Das Coronavirus verbreitet sich in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom 24. März 2020.

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

MELDUNGEN VOM DIENSTAG, 24. MÄRZ

+++ Kultusminister Lorz: "Abitur wird Anerkennung finden" +++

Trotz Kritik gehen am Mittwoch die Abiturprüfungen im Land weiter. Obwohl am Dienstag mit Schleswig-Holstein das erste deutsche Bundesland angekündigt hat, die Prüfungen abzusagen. Der hessische Kulturminister Alexander Lorz (CDU) bekräftigte am Dienstag im Gespräch mit dem hr, dass "das Abitur, wie immer es abgelegt wird, in allen Bundesländern Anerkennung findet". Für die nicht ganz leichte Situation der Schüler hat er zudem Verständnis. "Dass dieser Jahrgang unter ganz schwierigen äußeren Bedingungen Abitur macht, ist klar. Das ist das Schicksal, das Corona den Abiturienten und Abiturientinnen bereitet. Das gilt aber in ganz Deutschland", sagte Lorz.

+++ Wäschewaschen gegen Corona +++

21.07 Uhr: Noch ist nicht eindeutig geklärt, ob das Coronavirus auch über die Kleidung weitergegeben werden kann. Was es bei der Wäsche zu beachten gilt, erklärte am Dienstag der Leiter des Hygienischen Dienstes in Kassel, Markus Schimmelpfennig, im Gespräch mit dem hr: "Corona kann man mit jeder Waschtemperatur umbringen. Ein normales Haushaltswaschmittel dazu reicht." Der Arzt betonte auch: "Generell gilt aber: Richtige hygienische Wäsche geht ab einer empfohlenen Waschtemperatur von 60 Grad plus los."

+++ Weniger Kunden in Geschäften, Trauernde auf Abstand +++

20.40 Uhr: Der Kreis Gießen verschärft seine Abstands- und Hygieneregeln. Ab diesem Mittwoch bis zunächst 19. April darf sich in Einkaufsläden außer dem Personal nur eine Kundin oder ein Kunde pro 20 Quadratmeter Geschäftsraum aufhalten. Kunden müssen Einkaufswagen nehmen. Im Laden und in Warteschlangen davor ist auf einen Mindestabstand von 1,5 Metern voneinander zu achten. Hamsterkäufe werden nicht verboten. Dazu habe man kein Recht, sagte Landrätin Anita Schneider (SPD) am Dienstag, die gleichwohl an die Vernunft der Bürger appellierte.

An Trauerfeiern darf ab Mittwoch nur noch der engste Familienkreis teilnehmen (Verwandte des Verstorbenen bis zum zweiten Grad). Sie müssen unter freiem Himmel abgehalten werden. Mehr als 15 Menschen dürfen sich nicht am Grab versammeln – auch sie im Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander.

+++ Main-Taunus-Kliniken rüsten sich +++

20.35 Uhr: Die Verwaltung der Kliniken im Main-Taunus-Kreis hat bislang 33 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten für schwer erkrankte Corona-Patienten eingerichtet. Belegt seien derzeit drei davon, teilte sie am Dienstag mit. Ein weiterer Covid-19-Patient werde regulär versorgt, dazu kämen vier Verdachtsfälle. Sie alle seien isoliert im Krankenhaus Hofheim untergebracht.

Da man einen Anstieg der Patientenzahl erwarte, habe man auch im Krankenhaus Bad Soden Vorbereitungen für isolationspflichtige Patienten getroffen. Dazu sei beispielsweise ein Trakt des OP-Bereichs in eine Intensivstation umgewandelt worden. Die Klinikverwaltungen hätten ihr Personal intensiv für die Behandlung von Covid-19-Patienten geschult und mit der nötigen Schutzkleidung versorgt. Sie bereiteten derzeit eine Aufstockung der Zahl an Betten und Beatmungsgeräten vor.

Erfreut zeigen sich die Kliniken über die hohe Zahl an Unterstützungsangeboten aus der Bevölkerung. Man habe sich daher entschieden, ein Online-Formular für Helfer bereitzustellen, abrufbar unter www.kliniken-fmt.de/wir-wollen-helfen. Man suche vornehmlich, aber nicht nur medizinisch oder pflegerisch ausgebildete Menschen, um sie bei Bedarf zur Versorgung von Nicht-Corona-Patienten oder in der Verwaltung einzusetzen. 

Intensivbett mit Beatmungsgerät

+++ Keine Coronaviren im Trinkwasser +++

20.12 Uhr: Die Stadtwerke Hanau (SWH) weisen darauf hin, dass Coronaviren nicht über das Trinkwassernetz der Stadt übertragen würden. Man betreibe in den Wasserwerken UV-Desinfektionsanlagen, die mit ihren ultravioletten Strahlen Bakterien und Viren vernichteten. Die SWH hätten außerdem frühzeitig die Pandemie-Notfallpläne aktiviert, meldete Geschäftsführerin Martina Butz am Dienstag.

Das bedeute zum Beispiel, dass "ein Teil des Personals von den alltäglichen Arbeitsprozessen isoliert und in Reserve gehalten wird, um so bei einem Ausfall einzelner schnell für personellen Ersatz sorgen zu können". Sämtliche Schutzvorkehrungen gelten laut Butz auch für die Stadtteile Steinheim und Klein-Auheim, die vom Zweckwasserverband Offenbach versorgt werden.

+++ Trauung ohne Trauzeugen +++

19.30 Uhr: In Wiesbaden darf bei Trauungen außer der Standesbeamtin oder dem Standesbeamten nur noch das Brautpaar anwesend sein. Sonst niemand im Standesamt oder am Trauort. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Grund ist natürlich das am Sonntag verfügte Kontaktverbot. Vor der Tür darf auch niemand warten, um dem frisch vermählten Paar zu gratulieren. Die Eheschließung fällt ganz flach, falls Braut oder Bräutigam zuvor in einem Corona-Risikogebiet war oder Kontakt zu einem Infizierten hatte. 

+++ Noch immer fehlen 16.000 Erntehelfer +++

Ein Erntehelfer packt den frisch gestochenen Spargel zusammen.

