In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Top-Thema

    Flugsicherung korrigiert Prognose nach unten

    Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat ihre Prognosen zum Luftverkehr in der Corona-Krise deutlich nach unten korrigiert. Die fortdauernden und erweiterten Reisebeschränkungen führten zu einer geringeren Nachfrage, teilte das Staatsunternehmen am Mittwoch in Langen (Offenbach) mit. Zugleich seien bis Jahresende keine Impulse aus dem Interkontinentalverkehr zu erwarten, eine Erholung des Geschäftsreiseverkehrs sei nach wie vor nicht absehbar.

    Zum Jahresende werde der Flugverkehr im deutschen Luftraum wie bereits im August und September nur 45 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen statt der im April prognostizierten 75 Prozent. Die Lotsen der DFS werden nach dieser Einschätzung im Gesamtjahr 2020 rund 1,5 Millionen Flüge kontrollieren. Das wäre die niedrigste Zahl seit der Wiedervereinigung. 1991 waren 1,65 Millionen Bewegungen gezählt worden.

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über die Entwicklungen rund um das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren die Kollegen von tagesschau.de über das weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen des Mittwochs:


    • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt auf Schnelltests für Zuhause. Ein Heimtest müsste nach Spahns Angaben allerdings zunächst von den Behörden genehmigt werden, weil es sich bei Covid-19 um eine meldepflichtige Erkrankung handele.
    • Wieder Notstand in Tschechien und der Slowakei: Ab dem kommenden Montag gilt in Tschechien wieder der Notstand. Damit kann die Regierung strengere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ergreifen. Auch die Slowakei schließt sich an. Die Zahl der Neuinfektionen steigt rapide an.
    • Reisewarnung für Belgien: Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor.
    • In Israel gibt es besonders viele Corona-Infektionen bei ultraorthodoxen Juden. Sie machen 34 Prozent aller Fälle im Land aus, während der Anteil der Orthodoxen an der Gesamtbevölkerung bei rund 12 Prozent liegt.
  • Personal gegen Dumpinglöhne bei neuer Lufthansa-Plattform

    Bei der Lufthansa-Sanierung hoffen Arbeitnehmervertreter mehrerer deutscher Luftfahrtgesellschaften auf die Unterstützung der Politik. In einem offenen Brief an Bundesregierung und Bundestag prangerten Personal- und Betriebsräte am Mittwoch erneut die geplante Umorganisation eines Teils des Lufthansa-Flugbetriebs als "Tarifflucht auf Steuerkosten" an. Die von den Gewerkschaften unterstützten Arbeitnehmer der Tuifly, Condor und diverser Lufthansa-Gesellschaften forderten die Politik auf, das "beispiellose Vorgehen des Konzerns zur Not durch politische Intervention zu stoppen."

    Die in der Corona-Krise teilverstaatlichte Lufthansa will künftig Flüge zu touristischen Zielen auf einer neuen Plattform namens "Ocean" organisieren, bei der nicht die Personalbedingungen des Konzerntarifvertrags gelten sollen. Mehrere hundert Stellen sind bereits ausgeschrieben.

  • Top-Thema

    Conti-Werk in Karben muss schließen

    Der Aufsichtsrat des Autozulieferers Continental hat die umfassenden Schließungspläne des Konzerns am Mittwoch bestätigt. Neben den beiden ebenfalls betroffenen Werken in Aachen und Regensburg muss auch das Werk in Karben (Wetterau) schließen. Das Aus ist für Ende 2024 vorgesehen, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt sind an den drei Standorten rund 4.800 Arbeitsplätze betroffen. Neben dem Wegfall von Stellen zählen auch Umschulungen von Mitarbeitern und Verlagerungen von Jobs dazu.

    Die Werksschließungen sind Teil eines verschärften Sparkurses beim zweitgrößten Autozulieferer der Welt. Unter dem Druck des Strukturwandels in der Autoindustrie und der Corona-Absatzkrise will Conti insgesamt weltweit 30.000 Stellen "verändern", davon 13.000 in Deutschland.

  • Top-Thema

    Offenbach verzichtet auf Regel-Verschärfung

    Die Stadt Offenbach verzichtet trotz Erreichen der Eskalationsstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen vorerst auf eine Verschärfung der Corona-Regeln. Wie eine Sprecherin der Stadt bestätigte, bleiben Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern verboten, in Restaurants gilt eine generelle Maskenpflicht. Weitere Maßnahmen wurden aber nicht eingeleitet. Laut Robert-Koch-Institut hat Offenbach am Mittwoch zum zweiten Mal die zweite Warnstufe erreicht, ab einer Inzidenz von 50 ist ein Konzept zur Kontakt-Beschränkung verpflichtend.

