In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Die Meldungen vom Mittwoch, 27. Mai zum Nachlesen.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen aus Hessen

Die wichtigsten Meldungen:

+++ hr-Sinfonieorchester und Bigband geben Online-Konzerte +++

21.19 Uhr: Wegen der Corona-Krise geben das hr-Sinfonieorchester und die hr-Bigband seit April jeden Tag Online-Konzerte und freuen sich über viele neue Fans. Die Musiker nehmen dabei erschwerte Bedingungen in Kauf. Ein Beitrag aus der hessenschau.

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zum Video Online-Konzerte in der Corona-Krise

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+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

19.48 Uhr: Während wir Sie über die Entwicklung des Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kollegen von tagesschau.de über das weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Mittwoch:

  • Die EU-Kommission schlägt einen Wiederaufbaufonds von 750 Milliarden Euro gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vor. Finanziert werden soll der Wiederaufbauplan durch Schulden. Die EU-Kommission will mit deren Rückzahlung frühestens ab 2028 beginnen und sie dann in rund 30 Jahren abtragen. Dafür schlägt das Gremium neue Steuern vor, etwa im Emmissionshandel oder eine CO2-Grenzsteuer.
  • Das Bundeskabinett hat ein Gesetz für eine freiwillige Gutscheinlösung auf den Weg gebracht, die Reiseanbieter und -büros in der Corona-Krise finanziell entlasten soll. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass für Reisen, die vor dem 8. März gebucht wurden, auch Gutscheine in Höhe des Reisepreises ausgestellt werden können. Allerdings soll der Kunde auch auf der sofortigen Rückerstattung der Kosten bestehen dürfen. Der Bundestag wird nun über den Entwurf abstimmen.
  • Zehntausende Ärzte und Krankenpfleger in den USA haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mit dem Coronavirus angesteckt. Von den rund 62.000 Mitarbeitern des Gesundheitssektors, die sich infiziert hätten, seien mindestens 291 gestorben, teilte die Behörde auf ihrer Webseite mit.

+++ Familien kritisieren Kita-Pläne der Regierung +++

19.05 Uhr: Ab Dienstag sollen die hessischen Kitas wieder im "eingeschränkten Regelbetrieb" öffnen. Für Familien soll so mehr Normalität einkehren. Doch die Initiative "Eltern in der Krise" hält die Pläne der Landesregierung für eine Farce. Ein Beitrag aus der hessenschau kompakt.

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zum Video Kita-Öffnung: Familien in der Krise

hessenschau kompakt von 16:45 Uhr vom 27.05.2020
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+++ Abfallmengen in Frankfurt gestiegen +++

17.59 Uhr: Die einen entrümpeln zu Corona-Zeiten, die anderen lassen sich Essen, Kleidung oder Bücher liefern - und die Mitarbeiter der Abfallbeseitigung haben jede Menge zu tun. In Frankfurt seien die Abfallmengen im März und April zum Teil im zweistelligen Bereich gestiegen, sagte ein Sprecher der städtischen Entsorgungsgesellschaft FES am Mittwoch. So lagen die Corona-Monate März und April mit 2.608 Tonnen Verpackungsabfall der Privathaushalte deutlich über den Vorjahren: Elf Prozent mehr als Vorjahreszeitraum und zwölf Prozent mehr als im März und April 2018 sammelten die Entsorger ein.

Beim Glasmüll habe es ebenfalls einen Anstieg um 12,5 Prozent verglichen mit den Vergleichsmonaten 2019 und sogar 18 Prozent verglichen mit 2018 gegeben. Dass mehr zu Hause gekocht werde, zeige sich beim Biomüll: Die Entsorger sammelten 16 Prozent mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres und sogar 31 Prozent mehr Biomüll als 2018.

FES-Mitarbeiter Klaus Müller beim Beladen

+++ Frankfurter Buchmesse soll im Herbst stattfinden +++

17.29 Uhr: Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Buchmesse am Mittwoch entschieden. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen. Mehr erfahren Sie in Kürze in unserem Artikel.