18.40 Uhr: Landwirte in Hessen schlagen Alarm. Ihre dringend benötigten Saisonarbeiter können oder wollen wegen der Coronakrise nicht wie sonst mit dem Bus nach Hessen kommen. Bauern haben sich zusammengetan, Flüge gechartert und Erntehelfer eingeflogen. Doch das alleine reicht nicht. Hier geht es zum Artikel.

Videobeitrag

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+++ 36 Bürgermeisterwahlen wegen Corona-Krise verschoben +++

18.32 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie werden in Hessen 36 Bürgermeisterwahlen auf frühestens 1. November verschoben. Die Abstimmungen waren ursprünglich an Sonntagen zwischen dem 26. April und 25. Oktober geplant. Mit der Verschiebung werde eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung durch das hochinfektiöse Corona-Virus in den Wahllokalen verhindert, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Dienstag. Der Landtag verabschiedete im Schnelldurchgang ein entsprechendes Gesetz.

Nach den Worten von Beuth könnten sich Menschen bei einer Wahl auch über Gegenstände anstecken, die für eine Abstimmung zwingend notwendig seien. "Landesweit hoffen wir im November zudem auf eine deutlich höhere Wahlbeteiligung. Diese wäre in den kommenden Monaten aufgrund des Coronavirus nicht zu erwarten", erklärte Beuth.

+++ Polizei warnt vor Betrügern mit Corona-Masche +++

18.28 Uhr: Kriminelle in Frankfurt machen sich die Corona-Pandemie zunutze: Derzeit seien Betrüger unterwegs, die sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben und vermeintliche Tests auf das Virus an der Haustür anbieten, teilte die Polizei am Dienstag mit. Es gebe auch Fälle, in denen die falschen Behörden-Mitarbeiter sagten, sie müssten den Bestand an Desinfektionsmitteln in der Wohnung überprüfen. "Doch weder handelt es sich um echte Corona-Tests, noch um tatsächliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts", warnten die Beamten.

Die Polizei registrierte zudem einen Einbruch in ein Restaurant, bei dem Diebe neben Bargeld auch etwa 20 Flaschen Desinfektionsmittel sowie mehrere Packungen Mundschutz stahlen. Dinge, die "noch vor zwei Wochen keine Beachtung" von Langfingern fanden, so die Beamten.

+++ Frankfurter Kultur auf dem Sofa +++

18.05 Uhr: Museumsausstellungen, Theateraufführungen, Lesungen, Musikkonzerte, Filmvorführungen – im gewohnten Rahmen fällt all das derzeit aus. Doch das Internet hat die Corona-Pandemie uns Gott sei Dank nicht genommen. Einen Überblick über die Wohnzimmerkonzerte und Kleinstbühnendarbietungen und digitalen Ausstellungen von Frankfurter Kulturschaffenden im Netz bietet seit Dienstag das städtische Kulturamt auf der Seite "Kultur auf dem Sofa".

"Die Kultur muss gerade in dieser Zeit sichtbar bleiben", findet die zuständige Stadträtin Ina Hartwig (SPD). Wer in die Liste aufgenommen werden möchte, schreibt an social.kulturdez@stadt-frankfurt.de.

Mann am Laptop

+++ Bauwirtschaft rechnet mit Baustopps wegen Corona +++

18.02 Uhr: Auch die Baubranche in Hessen spürt Auswirkungen der Corona-Krise. Thilko Gerke, Obermeister der Bauinnung Kassel, berichtet davon, dass erste Projekte vorerst auf Eis gelegt würden. Einige Bauherren wollten keine Baugrube aufreißen auf die Gefahr hin, dass dann monatelang nicht gearbeitet werden könne, sagte Gerke dem hr.

Der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen bestätigte dem hr, dass zunehmend Arbeitskräfte aus dem Ausland fehlen. Viele Bauarbeiter aus Osteuropa könnten oder wollten wegen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr einreisen, sagte ein Verbandssprecher. Auch bei Materiallieferungen gebe es erste Engpässe.

Die Bauwirtschaft ist nach Einschätzung mehrerer Unternehmer allerdings weniger stark von der Corona-Krise betroffen als andere Branchen. Ein Grund dafür ist, dass auf vielen Baustellen draußen gearbeitet wird und deshalb der Betrieb weiter aufrecht erhalten werden kann. Außerdem haben viele Unternehmen noch gut gefüllte Auftragsbücher aus der Zeit vor der Pandemie. Trotzdem rechnen Branchenverbände damit, dass wegen der Corona-Krise zukünftig noch mehr Baustellen stillgelegt werden könnten.

Bauarbeiter auf Gerüst

+++ Bußgeldkatalog für Corona-Verstöße kommt +++

17.53 Uhr: Das Land erarbeitet einen Bußgeldkatalog zu Verstößen gegen das seit Sonntag geltende umfassende Kontaktverbot. Auf Verstöße gegen die Bestimmungen im Infektionsschutzgesetz stehen in Einzelfällen bis zu 25.000 Euro Strafe, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums am Dienstag. Der Bußgeldkatalog werde zwischen den Ressorts der Landesregierung abgestimmt. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus dürfen Menschen in Hessen nur noch allein oder zu zweit unterwegs sein. Ausgenommen sind Familien.

Im Nachbarland Nordrhein-Westfalen liegt bereits ein Bußgeldkatalog vor. Er sieht beispielsweise 250 Euro Strafe vor, wenn es zu unerlaubten Zusammenkünften von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit kommt. 1.000 Euro werden fällig, wenn jemand trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert.

+++ Neue Regeln für Pflegebedürftige +++

17.27 Uhr: Das Sozialministerium hat am Dienstag neue Regeln für Pflegebedürftige erlassen. Sie gelten bis zum Ende der Osterferien am 19. April. Demnach gibt es für sie keine Gruppenbetreuungsangebote mehr vor und neben der eigentlichen Pflege, außerdem dürfen sie keine Tages- oder Nachtpflegeeinrichtungen mehr betreten.