  • Erste Lichtblicke am Arbeitsmarkt

    Sinkende Arbeitslosenzahlen und wieder mehr offene Stellen - am hessischen Arbeitsmarkt haben sich im September erste Lichtblicke nach fünf Monaten Corona-Krise gezeigt. Die Folgen der Pandemie sind gleichwohl weiter zu spüren, warnte die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Mittwoch in Frankfurt bei der Vorstellung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

    Danach waren zum Stichtag 200.733 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 7.734 Menschen weniger als im August und knapp 54.000 mehr als ein Jahr zuvor. Erstmals seit fünf Monaten ging die Arbeitslosenquote in der Monatsfrist wieder zurück, und zwar um 0,2 Punkte auf 5,8 Prozent. Auch die Zahl der Anmeldungen zur Kurzarbeit ist rückläufig. Mit fast 10.000 neuen Stellen wuchs der Bestand auf knapp 39.000 Job-Angebote wieder etwas schneller als im Vormonat.

  • Fulda bereitet Weihnachtsmarkt vor

    Weihnachtsmarkt in Zeiten von Corona: In Fulda soll er stattfinden, aber pandemiebedingt nicht in der bekannten Form von Geselligkeit in Glühwein- und Bratwurst-Dunst. Es soll ein "adventliches Angebot" werden, wie ein Stadtsprecher am Mittwoch dem hr sagte – und zwar vom 27. November bis 20. Dezember. An einem Plan, wie Hygiene- und Abstandsregeln gewahrt werden können, arbeite man. Ein Ticketsystem als Zugangskontrolle an manchen Orten sei denkbar, um den Besucherstrom zu steuern. Das ganze Weihnachtsmarkt-Konzept wird die Stadt am 13. Oktober vorstellen.

  • Testzentrum an Schule nach Infektion

    Die Gutenberg-Realschule in Eltville (Rheingau-Taunus) hat die Klassen der Jahrgangsstufe 7 vorsorglich ins Homeschooling geschickt. Damit regiert sie nach Angaben der Kreisverwaltung auf einen Coronafall. Bei einem Schüler sei eine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen worden. Nun werde geklärt, welche Schüler, Eltern und Lehrer Kontaktpersonen sind. Betroffene würden getestet. Dafür werde kurzfristig ein Testzentrum an der Schule eingerichtet.

  • Top-Thema

    158 Neuinfektionen, kein Todesfall

    In Hessen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden um 158 gestiegen. Einen weiteren Todesfall gab es nicht, wie das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt damit weiterhin bei 551. Seit Beginn der Pandemie wurden 18.945 bestätigte Fälle in Hessen gezählt. Davon gelten etwa 16.800 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist die Stadt Offenbach die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Dort stiegt die sogenannte Inzidenz auf 35,0. Offenbach hat damit - inzwischen bereits zum zweiten Mal - die zweite Warnstufe des Landeseinsatzplans erreicht. Es folgen der Kreis Groß-Gerau (32,1), Frankfurt (29,5) und der Kreis Offenbach (26,0).

    Das Eskalationskonzept beinhaltet ein gestuftes Vorgehen zur Bekämpfung der Pandemie
  • Top-Thema

    Neue Verfügung für Kreis Groß-Gerau

    Der Kreis Groß-Gerau reagiert auf das Erreichen und Überschreiten der Eskalationsstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tage. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, dass Groß-Gerau die höchste Inzidenz in Hessen aufweist", sagte Landrat Thomas Will (SPD) am Dienstag. Ab Mittwoch trete daher eine neue Allgemeinverfügung in Kraft. Im gesamten Kreis gilt dann:

    • Obergrenze von 25 (geschlossene Räume) beziehungsweise 100 Teilnehmern (unter freiem Himmel) bei privaten Zusammenkünften und Feiern;
    • Maskenpflicht bei Zusammenkünften und Veranstaltungen im öffentlichen Raum, außer am eigenen Sitzplatz;
    • Obergrenze von 50 (Hallen) beziehungsweise 100 (unter freiem Himmel) Zuschauern bei sportlichen Wettkämpfen und beim Training, zudem Maskenpflicht außer am eigenen Sitzplatz;
    • dringende Empfehlung, soziale Kontakte auch im privaten Bereich auf ein Minimum zu reduzieren.