+++ Corona-Gestrandete in Frankfurt gelandet +++

16.44 Uhr: Die Rückholaktion verpassten sie, bleiben wollten sie aber auch nicht mehr. Deshalb haben in Panama gestrandete Deutsche auf eigene Faust einen Rückflug organisiert. Heute ist das Flugzeug mit 229 Passagieren am Frankfurter Flughafen gelandet. Was die Rückkehrer zu ihrer Odyssee zu sagen hatten, erfahren Sie in unserem Beitrag.

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zum Video Panama-Gestrandete landen in Frankfurt

hessenschau kompakt von 16:45 Uhr vom 27.05.2020
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+++ Opposition fordert mehr Transparenz bei Corona-Einschränkungen +++

16.24 Uhr: Angesichts der Proteste gegen die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie hat die Opposition der schwarz-grünen Landesregierung eine mangelnde Begründung der von ihr verhängten Maßnahmen vorgeworfen. Der FDP-Abgeordnete Stefan Müller sagte im Landtag, beispielsweise sei den Busunternehmen die Einschränkung ihres Geschäfts nicht ausreichend erklärt worden. Er verwies auf die Demonstration von mehr als 100 Reisebusfahrern in Wiesbaden. Der Linken-Politiker Hermann Schaus kritisierte, die Landesregierung habe teils widersprüchlich Verordnungen erlassen, ohne dass es im Parlament eine Debatte gegeben habe. Für Akzeptanz von Politik brauche es aber Transparenz.

Die SPD-Fraktion nannte die Maßnahmen von Schwarz-Grün im Kampf gegen Rechtsextremismus ungenügend. Der Grünen-Politiker Lukas Schauder widersprach und verwies unter anderem auf das Programm gegen Hass und Hetze. Dass zahlreiche Demonstrationen stattfänden, zeige, dass im Land eine sorgfältige Abwägung von Grundrechten stattfinde und Versammlungsfreiheit gewährt werde. Teilweise herrsche auf den Demonstrationen jedoch eine hochaggressive und alarmierende Stimmung. Krude Verschwörungstheorien und antisemitische Klischees würden verbreitet, was "vollkommen inakzeptabel" sei.

+++ Hessen im Mittelfeld bei Corona-Schulden +++

16.18 Uhr: Hessen nimmt zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Nettokredite in Höhe von 509 Euro pro Einwohner auf. Dies geht aus einer aktuellen Auflistung des Landesrechnungshofs Schleswig-Holstein hervor. Danach liegt das Land bundesweit im oberen Mittelfeld, bei den meisten Ländern belaufen sich die Mehrausgaben auf weniger als 500 Euro pro Einwohner. Spitzenreiter ist mit großem Abstand Bayern (3.049 Euro), gefolgt von Bremen (1.754 Euro) und Sachsen (1.473 Euro). Thüringen und Berlin verzichten auf eine Kreditaufnahme.

+++ Demo von Reisebusfahrern: "Die Lage ist dramatisch" +++

Leicht unheimlich: Schaufensterpuppen mit Mundschutz sitzen beim Aktionstag privater Busunternehmen in Wiesbaden in einem Reisebus.

15.55 Uhr: Über 100 Reisebusfahrer haben mit ihren Fahrzeugen in Wiesbaden für staatliche Unterstützung demonstriert. "Die Lage ist dramatisch", sagte der Geschäftsführer des Landesverbands Hessischer Omnibusunternehmer, Volker Tuchan. Die Stilllegung des Reisebusverkehrs infolge der Coronakrise kostet die Unternehmen laut den Branchenverbänden täglich 2,3 Millionen Euro. Das Gewerbe benötige daher nicht zurückzahlbare Soforthilfen. Laut Tuchan wurde dem Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) eine entsprechende Resolution überreicht.

Die SPD-Fraktion forderte vom Land Hessen, den Busunternehmen die Stornokosten, die infolge der Absage von Klassenfahrten fällig geworden seien, zu erstatten. So könne diesen "Liquidität zur Verfügung gestellt werden", sagte der wirtschafts- und verkehrspolitische Sprecher Tobias Eckert.