Die einschneidendste Maßnahme dürfte aber die sein, dass die Pflegebedürftigen nun in eine Notbetreuung - für die die Träger der Einrichtungen sorgen müssen – kommen, falls ihr Betreuungsaufwand eine Pflege zu Hause nicht erlaubt oder ihre Pflegepersonen dort einem systemrelevanten Beruf nachgehen: bei der Polizei, bei der Feuerwehr, in der Justiz, in Krankenhäusern, bei Rettungsdiensten, im Katastrophenschutz, bei der Bundeswehr, in der Altenpflege, Apotheker, in medizinischen Laboren, in Supermärkten, in der Landwirtschaft, in der Lebensmittel-Logistik, in der Abfallwirtschaft. Die ganze Liste steht hier.

Die Versorgung von Corona-Patienten und die Bekämpfung der Pandemie haben Vorrang derzeit. Daher gelten all diese Ausnahmen nicht, falls Pflegebedürftige selbst mit dem Virus infiziert sind.

+++ Bald Corona-Test-Vollautomat in Frankfurt +++

17.43 Uhr: Langwierige Corona-Tests für Arbeitskräfte im Pflegepersonal und in anderen wichtigen Berufen könnten in Frankfurt bald der Vergangenheit angehören. Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, erhält das Universitätsklinikum Frankfurt einen Corona-Test-Vollautomaten. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Polizei, der Feuerwehr und in den Krankenhäusern, die tagtäglich bei ihrer Arbeit besonders gefährdet sind, können mit Hilfe des Gerätes schnell, vollautomatisch und unkompliziert getestet werden", erklärte Bürgermeister Uwe Becker (CDU).

"Wir haben einen dringenden Bedarf zur Erweiterung unserer Kapazitäten der Testung sowie zum Ausschluss von COVID-Infektionen insbesondere bei Personen, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung notwendig sind. Wir hoffen, das Gerät möglichst schnell in Betrieb nehmen zu können", sagte Sandra Ciesek vom Universitätsklinikum. Die Kosten für den Automaten übernimmt die Stadt.

+++ Flugsicherung schafft Arbeitszeitkonten +++

17.19 Uhr: Kaum ein Flugzeug am Himmel, was hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) noch zu tun? Das Unternehmen mit Sitz in Langen (Offenbach), das für den Bund den deutschen Luftraum überwacht und die Lotsen an den Flughäfen stellt, hat sich mit der Fluglotsengewerkschaft auf einen "Corona-Tarifvertrag" verständigt.

Dieser sieht einer Mitteilung vom Dienstag zufolge vor, dass für jeden der 5.600 Mitarbeiter für das laufende Jahr bis zu 300 Stunden Minderarbeit angeordnet werden können, die ab 2021 für die folgenden fünf Jahre zur Hälfte nachgearbeitet werden müssen. Die DFS will dadurch flexibler auf das sinkende Flugaufkommen reagieren können. In Langen beschäftigt die Flugsicherung 3.000 Menschen.

Am Montag seien 2.036 Flüge über Deutschland unterwegs gewesen, 76 Prozent weniger als am 23. März 2019, meldet die DFS: "Wir gehen für die kommenden Tage von einem weiteren Verkehrsrückgang aus." 

Flugzeug im Landeanflug

+++ DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April +++

16.55 Uhr: Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) den 36 Profivereinen gegeben.

Zu Beginn der kommenden Woche müssen die 36 Klubs der beiden Ligen bei einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung die Empfehlung absegnen - das dürfte aber nur Formsache sein. Hier finden Sie den Artikel unserer Sportkollegen.

+++ Initiative "Save Your Gastro" in Frankfurt +++

16.12 Uhr: Wie so viele bangen auch Frankfurter Gastronomiebetriebe um ihr Überleben. Damit die Lokale nicht nach dem Ende der Corona-Krise zumachen müssen, obwohl sie endlich wieder für Gäste öffnen könnten, haben Jumas Medoff, Zafar Khan und Avi Shefatja die Initiative "Save Your Gastro" gestartet. Das Prinzip funktioniert dort wie bei der Wiesbadener Initiative "Heimatliebe" und dem Programm "Marburg-Liebe": Die derzeit verhinderten Gäste zahlen jetzt für ein oder mehrere Essen, das oder die sie dann nach dem Ende der Restaurant-Zwangspause einnehmen.

Medoff ist Vorsitzender der Kommunalen Ausländervertretung in Frankfurt, Khan SPD-Politiker im Stadtteil Sindlingen und Shefatja Inhaber des Ristorante Limoncello in Neu-Isenburg. Auf saveyourgastro.de listen sie die bislang teilnehmenden Lokale auf. Das sind noch nicht sonderlich viele, aber prinzipiell kann jedes Restaurant mitmachen. Auf dass die Welt nach Corona nicht gänzlich anders aussieht als vorher.

+++ Handball-Bundesligist HSG Wetzlar meldet Kurzarbeit an +++

16.05 Uhr: Wegen der Corona-Unterbrechung in der Handball-Bundesliga hat die HSG Wetzlar Kurzarbeit für alle Spieler, Trainer und Mitarbeiter angemeldet. "Wir können nicht trainieren, weil alle dafür notwendigen Einrichtungen geschlossen sind, und schon gar nicht Handball spielen. Deshalb sind wir gezwungen Kurzarbeit anzumelden", sagte Geschäftsführer Björn Seipp. "Sie ist derzeit für viele Unternehmen in unserem Land ein extrem wichtiges staatliches Hilfsmittel, um die Not etwas zu lindern."

+++ Landtag macht Weg frei für Corona-Rettungsschirm +++

15.24 Uhr: Der Landtag hat am Dienstag grünes Licht für den milliardenschweren Rettungsschirm des Landes im Kampf gegen die Corona-Krise gegeben. Das Haus verabschiedete einstimmig den dafür nötigen Nachtragshaushalt und beschloss, die Schuldenbremse zu lockern. Hessen will mit Soforthilfen von zwei Milliarden Euro die ganz akuten Folgen der Corona-Pandemie bekämpfen. Mit dem Geld kümmere sich das Land unter anderem um die notwendige medizinische Ausrüstung und die finanzielle Unterstützung der Kliniken, erläuterte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU).

