Corona Coronavirus Sujet

In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker vom Donnerstag, 14. Mai, zum Nachlesen.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Die wichtigsten Meldungen:

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

MELDUNGEN VOM DONNERSTAG, 14. MAI

+++ Streit um Rückkehr der Viertklässler an die Schulen +++

20.44 Uhr: Ursprünglich sollte der Unterricht für Viertklässler schon am 27. April wieder beginnen – doch eine Schülerin durchkreuzte die Pläne des Kultusministeriums mit einer Klage vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Nun reichte sie erneut einen Eilantrag ein, um die Rückkehr von 54.000 Viertklässlern in die Schulen auch am kommenden Montag zu verhindern. Dagegen regt sich bei vielen Eltern Widerstand: Eine Mutter aus Oberursel hat eine Online-Petition gegen die aktuelle Klage gestartet, die bis zum Donnerstagabend (Stand: 20.40 Uhr) über 9.000 Unterstützer hatte. Mehr dazu erfahren Sie im Fernsehbeitrag der hessenschau.

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zum Video Wieder Klage gegen Schulöffnung für Viertklässler

hs
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+++ Hanau lockert Regelungen für Außengastronomie +++

19.00 Uhr: Um die Hanauer Gastronomen zu unterstützen, lockert die Stadt die Regelungen für das Aufstellen von Tischen und Stühlen vor den Lokalen. "Wir heben im Bereich der Plätze die Beschränkungen auf. Damit haben die Gastwirte mehr Fläche und sind flexibler bei der Bestuhlung", sagte Ordnungsdezernent Thomas Morlock am Donnerstag. In welchem Rahmen das möglich ist, sollten Gastronomen individuell mit der Straßenverkehrsbehörde abklären. Zusätzlich verzichtet die Stadt auf die Gebühren, die sonst für die Außengastronomie fällig sind. Ähnliche Lockerungen hatte am Mittwoch die Stadt Frankfurt angekündigt.

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

18.25 Uhr: Während wir Sie in unserem Corona-Ticker über die aktuelle Situation in Hessen informieren, halten unsere Kollegen bei tagesschau.de das weltweite Geschehen im Blick. Hier ein kleiner Auszug der Meldungen vom Donnerstag:

  • Untersuchungen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf haben gezeigt, dass das Coronavirus neben der Lunge auch weitere Organe befällt. Der Erreger sei auch in Herz, Leber, Gehirn und Blut nachgewiesen worden, so die Forscher.
  • In Russland ist die Zahl der Corona-Fälle binnen 24 Stunden um fast 10.000 gestiegen - auf insgesamt mehr als 250.000.
  • US-Präsident Donald Trump dringt entgegen der Warnung seines Chefberaters auf eine baldige Öffnung der Schulen.

+++ Nach Corona-Infektionswellen: Hessische Fleischbetriebe sehen sich im Vorteil +++

18.10 Uhr: Nach mehreren Corona-Infektionswellen in Schlachthöfen steht die Fleischindustrie bundesweit am Pranger. In Hessen hat die Landesregierung deshalb zusätzliche Kontrollen angewiesen. Warum sich aber weder Betriebe noch Gewerkschaften große Sorgen machen, lesen Sie in unserem Beitrag.

+++ Finanzminister Boddenberg in Quarantäne +++

17.45 Uhr: Der hessische Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) begibt sich die kommenden zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Er führe die Amtsgeschäfte derzeit von zu Hause aus, da er im familiären Umfeld Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte, teilte ein Sprecher des Finanzministeriums am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa mit. "Ein erster Test auf das Coronavirus bei ihm war negativ."

+++ Schulstart: Maximal die Hälfte des üblichen Unterrichts möglich +++

17.38 Uhr: Wenn die Schulen ab kommendem Montag für weitere Klassen wieder öffnen, wird nur etwa ein Drittel bis die Hälfte des üblichen Unterrichts stattfinden können. Das sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) im Corona-Update des hr. Lorz betonte dabei aber, dass dies lediglich eine grobe Faustformel sei und an den Schulen sehr unterschiedlich ausfallen könne.

