In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Reise-Anwalt gibt Tipps für die Herbstferien

    Verreisen ist in diesen Herbstferien nicht so einfach: Viele Länder und Regionen sind derzeit Corona-Risikogebiete. Welche Möglichkeiten es gibt und was bei Buchungen zu beachten ist, erklärt Reiserechtsanwalt Holger Hopperdietzel.

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    hs 18.09.2020 um 19:30 Uhr Thumbnail
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  • Top-Thema

    Berufspendler müssen nicht in Quarantäne

    Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland kommt, muss normalerweise ein negatives Testergebnis vorlegen und bis dahin in Quarantäne. In Hessen gilt ab dem morgigen Samstag eine Ausnahmeregelung: Berufspendler, Geschäftsreisende und Menschen, die wegen ihrer Ausbildung oder aus medizinischen Gründen einreisen, müssen nicht mehr in Quarantäne, sofern sie kürzer als 72 Stunden bleiben. Das gab die Staatskanzlei am Freitag bekannt.

  • Top-Thema

    Fünf kostenlose Tests für Pflegekräfte

    Mitarbeiter in Pflegeheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung dürfen sich ab Oktober auch ohne konkreten Verdacht alle zwei Wochen kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Wie die Staatskanzlei und die Grünen-Landtagsfraktion am Freitag mitteilten, sind maximal fünf freiwillige Tests pro Person möglich. Auf diese Weise sollen Ausbrüche in den Einrichtungen weniger wahrscheinlich werden. Organisiert werden die Tests von den Trägern der Einrichtungen. Das Land stellt für die Finanzierung acht Millionen Euro zur Verfügung.

    Eine Ärztin macht einen Coronatest
  • Corona in Deutschland und der Welt

    Die Kollegen von tagesschau.de informieren in ihrem Ticker über die überregionalen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie. Hier ein Auszug aus den Meldungen von Freitag:

    • Die EU-Kommission empfiehlt, dass Corona-Tests von der ersten Anfrage bis zum Ergebnis maximal 24 Stunden dauern sollten, um Infektionsketten schnell einzudämmen. In Deutschland warten Getestete im Schnitt 36 Stunden auf ihr Ergebnis.
    • Die Vereinten Nationen warnen, dass die Corona-Krise die Fortschritte im Kampf gegen Hunger und Armut auf der Welt zunichtezumachen drohe. Zum ersten Mal seit 1990 breite sich die Armut wieder global aus.
    • Im Kampf gegen die Corona-Krise will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) im Bundeshaushalt 2021 rund 96 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. 
    • Der Bundestag hat angesichts der Corona-Krise eine milliardenschwere Entlastung der Kommunen beschlossen.
  • 15 bestätigte Coronafälle an Gießener Schule

    Die Zahl der bestätigten Coronafälle an der Liebigschule Gießen hat sich auf 15 erhöht. Wie der Landkreis am Freitag mitteilte, sei ein weiterer Fall aus einer sechsten Klasse hinzugekommen. Die Ansteckung sei nach derzeitigen Erkenntnissen jedoch nicht an der Schule, sondern im familiären Umfeld erfolgt.

    Der gesamte Jahrgang 9 der Liebigschule befindet sich demnach nun im Distanzunterricht, die Schülerinnen und Schüler werden über die digitale Lernplattform unterrichtet. Zwei neunte Klassen befinden sich in Quarantäne, ebenso Kurse, in denen es mehr als zwei positive Fälle gab.

    Für die Ostschule Gießen meldete der Kreis drei bestätigte Coronafälle. Quarantäne für ganze Klassen wurde hier nicht angeordnet, weil wegen einer bereits geltenden Maskenpflicht das Ansteckungsrisiko als gering eingeschätzt wurde. Landkreisweit gibt es derzeit 51 aktive Fälle, 25 davon in der Stadt Gießen.

  • Top-Thema

    Rund 1.000 Menschen in Main-Kinzig in Quarantäne

    Aktuell befinden sich im Main-Kinzig-Kreis über 1.000 Menschen in häuslicher Isolierung. Nach Angaben des Kreises stehen rund 400 der Quarantäne-Fälle in Zusammenhang mit einem Fußballverein in Gelnhausen, in dessen Umfeld 14 Menschen positiv getestet worden waren, sechs davon waren Fußballer. Auch weitere Fußballteams und Schulklassen, zu denen die Fußballspieler Kontakt hatten, wurden nach Angaben des Kreises vorsorglich unter Quarantäne gestellt.