    Die neuen Regeln gelten bis einschließlich 13. Oktober, wie der Kreis weiter mitteilte. Sollte die Inzidenz die nächste Eskalationsstufe von 50 erreichen, drohten weitergehende Kontaktbeschränkungen.

  • Clubs kämpfen für Wiedereröffnung mit Hygienekonzept

    Seit Mitte März sind Clubs wegen der Gefahr einer Corona-Ansteckung geschlossen. Jetzt arbeiten mehrere Frankfurter Diskotheken an einem Hygienekonzept und hoffen auf Wiedereröffnung. Die Tanzfläche könnte zum Beispiel durch Sitzlandschaften ersetzt werden.

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    hessenschau vom 29.09.2020
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  • Erster Gewerbesteuer-Ausgleich für Frankfurt

    Als hessenweit erste Kommune erhält Frankfurt einen Bescheid zum Ausgleich der corona-bedingten Ausfälle bei der Gewerbesteuer. Land und Bund unterstützten die Stadt mit fast 440 Millionen Euro, teilte Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) am Dienstag mit: "Die Summe zeigt, wie sehr Frankfurt von der Corona-Krise getroffen wurde und wie notwendig die Unterstützung ist." Den Bescheid übergibt Boddenberg offiziell am Freitag, 2. Oktober, an Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU). Insgesamt wollen Land und Bund die Gewerbesteuerausfälle der hessischen Kommunen mit mehr als 1,2 Milliarden Euro ausgleichen.

  • Top-Thema

    Bundesweite Bußgeld-Regelung bei falschen Angaben

    Wer in Zukunft in Gaststätten, Kneipen, Bars oder anderen Freizeiteinrichtungen nicht seinen richtigen Namen angibt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro rechnen. Das haben Bund und Länder am Dienstag gemeinsam beschlossen, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mitteilte.

    Diese Regelung gelte bundesweit. Das Bußgeld beträgt dabei mindestens 50 Euro, kann aber von Ländern und Kommunen beliebig erhöht werden. Nicht einigen konnten sich Bund und Länder auf einen zwingenden Identitätsnachweis.

  • Top-Thema

    Bund und Länder beschließen Beschränkungen für Feiern

    Bund und Länder beschränken angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen bundesweit auf maximal 50 Teilnehmer. Das teilte Ministerpräsident Volker Bouffier am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz mit. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten. In Hessen trifft das derzeit auf den Kreis Groß-Gerau zu. Steigt die Inzidenz auf über 50, sind nur noch 25 Teilnehmer zugelassen.

    Das gilt nicht für Feiern im privaten Kreis. Dafür sprechen Bund und Länder lediglich eine Empfehlung aus, bei einer Inzidenz von mehr als 35 nur mit maximal 25 Personen zu feiern. Bei einer Inzidenz über 50 sollten es nicht mehr als 10 Personen sein. Damit wolle man die Unverletzlichkeit der eigenen Wohnung wahren.

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    hessenschau vom 29.09.2020
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  • Top-Thema

    Hessen plant Notfallkasse für Gastronomie, Messebauer und Tourismus

    Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat den Betrieben in Hessen zugesagt, sie auch weiter mit staatlichen Mitteln in der Corona-Krise zu unterstützen. Wenn Aufträge storniert sowie Investitionen geschoben werden und Millionen Bürger sich einschränkten, dürfe nicht auch noch die öffentliche Hand die Bremse ziehen, sagte Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden in seiner Regierungserklärung im Landtag.

    Mit einem neuen Hessenplan für die Wirtschaft im Land wolle die Landesregierung erreichen, dass die Hilfen, Förderprogramme und staatlichen Investitionen ineinandergreifen. Das Land wolle mit dem Unterstützungsprogramm auch etwas für die Betriebe tun, "die bisher durch die Maschen gefallen sind", kündigte der Minister an.

    Für die Betroffenen sei eine neue Notfallkasse im Umfang von bis zu 50 Millionen Euro in der Planung. Besonders betroffene Branchen wie die Gastronomie, Messebauer und der Tourismus sollen dabei im Fokus stehen. Dabei geht es um Betriebe, die aus unterschiedlichen Einzelgründen bislang nicht von den Hilfsprogrammen von Land und Bund profitieren konnten.

