche Liquiditätsengpässe, die im direkten Zusammenhang mit dem Verein und seinen Vereinszielen stehen. Das seien bei Sportvereinen etwa die Kosten für Trainer, Übungsleiter, Sportgeräte sowie den Spielbetrieb.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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