Neben den Soforthilfen will das Land zur Unterstützung der Wirtschaft seinen Bürgschaftsrahmen von bisher 1,5 auf 5 Milliarden Euro erhöhen. Zudem soll es kurzfristige Entlastungen bei der Umsatzsteuer in Höhe von 1,5 Milliarden Euro geben.

+++ Klinikverbund: Reaktivierung von Krankenhäusern kaum sinnvoll +++

15.18 Uhr: Die Reaktivierung geschlossener Krankenhäuser ist nach Einschätzung des Klinikverbunds Hessen zum jetzigen Zeitpunkt der Corona-Krise unnötig. "Wenn man einfach Raum braucht, kann das sinnvoll sein. Hauptprobleme sind aber die medizinische Ausstattung und das Personal", sagte Geschäftsführer Reinhard Schaffert am Dienstag. Man sei noch nicht an dem Punkt, wo man über solche Schritte diskutieren müsse. Wenn man allerdings irgendwann vor der Frage stehe, ob man Kranke in einer Turnhalle oder einer ehemaligen Klinik unterbringe, "dann ist die ehemalige Klinik sicher besser geeignet".

+++ Tipps gegen den Lagerkoller +++

15.15 Uhr: Die Kasseler Psychologie-Professorin Heidi Möller rät im Homeoffice und der Quarantäne zur Aufstellung von klaren Regeln. Um einen Lagerkoller zu vermeiden, sei es wichtig, an gewohnten Strukturen festzuhalten. "Stehen Sie nicht erst mittags auf, machen Sie Sport, ziehen Sie sich an, nehmen Sie Mahlzeiten zu den gewohnten Zeiten zu sich", sagte Möller dem hr am Dienstag. Bei der Betreuung von Kleinkindern rät sie zum Schichtdienst und geschlossenen Türen. "Es muss auch mal Ruhe im Karton sein, alleine funktioniert das nicht."

+++ Hasebe findet Olympia-Verschiebung gut +++

15.05 Uhr: Der japanische Fußball-Profi Makoto Hasebe vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt hat sich zufrieden über die Verlegung der Olympischen Spiele in seinem Heimatland geäußert. "Es ist die richtige Entscheidung, Olympia im nächsten Jahr stattfinden zu lassen. Tokio wird ein toller Gastgeber sein und wir alle hoffen, dass wir dieses Ereignis 2021 ohne die aktuellen Sorgen genießen können", sagte der 36-Jährige am Dienstag in einer Twitter-Botschaft seines Vereins.

Das Internationale Olympische Komitee verständigte sich nach zunehmender Kritik von Sportlern und Nationalen Sportverbänden aus aller Welt mit den Olympia-Organisatoren auf eine Verschiebung der Sommerspiele. Das Großereignis soll spätestens im Sommer 2021 nachgeholt werden. Ursprünglich sollten die Sommerspiele am 24. Juli beginnen.

+++ Wirtschaft begrüßt Soforthilfen +++

14.55 Uhr: Die Hessische Industrie- und Handelskammer (HIHK) hat die angekündigten Soforthilfe-Maßnahmen der Landesregierung begrüßt, am Dienstag aber gleichzeitig für eine schnelle Umsetzung geworben. Die hessischen Unternehmen bräuchten noch in dieser Woche finanzielle Hilfe, um die Corona-Krise zu überstehen, teilte die HIHK mit. "Wir stehen in einem Wettlauf mit der Zeit", sagte HIHK-Präsident Eberhard Flammer.

+++ Unterstützung für Taxifahrer gefordert +++

14.47 Uhr: Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Restaurants und Clubs – auch für Taxifahrer verschärft sich die Lage durch die neuen Maßnahmen. Man laufe Gefahr, einen gesamten Berufszweig zu verlieren, warnt die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) Frankfurt. "Bund und Länder haben für viele Berufszweige bereits Hilfen versprochen, aber bei diesen werden die Taxifahrer, die ohnehin oft am Rande der Existenzsicherung arbeiten, vergessen oder übergangen", schreibt Jumas Medoff, der Vorsitzende der KAV, am Dienstag in einer Mitteilung. Er fordert deswegen sofortige finanzielle Hilfen ohne bürokratische Hürden.

+++ Puttrich: Im Föderalismus liegt die Kraft +++

14.34 Uhr: Am teils unterschiedlichen Vorgehen der Bundesländer gegen die Folgen der Corona-Epidemie gab es Kritik – zu Unrecht, wie die hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten findet. "Allen Unkenrufen zum Trotz zeigt sich auch in der Krise, dass der Föderalismus in Deutschland funktioniert", sagte Lucia Puttrich (CDU) am Dienstag: "Wir können schnell und passgenau handeln. Das individuelle Eingehen auf besondere Problemlagen in einzelnen Ländern ist keine Schwäche, sondern die Stärke des Föderalismus."

Am Mittwoch und am Freitag tritt der Bundesrat zusammen, um als zweite parlamentarische Kammer die weitreichenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise auf den Weg zu bringen. Puttrich spricht mit Blick auf die geplanten Milliarden-Hilfen für Unternehmen, Arbeitnehmer und Selbstständige davon, dass "wichtige und wahrscheinlich einmalige Beschlüsse" anstünden.

+++ Corona bis zu acht Tage ansteckend +++

14.18 Uhr: Corona-Patienten sind nach Ablauf der vorgeschriebenen Quarantänezeit von zwei Wochen keine Gefahr mehr für ihre Mitmenschen. Wie Studien inzwischen bestätigten, können infektiöse Viren bis zu acht Tage nach der Infizierung nachgewiesen werden, danach seien die betroffenen Personen laut dem Frankfurter Virologen Martin Stürmer nicht mehr ansteckend. "Man geht zur Vorsicht ein paar Tage drüber. Aber nach 14 Tagen kann jeder in die Freiheit entlassen werden", sagte er am Dienstag dem hr. Ein negativer Corona-Test ist nicht notwendig, um als gesund zu gelten. Wichtig sei aber, dass die letzten beiden Tage komplett symptomfrei verlaufen, so Stürmer.