+++ 22 Gießener Schüler in Quarantäne +++

15.40 Uhr: Nach dem Bekanntwerden eines Corona-Falls in der Gießener Herderschule kommen 22 Schüler und zwei Lehrer des Gymnasiums in häusliche Quarantäne. Das ordnete das Gießener Gesundheitsamt an, nachdem ein 14 Jahre alter Schüler positiv auf das Virus getestet worden war. Der Jugendliche hatte zuletzt am 18. und 20. Mai die Schule besucht. Alle Kontaktpersonen sollen nun ebenfalls getestet werden, wie der Landkreis in einer Pressemitteilung erklärte.

+++ Lufthansa verschiebt Entscheidung zum Rettungspaket +++

Stehende Lufthansa Flugzeuge

15.15 Uhr: Die Lufthansa hat die Entscheidung über das milliardenschwere Corona-Rettungspaket des Staates verschoben. Als Grund wurden am Mittwoch mögliche Auflagen der EU-Kommission genannt, welche die Drehkreuzfunktion an den Heimatflughäfen Frankfurt und München schwächen würden. Alternativszenarien müssten nun geprüft werden, hieß es in einer Pflichtmitteilung an die Börse. Eine außerordentliche Hauptversammlung wurde zunächst nicht einberufen.

+++ Ministerium veröffentlicht Hygieneplan zu Kita-Öffnungen +++

Ein Spielzeug-Zug steht im Aufenthaltsraum einer Kita in Offenbach.

15.04 Uhr: Mit einem zwölfseitigen Hygieneplan will das Sozialministerium den Kommunen eine Richtschnur zum geplanten eingeschränkten Kita-Betrieb ab 2. Juni geben. Das teilte Minister Kai Klose (Grüne) mit. "Da bei Kindern unter sechs Jahren nicht durchgehend zu erwarten ist, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern untereinander gewahrt ist ... sind bei der Betreuung ... besondere Schutz- und Hygieneregeln zu beachten", heißt es in dem Papier.

Unter anderem sollten die Gruppen in möglichst konstanter Zusammensetzung betreut und bei den Erziehern Personalwechsel vermieden werden. Vor der Eingangstür sollte - außerhalb der Reichweite von Kindern - Desinfektionsmittel für die Hände bereit stehen. Außerdem sollte das Bringen und Abholen so geregelt sein, dass sich möglichst wenige Menschen begegnen, erklärte das Ministerium im Hygieneplan und schlägt gestaffelte Zeiten vor. Eltern sollten die Einrichtung möglichst nicht betreten.

+++ Opposition: Kitas möglichst schnell für alle öffnen +++

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zum Video Landtag debattiert über Kita-Öffnung

hessenschau kompakt von 16:45 Uhr vom 27.05.2020
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14.43 Uhr: Die Oppositionsparteien im Landtag haben eine möglichst schnelle Wiedereröffnung der Kitas für alle Kinder gefordert. Familien bräuchten eine verlässliche Perspektive, erklärte die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Lisa Gnadl, in Wiesbaden. Was ab dem 2. Juni umgesetzt werde, sei nur eine Notfallbetreuung - anders könne man das nicht nennen. Entscheidungen würden auf die kommunale Ebene geschoben.

"Wir gehen diesen Schritt Hand in Hand mit den Kommunen", entgegnete Sozialminister Kai Klose (Grüne). Diese hätten vom Land diesen Gestaltungsspielraum eingefordert. Die Situation vor Ort unterscheide sich extrem, etwa weil nicht alle Fachkräfte zur Verfügung stünden. Nur so hätten Kommunen und Jugendämter ein Höchstmaß an Flexibilität. Dem Vorwurf, keine Richtlinien erarbeitet zu haben, entgegnete Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), es sei nicht sinnvoll, Richtlinien zu erarbeiten, die vor Ort nicht umsetzbar seien.

+++ NVV zum 25. Geburtstag nicht in Partylaune +++

14.14 Uhr: Zu seinem 25-jährigen Jubiläum kämpft der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) mit den Folgen der Corona-Krise. Die täglichen Fahrgastzahlen bewegen sich zwischen 40 bis 48 Prozent der Werte vor der Pandemie. Diese Situation passe nicht so recht in ein Jubiläumsjahr, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne): "Weniger Fahrgäste und wegbrechende Einnahmen sind ein herber Schlag für die Verkehrsverbünde." Er rief dazu auf, Bus und Bahn zu nutzen. Mit Vorsicht, Einhaltung des Abstands und Mund-Nasen-Bedeckung sei das problemlos möglich.