  • Testzentrum am Bürgerhospital in Frankfurt schließt

    Eines der beiden von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KV) in Frankfurt betriebenen Corona-Testzentren schließt am Mittwoch. Zunächst gibt es ab Donnerstag dann nur noch das Covid-19-Testcenter an der Uniklinik. Ein KV-Sprecher sagte am Dienstag, es werde auf Hochtouren nach Alternativen gesucht. Konkret seien die Pläne noch nicht. Das Testzentrum an der Uniklinik werde nicht ausgebaut.

    Dass das Testzentrum am Bürgerhospital Ende September schließt, war bereits bekannt. Die Räumlichkeiten stehen nach Angaben des Krankenhauses wegen Umbauten nicht mehr zur Verfügung. "Wer nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts getestet werden soll, wird getestet", betonte der KV-Sprecher. Zuerst solle im Verdachtsfall weiterhin die 116 117 angerufen werden.

  • Zweite Warnstufe im Kreis Groß-Gerau

    Der Kreis Groß-Gerau hat die zweite Warnstufe des Landes-Einsatzplans erreicht. Die sogenannte Inzidenz stieg am Dienstag auf 35,0. Der Eskalationsplan des Sozialministeriums sieht beim Überschreiten der ersten Warnstufe (mehr als 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) erhöhte Aufmerksamkeit, ein erweitertes Meldewesen und "bedarfsgerecht angepasste Maßnahmen" vor.

    Über einer Inzidenz von 35 sind weitere Maßnahmen möglich, die mit dem Planungsstab des Ministeriums angestimmt werden müssen.

    Am Dienstag hatten sechs Kreise und Städte eine Inzidenz von mehr als 20: Nach dem Kreis Groß-Gerau folgten die Städte Offenbach (31,8) und Frankfurt (30,0), der Kreis Offenbach (24,3), die Stadt Darmstadt (23,9) und der Kreis Marburg-Biedenkopf (21,1).

    Das Eskalationskonzept beinhaltet ein gestuftes Vorgehen zur Bekämpfung der Pandemie
  • 144 Neuinfektionen, ein weiterer Todesfall

    In Hessen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden um 144 gestiegen. Zudem gab es einen weiteren Todesfall, wie das Robert-Koch-Institut am Dienstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt damit bei 551. Seit Beginn der Pandemie wurden 18.788 bestätigte Fälle in Hessen gezählt. Davon gelten etwa 16.700 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist der Kreis Groß-Gerau noch immer die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Dort ist die sogenannte Inzidenz auf 35,0 gestiegen. Es folgen die Städte Offenbach (31,8) und Frankfurt (30,0).

  • Besuchsbeschränkungen für Altenheime aufgehoben

    Die allgemeinen Corona-Beschränkungen für Besuche in hessischen Alten- und Pflegeheimen gelten nicht mehr. Das Land kündigte an, die verbindlichen Vorgaben zur Dauer und Anzahl der Besuche aufzuheben. Maßgeblich sind nun die jeweiligen Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen. Bislang durften Bewohner von Alten- und Pflegeheimen innerhalb einer Kalenderwoche nur dreimal einen Besucher empfangen. In Einrichtungen für Menschen mit Behinderung durfte täglich ein Mensch zu Besuch kommen.

    Die Liga Hessen warnte vor einer steigenden Arbeitsbelastung für die Mitarbeiter durch die Corona-Lockerung. Um die Hygienevorgaben einhalten zu können, müsse die Zahl der gleichzeitigen Besuche gesteuert werden.

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz befürchtete, dass nun in den rund 800 hessischen Heimen womöglich strengere individuelle Corona-Schutzmaßnahmen gelten könnten als bislang. Immer wieder würden Träger aus Angst vor Infektionsausbrüchen über das Ziel hinaus schießen.

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    zum Video Keine allgemeinen Besuchsbeschränkungen für Pflegeheime mehr

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  • Top-Thema

    Mehr als 100 Hotspots in Gesundheitseinrichtungen

    Seit Beginn der Corona-Pandemie bis Anfang August hat es in Hessen mehr als 100 Covid-19-Ausbrüche in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gegeben. Bis zum Stichtag 4. August seien allein 47 Hotspots in Alten- und Pflegeheimen registriert worden, teilte das Sozialministerium auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Landtag mit.