    Die rund 600 weiteren Fälle vorsorglicher häuslicher Isolation stünden nicht in Zusammenhang mit dem Fußballverein, sagte ein Sprecher des Landkreises. In einem Fall seien wegen einer positiv getesteten Lehrkraft rund 250 Schüler und Lehrer unter Quarantäne gestellt worden. Es gebe im Kreis aktuell jedoch keine nachgewiesenen Fälle von Covid-19, die durch Ansteckungen an Schulen während der Unterrichtszeit entstanden seien. Bei den restlichen Fällen handele es sich um Ansteckungen in kleineren Kreisen ohne größeres Ausbruchgeschehen.

    Am Freitag meldete der Kreis drei neue Corona-Virus-Fälle. Keiner der Fälle stehe in Zusammenhang mit dem Fußballverein. Derzeit zählt der Main-Kinzig-Kreis laut Mitteilung 119 aktive Fälle.

  • "Vollständiger" Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden

    Alle Jahre wieder… - das gilt trotz Corona auch in der kommenden Weihnachtszeit für den Sternschnuppenmarkt von Wiesbaden. Unter besonderen Auflagen wird der Weihnachtsmarkt vom 24. November bis 23. Dezember geöffnet sein. Und zwar "vollständig". So hat es die Stadt am Freitag nach einem entsprechenden Beschluss der Stadtverordneten mitgeteilt. Der Sternschnuppenmarkt wird sich laut Bürgermeister und Ordnungsdezernent Oliver Franz (CDU) diesmal auf bis zu vier Flächen verteilen: auf Luisenplatz, Kranzplatz, Schlossplatz und vor dem Kurhaus.

    Auch das Riesenrad auf dem Mauritiusplatz wird sich wieder drehen. Zu den neuen Regeln zählt, dass etwa auf dem Schlemmer-Markt maximal 250 Menschen gleichzeitig sein dürfen. Neben der Abstandsregel sind teilweise auch Maskenpflicht und Zugangskontrollen samt Erfassung der Kontaktdaten vorgesehen. Die Besucher erwarte trotz der Corona-Auflagen "ein attraktives Angebot in dieser schwierigen Zeit“, sagte Oliver Heiliger, Chef der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH.

    Weihnachtsmarkt Wiesbaden
  • Top-Thema

    Corona-Anstieg in Wetzlar durch private Feiern

    Der seit Tagen anhaltende Anstieg der Corona-Fallzahlen in Wetzlar ist nach Angaben des Kreis-Gesundheitsamtes im Wesentlichen auf zwei private Feierlichkeiten zurückzuführen. 14 Erwachsene und sieben Kinder hätten sich dabei mit dem Corona-Virus infiziert. "Der dadurch entstandene Corona-Cluster stellt das Kreis-Gesundheitsamt aufgrund der hohen Anzahl involvierter Personen vor die umfangreichsten Ermittlungsarbeiten seit Beginn der Pandemie", hieß es in einer Pressemitteilung am Freitag.

    Insgesamt konnten im aktuellen Fall bis zum heutigen Tage, Freitag, 18. September 2020, rund 300 Kontaktpersonen ermittelt werden. Betroffen sind auch drei Schulen: Die Grundschule Dalheim sowie die Theodor-Heuss-Schule in Wetzlar bleiben dennoch vorerst geöffnet. Die August-Bebel-Schule hingegen wurde bis vorerst 22. September geschlossen.

  • Top-Thema

    Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime aufgehoben

    Hessen hebt die coronabedingten allgemeinen Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime auf. Es werde keine verbindlichen Vorgaben des Landes zur Dauer und Anzahl der Besuche mehr geben, teilten Staatskanzlei und Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Maßgeblich seien nun die jeweiligen Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen.

    Altenheimbewohnerin in ihrem Zimmer
  • Fresenius-Chef kritisiert Impfstoff-Alleingänge

    Fresenius-Chef Stephan Sturm hat nationale Alleingänge im Rennen um Corona-Impfstoffe kritisiert. "Was mir besonders große Sorgen macht, ist, dass angesichts des Wettlaufs vielerorts offenbar der Versuchung nicht widerstanden wird, Abkürzungen zu nehmen", sagte Sturm dem Handelsblatt (Freitag).

    Vielerorts würden Regeln gebogen, sagte der Manager des Bad Homburger Konzerns. So wurde in Russland der weltweit erste Corona-Impfstoff für die breite Bevölkerung zugelassen, obwohl wichtige Tests fehlten. Und US-Präsident Donald Trump hat davon gesprochen, dass es bereits rund um die Wahl am 3. November einen Impfstoff geben könnte. Eine reguläre Zulassung bis dahin ist de facto aber unmöglich.