Durch die Corona-Krise steht der NVV nach eigenen Angaben vor der "größten Herausforderung" seit seiner Gründung. In der aktuellen Situation müssten die Fahrgäste wieder vom Öffentlichen Personennahverkehr überzeugt werden. "Seit 25 Jahren ist unser Ziel, dem ländlichen Raum gute Zukunftsperspektiven zu geben. Das geht weiterhin nur mit einem massiven Ausbau des Angebots von Bus und Bahn", sagte NVV-Geschäftsführer Steffen Müller.

+++ Kita nach Corona-Fällen geschlossen +++

Der Schriftzug "Kita" mit Fingerfarbe an Scheibe gemalt

13.36 Uhr: Nach zwei Infektionen mit dem Coronavirus ist eine Kita in Allendorf (Waldeck-Frankenberg) vorerst geschlossen worden. Betroffen seien zwei Kinder in der Einrichtung "Die Linserfische", berichtet die HNA. Das habe Bürgermeister Claus Junghenn (parteilos) der Zeitung bestätigt. Wie viele Kinder in der Notbetreuung der Kita untergebracht waren, sei nicht bekannt. Alle Erzieherinnen würden nun auf das Virus getestet und voraussichtlich zwei Wochen in häusliche Quarantäne geschickt.

+++ EU-Kommission: 750 Milliarden für den Wiederaufbau +++

13.20 Uhr: Noch einmal der Blick über die Landesgrenzen hinaus. So berichtet tagesschau.de über das geplante Hilfspaket der EU-Kommission für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Coronakrise - mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro. Der italienische EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni sprach auf Twitter von einem "europäischen Durchbruch".

Nach Informationen verschiedener Agenturen sollen 500 Milliarden als nicht rückzahlbare Rückwendungen und 250 Milliarden als Kredite fließen. Dafür sollen im Namen der Europäischen Union über Anleihen Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und über Jahrzehnte gemeinsam getilgt werden. Einzelheiten zu dem geplanten XXL-Programm gibt es hier.

+++ Initiative für mehr Steuertransparenz bei Lufthansa-Rettung +++

Fahnen mit dem Logo der Lufthansa wehen im Wind

13.01 Uhr: Beim angepeilten Rettungspaket für die Lufthansa mahnt die "Bürgerbewegung Finanzwende" mehr Steuertransparenz an. Man habe klare Hinweise, dass die Lufthansa Steueroasen nutzen und Gewinnverschiebungen betreiben könnte, begründete die Initiative ihren Vorstoß. Die Bundesregierung habe zwar bei dem Rettungspaket zur Bedingung gemacht, dass kein Staatsgeld in Steueroasen fließe. Dies reiche aber nicht aus, weil die zugrundegelegte "EU-Liste der unkooperativen Staaten" nur einen kleinen Teil der weltweiten Schattenfinanzzentren abdecke.

Weitere Informationen

Lufthansa legt Geschäfte offen

Die Lufthansa hatte zuletzt auf Druck der SPD offengelegt, welche Tochterfirmen ihren Sitz in Steueroasen haben.

Ende der weiteren Informationen

Lufthansa sei unter anderem in den nicht erfassten Ländern Malta, Irland und der Schweiz aktiv. Laut der Bürgerbewegung, die heute vor dem Bundeskanzleramt demonstrieren will, unterhalte der Konzern 92 Tochtergesellschaften in Schattenfinanzzentren. Auf Malta sei ein Leasing-Tochterunternehmen mit nur zwei Beschäftigten registriert, das knapp 200 Millionen Euro Gewinn ausweise. Neun weitere Gesellschaften mit zusammen sechs Angestellten verwalteten mehr als acht Milliarden Euro.