Wegen der maximalen Zahl von 15 Schülern pro Raum müsse sich die Klasse im Regelfall einmal teilen. "Das heißt, ich brauche im Prinzip die doppelte Zahl an Räumen, die doppelte Zahl an Lehrkräften. Da ich die natürlich nicht habe, lande ich dann ungefähr beim halben Unterricht." Faktisch werde es noch ein bisschen weniger sein, da bis zu 20 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer ausfallen werden, so der Minister.

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+++ Lufthansa will Flugangebot im Juni ausweiten +++

17.17 Uhr: Die Lufthansa will ab Juni ihren Corona-Notflugplan hinter sich lassen. Von Anfang bis Ende Juni werde das Angebot schrittweise auf mehr als 1.800 wöchentliche Verbindungen gesteigert, teilte die Airline-Gruppe am Donnerstag mit. Mehr als 100 Ziele in Europa und über 20 Interkontinental-Flughäfen sollen wieder angeflogen werden. So sind etwa Sylt, Kreta und Mallorca wieder im Programm, auch bei der Billigflugtochter Eurowings. Die spanische Baleareninsel könnte allerdings noch den ganzen Juni für den Tourismus geschlossen bleiben. Wegen der Corona-Krise beförderte die Lufthansa zuletzt höchstens noch ein Prozent der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahr.

+++ hr-Hessentrend: Kleine Minderheit für schnellere Lockerungen +++

16.58 Uhr: Ob Geschäfte, Restaurants oder Museen: Das aktuelle Tempo bei den Lockerungen der Maßnahmen in der Corona-Krise hält die Hälfte der Bevölkerung für richtig. Das zeigt der hr-Hessentrend, für den rund 1.000 Menschen befragt wurden. Immerhin jedem Dritten gehen die Lockerungen allerdings zu schnell. Befürworter größerer Erleichterungen sind deutlich in der Minderheit. Einzig in den Reihen der AfD sind Anhänger weitreichenderer Öffnungen in der Überzahl. Weitere Ergebnisse der repräsentativen Umfrage finden Sie in unserem Beitrag.

Grafik zum Thema Lockerung der Corona-Maßnahmen. 50% der Befragten finden die Lockerungen gerade richtig, 33% finden sie zu weitgehend und 15% gehen sie nicht weit genug.

+++ Wegen Corona: Steuerschätzung "besonders wichtig" +++

16.11 Uhr: Angesichts der Corona-Krise bewertet Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) die aktuelle Steuerschätzung als "besonders wichtig". Sie gebe weitere Hinweise darauf, mit welchen Ausfällen Hessen rechnen müsse, erklärte er am Donnerstag in Wiesbaden. "Dass sie drastisch sein werden, steht angesichts der Lage außer Frage." Die Zahlen der Mai-Steuerschätzung für Hessen erwartet Boddenberg im Laufe der kommenden Woche.

"Wir werden uns das Ergebnis mit der gebotenen Sorgfalt anschauen, um daraus erste Schlüsse für unser Land ableiten zu können." Auch mit Blick auf die Entwicklung für die Kommunen werde diese Auswertung wichtig sein. Die Corona-Krise reißt ein riesiges Loch in die Staatskassen. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 sinken die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen, wie das Finanzministerium in Berlin bekanntgab.

+++ Lilien-Trainer wird bei Geisterspielen Fans vermissen +++

15.54 Uhr: Trainer Dimitrios Grammozis vom Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 sieht dem ersten Spiel nach der Corona-Pause mit gemischten Gefühlen entgegen. "Wir freuen uns, dass es wieder losgeht", sagte der Coach am Donnerstag in einer virtuellen Pressekonferenz. Aber natürlich würden die Fans und die Stimmung fehlen. "Das hat uns immer sehr viel Energie gegeben", sagte Grammozis. "Dieses Funkeln in den Augen wird man schon vermissen." Am Samstag (13 Uhr) treten die Lilien beim Tabellenvorletzten Karlsruher SC an. Vor- oder Nachteile wegen der Pause aufgrund der Corona-Pandemie sieht Grammozis für kein Team: "Die Mannschaft, die weniger rumheult, die sich mehr auf das Sportliche konzentriert, wird auch diejenige sein, die erfolgreicher Fußball spielt."