    Man wisse längst nicht alles über das Virus und nichts über Spätfolgen, schon gar nicht von Impfstoffen, sagte Sturm. "In so einem Fall halte ich es für höchst fragwürdig, Abstand von erprobten Regelungen zu nehmen, wenn es um die Zulassung von Impfstoffen und Medikamenten geht - Pandemie hin oder her."

  • Corona-Fälle an zwei Schulen in Bad Schwalbach

    Nach zwei nachgewiesenen Corona-Infektionen bei zwei Schülerinnen in Bad Schwalbach (Rheingau-Taunus) müssen mehrere Kinder und Lehrer in Quarantäne. Wie das Kreisgesundheitsamt am Freitag mitteilte, wurden die Schulleitungen sowie alle Eltern der betroffenen Klasse der Wiedbach- und der Nikolaus-August-Otto-Schule bereits informiert und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet. Die Klassen werden auf das Coronavirus getestet, die Kontaktpersonen müssen 14 Tage in Quarantäne.

  • In Hessen werden wieder Filme gedreht

    Die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben die Filmproduktion in Hessen stark gebremst. "Obwohl in Hessen kein generelles Drehverbot ausgesprochen wurde, konnten Dreharbeiten im Frühjahr und Sommer stark eingeschränkt sein oder gar nicht stattfinden", sagte eine Sprecherin der Hessenfilm und Medien GmbH, der hessischen Filmförderung. Seit die Maßnahmen gelockert wurden, hätten einige Filmteams eigenverantwortlich in Bezug auf die Umsetzung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen im Sommer gedreht.

    Unter anderem habe der hessische Regisseur und Produzent Christian Schäfer seinen Debütfilm "Trübe Wolken" mit Devid Striesow in der Hauptrolle abgedreht. Hessenfilm habe Filmschaffende in den vergangenen Monaten unter anderem in Form von Kursen unterstützt, darunter eine Fortbildung zum Hygienebeauftragten, und mit einer Internetdiskussion zum Thema "Sicheres Drehen in der Pandemie".

  • Top-Thema

    109 Neuinfektionen, ein Todesfall

    Innerhalb der letzten 24 Stunden sind in Hessen 109 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag um 0 Uhr mit. Damit liegt die Gesamtzahl bei 17.342, wovon rund 15.600 als genesen gelten. Es gab einen weiteren Todesfall, die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt somit bei 543.

    Unter den Landkreisen und kreisfreien Städten weist weiterhin der Kreis Groß-Gerau die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Die sogenannte Inzidenz liegt dort bei 24,8. Es folgen Offenbach und Frankfurt mit jeweils 18,6 und der Hochtaunuskreis mit 17,3.

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über das Geschehen in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kollegen auf tagesschau.de über die weltweiten Entwicklungen rund um das Coronavirus. Hier ein kleiner Auszug aus den Meldungen des Donnerstags:

    • Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat erneut die Schwelle von 2.000 übersprungen und den höchsten Wert seit April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2.194 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut meldete.
    • England schränkt Kneipenbesuche im Nordosten des Landes ein. Unter anderem dürften die beliebten Pubs in der Städte wie Newcastle und Sunderland umfassenden Region nur noch bis 22 Uhr öffnen, kündigte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock im Parlament an.
    • Die Tourismus-Branche in Wien erwartet nach der deutschen Einstufung zum Risikogebiet riesige Verluste. Auch für den Tourismus in Österreich insgesamt verdüstern sich demnach die Aussichten.
    • Indien will den umstrittenen russischen Impfstoff Sputnik V ausprobieren. Die indische Pharma-Firma Dr. Reddy's aus Hyderabad und der russische Staatsfonds haben eine entsprechende Zusammenarbeit vereinbart.
  • Lufthansa fliegt wieder öfter nach Afrika

    Die Lufthansa bereitet sich nach weitgehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder auf mehr Flüge in afrikanische Länder vor. "Wir stehen in den Startlöchern", sagte der für den Kontinent zuständige Lufthansa-Manager André Schulz am Donnerstag der dpa. Seit August sei die Zahl der Flüge nach Kenia wieder auf vier pro Woche hochgefahren, ab kommendem Samstag ist auch die Route von Frankfurt nach Windhuk (Namibia) wieder Teil des Flugplans. Am Jahresende könnte zudem auch Mauritius wieder angesteuert werden, schon im Oktober will Schulz "den Kranich wieder nach Johannesburg (Südafrika) holen". "Das Reiseverhalten und die Nachfragestrukturen werden sich verändern - wir sind aber sehr zuversichtlich beim Blick auf den Markt", sagte Schulz. Ein wichtiger Mosaikstein sei die am Vorabend in Südafrika verkündete Grenzöffnung nach sechsmonatiger Luftraumsperre.