+++ Jeder Fünfte unterstellt Politik und Medien Täuschung +++

Lügenpresse

11.35 Uhr: Eine Nachricht aus dem Corona-Liveblog der tagesschau-Kollegen: Jeder fünfte Wahlberechtigte in Deutschland ist der Meinung, dass Politik und Medien die Öffentlichkeit in der Corona-Pandemie absichtlich täuschen. Das ist das wenig erbauliche Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des NDR-Medienmagazins Zapp. Demnach stimmten rund 20 Prozent der Aussage zu, dass "Politik und Medien die Gefährlichkeit des Coronavirus ganz bewusst übertreiben, um die Öffentlichkeit zu täuschen".

Die Täuschungsthese vertreten der Umfrage zufolge besonders viele AfD-Anhänger (54 Prozent) sowie Personen, die Social-Media-Plattformen aktiv nutzen (31 Prozent). Von allen Befragten halten 68 Prozent die öffentlich-rechtlichen Medien in der Berichterstattung über Corona für glaubwürdig. Dahinter folgen Printmedien (42 Prozent), der private Rundfunk (23 Prozent) und Social-Media-Plattformen (sieben Prozent).

+++ Private Gartenschau ins Internet verlagert +++

11.09 Uhr: Eine Meldung aus dem Ressort "Special Interest": Private Gärten werden dieses Jahr im Rahmen der Veranstaltung "Offene Gartenpforte" coronabedingt nur in digitaler Form präsentiert. Das gewohnte Format sei wegen der Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen nicht möglich, teilte der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten in Wiesbaden als Mitveranstalter am Mittwoch mit. Üblicherweise öffnen private Gartenbesitzer an einem Wochenende im Jahr ihre Pforten für Besucher, nun können sie Bilder und Videos ihrer Gärten auf einer Internetplattform zeigen.

+++ Plenardebatte im Zeichen von Corona +++

Ausgedünntes Plenum im hessischen Landtag

10.50 Uhr: Die Abgeordneten im Landtag wollen heute erneut über ihren geplanten Verzicht auf eine Diätenerhöhung in Corona-Zeiten debattieren. Bereits Anfang Mai hatten Redner diesen Schritt fraktionsübergreifend als Zeichen der Solidarität mit Bürgern und Betrieben bezeichnet, die sich in teils erheblichen finanziellen Schwierigkeiten befänden. Die Forderung, die Erhöhung von rund 2,3 Prozent zum 1. Juli auszusetzen, war von Seiten der Opposition laut geworden.

Die Corona-Krise dominiert auch die übrigen Punkte der Tagesordnung des Plenartages. Unter anderem soll es auf Antrag der SPD-Fraktion um einen "Sofortfonds Kinderbetreuung" gehen. Damit sollen Familien die Beiträge für Kinderbetreuung erstattet werden für die Zeiten, in denen die Kitas wegen der Pandemie geschlossen waren. Weiteres Thema sind Corona-Demos und die Warnungen von Sicherheitsbehörden, dass diese Proteste von Extremisten für ihre Zwecke missbraucht werden könnten.

+++ Boddenberg neuer Fraport-Aufsichtsrat +++

Finanzminister Michael Boddenberg (CDU)

10.26 Uhr: Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) ist wie geplant zum Aufsichtsratschef des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport gewählt worden. Der 60-Jährige folgt dem langjährigen Amtsinhaber Karlheinz Weimar, der am Dienstag seine letzte Hauptversammlung beim MDax-Konzern geleitet hatte. Das Land Hessen ist größter Anteilseigner des international tätigen Flughafenbetreibers. Boddenberg kündigte in der aktuellen Corona-Krise schnelles und entschlossenes Handeln an, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen.

+++ hr-Bigband spielt in voller Besetzung +++

hr-Bigband

10.18 Uhr: Am Donnerstag wird die hr-Bigband unter der Leitung von Jörg Achim Keller erstmals wieder in voller Besetzung auf der Bühne stehen. Dazu haben sich Produktions- und Tonmeister ein ganz besonderes Setting ausgedacht, das alle Abstands- und Sicherheitsregeln beachtet. "Herausgekommen ist eine fast kreisförmige Aufstellung der Bläsersätze, die sich um das Schlagzeug gruppieren", erklärt hr-Musikchef Michael Traub, "auch der Dirigent steht in der Mitte. Wir sind alle gespannt, wie sich dieses Setting anfühlt." Die Konzerte der Reihe Stage@Seven sehen Sie auf Youtube. Außerdem überträgt hr2 ab 19 Uhr.