+++ Zahl der Infizierten auf 1.617 gestiegen +++

14.08 Uhr: Inzwischen gibt es in Hessen 1.617 bestätigte Corona-Infektionen. Das teilte das Sozialministerium am Dienstag mit. Damit ist die Zahl seit gestern Mittag um 265 gestiegen. Die meisten Corona-Infektionen - 195 - wurden bisher aus Frankfurt gemeldet. Besonders stark betroffen sind auch die Landkreise Fulda und Groß-Gerau. Hier gibt es jeweils 103 bestätigte Fälle.

+++ Uniklinik Frankfurt wird in zwei Bereiche geteilt +++

13.50 Uhr: Das Universitätsklinikum Frankfurt bereitet sich auf eine steigende Anzahl von Corona-Patienten vor, die stationär behandelt werden müssen. Künftig sollen mit dem Coronavirus Infizierte strikt von anderen Patienten getrennt werden, erklärte der Ärztliche Direktor Jürgen Graf. "Um die Sicherheit aller uns anvertrauten Patientinnen und Patienten bei einer steigenden Zahl von COVID-19-Fällen zu gewährleisten, werden wir in Kürze zwei organisatorisch und in den Abläufen voneinander getrennte Kliniken betreiben: eine COVID-19-Klinik und ein Klinikum für alle SARS-CoV-2-negativen Patientinnen und Patienten."

Die Planungen für die Umstrukturierung seien abgeschlossen, die nötigen Umzüge sollen im Laufe der Woche stattfinden. Die Versorgung der Patienten sei während der gesamten Zeit sichergestellt, so die Uniklinik.

+++ Freie Fahrt auf den Straßen, weniger Unfälle +++

13.35 Uhr: Leere Busse und Bahnen, freie Straßen: Die Corona-Krise hat den sonst vielerorts so dichten Berufsverkehr in Hessen erheblich ausgedünnt. "Der Verkehr hat deutlich abgenommen", sagte eine Sprecherin der Verkehrsbehörde Hessen Mobil am Dienstag mit Blick auf die Autobahnen im Land. Wenn es überhaupt noch Stau gebe, dann wegen einer Panne oder einem Unfall. Rund 40 Prozent weniger Autoverkehr registrierte die Behörde Ende vergangener Woche im Vergleich zu den Vorjahren. Der Schwerverkehr ging demnach um mehr als ein Drittel zurück.

Mit der Verkehrsdichte sinkt die Zahl von Unfällen, wie unter anderem das Polizeipräsidium Nordhessen beobachtet: "Das ist im Tagesgeschäft deutlich zu merken", sagte ein Sprecher. Innerorts wie außerorts und auf den Autobahnen seien deutlich weniger Fahrzeuge unterwegs, entsprechend sei das Unfallaufkommen geringer.

Die A7 südlich von Kassel, eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Deutschlands, ist kurz nach 10.00 Uhr leer.

+++ Warum es keine Zahlen zu den Genesenen gibt +++

13.26 Uhr: 962 - 1.166 - 1.267 - 1.352: Die Zahl der Corona-Infizierten in Hessen schnellt nach oben. Täglich meldet das Sozialministerium neue Fälle, nachdem es am 28. Februar vom ersten Infizierten im Land berichtete. Eine Erkrankung klingt in der Regel nach mildem Verlauf nach zwei Wochen ab. Es muss also inzwischen etliche von der neuartigen Lungenkrankheit Genesene geben. Insofern sind die oben genannten, täglich aktualisierten Zahlen in Wahrheit inaktuell, weil sie nur die jemals gemeldeten Infektionen abbilden, nicht die zur Zeit Infizierten. Warum meldet das Sozialministerium die Genesenen nicht?

"Ganz einfach: Weil Genesene im Gegensatz zu Infizierten nicht meldepflichtig sind", sagte eine Sprecherin von Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) dem hr. Die allermeisten Corona-Patienten, von deren Infektion die Behörden überhaupt wissen, kurierten ihre Symptome zu Hause aus. Niemand von ihnen melde, wenn sie oder er wieder gesund sei. Keine Behörde frage das ab. "Nur die wenigsten Corona-Patienten werden in Krankenhäusern behandelt", sagte die Sprecherin. Auch sie würden bei ihrer Entlassung aber nicht eigens erfasst.

Wer in weltweiten Corona-Statistiken auf eine Zahl der Genesenen stößt, sollte wissen, so die Ministeriumssprecherin: "Diese Zahlen stammen fast vollständig aus China." Das Reich der Mitte erfasst seine Bürger bekanntlich ziemlich komplett.

+++ Nordhessen: Weitere Einschränkungen im Nahverkehr +++

13.15 Uhr: Infolge der Corona-Pandemie hat der Nordhessische Verkehrs-Verbund (NVV) sein Angebot weiter verkürzt. Einzelne Fahrten der Regionalbahnen werden am frühen Morgen und am späten Abend gestrichen, darüber hinaus fallen die erste und die letzte Fahrt des Tages von Kassel nach Düsseldorf aus, wie es am Dienstag in einer Mitteilung hieß. Dazu kommen laut NVV einzelne Ausfälle auf allen Zug- und Buslinien in sämtlichen Landkreisen Nordhessens. Ziel der Maßnahmen ist es, so lange wie möglich "ein stabiles Grundangebot zu erhalten". Der NVV rechnet nach eigener Aussage jedoch mit weiteren Einschränkungen in den kommenden Tagen.

+++ 300 Gießener Studenten im Corona-Einsatz +++

13.13 Uhr: Nach einem gemeinsamen Aufruf des Universitätsklinikums und der Justus-Liebig-Universität in Gießen haben sich in den vergangenen Tagen bereits 300 Studierende freiwillig für Hilfe angeboten. Laut einer Mitteilung vom Dienstag werden die Medizinstudenten unter anderem bei der Blutspende und einem "Corona-Checkpoint" eingesetzt. "Die Studierenden zeigen damit großes Verantwortungsbewusstsein. Ich bin zuversichtlich, dass die besonderen Erfahrungen in dieser Krise dazu beitragen werden, unsere Studierenden zu hervorragenden Ärztinnen und Ärzten auszubilden", kommentierte Dekan Wolfgang Weidner die außergewöhnliche Situation.