Dimitrios Grammozis, SV Darmstadt 98

+++ Niedernhausen: Weitere Corona-Fälle in Asylbewerber-Unterkunft +++

15.23 Uhr: In einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Niedernhausen sind 18 von 58 Bewohnern positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Betroffenen seien für die 14-tägige Quarantäne alle in separaten Gebäuden untergebracht worden, teilte eine Sprecherin des Rheingau-Taunus-Kreises am Donnerstag mit. Um festzustellen, ob sich das Virus in der Unterkunft ausgebreitet hatte, waren alle Asylbewerber sowie die Betreuer getestet worden. Wegen der besonderen Wohnbedingungen sei inzwischen vorsorglich die komplette Gemeinschaftsunterkunft unter Quarantäne gestellt worden, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.

+++ Feldmann: Fünf-Quadratmeter-Regel ist hart für Gastronomen +++

14.29 Uhr: Vor der Wiedereröffnung der Restaurants in Hessen hat Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) Verständnis für die Nöte der Gastronomen gezeigt. Die Regel mit den fünf Quadratmetern sei sehr hart, weil es sich für viele nicht lohne, ihr Restaurant für wenige Gäste überhaupt zu öffnen, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. "Andere Bundesländer sind da pragmatischer als Hessen."

Zugleich mahnte Feldmann zur Disziplin: "Alles hängt natürlich davon ab, ob wir es schaffen, die Regeln einzuhalten. Wenn sich doch alles um die großen Tische drängelt, es zu Begrüßungsszenen mit Umarmungen kommt oder spätabends unter Alkoholeinfluss viel Nähe gesucht wird, das wäre dann kein guter Start in die neue Zeit."

+++ 9.169 Corona-Fälle, 423 Tote +++

14.10 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen ist am Donnerstag auf 9.169 gestiegen. Das sind 82 Fälle mehr als am Mittwoch, was einem Anstieg von unter einem Prozent entspricht. Die Zahl der Todesfälle stieg im gleichen Zeitraum um vier auf 423. Die meisten Corona-Fälle meldet weiterhin die Stadt Frankfurt (1.379). Die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gibt es immer noch im Odenwaldkreis (55).

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für Hessen am Donnerstag, dass rund 85 Prozent der Corona-Patienten als genesen gelten. 10 Prozent sind aktive Fälle. Die Zahlen des RKI werden zu einem anderen Zeitpunkt veröffentlicht als die des Sozialministeriums und können deshalb voneinander abweichen.

+++ Multipler Sklerose Gesellschaft fehlen Spenden +++

14.01 Uhr: Keine Feiern, keine Benefizaktionen: Die Einschränkungen in der Corona-Krise treffen auch den hessischen Landesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) in seinem Jubiläumsjahr hart. "Als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation sind wir auf Spendeneinnahmen angewiesen. Den Wegfall dieser Einnahmen können wir nicht ausgleichen", sagte die Vorsitzende Dagmar Spill am Donnerstag. Gerade in dieser Zeit seien Betroffene der Nervenkrankheit jedoch auf die Hilfe angewiesen, da viele noch isolierter sein als sonst oder unter existenziellen Ängsten litten.

Vierzig Jahre nach der Gründung will die Selbsthilfeorganisation aber auch nach vorne schauen: Im Herbst sollen einige der Benefizaktionen nachgeholt werden. Außerdem nähen die Ehrenamtlichen Mund-Nasen-Masken, um so wenigstens ein paar Spenden einzunehmen.

+++ Kommentar zum Hessentrend: Krisenmanager Bouffier schüttelt die Grünen ab +++

13.38 Uhr: Die CDU in Hessen erhält in Corona-Zeiten Auftrieb: Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, würde die Union 36 Prozent der Wählerstimmen bekommen – ein Plus von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Februar 2020. Dieser Erfolg beim hr-Hessentrend ist eng mit der Person Volker Bouffier verknüpft, findet Landtagskorrespondentin Ute Wellstein. In persönlich wie politisch schwierigen Zeiten gehe der Ministerpräsident unbeirrt seinen Weg. Dem grünen Regierungspartner hingegen fehle diese Entschlossenheit. Den gesamten Kommentar können Sie hier nachlesen.