  • Kassel verzichtet auf mobile Luftfilter

    In Kasseler Schulen wird es auch zukünftig keine mobilen Luftfiltergeräte geben. Laut einer Mitteilung der Stadt vom Donnerstag teilen Stadtbaurat Christof Nolda und Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote (Grüne) die Auffassung der Gesundheitsämter, dass mechanisches Lüften den besten Schutz gegen die Übertragung des Coronavirus biete. Eine Anschaffung der Filteranlagen sei deshalb "aus fachlichen Gründen" nicht nötig. Die wirksamste Methode gegen die Verbreitung von virushaltigen Aerosolen sei eine möglichst hohe Zufuhr an Frischluft.

  • Top-Thema

    Rund 400 Menschen in Gelnhausen in Quarantäne

    Rund 400 Personen in Gelnhausen befinden sich in häuslicher Quarantäne, nachdem einige Covid-Fälle unter anderem im Umfeld eines Fußballvereins aufgetreten sind. 14 Menschen aus Gelnhausen, Hanau, Maintal und Freigericht wurden nach Auskunft des Gesundheitsamts des Main-Kinzig-Kreises positiv auf Covid-19 getestet.

    Die Behörde geht davon aus, dass sich Fußballspieler vor zwei Wochen untereinander im Mannschaftskreis infizierten. Danach gab es wohl Ansteckungen im Familien- und Freundeskreis, am Arbeitsplatz, bei einem Tanzschultraining, bei privaten Feiern und in einer Fahrgemeinschaft von Schülern, wie Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler sagt: "Wir können noch lange nicht davon sprechen, den Ausbruch gestoppt zu haben." Frühestens in der kommenden Woche lasse sich die Lage besser einschätzen. Unter den Kontaktpersonen, für die am Mittwoch eine Isolierung angeordnet wurde, sind Schüler aus drei Schulen.

  • Top-Thema

    Extra lange Züge für Eintracht-Fans

    Um die Fans von Eintracht Frankfurt auch in Corona-Zeiten sicher zum Stadion und nach Hause zu befördern, setzt der RMV am Samstag auf Züge im XXL-Format. Wie der Rhein-Main-Verkehrsverbund am Donnerstag mitteilte, wird es rund um das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (15.30 Uhr) sogenannte Langzüge geben. Demnach verkehren die S-Bahn-Linien S8 und S9 sowie die Straßenbahnlinie 20 mit zusätzlichen Waggons. Zudem werde die Taktung der Straßenbahnen erhöht und zusätzliche Busse eingesetzt. Die Eintracht wird am Samstag erstmals seit Beginn der Coronakrise wieder vor Zuschauern spielen, insgesamt dürfen 6.500 Fans ins Stadion.

  • Top-Thema

    Biontech will Impfstoff in Marburg produzieren

    Für die Herstellung eines möglichen Corona-Impfstoffs will das Mainzer Unternehmen Biontech von dem Schweizer Pharmakonzern Novartis dessen Produktionsstätte in Marburg übernehmen. Das Geschäft soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Biontech plant unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigung, in dem Werk bereits im ersten Halbjahr bis zu 250 Millionen Dosen des möglichen Impfstoffs herstellen zu können. In dem Werk in Marburg sind den Angaben zufolge rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Über den Kaufpreis wurden zunächst keine Angaben gemacht.

    Das Mainzer Biopharma-Unternehmen und sein US-Partner Pfizer wollen im Falle eines Erfolgs der aktuell laufenden klinischen Studie zu ihrem möglichen Corona-Impfstoff im Oktober den Antrag auf Marktzulassung stellen. Beide Unternehmen hatten Ende Juli einen weltweiten Test zu dem möglichen Impfstoff mit derzeit 29.000 Probanden gestartet.

  • Gastgewerbe zieht "katastrophale Bilanz"

    Ein halbes Jahr nach dem Lockdown und den massiven Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise ist die Lage für viele hessische Gaststätten und Hotels laut Dehoga immer noch prekär. "Die Bilanz ist katastrophal. Das sind die größten Umsatzeinbrüche, die wir seit dem Zweiten Weltkrieg im Gastgewerbe verzeichnet haben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Hessen, Julius Wagner. Seit Angang März hätten die Betriebe im Vorjahresvergleich Einbußen von 60 Prozent verkraften müssen.