+++ Rhein: Landtag muss auch in Krisenzeiten funktionieren +++

12.46 Uhr: Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) hat die Bedeutung des Parlaments in der aktuellen Krise betont. Die Institutionen des Staates müssten handlungsfähig bleiben, sagte Rhein zu Beginn der von der Corona-Krise geprägten Landtagsdebatte am Dienstag. Nur so könnten Regelungen wie zum Beispiel die Soforthilfen des Landes in Kraft gesetzt werden, auf die viele Menschen dringend warteten. "Ein Parlament muss auch in schwierigen Zeiten funktionieren", betonte Rhein. Zur Plenarsitzung gebe es keine Alternative.

Um möglichst alle Abgeordneten vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, gelten im Wiesbadener Landtag strenge Abstandsregeln. Daher dürfen nicht alle Parlamentarier durchgehend im Plenarsaal sitzen, viele verfolgten die Debatte von der Zuschauertribüne aus oder im Livestream im Internet.

Rhein dankte den Beschäftigten in den Supermärkten und Ärzten für ihren großen Einsatz in der Corona-Krise. Sie seien die wahren Helden unseres Alltags. 

Mehr zu den Corona-Regeln im Landtag finden Sie hier.

+++ Polizei im Lahn-Dill-Kreis verzeichnet Verstöße gegen Kontaktverbot +++

12.50 Uhr: Die Polizei im Lahn-Dill-Kreis hat zahlreiche Verstöße gegen das Kontaktverbot registriert. An den Bahnhöfen in Wetzlar und Dillenburg lösten Polizisten mehrere Menschengruppen auf. Auch auf Schulhöfen, Spielplätzen und in Grünanlagen schritten sie ein, wie die Polizei in Dillenburg am Dienstag mitteilte. "In den meisten Fällen zeigten sich die Betroffenen einsichtig und leisteten den Aufforderungen der Sicherheitskräfte Folge", berichtete ein Sprecher.

Gegen fünf Männer und zwei Frauen wurde Anzeige erstattet. Sie hatten am Bahnhof in Dillenburg gefeiert und sich zunächst nicht von der Polizei verscheuchen lassen.

+++ Hessen weitet in Corona-Krise Finanzhilfen aus +++

12.40 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat in der Corona-Krise alle Menschen in Hessen eindringlich zum Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln aufgerufen und weitere massive finanzielle Hilfen der Landesregierung zugesagt.

Die Bundesregierung wolle für Kleingewerbetreibende und Selbstständige mit bis zu fünf Arbeitnehmern eine Soforthilfe von 9.000 Euro zahlen und bei denjenigen mit sechs bis zehn Arbeitnehmern eine Soforthilfe von 15.000 Euro, so Bouffier. Die Landesregierung sei aber davon überzeugt, dass das nicht reiche. Deshalb werde das Land ein Soforthilfeprogramm auflegen, das den Betroffenen schnell und unbürokratisch nicht rückzahlbare Zuschüsse zur Verfügung stellt. Dieses Programm richte sich vor allem an kleine und Kleinstunternehmer, Angehörige freier Berufe und Selbstständige, erklärte der Ministerpräsident.

Die Leistungen des Bundes sollen so aufgestockt werden, dass für die Gruppe von bis zu fünf Arbeitnehmern 10.000 Euro und für die Gruppe mit bis zu zehn Arbeitnehmern 20.000 Euro Einmalzahlungen als Soforthilfe gewährt werden. Darüber hinaus werde es eine dritte Gruppe mit bis zu 49 Arbeitnehmern geben, eine einmalige Soforthilfe von 30.000 Euro bekommen sollen.

Zu unserem Artikel geht es hier.

+++ Wer gehört zur Risikogruppe? +++

12.30 Uhr: Bei den meisten Infizierten verläuft die Erkrankung mild, doch rund 20 Prozent der Patienten erkranken schwer. In diesem Zusammenhang ist oft von der Risikogruppe die Rede, die wegen des höheren Alters oder bestimmter Vorerkrankungen besonders gefährdet ist. Doch welche Vorerkrankungen spielen für den Verlauf der Corona-Infektion eine Rolle - und welche nicht? Die Kollegen von tagesschau.de haben hier aufgelistet, für wen eine erhöhte Gefahr besteht.

+++ Was darf ich und was ist verboten? +++

12.10 Uhr: Darf ich mit meiner Freundin spazieren gehen? Wie ist es mit dem Weg zur Arbeit? Unser Erklärvideo zeigt Ihnen, was in Hessen aktuell erlaubt ist und welche Einschränkungen es gibt.

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+++ Wie Fraport gegen Gepäckband-Gedränge vorgeht +++

12.07 Uhr: Auch wenn aktuell wenige Passagiere am Frankfurter Flughafen starten und landen, treffen dort noch deutlich mehr Menschen aufeinander als andernorts. Damit trotzdem ein gewisser Sicherheitsabstand eingehalten wird, setzt Flughafenbetreiber Fraport auf Durchsagen und Bodenmarkierungen. Mehr dazu in unserem Beitrag.

+++ Bouffier: "Freue mich über große Zahl an Hilfsangeboten" +++

11:54 Uhr: In seiner Regierungserklärung zur Corona-Krise hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) die große Zahl an Hilfsangeboten für Alleinstehende und kranke Menschen gelobt.

#Bouffier : "Ich freue mich auch sehr über die große Zahl an Hilfsangeboten zum Beispiel für Alleinstehende oder Kranke in unserem Land." #HLT #CoronaVirus #CoronaPandemie

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Im Landtag soll heute eine Milliarden-Soforthilfe für die Wirtschaft beschlossen werden. Dafür muss ein Nachtragshaushalt beschlossen und die Schuldenbremse gelockert werden. Dies ist bei "Naturkatastrophen" möglich - und als solche wird die Corona-Pandemie in dem Antrag der Landesregierung eingestuft.