+++ Muslime beten auf IKEA-Parkplatz +++

10.09 Uhr: Diese Meldung hat es bis zur BBC geschafft: Die Islamische Religionsgemeinschaft Ditib und die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), die als islamistisch gilt, haben am Sonntag ihr Festtags-Gebet zum Ende des Fastenmonats Ramadan auf dem Parkplatz des IKEA in Wetzlar abgehalten. Rund 700 Muslime waren unter Einhaltung der Abstandsregeln mit dabei.

A German Ikea donated its large and empty car park to local Muslims so they can perform #Eid prayers and still practise social-distancing🧡 I spoke to one of the mosque leaders behind the initial request to Ikea Full story 👉 https://t.co/Kq77cKtaW9

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+++ Gastronomen verkünden Teilerfolg +++

Mensch mit Mundschutz in einem Restaurant mit Zollstock zwischen den Tischen.

9.43 Uhr: Der Wegfall der 5-Quadratmeter-Regel in hessischen Gaststätten hat bei den Wirten für Erleichterung gesorgt. Trotz dieses Teilerfolges sei die Gastronomie aber "noch nicht über den Berg", sagte Vorstand Goran Petreski von der Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF). "Jetzt gilt es, gemeinsam alle Anstrengungen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus zu unternehmen, so dass wir nach und nach weitere Lockerungen erfahren und hoffentlich irgendwann wieder zum Vollbetrieb zurückkehren."

Hessen hatte am Dienstag seine Verordnung gekippt, wonach zusätzlich zum Mindestabstand von eineinhalb Metern eine Höchstzahl an Gästen in Restaurants und Gaststätten auf Basis der Raumgröße zugelassen war. Das hatte einen kostendeckenden Betrieb für viele Betreiber unmöglich gemacht, wie die IGF noch einmal betonte.

+++ Panama-Gestrandete chartern Flieger +++

Ein Passagier geht mit seinem Surfbrett zum Check-in am internationalen Flughafen Tocumen in Panama-Stadt.

9.26 Uhr: Es ist ein Novum in der aktuellen Krise: Knapp 50 Deutsche und 180 Gestrandete aus anderen Nationen haben sich in Panama gemeinsam ein Flugzeug gechartert, um Mittelamerika trotz der Reisebeschränkungen verlassen zu können. Sie landen heute mit dem Flieger eines privaten Transportunternehmens in Frankfurt. Wie der Flug trotz der Sperrung des Airports in Panama-City zustande kommen konnte, berichtet der Spiegel.

+++ Bus-Unternehmer demonstrieren +++

8.54 Uhr: Mit einem Bus-Korso durch Wiesbaden und andere deutsche Städte protestieren Busunternehmer heute wieder für mehr staatliche Unterstützung. Rund 100 Fahrzeuge werden am Mittag in der hessischen Landeshauptstadt erwartet, um auf die prekäre Lage aufmerksam zu machen. Seit März stehen die Busunternehmen völlig ohne Einnahmen da, weil alle Busreisen, Klassen- und Vereinsfahrten verboten sind. 90 Prozent der Betriebe würden ohne staatliche Nothilfen den Sommer nicht überleben, heißt es vom Landesverband Hessischer Busunternehmer.

Der Verband fordert eine Aufhebung des Busreiseverbots und will eine Resolution an Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) überreichen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum man mit der Bahn verreisen dürfe, aber nicht mit dem Bus. Schließlich könne man innerhalb einer Reisegruppe Kontaktpersonen nachvollziehen. Für den Korso wird die Mainzer Straße stadteinwärts von 12 bis 14 Uhr gesperrt, Autofahrer sollten die Wiesbadener Innenstadt in dieser Zeit besser meiden.

+++ 56 Neuinfektionen, vier weitere Tote +++

7.16 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 56 Fälle angestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Mittwoch, 0 Uhr. Die Zahl der Todesfälle stieg im selben Zeitraum um vier auf 466. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 9.860 Fälle gezählt. Davon gelten knapp 8.700 (88 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der höchste Wert liegt nach RKI-Angaben vom Mittwoch bei rund 10,4 Fällen in Wiesbaden. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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