    Trotz des schönen Sommers und obwohl viele Menschen Urlaub in Deutschland gemacht haben, verzeichneten die Hotels den Angaben zufolge im Juli ein Minus von 50 Prozent. Hessen sei ein starker Messe- und Kongressstandort - und dieser Bereich sei total eingebrochen, sagte Wagner. Erfreulich sei, dass sich die Kommunen flexibel zeigten und den Gaststätten Raum auf der Straße zur Verfügung stellten. Er gehe daher einigermaßen optimistisch in den Herbst.

  • 149 Neuinfektionen, kein Todesfall

    Innerhalb der letzten 24 Stunden sind in Hessen 149 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag um 0 Uhr mit. Damit liegt die Gesamtzahl bei 17.233, wovon rund 15.400 als genesen gelten. Weitere Todesfälle gab es nicht, die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt somit bei 542.

    Unter den Landkreisen und kreisfreien Städten weist weiterhin der Kreis Groß-Gerau die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Die sogenannte Inzidenz liegt dort bei 25,5. Es folgen Offenbach mit 18,6, Frankfurt mit 16,6 und Wiesbaden mit 16,5.

  • Industrie und Handelskammer fordert mehr Geschäftsreisende

    Der Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK), Robert Lippmann, hat Lockerungen bei Geschäftsreisen gefordert. Hessens Gastgewerbe brauche diese Kunden. "Reisebeschränkungen sind Wirtschaftsbeschränkungen, gerade auch für das hessische Gastgewerbe vor Ort. Daher sollten sie nur sehr dosiert und verhältnismäßig eingesetzt werden", sagte Lippmann.

    Man brauche Lösungen, die Gesundheitsschutz und wirtschaftliche Aktivitäten stärker als bisher in Ausgleich bringen. Zudem sollten die Regeln für Tests, Quarantäne und Reisewarnungen innerhalb Deutschlands und der EU besser koordiniert werden, so der HIHK-Geschäfsführer.

  • Top-Thema

    Bei Opel drohen Kündigungen

    Wegen bisher niedriger Akzeptanz eines freiwilligen Programms zum Abbau von Arbeitsplätzen schließt der Autobauer Opel betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.

    Bis Ende kommenden Jahres sollten 2.100 Arbeitsplätze in Deutschland über sozial verträgliche beziehungsweise freiwillige Alters- und Abfindungsprogramme abgebaut werden, bisher hätten sich aber nur 500 Beschäftigte dafür entschieden, erklärte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch am Stammsitz in Rüsselsheim. Derzeit sei man "weit entfernt vom Ziel". Dieses müsse aber erreicht werden. Begründet wurde das Vorgehen auch mit der Corona-Krise.

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über das Geschehen in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kollegen auf tagesschau.de über die weltweiten Entwicklungen rund um das Coronavirus. Hier ein kleiner Auszug aus den Meldungen des Mittwochs:

    • Mehrere Impfstoffzulassungen für Deutschland erwartet. Dabei könne es sein, dass einzelne Impfstoffe besonders für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie etwa ältere Menschen geeignet seien, erklärte die Vize-Vorsitzende der ständigen Impfkommission, Sabine Wicker der Funke Mediengruppe.
    • Die spanische Hauptstadt Madrid verhängt in Stadtteilen einen Lockdown. Rund ein Drittel der neuen täglichen Coronavirus-Infektionen in Spanien gibt es in Madrid und Umgebung, wo 6,6 Millionen Menschen leben.
    • Testkapazitäten werden im Vereinigten Königreich knapp. Noch vor ein paar Wochen versicherte Premier Boris Johnson: Jeder, der will, kann sich auf das Coronavirus testen lassen. Angesichts steigender Infektionszahlen muss er nun zurückrudern - und steht erneut in der Kritik.
    • Millionen Infizierte in Indien: In dem Land steigt die Zahl der Infizierten schneller als in jedem anderen Land. Die Schwelle von fünf Millionen wurde bereits überschritten.
  • Razzia auf dem Frankfurter Straßenstrich

    Zur Bekämpfung illegaler Prostitution hat die Frankfurter Stadtpolizei zusammen mit der Steuerfahndung Schwerpunktkontrollen auf Straßen und in Hotels rund um den Hauptbahnhof durchgeführt. Gegen mehrere Prostituierte und Freier würden Bußgeldbescheide erstellt, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Seit Inkrafttreten der Corona-Verordnung seien 78 Ordnungswidrigkeitenanzeigen nach der Sperrgebietsverordnung und dem Prostituiertenschutzgesetz sowie sieben Strafanzeigen wegen Ausübung verbotener Prostitution gegen Straßenprostituierte und Freier erlassen worden. Weil Bordelle und Laufhäuser wegen der Pandemie geschlossen seien, würden viele Prostituierte verbotenerweise auf die Straße ausweichen, hieß es.