+++ Wiesbaden teilt Rettungswachen auf +++

11.43 Uhr: Um das Infektionsrisiko auf Rettungswachen zu minimieren, sind die Rettungsdienste in Wiesbaden auf verschiedene Behelfswachen verteilt worden. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Für eine dieser improvisierten Wachen stellte das Kulturzentrum Schlachthof seine Räume zur Verfügung. "Da wir unser Haus gerade nicht für Veranstaltungen nutzen können, haben wir es für die Menschen zur Verfügung gestellt, die auch jetzt noch Tag und Nacht raus müssen, wo eigentlich zu Hause bleiben angesagt ist", heißt es auf der Facebook-Seite des Schlachthofs.

+++ Desinfektionsmittel für Krankenhäuser +++

11.30 Uhr: Der in Frankfurt ansässige Verband der Chemischen Industrie (VCI) und der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) wollen in einer gemeinsamen Aktion die Notfallversorgung der Krankenhäuser mit Desinfektionsmitteln sichern. Wie der VCI am Dienstag mitteilte, werden die benötigten Chemikalien von verschiedenen Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt und über Apotheken an die Kliniken ausgeliefert. Die Hilfsaktion soll Mitte dieser Woche umgesetzt werden. Laut VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup erfolgt die Versorgung teilweise sogar kostenlos. Für Krankenhäuser sei Händedesinfektionsmittel unverzichtbar.

+++ 89-jähriger Mann in Darmstadt gestorben +++  

11.20 Uhr: In Hessen gibt es den fünften Todesfall in Folge einer Coronavirus-Infektion: Nach Informationen des Gesundheitsamts ist in der Nacht zum Dienstag in Darmstadt ein positiv auf das Covid-19-Virus getesteter Patient gestorben. Das teilte die Stadt Darmstadt am Dienstag mit. Es handelt sich um einen 89-jährigen Mann, der am Montag mit schweren Vorerkrankungen in ein Darmstädter Krankenhaus eingeliefert worden war.

+++ Messebauer produziert Plexiglasschutz +++

11.15 Uhr: Innerhalb weniger Tage brachen beim Messebauer Fair Care aus Frankfurt sämtliche Aufträge weg. Doch anstatt seine Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, setzte Sven Obert auf eine neue Geschäftsidee und stellte seine Produktion komplett um. Seine Firma stellt jetzt Plexiglasscheiben für Apotheken und Arztpraxen her. Fünf bis 10 Kunden rüstet die Firma täglich mit dem Schutz aus.

Videobeitrag

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+++ Gurgeln gegen Corona +++

10.42 Uhr: Was das Händewaschen in der allgemeinen Hygiene ist, ist Gurgeln für den Mund. Wie der Kasseler Hygieniker Markus Schimmelpfennig am Dienstag gegenüber dem hr erklärte, können Gurgellösungen bei der Vorbeugung gegen das Coronavirus helfen. "Wenn das Mittel vom Hersteller als 'begrenzt viruzid' bezeichnet wird, können damit leicht irritierbare Viren getötet werden", sagte er. "Dann kann das sinnvoll sein." Eine Alternative zu medizinischen Mitteln sei zudem das Gurgeln mit Korn. Der Schnaps könne zwar ein brennendes Gefühl hinterlassen und die Schleimhaut angreifen, wie Schimmelpfennig ausführte. "Ich würde es nicht offiziell empfehlen, aber das Virus bringen Sie damit um."

+++ Radprofi Degenkolb zwischen Frust und Familienzeit +++

10.35 Uhr: Rennabsagen, möglicher Gehaltsverzicht, ungewisse Zukunft: Das Coronavirus beeinflusst auch den Radsport im großen Maße. Profi John Degenkolb aus Oberursel hält die Folgen einer möglichen Absage der Tour de France für nicht absehbar. Der 31-Jährige betonte in einem Gespräch im ZDF-Morgenmagazin aber auch, dass im Kampf gegen das Coronavirus eine solche Absage auch die absolut richtige Maßnahme sein könne. "Es ist im Moment wahnsinnig wichtig, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden, so hart es für den Einzelnen im Sport auch ist", sagte Degenkolb. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag.

+++ Bildergalerie: Hessen steht still +++

10:18 Uhr: Geschlossene Schulen und Kitas, verwaiste Firmengelände, leere Innenstädte - das Coronovirus hat dramatische Auswirkungen auf unser Leben.

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In unserer Galerie haben wir Bilder aus Hessen gesammelt, die man so nur selten sieht - von der gesperrten Landebahn, die zum Flugzeug-Parkplatz wird, bis hin zu Bannern, mit denen Fuballfans sich bei Ärzten und medizinischem Personal bedanken.

+++ Börsenverein fordert Ausnahmeregeln für Buchhandlungen +++

9:49 Uhr: Der in Frankfurt sitzende Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Regierungsmaßnahmen zum Schutz von Unternehmen und Selbstständigen begrüßt. Gleichzeitig hat er aber Ausnahmen für den Buchhandel gefordert. "Die Soforthilfen sind wichtig und können existenzentscheidend sein", wird Hauptgeschäftsführer Alexander Skipsis in einer Mitteilung vom Montagabend zitiert. Da die Branche allerdings mit einem monatlichen Umsatzverlust von einer halben Milliarde Euro rechne und spontan eingerichtete Lieferservices und Web-Shops diese Einbußen nicht auffangen könnten, sollten weitere Möglichkeiten zum Bücherverkauf geprüft werden. "Zum Beispiel ein Abholservice bestellter Bücher", heißt es. Das Soforthilfe-Paket des Bundes soll noch in dieser Woche gesetzlich verankert werden.

+++ Goethe-Universität Frankfurt im Notbetrieb +++

9.43 Uhr: Die Goethe-Universität Frankfurt will sukzessive bis zum Notbetrieb herunterfahren. Das teilte Präsidentin Birgitta Wolff mit. Grund seien die Beschlüsse der Landesregierung vom vergangenen Sonntag. Der Notbetrieb sei in etwa vergleichbar mit der Schließung der Universität in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Zahlreiche Gebäude seien ab sofort geschlossen, nur noch speziell Berechtigte hätten Zugang. Auch die Forschung ist betroffen: Nach Angaben der Uni dürfen nur noch Arbeiten fortgeführt werden, die unerlässlich sind - entweder aus Sicherheitsgründen oder um wichtige Forschungsprozesse nicht zu riskieren. Für das Universitätsklinikum Frankfurt gelten diese Regelungen nicht.