+++ Instagram-Museum öffnet wieder und wird verlängert +++ 

13.15 Uhr: Seit Mitte März waren die Tore des Instagram-Museums in Michelstadt (Odenwald) wegen der Corona-Krise geschlossen. Ab diesem Freitag öffnen die Veranstalter die Schau mit skurrilen Kulissen zum Fotografieren und Selfies machen wieder für das Publikum. "Wir haben für die Wiederöffnung alles wieder fit gemacht", sagte Mitinitiatorin Jenny Weissgerber am Donnerstag. Eigentlich wäre der Freitag der letzte Tag der ursprünglich für drei Monate geplanten Schau gewesen, doch jetzt wird sie bis mindestens 22. Juni - vielleicht sogar bis in den August hinein - verlängert.

"Es war die letzten Tage schwierig, was darf man, was darf man nicht", sagte Weissgerber. Individualbesuche oder kleine Gruppen seien aber wieder möglich. Die Preise seien angesichts der Krise leicht gesenkt worden. Zunächst einmal dürften jetzt die Besucher rein, die vor der Krise bereits Tickets bestellt hätten. "Es gab fast keine Stornierungen."

Mann mit überdimensioniertem Kopfhörer

+++ Jugendherbergen öffnen wieder +++

12.56 Uhr: Bereits ab diesem Freitag öffnen in Hessen wieder die ersten Jugendherbergen ihre Türen. Als erstes ist ab dem 15. Mai die höchst gelegene Jugendherberge Hessens auf dem Hoherodskopf dran, an Christi Himmelfahrt öffnen dann die Häuser Hohe Fahrt am Edersee in Vöhl und die Familien- und Kulturjugendherberge Fulda. Das teilte die Deutsche Jugendherberge Hessen am Donnerstag mit. "Auch wenn wir uns die letzten Wochen natürlich bereits mit dem Thema Wiedereröffnung beschäftigt haben, haben wir die letzten Tage fast durchgearbeitet", sagt Dirk Voortmann, Hausleitersprecher und Hausleiter der Jugendherberge Fulda. Es gebe noch freie Betten, heißt es in der Mitteilung, die Anfragen seien aber schon wieder deutlich gestiegen.

Eingang in Jugendherberge

+++ Eintracht-Fans fordern Lehren aus der Corona-Krise +++

12.37 Uhr: Die Fans des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt hoffen, dass die Bundesliga Lehren aus der Corona-Krise zieht. In den vergangenen Wochen der Corona-Krise habe man erlebt, "wie fremd der Fußball uns geworden ist", schreibt der Nordwestkurven-Rat, der sich aus Mitgliedern aktiver Eintracht-Fanclubs und Ultragruppierungen zusammensetzt, in einem Statement. "Der heutige Fußball ist zu einem Spekulationsobjekt und einer reinen Geldmaschinerie verkommen", heißt es darin. Sie fordern vor dem Hintergrund der drohenden Zahlungsunfähigkeit einzelner Bundesligisten eine "verpflichtende minimale Eigenkapitalquote, ... zum Schutze des Gesamtbetriebes sowie der Mitarbeiter". Die Hauptstoß-Richtung der Fan-Erklärung geht gegen eine mögliche Abschaffung der 50+1-Regelung. "Eine unregulierte Öffnung für (Merheits-)Investoren macht den Fußball noch kränker."

+++ Klage von Viertklässlerin - Entscheidung am Freitag +++

12.19 Uhr: Eine Schülerin aus Frankfurt wehrt sich erneut mit einem Eilantrag vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht gegen eine Rückkehr in die Schule. "Zur Begründung ihres Antrags beruft sie sich auf Belange des Infektions- und des Gesundheitsschutzes, die in Zeiten der Corona-Pandemie nicht hinreichend gewährleistet seien", erklärte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel. Am Freitag werde der zuständige Senat darüber entscheiden. Danach will das Gericht die Öffentlichkeit informieren.

Das Mädchen hatte bereits im April eine Rückkehr der Viertklässler in hessische Grundschulen verhindert. Die Kasseler Richter gaben damals ihrem Antrag Recht und hoben die Schulpflicht für diesen Jahrgang auf. Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt, lautet die Begründung.