    In Krankenhäusern habe es 34 Ausbrüche gegeben, in Reha-Einrichtungen 11. Außerdem gab es einzelne Hotspots unter anderem in Seniorentagesstätten und Praxen. "Als Ausbruch gelten Infektionsgeschehen mit zwei oder mehr Fällen, bei denen ein epidemiologischer Zusammenhang wahrscheinlich ist", erläuterte das Ministerium.

  • Hessen setzt zu wenig Personal zur Kontaktverfolgung ein

    In Hessen gibt es offenbar weniger Personal zur Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infektionen als vereinbart. Das ergab eine Recherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Demnach hatten sich Bund und Länder im April darauf verständigt, mindestens fünf Personen pro 20.000 Einwohner einzusetzen. In Hessen wären also 313 Teams nötig. Eingesetzt würden jedoch nur 268. Noch größer ist die Differenz den Medien zufolge in Bayern und Baden-Württemberg.

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über die Entwicklungen rund um das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren die Kollegen von tagesschau.de über das weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen des Montags:

    • In den Niederlanden sind die Corona-Beschränkungen verschärft worden. Bars und Restaurants schließen um 22 Uhr, bei Sportveranstaltungen sind keine Zuschauer mehr erlaubt. Das Land hatte zuletzt knapp 3.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet.
    • Der Bund will sich zur Bewältigung der Corona-Krise eine Rekordsumme an den Finanzmärkten leihen. Allein in den Monaten Oktober bis Dezember sollen Bundeswertpapiere in einem Volumen von 50,5 Milliarden Euro platziert werden, teilte die zuständige Finanzagentur mit. Das sind sechs Milliarden Euro mehr als ursprünglich geplant.
    • Nach dem Anstieg der Corona-Fallzahlen im nordrhein-westfälischen Bielefeld infolge einer Familienfeier befinden sich dort rund 1.700 Menschen in Quarantäne. Darunter sind laut Stadt 1.100 Schüler und Lehrer. Betroffen seien zehn Schulen.
  • Frankfurt will Weihnachtsmarkt entzerren

    Die Stadt Frankfurt hat erste Ideen für die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes unter Corona-Bedingungen vorgestellt. Wegen der Pandemie soll er unter anderem deutlich ausgedehnt und damit entzerrt werden. Man wolle auch auf dem Opernplatz und der benachbarten Freßgass' Buden aufstellen, hieß es am Montag. Denkbar seien auch Stände auf der Zeil.

    Zudem sollen gastronomische Stände einen Verzehrbereich einrichten, in dem die gleichen Hygiene- und Abstandsregeln gelten wie in Restaurants. "Unser Frankfurter Weihnachtsmarkt mit seiner tollen Kulisse, den vielen Lichtern und Düften, gehört in der Adventszeit einfach dazu", sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Details will die Stadt im Oktober vorstellen. Der Markt soll vom 23. November bis 22. Dezember dauern. Auch andere Städte planen Weihnachtsmärkte unter Corona-Bedingungen.

    Weihnachtsmarkt
  • Top-Thema

    Wiesbaden genehmigt Hygienekonzept am Staatstheater

    Das Hessische Staatstheater in Wiesbaden kann auf Grundlage eines überarbeiteten Hygienekonzepts den Spielbetrieb vorläufig wieder aufnehmen. Das teilte die Stadt Wiesbaden am Montag mit. Am Dienstagabend soll das Theaterstück "Casino" gezeigt werden, wie das Staatstheater ankündigte.

    Laut Theaterleitung sieht das neue Hygienekonzept einen Abstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen vor. Es erlaube 298 Zuschauer im Großen Haus und 77 im Kleinen Haus. Wie die Stadt mitteilte, wird das Gesundheitsamt die Umsetzung des Hygienekonzepts vor Ort überprüfen und es danach gegebenenfalls endgültig freigeben. Ende vergangener Woche war der Spielbetrieb überraschend eingestellt worden.

  • Sonderprämien für Hessens Filmlandschaft

    Der 31. Hessische Film- und Kinopreis wird in diesem Jahr coronabedingt statt in der Alten Oper mit großer Gala nur im kleinen Rahmen stattfinden. Die durch den Wegfall der großen Präsenzveranstaltung eingesparten Mittel werden in eine einmalige Unterstützung für Kreative fließen, wie Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) am Montag erklärte. Die einmaligen Sonderprämien in der Höhe von insgesamt 115.000 Euro sollen vor allem Filmschaffende hinter den Kulissen unterstützen.