Uni Campus in Frankfurt

+++ Conti Korbach stellt Produktion vorübergehend ein +++

9.26 Uhr: Ab Mittwoch sollen alle Produktionsbereiche der Reifen- und Schlauchherstellung bei Conti in Korbach bis auf wenige Ausnahmen auf Null gefahren werden. Für die rund 3.600 Mitarbeiter bedeutet das Kurzarbeit. Erst nach Ostern könnte die Produktion wieder anfahren. Ziel ist es, die Belegschaft zu schützen vor dem Virus zu schützen und gleichzeitig auch keine Produktionsüberschüsse zu erzeugen. Denn der Absatz von Autos ist stark zurückgegangen, damit sinkt auch die Nachfrage bei den Zulieferern. Heute und morgen sollen die Maschinen Stück für Stück zurückfahren, damit ab Mittwoch der Betrieb ruht.

+++ Corona-Update zum Hören +++

9.00 Uhr: Das neue Corona-Update zum Hören ist da. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio Antworten auf Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 24. März, 9 Uhr

Coronavirus
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+++ Trauerfeiern sollen weiter stattfinden +++

8.40 Uhr: Die hessische Landesregierung hat am Dienstag darauf hingewiesen, dass Trauerfeiern und Bestattungen weiter möglich sind. Wie das Innenministerium mitteilte, sollen Angehörige weiterhin die Möglichkeit haben, sich angemessen und würdevoll von Verstorbenen zu verabschieden. Klar sei aber auch, dass die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts eingehalten werden müssen. So müssten Menschen zum Beispiel in den Trauerhallen mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander halten. Falls die örtlichen Begebenheiten zu klein sind, seien auch Trauerfeiern unter freiem Himmel möglich. Die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen, innerhalb derer Verstorbene beerdigt werden müssen, entfallen vorerst.

+++ Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen brechen weiter ein +++

8.15 Uhr: Weltweit ist der Flugverkehr nahezu zum Erliegen gekommen. Das hinterlässt auch beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport weiterhin tiefe Spuren. Die Passagierzahl brach in der vergangenen Woche um 73,5 Prozent ein auf rund 330.000. Das Frachtvolumen fiel um rund ein Fünftel und die Anzahl der Flugbewegungen sank um rund 58 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

+++ Hochzeit in zwei Minuten im Standesamt Frankfurt +++

7.35 Uhr: Wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus hat das Standesamt in Frankfurt Hochzeitszeremonien auf ein Minimum reduziert. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, ist der Trausaal im Römer geschlossen, ebenso der Bolongaropalast in Höchst. Stattdessen bietet das Amt einen Ersatzraum an, in dem Standesbeamte und Brautpaare durch eine Glasscheibe voneinander getrennt sind. Angehörige und Gäste sind dem Bericht zufolge nicht mehr erlaubt, die Trauansprache ist gestrichen. "Es geht nur noch um das Jawort", sagte die Leiterin der Behörde, Andrea Hart, der Zeitung. Nach zwei, drei Minuten sei die Zeremonie vorbei.

+++ Landesregierung informiert per Messenger-Dienst +++

7.06 Uhr: Die Landesregierung informiert nun auch per Messenger-Dienst über die Auswirkungen des Coronavirus. Um die Bürger mit zuverlässigen und aktuellen Informationen zu versorgen, sollen ab Dienstag Mitteilungen über Telegram und Threema versendet werden, teilte die Staatskanzlei mit.

Eine Anleitung, wie das funktioniert, ist auf www.corona.hessen.de zu finden. Auf dieser Seite gibt es zudem gebündelte und ausführliche Informationen zum Coronavirus sowie alle Beschlüsse und Verordnungen der Landesregierung. Wer Fragen hat, kann sich an die kostenlose Service-Telefon-Hotline 0800 555 4666 wenden.

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (23. März 2020):
+++ Virologin erwartet bald Schnelltests +++ Vierter Todesfall in Hessen +++ 1.352 bestätitigte Corona-Infektionen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (22. März 2020):
+++ Kontaktverbot für mehr als zwei Personen gilt sofort +++ Abitur findet weiter statt +++ 1.267 bestätigte Fälle in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (21. März 2020):
+++ Harsche Kritik an Spahn-Plänen +++ Zweiter Eintracht-Spieler positiv +++ 1.166 Infizierte in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (20. März 2020):
+++ Infizierter tot in Wohnung gefunden +++ 962 Infizierte in Hessen +++ Restaurants ab Samstagmittag geschlossen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (19. März 2020):
+++ 89-Jährige im Kreis Offenbach gestorben +++ 740 bestätigte Fälle +++ Lufthansa und Tui kämpfen um Existenz +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (18. März 2020):
+++ Abiturprüfungen finden statt +++ Strengere Corona-Maßnahmen gelten ab heute +++ 547 Infizierte in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (17. März 2020):
+++ Erster Todesfall in Hessen +++ Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger am Frankfurter Flughafen +++ 381 Corona-Fälle +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (16. März 2020):
+++ Weitere Maßnahmen ab Mittwoch +++ Eine Milliarde Euro Soforthilfe +++ 342 Fälle in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (14. und 15. März 2020):
+++ Fallzahlen steigen um 50 Prozent +++ Gottesdienste abgesagt +++ Veranstaltungen ab 100 Personen verboten +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (13. März 2020):
+++ Kein Unterricht ab Montag, Kitas zu +++ Krankenhäuser verhängen Besuchsverbote +++ Kirchen sagen Gottesdienste ab +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (10. März bis 12. März 2020):
+++ Abiturienten vom Unterricht freigestellt +++ Absage von Großveranstaltungen bis 10. April +++ Kassel schließt Theater und Kinos +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (6. März bis 9. März 2020):
+++ Arzt-Praxis unter Quarantäne +++ Deutsche Bank sagt 150-Jahrfeier ab +++ Blutreserven halten 2,2 Tage +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (28. Februar bis 5. März 2020):
+++ 99 Schüler in Quarantäne +++ Lufthansa streicht Israel-Flüge +++ 1.000 Anrufe bei Hotline +++

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Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • Abstand halten beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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