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+++ Auch als Risikopatient: Urlaub muss angetreten werden +++

12.04 Uhr: Müssen Arbeitnehmer, die zu einer Risikogruppe gehören und deswegen nicht zur Arbeit gehen, ihren vor der Corona-Pandemie bewilligten Urlaub antreten - oder kann dieser zurückgenommen werden? "Nein, der Urlaub muss angetreten werden", sagt Arbeitsrechtler Peter Wedde dazu im Corona-Update des hr. "Das ist eben das Risiko", so Wedde. "Denn wenn sie ohne Corona den Urlaub beantragt hätten, wäre die Situation ja ähnlich."

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+++ Frankfurter Forscher finden Ansatzpunkte für Medikamente +++

11.45 Uhr: Frankfurter Forscher haben mögliche Ansatzpunkte für Medikamente gegen Covid-19 identifiziert. Die Erkenntnisse wurden am Donnerstag im Fachmagazin Nature publiziert. Basis waren Abstriche zweier infizierter Rückkehrer aus Wuhan, die im Februar am Frankfurter Flughafen gelandet waren. Biochemiker und Virologen der Goethe-Universität und des Universitätsklinikums hatten damit ein Zellkultur-Modell geschaffen und daran eine Reihe von Wirkstoffen getestet.

Einige hatten nach Angaben der Forscher die Vermehrung des Virus im Labor verlangsamt oder gestoppt. Besonders im Auge hatten die Wissenschaftler Wirkstoffe, die Bestandteile von bereits zugelassenen Medikamenten sind. "Im Wettlauf mit der Zeit kann unsere Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu liefern, in welche Richtungen diese Suche die schnellsten Erfolge verspricht", sagte einer der beteiligten Wissenschaftler. Mehr dazu hören Sie im Corona-Update des hr.

+++ Kein Mundschutz dabei: Mann verprügelt Busfahrer +++

11.22 Uhr: Ein alkoholisierter Mann hat in Darmstadt laut Polizei am frühen Donnerstagmorgen einen Busfahrer verprügelt. Da der Fahrgast keinen Mund-Nasen-Schutz, der aufgrund der Corona-Pandemie Pflicht im öffentlichen Nahverkehr ist, trug und sich zudem aggressiv verhielt, bat ihn der Busfahrer, sich zu beruhigen. Daraufhin schlug der noch unbekannte Mann mehrmals auf ihn ein und verletzte den Busfahrer leicht. Zeugen riefen daraufhin die Polizei, die ihn festnahmen. Auch dabei leistete er Widerstand und verletzte zwei Beamten.

+++ SGL Carbon erwartet Umsatzeinbruch +++

11.06 Uhr: Der angeschlagene Kohlefaserspezialist SGL Carbon rechnet angesichts der Corona-Krise mit einem Umsatzeinbruch im zweiten Quartal. Die Erlöse dürften prozentual deutlich zweistellig unter dem Vorjahreswert liegen, teilte der Konzern am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Virus-Pandemie hätten im April und Anfang Mai zu wesentlichen Einschränkungen in den Produktionsabläufen und den Lieferketten geführt. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen werde negativ erwartet.

+++ Hessische Gesundheitsämter fühlen sich überlastet +++

10.48 Uhr: Viele Gesundheitsämter haben noch nicht genügend Beschäftigte, um die Kontaktpersonen von Corona-Infizierten zu ermitteln und zu kontaktieren. Das hat eine Umfrage von NDR und WDR unter allen Ämtern ergeben. In Hessen haben sechs Gesundheitsämter die Umfrage beantwortet. Demnach haben drei nicht ausreichend Ermittler zur Verfügung. Drei Gesundheitsämter gaben an, sich in der Corona-Lage überlastet zu fühlen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag.

+++ Nutzfahrzeug-Zulieferer Jost Werke rutscht in rote Zahlen +++

10.23 Uhr: Die Auswirkungen der Corona-Krise haben den Nutzfahrzeugzulieferer Jost Werke im ersten Quartal belastet. Der Konzern rutschte wegen der Pandemie-Folgen und eines schlechteren Finanzergebnisses im Zusammenhang mit der Abwertung der schwedischen Krone und des britischen Pfund in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 4,1 Millionen Euro zu Buche, nach einem Gewinn von 14,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Neu-Isenburg (Offenbach) mitteilte. Wegen der Virus-Folgen will der Konzern zudem die Dividendenzahlung aussetzen und darüber am 1. Juli auf der Hauptversammlung abstimmen lassen.

+++ Merck dämpft die Erwartungen +++

9.58 Uhr: Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck wird aufgrund der Corona-Pandemie vorsichtiger. Abweichend von der ersten qualitativen Prognose Anfang März gehe das Management nun von einer erheblichen Belastung des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums aus, die bei Merck alle Unternehmensbereiche betreffe, teilte das Dax-Unternehmen am Donnerstag in Darmstadt mit. Daher rechnet der Konzern nicht mehr mit einem starken, sondern nur noch leichten bis moderaten organischen Umsatzanstieg, also ohne Zu- und Verkäufe und Wechselkurse. Das bereinigte operative Ergebnis wird zwischen 4,35 und 4,85 Milliarden Euro erwartet, nach rund 4,4 Milliarden Euro vor einem Jahr - ein Rückgang wäre also nicht ausgeschlossen.

+++ Beuth zu Geisterspielen: Abstand halten ist oberste Prämisse +++

9.37 Uhr: Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat die Fußball-Fans zum Neustart der Bundesliga zu äußerster Disziplin wegen der anhaltenden Corona-Pandemie aufgerufen. "Egal ob man die Spiele in den eigenen vier Wänden oder in der Gaststätte erlebt: Die Situation ist neu und ungewohnt", sagte der CDU-Politiker auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa in Wiesbaden. "Abstand halten ist weiterhin die oberste Prämisse" Auch wenn das für die Zuschauer an den Bildschirmen weniger Emotionen bedeute.

Geisterspiele werden sicher nicht das Bundesligaerlebnis zurückbringen, das sich Millionen Fans in Deutschland wünschen, wie Beuth befand. "Sie sind aber zurzeit die einzige Chance für die Vereine der 1. und 2. Bundesliga, Tausende Arbeitsplätze zu erhalten." Die Wiederaufnahme der Saison sei ein gutes Zeichen für den Sport und ein Lichtblick für den Wiedereintritt in den Alltag.

+++ Solarkonzern SMA trotzt Corona-Krise +++

9.12 Uhr: Der Solarkonzern SMA Solar hat der Corona-Krise im ersten Quartal getrotzt und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zugelegt. Der Umsatz kletterte um fast drei Viertel von 168 auf 288 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Niestetal (Kassel) mitteilte. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde auf 12 Millionen Euro etwa verzwanzigfacht. Unter dem Strich stand ein Minus von 0,3 Millionen Euro, nachdem SMA Solar im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von 11 Millionen Euro eingefahren hatte.

Photovoltaikanlage am SMA-Firmensitz in Niestetal

+++ Jugendliche fühlen sich in der Krise unverstanden +++

8.54 Uhr: Viele Jugendliche und junge Erwachsene fühlen sich in der Corona-Krise einer neuen Studie zufolge zu wenig beachtet und in ihren Sorgen zu wenig wahrgenommen. Fast die Hälfte der Befragten bezweifelt, dass ihre Sorgen gehört werden, wie die bundesweite Studie "JuCo" von Forschern der Universität Frankfurt und der Universität Hildesheim ergab. Die Lage sei paradox: Einerseits seien Schulen seit Wochen geschlossen und der vertraute Alltag von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. Andererseits hätten Jugendliche den Eindruck, ausschließlich als Schülerinnen und Schüler wahrgenommen zu werden. Zu politischen Entscheidungen fühlten sie sich nicht gehört.

+++ DGB pocht auf Gegenleistungen für Staatshilfe +++

8.35 Uhr: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) pocht auf Gegenleistungen wie einer Beschäftigungssicherung, falls der Staat in der Corona-Krise Unternehmen wie der Lufthansa oder Tui unter die Arme greift. "Wenn der Staat hilft, müssen unterm Strich mehr Arbeitsplätze erhalten bleiben", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der Neuen Osnabrücker Zeitung. Stille Beteiligungen ohne Gegenleistungen seien "eine einseitige Vollkaskoversicherung für die Kapitaleigentümer, bei der die Interessen der Beschäftigten auf der Strecke bleiben", warnte Hoffmann. Leistung könne es nur mit Gegenleistung geben.

Die Lufthansa ist wegen der Folgen der Corona-Pandemie stark unter Druck geraten und verhandelt derzeit mit dem Bund über Staatshilfe in Höhe von neun Milliarden Euro. Im Gegenzug sind eine Staatsbeteiligung von rund 25 Prozent sowie Aufsichtsratsmandate im Gespräch. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte vor einem zu großen staatlichen Einfluss auf den Konzern gewarnt. Der weltgrößte Reisekonzern Tui bekommt über die staatliche Förderbank KfW einen Kredit von 1,8 Milliarden Euro, Vorstandschef Fritz Joussen kündigte am Mittwoch den Abbau Tausender Jobs an.

+++ Gemeindebund erwartet riesige Steuerausfälle +++

8.22 Uhr: Der Gemeindebund erwartet wegen der Corona-Krise Steuerausfälle von bis zu 30 Milliarden Euro allein in diesem Jahr. "Städte und Gemeinden sind mit mindestens 30 Prozent bei den Steuerausfällen dabei, die das Finanzministerium allein für 2020 auf mehr als 100 Milliarden Euro schätzt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg (CDU), der Rheinischen Post. "Vor allem bei der Gewerbesteuer erwartet die Kommunen ein dramatisches Minus von bis zu 25 Milliarden Euro in diesem Jahr", sagte Landsberg vor der an diesem Donnerstag erwarteten Steuerschätzung. Landsberg forderte einen Rettungsschirm von Bund und Ländern in mittlerer zweistelliger Milliardenhöhe für die Jahre 2020 und 2021.

+++ Fraport erleidet auch im Ausland herben Passagierrückgang +++

8.09 Uhr: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat im April aufgrund der Corona-Krise auch an seinen Airports im Ausland kaum noch Passagiere abgefertigt. Während das Aufkommen an Deutschlands größtem Flughafen im Jahresvergleich um 96,9 Prozent auf 187.905 Fluggäste einbrach, belief sich das Minus an den Fraport-Flughäfen in Perus Hauptstadt Lima und in Antalya an der türkischen Riviera sogar auf 99,9 Prozent, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Damit kam Lima im gesamten April nur noch auf 1180 und Antalya auf 2628 Passagiere. Den prozentual geringsten Rückgang verbuchte Fraport an seinem Beteiligungsflughafen im chinesischen X'ian. Dort sank die Zahl der Fluggäste um 64,1 Prozent auf knapp 1,4 Millionen.

+++ Beuth warnt vor Extremisten auf Corona-Demos +++

7.28 Uhr: Innenminister Peter Beuth (CDU) warnt davor, dass Extremisten den Protest gegen Corona-Beschränkungen für ihre Zwecke vereinnahmen. "Jeder Demonstrant sollte sich daher vergewissern, dass er nicht für ungewollte Zwecke missbraucht wird", erklärte der Minister in Wiesbaden. "Die aktuelle Situation erfordert Besonnenheit. Aus Unmut darf nicht Extremismus und Hass werden."

Zuletzt seien auch in Hessen rechtsextremistische Gruppierungen und Einzelpersonen als Initiatoren von Protesten mit Bezug zur Corona-Pandemie in Erscheinung getreten, erläuterte Beuth. Daneben gebe es entsprechende Gegenaktivitäten des linksextremistischen Spektrums.

+++ Nur die CDU profitiert von der Krise +++

Die Grafik zeigt die Ergebnisse der sogenannten Sonntagsfrage. CDU: 36% - Grüne: 20% - SPD:18% - AfD:10% - FDP: 7% - Linke: 4% - Sonstige:5%

7.20 Uhr: Die CDU in Hessen erfährt in Zeiten der Corona-Krise großen Zuspruch. Das geht aus dem aktuellen hr-Hessentrend hervor. Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, dann würde die CDU 36 Prozent der Wählerstimmen bekommen. Im Vergleich zur Landtagswahl 2018 ist dies ein Plus von elf Prozentpunkten, im Vergleich zum Hessentrend vom Februar 2020 ein Plus von zehn Prozentpunkten. Der Koialitionspartner konnte dagegen nicht profitieren: Die Grünen verlieren gegenüber dem letzten Hessentrend fünf Prozentpunkte. Weitere Ergebnisse des hr-Hessentrends finden Sie auf hessenschau.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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